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recht.de • Thema anzeigen - Dialog mit dem Amtsgericht
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 Betreff des Beitrags: Re: Dialog mit dem Amtsgericht
BeitragVerfasst: 21.05.18, 12:26 
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Etienne777 hat geschrieben:
Gegen eine Vollstreckung gibt es die Vollstreckungsabwehrklage, da ist man auch nicht schutzlos gestellt. Im übrigen dürfte der Logik nach der Gerichtsvollzieher ebenfalls an der falschen Adresse landen und wird dann sehr schnell feststellen, daß es dort den Schuldner gar nicht gibt. Wie soll dann vollstreckt werden?
Liest du auch mal zu Ende? Eben habe ich doch ein Beispiel genannt, wo der Gerichtsvollzieher eben nich tbemerkt hat, dass er an der falschen Adresse ist und in die Wohnung eingedrungen ist. Es liegt sehr nahe, dass da im Vorfeld auch bei der Zustellung von Schriftstücken geschlampt wurde.

Und sicher, es gibt viele juristische Mittel und Wege, zu seinem Recht zu kommen. Nur müssen diese auch erstmal beschritten werden. Der Bürger wird hierbei in aller Regel nicht von aus Steuermitteln finanzierten Top-Anwälten vertreten, wie es mitunter Staatsbedienstete geniessen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Dialog mit dem Amtsgericht
BeitragVerfasst: 21.05.18, 12:41 
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gmmg hat geschrieben:
Liest du auch mal zu Ende? Eben habe ich doch ein Beispiel genannt, wo der Gerichtsvollzieher eben nich tbemerkt hat, dass er an der falschen Adresse ist und in die Wohnung eingedrungen ist.

Das verstehe ich nicht. Wenn der Adressat der Zustellsendung gar nicht in Deinem Haus wohnt, und auch niemand der den gleichen Namen trägt, in welche der Wohnungen in Deinem Haus sollte der Gerichtsvollzieher denn dann eindringen? Er wird ja wohl nicht die Wohnung von Herbert Schmidt aufbrechen lassen, wenn der Schuldner Sebastian Hofschulte heißt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Dialog mit dem Amtsgericht
BeitragVerfasst: 21.05.18, 15:24 
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Hier geht es erstmal um einen Mahnbescheid, aber im genannten Beispiel war eben die falsche Wohnung dran. Seinen Irrtum bemerkte der Gerichtsvollzieher immer, als er die Sachen durchsuchte, aber das hätte noch ganz anders ausgehen können.


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 Betreff des Beitrags: Re: Dialog mit dem Amtsgericht
BeitragVerfasst: 21.05.18, 16:19 
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gmmg hat geschrieben:
Wozu gibt es denn das Mittel der förmlichen Zustellung, wenn es letztendlich keine Rolle spielen soll, ob der Wisch auch ankommt?


Natürlich spielt es eine Rolle, ob das Schriftstück ankommt, dafür gibt es die Urkunde. Aber auch die Urkunde ist nicht Stein gemeißelt, sondern kann widerlegt werden. Dies ist z.B. der Fall, wenn der Betroffene niemals unter der Adresse gelebt hat.

gmmg hat geschrieben:
der Gerichtsvollzieher nicht geprüft hat, dass dort mittlerweile jemand anderes wohnt.


Damit ein Gerichtsvollzieher eine Wohnung öffnen kann, muss er zunächst versucht haben, persönlichen Kontakt aufzunehmen, dann schriftlich darauf hingewiesen haben, dass er wiederkommt oder mehrere Versuche zu unterschiedlichen Zeitfenstern durchgeführt haben, und dann braucht es einen entsprechenden Beschluss des Amtsgerichts und Zeugen, die der Wohnungsöffnung beiwohnen. D.h., im Falle deines Bekannten muss der zumindest ein Schreiben in seinem Briefkasten ignoriert haben, oder mehrfach zu unterschiedlichen Zeiten nicht angetroffen worden sein, und dann muss es drei bis vier Personen entgangen sein, dass die Wohnung zu einer anderen Person gehört.

_________________
Um der allgemeinen Sprachverwirrung des Siezens entgegenzuwirken, biete ich jedem Nutzer das dänische Umgangsduzen an.


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 Betreff des Beitrags: Re: Dialog mit dem Amtsgericht
BeitragVerfasst: 21.05.18, 17:34 
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Beiträge: 1969
Charon- hat geschrieben:
Damit ein Gerichtsvollzieher eine Wohnung öffnen kann, muss er zunächst versucht haben, persönlichen Kontakt aufzunehmen, dann schriftlich darauf hingewiesen haben, dass er wiederkommt oder mehrere Versuche zu unterschiedlichen Zeitfenstern durchgeführt haben, und dann braucht es einen entsprechenden Beschluss des Amtsgerichts und Zeugen, die der Wohnungsöffnung beiwohnen. D.h., im Falle deines Bekannten muss der zumindest ein Schreiben in seinem Briefkasten ignoriert haben, oder mehrfach zu unterschiedlichen Zeiten nicht angetroffen worden sein, und dann muss es drei bis vier Personen entgangen sein, dass die Wohnung zu einer anderen Person gehört.

Was beweist das? Ja es ist unwahrscheinlich - aber doch nicht unmöglich. Und wir reden hier über ein Massengeschäft, da treten auch an und für sich unwahrscheinliche Verläufe mit einer gewissen Regelmäßgkeit ein, das folgt einfach aus den Gesetzen der Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Charon- hat geschrieben:
oder mehrfach zu unterschiedlichen Zeiten nicht angetroffen worden sein

Wie unterschiedlich sind die Zeiten denn? Irgendwie bezweifle ich, dass ein Gerichtsvollzieher auch abends oder am Wochenende arbeitet. Das sind aber genau die Zeiten, zu denen normale Arbeitnehmer zuhause anzutreffen sind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Dialog mit dem Amtsgericht
BeitragVerfasst: 21.05.18, 19:26 
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Charon- hat geschrieben:
D.h., im Falle deines Bekannten muss der zumindest ein Schreiben in seinem Briefkasten ignoriert haben, oder mehrfach zu unterschiedlichen Zeiten nicht angetroffen worden sein, und dann muss es drei bis vier Personen entgangen sein, dass die Wohnung zu einer anderen Person gehört.
Oder das Schreiben wurde einfach nicht zugestellt, aber als solches angesehen. Ups.
Und dann haben es eben 4 Leute nicht bemerkt. In unseren Verwaltungen merken doch noch viel mehr Leute nichts.


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