Werbevertrag, wurde Herr L. betrogen?

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Hubertus1956
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Werbevertrag, wurde Herr L. betrogen?

Beitrag von Hubertus1956 » 22.02.14, 14:13

Hallo liebe Community

ich erzähle euch jetzt mal eine Geschichte, die sich so in Deutschland ereignet hat und hoffe auf Diskussionen:

ich beginne mal zum Anfangszeitpunkt einer Firmengründung aus einer Idee heraus...ich nenne ihn mal Herrn L.

Herr L. hat nach jahrelangem Angestelltenverhältnis die Idee einer Firmengründung...er will einen Kaugummi produzieren...bunt...toll Layoutet...4 Geschmacksrichtungen...tolles Verpackung.

Er beginnt, sich auf die Suche nach potentiellen Märkten zu machen und findet sich im Partybereich wieder...denn dieser Partybereich ist ebenso bunt, nicht langweilig.

Es läuft schleppend an, Herr L. merkt relativ schnell, dass er nicht der erste ist, der mit solch einer Idee an den Markt geht und macht sich zu Idee, ein Werbepartner, ja ein Gesicht zu seinem Produkt zu suchen und stößt dabei auf einen Entertainer, der wie seine Produkte und ebenso wie der Partybereich bunt ist.

Es kommt zum ersten treffen über das Management des Partykünstlers und Herr L. ist schlichtweg begeistert.."der ist es, der kann mich bei meiner Produkteinführung unterstützen" denkt sich Herr L. und setzt kurzum einen Vertrag über 1 Jahr mit dem Werbegesicht und einer Zahlung über in diesem Jahr auf. Als Herr L. am Abend seiner Frau davon erzählt sagte diese: L., hast du auch darüber nachgedacht, dass es vielleicht nicht das einzige Produkt ist, welches du in Zukunft rausbringen wird? L. überlegt und gibt seiner Frau Recht, kommuniziert einen Tag später mit seinem Werbegesicht und setzt einen Vertragszusatz auf, der auch ALLE weiteren Produkte des Herrn L. einschließt. Gesagt, getan.

Nun beginnt das ganze Übel!!!!!

Herr L. ist erstmal vor den Kopf gestoßen als er erfahren muss, das sein Werbegesicht aus beruflichen Gründen ins Ausland muss und erst ca. 3 Monate später wieder kommt....Herr L. bekommt aber versprochen, dass sich sein Werbegesicht auch bei seinem Auftraggeber im Ausland für das Produkt und die Firma des Herrn L. stark machen wird...von einem Verkaufsstand bei diesem sehr großes Arbeitsgeber im Partybereich ist die Rede, vom Aufstellen eines Banners wird gesprochen, ja sogar so sicher gesprochen, dass sich Herr L. davon absolut überzeugen lässt.

