Einschreiben mit Zahlbetrag - muss bei Ablehnung etwas unterschrieben werden?

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Quadratur
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Einschreiben mit Zahlbetrag - muss bei Ablehnung etwas unterschrieben werden?

Beitrag von Quadratur » 19.06.19, 16:50

Hallo zusammen,

hat der Adressat eines Einschreibens mit "Zusatzleistung/Zahlbetrag" das Recht, zunächst den Absender desselben zu erfahren und muss er, wenn er dann die Annahme verweigert, etwas unterschreiben? Und wenn er ablehnt, erhält dann der Absender die Rückmeldung, dass der Empfänger die Annahme verweigert hat, also quasi eine Bestätigung, dass der Empfänger von dem Einschreiben Kenntnis genommen hat?

Weiterhin: Ist es möglich, trotz Ablehnung eine Art Nachweis zu erhalten, dass der Absender ein solches Einschreiben geschickt hat, inklusive des gewünschten Zahlbetrages? Könnte man zum Beispiel davon ein Foto machen oder zur Dokumentation ein entsprechendes Formular von der Post verlangen?


Hintergrund ist ein Bauernfänger, der seit einigen Wochen an mir herumdoktort, um mir ein paar hundert Euro aus dem Kreuz zu leiern. Bislang habe ich alles ignoriert, jetzt scheint er mir so ein Einschreiben mit Zahlbetrag geschickt zu haben, ich hatte den Zettel von der Post im Briefkasten. Da es aber auch etwas anderes sein könnte, will ich es nicht einfach ignorieren, sondern wenigstens prüfen, worum es sich handelt. Da ich den starken Eindruck habe, dass der Absender überhaupt erstmal an einer Reaktion von mir interessiert ist, wäre mir lieb, wenn ich eine solche vermeiden könnte, d.h. ich würde ihm ungern verifizieren, dass ich von seinen Briefchen überhaupt Kenntnis genommen habe.

SusanneBerlin
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Re: Einschreiben mit Zahlbetrag - muss bei Ablehnung etwas unterschrieben werden?

Beitrag von SusanneBerlin » 19.06.19, 17:16

Hallo,

es scheint sich um eine Nachnahmesendung (kein Einschreiben) zu handeln. Die wird nur dann ausgehändigt, wenn der Adressat den Nachnahmebetrag bezahlt.

oder andere Möglichkeit: Der Absender hat vergessen eine Briefmarke draufzukleben. Dann kassiert der Briefträger das Porto beim Empfänger, bzw. nimmt den Brief wieder mit wenn er niemand antrifft. Um den Brief zu erhalten, muss man den beim Postamt abholen und das Porto + einen kleinen Aufschlag bezahlen.

Erstmal sagen, man will die Sendung abholen und sehen wer der Absender ist, und dann doch die Annahme/Bezahlung verweigern, das müsste in jedem Fall gehen.
Wenn man die Annahme verweigert muss man nichts unterschreiben.
Ob Sie die Möglichkeit bekommen, den Brief zu fotografieren obwohl Sie ihn nicht annehmen, wird von dem Mitarbeiter abhängen auf den Sie beim Postamt treffen (oder Ihrer Schnelligkeit). Mir ist keine Regelung bekannt, ob dem Kunden ein Abfotografieren gewährt werden muss. Von der Post werden Sie keinen offiziellen Nachweis erhalten, einzige Möglichkeit ist selber ein Foto zu machen.
Grüße, Susanne

Quadratur
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Re: Einschreiben mit Zahlbetrag - muss bei Ablehnung etwas unterschrieben werden?

Beitrag von Quadratur » 19.06.19, 18:06

Hallo Susanne

und danke für die flotte Antwort. Auf dem Zettel von der Post ist "Einschreiben (Unterschrift erforderlich)" angekreuzt und das Felderl "Mit Zusatzleistung/Zahlbetrag". Durch die zeitliche Nähe zu dessen bisherigen Schreiben in Kombination mit der Tatsache, dass definitiv keine Bestellungen ausstehen, gehe ich schon fast sicher davon aus, dass es sich um meinen windigen Bauernfänger handelt.

Und je nachdem wie weit er die Angelegenheit treibt - Recherche hat ergeben, dass er durchaus auch vor Gericht zieht - wäre es eben nett, wenn ich einen Nachweis hätte, dass er es mit dem Bezahleinschreiben versucht hat.

Ist Ihnen bekannt, welche Art von Rückmeldung der Absender erhält, wenn die Annahme und Zahlung ausdrücklich verweigert werden? Hätte er bspw. schriftlich, dass [mein Name] die Annahme verweigert hat, mit Datum und Unterschrift des Postbediensteten?

SusanneBerlin
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Re: Einschreiben mit Zahlbetrag - muss bei Ablehnung etwas unterschrieben werden?

Beitrag von SusanneBerlin » 19.06.19, 18:15

Auf dem Zettel von der Post ist "Einschreiben (Unterschrift erforderlich)" angekreuzt und das Felderl "Mit Zusatzleistung/Zahlbetrag"
Ich kenne mich mit diesem Benachrichtigungsformular nicht 100% aus, aber ich weiß aus Erfahrung das die Kreuze darauf auch nicht immer 100% zufreffend sind.
Möglicherweise bedeutet der Schrägstrich "oder". Die Zusatzleistung könnte der Rückschein sein. Also ein ganz normales Übergabeeinschreiben, ohne "Zahlbetrag".

Beim Postamt notiert sich keiner den Namen von demjenigen, der da war um das Einschreiben abzuholen und es dann doch nicht mitgenommen hat. Aber Ihren Ausweis müssen Sie meistens vorzeigen, bevor sich der Mitarbeiter auf den Weg macht um den Brief aus dem Regal zu holen.
Grüße, Susanne

Gaia
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Re: Einschreiben mit Zahlbetrag - muss bei Ablehnung etwas unterschrieben werden?

Beitrag von Gaia » 19.06.19, 23:55

Der Versuch, im Portokalkulator den Preis für einen Brief mit den Zusatzleistungen 'Einschreiben' und 'Nachnahme' zu erfahren, führt zur Meldung "Einschreiben bei Nachnahme nicht zulässig." (in roter Schrift, rot umrandet, mit fettem roten Ausrufezeichen).

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