Hemmung Verjährung

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Ronald
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Hemmung Verjährung

Beitrag von Ronald » 08.06.19, 14:51

Hallo liebe Experten,

folgender Sachverhalt:

Normale Kaufpreisforderung verjährt mit Ablauf von 3 vollen Kalenderjahren. Reicht man vorher einen Mahnbescheid und direkt im Anschluß eine Klage ein, wird die Verjährung gehemmt nach § 204 Abs. 1 BGB. Ab Zustellung des Mahnbescheides läuft die Hemmung der Verjährung.

Durch einen Verfahrensfehler wurde die Klage abgewiesen. Somit war das Klageverfahren beendet und die Hemmung der Verjährung endete nach § 204 Abs. 2 BGB sechs Monate später.

Der Kläger möchte wegen der gleichen Kaufpreisforderung ein erneutes Mahn-/ und/oder Klageverfahren einleiten (neue Kosten, ist klar) und fragt erstmal, ob die vorstehend kurz erläuterte Hemmung der Verjährung tatsächlich an den Ablauf der 3 Kalenderjahre drangehangen wird.

Gemeint ist der Zeitraum von Zustellung des Mahnbescheides bis 6 Monate nach Beendigung des Klageverfahrens. Also mindestens 6 Monate, womit zum Beispiel noch bis mindestens 30.06.2019 das Verfahren ohne Verjährungsrisiko begonnen werden kann, wenn die Forderung aus dem Jahr 2015 kommt. Paßt das so?

Besten Dank im voraus.

Ronald
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SusanneBerlin
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Re: Hemmung Verjährung

Beitrag von SusanneBerlin » 08.06.19, 15:07

Durch einen Verfahrensfehler wurde die Klage abgewiesen.
Fehler des Gerichts oder Fehler des Klägers?
Grüße, Susanne

Ronald
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Re: Hemmung Verjährung

Beitrag von Ronald » 08.06.19, 15:24

Dummerweise Fehler des Klägers. (hat sich im Termin vertreten lassen, jedoch keine ordnungsgemäße Bevollmächtigung an den Vertreter, war kein Anwalt, erteilt. Gegner beantragte Klageabweisung)

Aber was hat das mit der Hemmung der Verjährung zu tun?
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SusanneBerlin
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Re: Hemmung Verjährung

Beitrag von SusanneBerlin » 08.06.19, 18:13

Wenn es sich um einen Fehler des Gerichts handelte, dann hätte sich die Berufung angeboten.
Grüße, Susanne

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