Herr L. ist sehr unbedarft, was einen Internet, Grafiker, Fotografen, ja...die Partybranche betrifft und bekommt sogar von seinem Werbegesicht eine Agentur empfohlen, die laut seiner Aussage "alles für sein Werbegesicht macht, er diese gut kennt und seine Hand für diese Grafikagentur ins Feuer legt"
..DER EIGENE KAUGUMMI…
Herr L. beauftragt diese Agentur, ihm doch einen Internetauftritt, ein neues Logo für einen weiteren, speziell auf sein Werbegesicht zugeschnittenen Kaugummi, den Herr L. von seinem Kaugummiproduzenten bereits vorgestellt bekommen hatte zu zeichnen. Social-Network-Portal [Name geändert], Banner, diverse Flyer inklusive.
Herr L. berichtet seinem Werbegesicht davon „WIR werden dir einen eigenen Kaugummi machen, denn du brauchst dein eigenes buntes Produkt, wie wollen wir ihn nennen?“ Herr L. saß am Abend zuvor schon mit Frau und Sohn am Tisch und machten sich über einen Namen Gedanken und es kam wie aus der Pistole geschossen nur EIN NAME, der dazu passt. Das Werbegesicht und Herr L. telefonierten am nächsten Tag und auch das Werbegesicht kam auf den gleichen Namen! Witzig, dachte sich noch Herr L., wie gleich das Werbegesicht und er doch denken. Herr L. machte sich sogleich daran, diesen Namen beim Marken und Patentamt über einen Anwalt anzumelden und berichtete über diese Anmeldung zugleich seinem Werbegesicht der schlichtweg ebenfalls begeistert war das nun der Name und das Logo als „Wort und Bildmarke“ angemeldet sei, nun könne man ohne Angst zu haben, dass jemand anderes diese Idee klaut loslegen dachten sich beide.
Herr L. ist schlichtweg begeistert von der Arbeit dieser Agentur denn dort sind natürlich auch (aufgrund der bereits vorangegangenen Arbeit zwischen der Agentur und dem Werbegesicht tolle bunte Partybilder für etwaiges Werbematerial vorhanden) vorab muss man noch dazusagen, dass Herrn L. vom Werbegesicht auf eine Fotografin empfohlen wurde um diverse Fotos zu machen. Die Fotografin, wir nennen Sie mal Frau A. wollte aber für dieses Fotoshooting € 1.650 haben. Dieses teilte Herr L. seinem Werbegesicht mit, dass er das gerade für die Anfangszeit sehr teuer findet und bekommt kurzum die Aussage "eigentlich brauchen wir das nicht, denn es gibt ja Fotos von mir bei der Agentur die dir gerade deinen kompletten Auftritt macht“
Herr L. ist somit sehr beruhigt und bekommt auch nach sehr kurzer Zeit ein Endprodukt der Agentur. Bezahlt dieses und bekommt sogar von der Agentur national und internationales Nutzungsrecht an dem komplett erstellten Logo für den neuen Kaugummi des Werbegesichtes, dem Internetauftritt (Banner Social-Network-Portal [Name geändert], Homepage etc.) und beginnt nun, Werbematerial zu produzieren, das besagt Banner welches ins Ausland soll, Flyer, Plakate, T-Shirts UND natürlich für satte € 20.000 den neuen Kaugummi.
DER AUSLANDSAUFENTHALT
Der erste Schock: Eine Nachricht seines Werbegesichtes aus dem Ausland, er dürfe nicht das Banner und das Produkt einfach so in seine Arbeitsstätte mitbringen, andere würden dafür € 40.000 pro Saison bezahlen und er komme damit einfach so. Für Herrn L. zerplatzte dort schon ein kleiner Traum, für Herrn L. war das strategische Ziel ja, das man sein Produkt im Ausland in Verbindung mit seinem Werbegesicht sehe, nach dem Urlaub nach Deutschland komme und nach dem Produkt suche, ja es sogar haben will. Er reiste kurzum zu seinem Werbegesicht ins Ausland um mit ihm darüber zu sprechen und sich selbst ein Bild vom geschehen vor Ort zu machen, etwaige Kontakte zu knüpfen und diverse andere Partystars kennenzulernen. Im Ausland angekommen traf sich Herr L. mit seinem Werbegesicht um vielleicht nun eine neue Strategie zu fahren, andere Wege festzulegen. Das Werbegesicht machte ihm Hoffnung, das noch nicht alles vorbei sei, wir jetzt Videos drehen mit anderen Stars die seinen Kaugummi promoten. Er weiterhin natürlich bei seinem Arbeitsgeber werben dürfe aber eben nicht in diesem „vertraglich“ festgelegten Umfang. Herr L. war auch da wieder