Inkasso abwehren

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myLord
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Inkasso abwehren

Beitrag von myLord » 16.08.18, 13:25

Hallo Leute,

nehmen wir mal an, dass A von einem Unternehmen eine Mahnung bekommt. In der Mahnung werden 10€ Mahngebühr geltend gemacht. A wehrt sich gegen die zu hohe Mahngebühr, überweist den Rechnungsbetrag und 2,50€ für die Mahnung. Doch das Unternehmen schaltet einen Inkasso-Dienst ein, der A auf den Sack geht. Mit Briefen, E-Mails und Anrufen soll A zur Zahlung der 7,50€ + ca. 50€ Inkasso-Gebühren gezwungen werden.

Die 7,50€ wird der Gläubiger vor Gericht wohl nicht durchsetzen können, da das lokale AG die Mahngebühren auf 2,50€ deckelt. Deshalb geht das Inkasso-Unternehmen ja auch so vor. Kann A dagegen etwas machen? Es nervt einfach, wenn mal wieder ein Brief im Briefkasten ist mit INKASSO und Letzte Chance auf dem Briefumschlag. Oder wenn man bei der Arbeit von diesen nervigen Anrufen unterbrochen wird.

ExDevil67
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Re: Inkasso abwehren

Beitrag von ExDevil67 » 16.08.18, 14:29

AFAIR gibt's da ein Instrument das sich Feststellungsklage nennt. Geht auch andersrum das man feststellen lässt das etwas nicht besteht. Details dazu beim Anwalt des Vertrauens.

Altbauer
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Re: Inkasso abwehren

Beitrag von Altbauer » 16.08.18, 16:45

Was halten Sie davon :

Per Brief (Einschreiben) kundtun, dass man die strittigen Gebühren nicht zahlen wird und auf den Rechtsweg verweisen.
(verklag mich doch)
Bei den nächsten 2 Anrufen dies ebenso kundtun und bei weiteren Anrufen sofort auflegen.
E-Mails ignorieren.

Vorher noch die Verbraucherzentrale um Rat fragen.

Das Risiko scheint mir bei einem strittigen Betrag von 7,50€ + 50€ recht überschaubar.

myLord
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Re: Inkasso abwehren

Beitrag von myLord » 17.08.18, 08:30

Altbauer hat geschrieben:Was halten Sie davon :

Per Brief (Einschreiben) kundtun, dass man die strittigen Gebühren nicht zahlen wird und auf den Rechtsweg verweisen.
(verklag mich doch)
Ehrlich gesagt, wenig. Das Problem ist folgendes: Es geht aktuell um 7,50€.
Ein Einschreiben Einwurf kostet 2,10€. Die Abwehr eines Mahnbescheides - wenn man es ohne RA macht - kostet mind. das Porto. Bei dem Betrag wird das Gericht im Falle einer Klage wohl das schriftliche Verfahren anordnen. Für die Klageerwiderung gehen noch einmal 1,45€ + 70ct drauf. Also insgesamt ca. 5€.

Wird aber trotzdem nichts daran ändern, dass die Vögel A auf den Geist gehen.
Die Verbraucherzentrale um Rat zu fragen, ist an sich eine gute Idee, nur wollen die afaik 10-15€ für die Beratung haben.

lottchen
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Re: Inkasso abwehren

Beitrag von lottchen » 17.08.18, 08:59

Sie fragen also nach einer Möglichkeit wie Sie sich das Problem vom Hals schaffen ohne einen Cent, also nicht mal eine Briefmarke zu bezahlen? Auf die Antwort bin ich gespannt :lachen: .
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle BäckerHD, FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!

FelixSt
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Re: Inkasso abwehren

Beitrag von FelixSt » 17.08.18, 11:10

Und das in einem Inkasso-Thread, sehr verräterisch...! :lol:
Ich empfehle jedem, selbst zu denken und es sich nicht von unseren Forengutmenschen wie z.B. lottchen abnehmen zu lassen.

idem
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Re: Inkasso abwehren

Beitrag von idem » 17.08.18, 11:41

Wurde bereits ausgeführt: nix machen kosten nix.

Oder man schafft es, seine VZ kostenfrei (Email) anzuheizen, die dann ggf. analog

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-b ... os=0&anz=1

zu Felde zieht.

myLord
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Re: Inkasso abwehren

Beitrag von myLord » 17.08.18, 11:47

Hmmm..... das weitere Problem ist, dass es B2B Geschäft war, also die VZ eigentlich nicht zuständig wäre, oder?

idem
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Re: Inkasso abwehren

Beitrag von idem » 17.08.18, 11:54

Das wird die VZ bestimmt wissen.

Altbauer
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Re: Inkasso abwehren

Beitrag von Altbauer » 17.08.18, 13:05

lottchen hat geschrieben:Sie fragen also nach einer Möglichkeit wie Sie sich das Problem vom Hals schaffen ohne einen Cent, also nicht mal eine Briefmarke zu bezahlen? Auf die Antwort bin ich gespannt .
Noch ein Versuch:

statt:
Altbauer hat geschrieben:Per Brief (Einschreiben) kundtun, dass man die strittigen Gebühren nicht zahlen wird und auf den Rechtsweg verweisen.
(verklag mich doch)
schreibt man es halt als Antwort auf die nächste E-Mail.

danach:
Altbauer hat geschrieben:Bei den nächsten 2 Anrufen dies ebenso kundtun und bei weiteren Anrufen sofort auflegen
und weitere E-Mails ignorieren.

Das Prozessrisiko ist überschaubar!

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