Pfaendung

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hbtplk6
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Pfaendung

Beitrag von hbtplk6 » 13.07.18, 20:40

Mann: vor der Ehe hat er seinen Teil eines Elternhauses nach Ihrem Wunsch an seinen Bruder ueberschrieben, Bruder hat nicht sofort an sich ueberschrieben
Inzwischen scheidet sich der Mann. Die Geschiedene Frau will wegen Unterhalt der Kinder das Haus und macht Eintragung im Grundbuch will weiter das Haus veraessern.
Der Bruder will das Haus jetzt an sich ueberschreiben. Eigentlich nicht Problem des Mannes sondern seines Bruders. Was ist rechtlich fuer den Bruder zu tun?

idem
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Re: Pfaendung

Beitrag von idem » 16.07.18, 19:17

Gegenfrage (und weil ich den Sachverhalt eher konfus empfinde): Was will denn der eine Bruder selbst?

SusanneBerlin
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Re: Pfaendung

Beitrag von SusanneBerlin » 16.07.18, 19:48

Was ist überhaupt mit dem Grundstück passiert? Das ist völlig unklar. Ist eine wirksame Übertragung an den Bruder erfolgt oder nicht? Möchte der Mann das Grundstück überhaupt noch an seinen Bruder übertragen? Wer ist derzeit Eigentümer?
hbtplk6 hat geschrieben: Mann: vor der Ehe hat er seinen Teil eines Elternhauses nach Ihrem Wunsch an seinen Bruder ueberschrieben, Bruder hat nicht sofort an sich ueberschrieben
Eine Übertragung eines Grundstücks erfolgt, indem Veräußerer und Erwerber vor einem Notar eine Übertragungsurkunde unterschreiben. Unterschreibt nur einer, dann kommt die Übertragung nicht zustande.
BGB hat geschrieben:§ 925 Auflassung
(1) Die zur Übertragung des Eigentums an einem Grundstück nach § 873 erforderliche Einigung des Veräußerers und des Erwerbers (Auflassung) muss bei gleichzeitiger Anwesenheit beider Teile vor einer zuständigen Stelle erklärt werden. Zur Entgegennahme der Auflassung ist, unbeschadet der Zuständigkeit weiterer Stellen, jeder Notar zuständig.
hbtplk6 hat geschrieben:Der Bruder will das Haus jetzt an sich ueberschreiben.
Unterschreibt ein vollmachloser Vertreter für den Erwerber, dann muss der Erwerber seine Unterschrift zur Genehmigung des Rechtsgeschäfts innerhalb von 2 Wochen nachdem er dazu aufgefordert wurde, nachholen.
BGB hat geschrieben:§ 177 Vertragsschluss durch Vertreter ohne Vertretungsmacht
(1) Schließt jemand ohne Vertretungsmacht im Namen eines anderen einen Vertrag, so hängt die Wirksamkeit des Vertrags für und gegen den Vertretenen von dessen Genehmigung ab.
(2) Fordert der andere Teil den Vertretenen zur Erklärung über die Genehmigung auf, so kann die Erklärung nur ihm gegenüber erfolgen; eine vor der Aufforderung dem Vertreter gegenüber erklärte Genehmigung oder Verweigerung der Genehmigung wird unwirksam. Die Genehmigung kann nur bis zum Ablauf von zwei Wochen nach dem Empfang der Aufforderung erklärt werden; wird sie nicht erklärt, so gilt sie als verweigert.
Grüße, Susanne

hbtplk6
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Re: Pfaendung

Beitrag von hbtplk6 » 27.07.18, 10:44

Mann und sein Bruder waren beide beim Notar. Mann hat auf das Haus und Grundstueck an seinen Bruder ueberschrieben. Im Grundbuch wurde aber nichts veraendert. Jetzt kommt die Frau und will das Haus und Grundstueck weil sich nichts pfaendbares (angeblich Unterhalt fehlt den Kindern - Process im Gange) findet.
Das Haus und Grundstueck geht es noch dem Mann an? oder Ist es eine Sache des Bruders?

certi
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Re: Pfaendung

Beitrag von certi » 29.07.18, 05:23

hbtplk6 hat geschrieben:Mann und sein Bruder waren beide beim Notar. Mann hat auf das Haus und Grundstueck an seinen Bruder ueberschrieben. Im Grundbuch wurde aber nichts veraendert.
Wie kann man denn beim Notar vorstellig werden, das Grundstück überschreiben und das ohne dies entsprechend im Grundbuch zu ändern?

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