einigermaßen beruhigt, denn er wisse ja, sein Werbegesicht ist bereits seit 10 Jahren in der Szene unterwegs und er könne auf sein wissen und können in der Partyszene vertrauen. Im Laufe des Auslandsaufenthaltes des Werbegesichtes reiste Herr L. noch weitere 3 mal ins Ausland, denn Herrn L. läuft ja nunmehr auch die Zeit davon. Ihm ist sehr wohl bewusst, dass es Zeit brauche, eine Marke auf den Markt zu bringen, jedoch nach all den Versprechungen des Werbegesichtes geht es für Herrn L. sehr schleppend und er ist sicherlich auch damit unzufrieden, dass sein Werbegesicht im Ausland verweile und ihn nicht in Deutschland unterstützen kann. Um das ganze abzukürzen, der Aufenthalt des Werbegesichtes im Ausland dauert ganze 3 Monate nach Vertragsabschluss zwischen Herrn L. und dem Werbegesicht. In dieser Zeit hat Herr L. kaum Kaugummis verkauft, denn dafür hat er sich ja sein Werbegesicht geholt, um das Produkt bekannt zu machen.
NACH DEM AUFENTHALT IM AUSLAND
Das Werbegesicht kommt aus dem Ausland retour, voller Tatendrang und neuer Ideen treffen sich die beiden und legen gemeinsam neue Aspekte fest, wo die Reise hingehend soll… es werden diverse Auftritte genannt, auf welchen der Kaugummi promotet werden soll, diverse Kontakte vom Werbegesicht ausgetauscht, vom Management sollte eine Pressemitteilung erstellt werden die an 2000 Kontakte gesendet wird. Die ersten Promotions laufen in diversen Partys und Veranstaltungen…das Werbegesicht macht auch fleißig Werbung (so wie es sich meiner Meinung nach ja auch für ein Werbegesicht gehört) diverse Kontakte melden sich… Filme werden bei Social-Network-Portal [Name geändert] gepostet, Bilder gepostet … ja Herr L. denkt sich „JETZT“ geht es richtig los… der Kaugummi des Herrn L. wird in der ersten Diskothek aufgenommen, darf dort dauerhaft promotet werden, die ersten Bilder, auf welchem sein Werbegesicht in einer großen Deutschen Zeitung zu sehen ist werden gepostet…Herr L. ist sich sicher, dass es nun mit seiner Marke vorangeht und er sich bald vor Bestellungen nicht mehr retten könne.
Sein Werbegesicht hat im Auslandsaufenthalt ein Kurzfilm mit vielen Stars aus den Medien gedreht, diese Premiere sollte in der Diskothek, in welcher das Produkt des Herrn L. sowieso schon ist stattfinden. Wahnsinn dachte sich Herr L. denn es war auch von RTL und diverse anderen Pressevertretern die Rede, Herr L. dachte sich …jetzt geht’s auch noch ins Fernsehen!...
Es Ging der ein oder andere Monat ins Land mit diversen Promotion und einem Messebesuch, der von Herrn L. finanziert wurde mit einem Messestand, Herr L. war leicht enttäuscht das sein Werbegesicht nur den von ihm im Ausland produzierten Kurzfilm promotet hatte und nachhaltig Herrn L. überhaupt keinen einzigen Auftrag gebracht hatte im Gegenteil, die Messe kostete Herrn L. mit eingesetzter Ware und Hotel etc. satte € 5.000…wir zählen mal zusammen…..16000 + 5000 + Auslandsreisen ohne Erfolge 2000 + Banner welches nicht aufgestellt werden durfte 300 + diverse Promotions OHNE nennenswerte Erfolge ca. 3000 sind wir bereits bei einer Summe von € 26.300 +- die der Werbedeal nachhaltig bis zu diesem Zeitpunkt gekostet hatte. Hier ist noch nicht inbegriffen, der eigene Kaugummi mit Werbematerialien etc. Nun gut…
Herr L. kam so langsam aber sicher an einen Punkt, an dem er überlegte…es sind nun einige Monate ins Land gegangen..wir nähern uns dem ersten halben Jahr des Werbevertrages, bis jetzt sind die Verkäufe schleppend, die versprochenen, teilweise sogar vertraglich festgelegten Dinge sind nicht eingetroffen..irgendwie stockt das ganze, man muss dazu sagen, dass es in der Zeit bereits die ein oder andere Diskussion zwischen Werbegesicht und Herrn L. gegeben hatte, in der Herr L. seinem Werbegesicht deutlich machen wollte, dass hier vielleicht Handlungsbedarf bestünde in denen er immer nur die Aussage bekam „ Ich bin nur das Werbegesicht und nicht der Verkäufer“ nunja, gerade dafür hat Herr L. ja den Werbevertrag gemacht, genau „das“ eben sein Werbegesicht auf die Kontakte zur Verfügung stellt. Sein Gesicht für die Marke hergibt.
…WIR NÄHERN UNS DEM 5. MONAT…
In diesem Monat und nach der ein oder anderen weiteren Diskussion wurde von dem Werbegesicht ein weiterer und von Herrn L. geglaubter „perfekter Kontakt“ vorgestellt, wir nennen Sie mal Frau Z.
Herr L. nahm umgehend mit Frau Z. (die bereits ebenfalls kleine Gastspiele in Funk und Fernsehen hatte) auf und war schlichtweg von ihren Ideen und ihren Kontakten in einem bestimmten Bundesland begeistert „ wir können den Großhändler anrufen, den kennen wir gut, dann kenne ich hier diese bar, dort können wir gemeinsam mit Werbegesicht auftreten, Herr L. war begeistert von Frau Z., es kam zum ersten treffen zwischen L. und Frau Z. in denen er auch die Mutter von Frau Z. kennenlernte, die ebenfalls bekannt aus Funk und Fernsehen ist. Die beiden schwärmten Herrn L. von den Kontakten und Ideen vor, warnten ihn aber auch zugleich immer wieder vor der Partybranche und was sie alles dort erlebt haben…Herr L. war begeistert und zugleich beängstigt über die Offenheit der beiden ihn unterstützen zu wollen…du sicherlich auch verwundert über die Geschichten der Partybranche, wie falsche diese doch sei laut Frau Z.
Herr L. und Frau Z. waren gleich auf einer Wellenlänge und kommunizierten mehrfach in der Woche, es wurden diverse Händler genannt, die auch Interesse an Herrn L. ersten Produkten OHNE Werbegesicht darauf hatten, Herr L. müsse sich nur um den EAN Code (damit Kassen diese Scannen können) kümmern, was Herr L. mit einer Investition von ca. € 300 auch veranlasste…dann wurde ein Großhändler genannt der am Kaugummi des Werbegesichtes Interesse habe, dafür müssen Konzepte für die Außendienstmitarbeiter gemacht werden, was Herr L. ebenfalls veranlasste und für € 200 Konzepte einbinden ließ. Es kam dann zum Auftritt bei einem Kontakt der mehr oder weniger in die Hose ging, da niemand da war…Herr L. wurde aber beruhigt und es wurde nachhaltig auch von dieser Kontakt Ware bestellt…nunja…Herr L. und frau Z. waren ja nun auf einer Wellenlänge…Frau Z. erzählte Herrn L. auch viele privaten Dinge, das ihr Mann und sie nebeneinander her lebten…jeder sein eigenes Ding durchziehe…naja…es entwickelte sich ..so dachte Herr L. ein Freundschaft zwischen den beiden und Herr L. nutze natürlich auch Frau Z. für diverse Promotions denn sie hatte auch mit einer Agentur zu tun, die bereits auch dem Werbegesicht bekannt sei, welche Tänzerinnen stellen könne. Diese Agentur beauftragte Herr L. und somit kam Frau Z und eine weitere Freundin und Agenturinhaberin der Tänzerinnen zum Auftritt des Werbegesichte um eine weitere Promotion durchzuführen. Herr L. war an diesem Abend ebenfalls anwesend uns war nicht so ganz begeistert, denn die beiden nutzen diese Promotion mehr oder weniger für ihre eigenen zwecke, denn Frau Z. hatte bis dahin vergeblich versucht, im Partybereich mit eingesungenen Liedern Fuß zu fassen.
Irgendwie war dieser Abend für Herrn L. komisch, dass Werbegesicht ignorierte ihn, die beiden Damen war ständig hinter der Bühne bei denen, über die sie sich vorher noch so negativ ausgelassen hatten. Frau Z. merkte es Herrn L. relativ schnell an, dass er mit dem Abend und der Leistung weder des Werbegesichtes, noch Frau Z. und ihrer Freundin zufrieden war. Stachelte Herrn L. noch dazu an: „ geh doch hoch, mach ihn zur Sau…soll ich das tun? Ich mach das gerne“ nunja…der Abend war rum…Herr L. um € 400 ärmer…und auch immer skeptischer, ob er da mit dem Werbegesicht und in der Partybranche auch das richtige getan hatte…Das Werbegesicht erzählte ihm auch dauerhaft, das die Fotografin nun endlich das versprochene Fotoshooting machen wolle (versprochen im übrigen nur vom Werbegesicht, sonst würde sie ihn wegen Urheberrechtsverletzung verklagen etc.)Frau Z. kommunizierte oft zu dieser Zeit, ja täglich…manchmal stündlich mit Herrn L. um ihm aufzubauen, zeitgleich aber auch zu warnen wie schlimm die Branche ist und jetzt kommt’s: AUCH WIE SCHLIMM DAS WERBEGESICHT SEI.
Frau Z. erzählte Herrn L. von Booking, die vom Werbegesicht mit falschem Namen unterschrieben wurden, von 1000 T-Shirts die das Werbegesicht von jemandem produzieren ließ und nie bezahlte, von einer Internetseite die das Werbegesicht machen ließ und nicht bezahlte und jetzt kommt’s erneut, von Mafiaverfolgungsvorwürfen im Ausland (als L. im Ausland war stellte sich heraus, das das Werbegesicht mit einem Mitarbeiter seiner Auftraggeber eine Marke angemeldet hatte und hinter dem Rücken des Auftraggeber eine Tour veranstalten wollte, das Werbegesicht hat komischerweise genau zu diesem Zeitpunkt das Ausland blitzartig verlassen als L. dort war um mit ihm weitere Strategien festzulegen) dazu erzählt Frau Z. Herrn L. das er nicht das Ausland verlassen habe weil er zuhause private Probleme habe, nein, der Auftraggeber hätte ihm mit der Mafia gedroht. Nun, Herr L. ließ sich von Frau Z. und der, wie sich heute rausstellte vorgegaukelten Freundschaft blenden und erzählte sicherlich auch Dinge über das Werbegesicht, die er gehört habe aber die dem Werbegesicht niemals schaden würden, denn Herr L. ist ja nicht auf den Kopf gefallen und würde sich ja selbst schaden wenn er Unwahrheiten über sein eigenes Werbegesicht erzähle.
…HERR L. VERSTEHT DIE WELT NICHT MEHR…
Herr L., der gutbürgerlich aufgewachsen ist, wenn überhaupt beim zu schnell fahren mal mit sowas dem Gesetz Konfrontiert wurde, hat es nun mit einem Betrüger zu tun? Hat Herr L. etwa das ganze Geld aus dem Fenster geworfen? Herr L. muss darüber mit seinem Werbegesicht reden!! ER MUSS….
Die Filmpremiere rückt näher, der 6. Monat des Werbevertrages rückt näher..die Kommunikation zwischen Werbegesicht und Herrn L. wird immer schwieriger, bis auf einmal Herr L. für die Teilnahme an der Filmpremiere wieder Geld aufbringen sollte, denn das muss laut dem Werbegesicht nun jeder der seine Marke dort hat…wir fassen kurz zusammen…“Werbegesicht bringt seinen Kaugummi in diese Diskothek, macht ohne dem Einverständnis von Herrn L. Werbung auf Flyern mit Filmpremiere und Kaugummi…singt ein neues Lied mit einem weiteren Star ein und macht auf diesen „liedflyern2 ebenfalls Werbung mit L.´s Kaugummi und nun soll L. für die Teilnahme an der Premiere des Kurzfilmes auch noch Geld bezahlen??? JETZT REICHTS sagt sich L., ruft sein Werbegesicht an und schildert ihm das, vorher muss man dazu sagen das L. Auto kaputt gegangen ist, dann die Schwierigkeiten mit dem schleppenden verkauf etc. und auf einmal noch € 1000, die L. bezahlen soll wo auch diese Diskothek nur sporadisch bestellt. Das Werbegesicht entschärft die Situation er sei ja nur der Vermittler und teile L. mit, was der Betreiber der Diskothek sage…Herr L. erfuhr auch von Frau Z., das RTL bis vor ein paar Tagen vor der Premiere noch nicht mal wisse, dass sie da sein sollen…laut Frau Z. hätte sie RTL angerufen auch den Fahrdienst der anderen eingeladenen Stars von Hotel zur Diskothek wurden von Frau Z. organisiert, auch das ein richtig großer Star überhaupt kommen würden hätte das Werbegesicht nur Frau Z. zu verdanken…langsam aber sicher überlegt Herr L. sich, das hier was nicht stimmte…Frau Z. zog dermaßen negativ über Herrn L. Werbegesicht her, was er alles schon getan hatte, das er Freundschaften vorgaukelt um diese dann auszunehmen, das er betrügen würde, denn er habe zuhause ein Frau und bei jedem Auftritt einen Fan in seinem Hotel und und und..und nun unterstützt Frau Z. alles mit ihren Kontakten?
…HERR L. MUSS MIT WERBEGESICHT REDEN…
so geht es nicht weiter, denn die Lage spitze sich immer mehr zu, der 6. Monat war in vollem Gange und am ende des 6. Monates hatte L. gemeinsam mit Werbegesicht eine Promotion, auf welcher er Herrn L. und den Kaugummi, der eigens für ihn entworfen wurde in keinster Weise beachtet.
So geht es nicht weiter sagte sich L. und versucht nun massiv, einen Termin mit seinem Werbegesicht zu bekommen. a.) da 6 Monate rum sind, der Vertrag entweder bis zum ende des Jahres gekündigt werden müsse oder sich um ein weiteres Jahr verlängere b.) die ganzen Vorwürfe, die von Frau Z. in den raum gestellt wurden, wenn diese sich bewahrheiten würde ja auch L.´s Firma leiden dachte er sich und c.) um mit ihm über das Fotoshooting zu sprechen denn mittlerweile hatte sich auch bei Herrn L. die Fotografin gemeldet und Herrn L. gedroht ihn wegen Urheberrechtsverletzung zu verklagen, denn wie sich im Laufe der Zeit rausstellte waren die von der Agentur verwendeten Fotos von der Fotografin.
Wir fassen an der Stelle auch mal wieder zusammen…
• Herr L. geht zu einer Agentur, die vom Werbegesicht empfohlen wurde, lässt sich alles Grafische machen, Bilder vom Werbegesicht die verwendet werden, tituliert die Agentur auf der Rechnung als „Agenturbilder“ etc.
• Fotoshooting, die Fotografin die nun droht wurde ebenfalls von Werbegesicht empfohlen obwohl diese Bilder von der Agentur bereits vor Herrn L. Produkt und auch weiterhin von der Agentur bis zum heutigen Tag verwendet werden.
…HERR L. MUSS IMMERNOCH REDEN…
Aber er kommt nicht an sein Werbegesicht ran, im Gegenteil, er muss sich vorwürfe anhören, was denn Herr L. den ganzen Kontakten negatives erzählt hätte, darunter würde das Image des Werbegesichtes massiv leiden er müsse sich davor schützen…das ließe er nicht mit sich machen…auch noch mal ganz kurz, die Kontakte vom Werbegesicht = 0 denn der einzige Kontakt war Frau Z. und der Kontakt zu dem Betreiber der Diskothek der Filmpremiere, der im Gegenteil bei Herrn L. über das Werbegesicht negativ erzählte „wenn da nachhaltig nix kommt und meine Diskothek nicht bekannter wird, mach in den anwaltlich fertig etc.“ Also, das Werbegesicht hat jetzt die Kommunikation in die Hände seines Anwaltes gegeben, er hoffe, dass man da eine gemeinsam Lösung finde, denn er sei ja nur das Werbegesicht, die Marke und das Produkt sei letztendlich Herrn L. und das Werbegesicht stehe nach wie vor hinter dieser Marke.
Herr L. war sich zu diesem Zeitpunkt noch recht sicher, er habe ja einen Vertrag mit dem Werbegesicht über ein Jahr…hat nun auch selbst genug Kontakte in den Handel die großes Interesse an seinem Produkt haben, hat bereits 2 der größten Partner Deutschland, die sein Produkt aufnehmen und naja, wenn er weiterhin wie es im Vertrag steht Werbung macht ab und zu, sind eventuell die kosten dafür nicht umsonst gewesen.
…JETZT KOMMTS KNÜPPELDICK…
Das erste Anwaltsschreiben eines Medienanwaltes:
Das Werbegesicht untersagt sofort die Nutzung der Marke denn ein Buchstabe bzw. die Marke wäre in Anlehnung an das Werbegesicht, mit der Androhung einer Unterlassungserklärung.
Das zweite Anwaltsschreiben des gleichen Medienanwaltes:
Urheberrechtsverletzung der Fotografin, sofort sämtliche Bilder die verwendet wurden müssen entfernt werden sprich Social-Network-Portal [Name geändert], Homepage, Flyer, Banner, und natürlich auch die Produkte. Ansonsten pro Verstoß eine riesen Summe…
Auch hier kurz zum Verständnis:
Herr L. lässt sich von Agentur ein Produkt liefern, bezahlt dafür, nutzt das Produkt und nun soll er wegen Urheberrechts Verletzung angeklagt werden, bekommt vom Werbegesicht eine Unterlassung des Produktes was Herr L. erfunden, angemeldet und auf den Markt gerade bringt?
Also. Herr L. nimmt sich einen Anwalt und durch einen dummen Zufall sieht Herr L. das Anfang des 6. Monates des Werbevertrages zwischen Herrn L. und dem Werbegesicht dieser ebenfalls die „Wortmarke „ in den gleichen Klassen wie Herr L. angemeldet hatte OHNE das Herr L. davon Kenntnis hatte.
Jetzt soll Herr L. diesen Namen nicht mehr benutzen, bekommt eine Klage von einer VOM WERBEGESICHT EMPFOHLENEN Fotografin wegen Urheberrechtsverletzung, die Grafikagentur weigert sich, das bereits von Herrn L. bezahlte Logo zu verändern mit der Aussage „ich warte jetzt auch erstmal was bei diesem Rechtsstreit rauskommt, denn ich kenn das Werbegesicht ja schon viel länger…und Herr L. habe ja bereits das Produkt erhalten was er bestellt habe.

KOSTEN ZUR ZEIT FÜR HERRN L. Mit ALLEM ca. € 70.000 Tendenz steigend

UND JETZT BIN ICH MAL AUF EURE MEINUNG GESPANNT; NAMEN SIND FREI ERFUNDEN ABER GENAU SO HAT ES SICH EREIGNET….

Ronny1958
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Re: Werbevertrag, wurde Herr L. betrogen?

Beitrag von Ronny1958 » 22.02.14, 14:19

Meinung:

Eine solche Textwand ist unlesbar.

Frage:

Was ist die Frage und wo liegt das Problem?
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

SusanneBerlin
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Re: Werbevertrag, wurde Herr L. betrogen?

Beitrag von SusanneBerlin » 22.02.14, 15:22

Hubertus1956 hat geschrieben: UND JETZT BIN ICH MAL AUF EURE MEINUNG GESPANNT; NAMEN SIND FREI ERFUNDEN ABER GENAU SO HAT ES SICH EREIGNET….
So wie Sie das erzählen: Unwichtiges und Nebensächliches vermengt mit persönlichen Differenzen und stichwortartig hingeworfenen Schlagwörtern, kann man nicht beurteilen, ob Herr L. betrogen wurde, oder ob er mit einer vermeintlich "tollen" Geschäftsidee, durch naives und unprofessionelles Herangehen, ohne juristische und wirtschaftliche Beratung, falsch investiert hat und auf die Nase gefallen ist wie schon viele andere vor ihm.

Grüße, Susanne
Grüße, Susanne

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