Auktionshaus - Kundin unzufrieden mit Produkt und Retour, droht nun mit Anzeige wegen Betrugs

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fragender20202020
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Re: Auktionshaus - Kundin unzufrieden mit Produkt und Retour, droht nun mit Anzeige wegen Betrugs

Beitrag von fragender20202020 »

ExDevil67 hat geschrieben:
20.11.20, 09:44
habe sie nicht gut vertragen da zu stark und dann lag das Zeug halt rum. Nun wollte ich es verkaufen, habe es zunächst nochmal getestet, hierbei festgestellt, dass nach meinem Empfinden alles wie gehabt ist und die gewünsche Wirkung nach wie vor vorhanden und für mich zu stark ist.
Das klingt für mich jetzt nach irgendeinem Pulver das man einnehmen soll. Wie will man da eigentlich eine ausbleibende Wirkung nachweisen?
Darf man das hier sagen?!, es handelt sich um Streifen mit denen man seine Zähne aufhellen kann. Leg das Zeug auf irgendwas was ausbleichen kann, wenn es so wirkt wie eine Referenz alles gut, wenn nicht stimmt etwas nicht.
Zuletzt geändert von fragender20202020 am 20.11.20, 11:27, insgesamt 1-mal geändert.

fragender20202020
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Re: Auktionshaus - Kundin unzufrieden mit Produkt und Retour, droht nun mit Anzeige wegen Betrugs

Beitrag von fragender20202020 »

FM hat geschrieben:
20.11.20, 10:21
Da kann das System nichts dafür. Auch wenn das Produkt nur 23 Euro kostet, wird natürlich kein Sachverständiger ein Gutachten für 23 Euro erstellen. Die Kostenangabe war wie gesagt ganz grob geschätzt, aber mindestens vierstellig wohl schon. Der Arbeitsaufwand wird ja nicht kleiner, nur weil das Produkt billig ist.
Klar, natürlich, wenn es so viel kostet kostet es so viel!

Nur: wenn ich nen KFZ im Wert von 5.000€ habe und es zu einem Unfall kommt bei welchem die Reparatur 15.000€ kosten würde, würde niemand auf die Idee kommen diese Reparatur anzugehen. Und auch die Versicherung wir nur die 5k decken.

Wir reden ja hier nicht von Brustimplataten die ausgelaufen sind und daraufhin Krebs verursacht haben, sondern von Streifen zum bleichen von Zähnen. Worst Case, sie haben keine Wirkung, that's it.

Also ich weiß schon worauf du hinaus willst, jedoch steht das für mich nach wie vor in keiner Relation.
Zuletzt geändert von ktown am 20.11.20, 11:34, insgesamt 1-mal geändert.
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ExDevil67
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Re: Auktionshaus - Kundin unzufrieden mit Produkt und Retour, droht nun mit Anzeige wegen Betrugs

Beitrag von ExDevil67 »

fragender20202020 hat geschrieben:
20.11.20, 11:13
Hatte diesbezüglich mit meiner Rechtsschutz telefoniert, die hat mich darauf hingeweisen, dass das keine Zivilsache ist sondern unter Strafrecht läuft und sie dann raus wäre. Jetzt bin ich leicht durcheinander :?
Kommt darauf was Sie genau der Person im Callcenter erzählt und was davon dann auch verstanden wurde. Die Geschichte hat sowohl einen Anteil Zivil- als auch Strafrecht.
Strafrecht wäre die angedrohte Anzeige wegen Betrug. Und "wirkt nicht" dürfte dafür kein Beweis sein. Zumal die Feststellung von "wirkt nicht" auch deutlich mehr erfordern dürfte als nur ein Blick abends vor der Nutzung und morgens nach der Nutzung in den Spiegel. Und das im Strafrecht die Versicherung nicht zahlen will, ist nachvollziehbar. AFAIK sind im Strafrecht maximal Taten versicherbar die fahrlässig begangen werden können.

Die andere Seite wäre das Zivilrecht wenn die Käuferin selbst auf Rückzahlung oder was auch immer Sie erreichen will, verklagt. Aber auch da wäre der vorher/nachher Blick in den Spiegel kein ausreichender Nachweis für ein "wirkt nicht".

ktown
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Re: Auktionshaus - Kundin unzufrieden mit Produkt und Retour, droht nun mit Anzeige wegen Betrugs

Beitrag von ktown »

ExDevil67 hat geschrieben:
20.11.20, 11:37
Die Geschichte hat sowohl einen Anteil Zivil- als auch Strafrecht.
und im Strafrechtsbereich die Sache vermutlich ganz schnell auf den zivilen Weg verwiesen wird. :wink:
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fragender20202020
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Re: Auktionshaus - Kundin unzufrieden mit Produkt und Retour, droht nun mit Anzeige wegen Betrugs

Beitrag von fragender20202020 »

Hallo Zusammen,

zunächst vielen Dank für das zahlreiche Feedback, das freut mich sehr :D

Heute hat sich etwas Neues ergeben, was ich hier nun gerne teilen würde.

Mich hat das Thema nicht in Ruhe gelassen, ich habe heute einige dieser zahnaufhellenden Streifen genommen und diese nochmal im Selbsttest bewertet. Hierbei musste ich leider feststellen, dass einige der Streifen Probleme bereiten und andere nicht. Als ich dem nachgegangen bin hat sich gezeigt, dass ich 2 unterschiedliche Chargen der Streifen habe und das die Einen wunderbar tun und die Anderen leider nicht.
Wahrscheinlich habe ich beim Selbsttest, bevor ich die Streifen zum Verkauf angeboten habe, die "guten" Streifen erwischt und dann auf alle anderen Streifen geschlossen. Zumindest habe ich mir bis heute über die Chargennummern keine Gedanken gemacht oder gar darauf geachtet. Die Streifen die mir heute Probleme gemacht haben, die hätte ich so definitiv nicht verkauft.

Also ja, ich habe hier wohl eine Teillieferung schlechter Streifen rausgeschickt, hier gibt's nicht schönzureden.

Inzwischen habe ich der Dame nochmal geschrieben, die Situation geschildert, mich entschuldigt und natürlich unverzügliche Erstattung versprochen.

Um ehrlich zu sein, ich hoffe, dass sich das Thema damit erledigt hat und ich hier nichts weiter zu befürchten habe. Aber ich weiß natürlich nicht wie die Dame nun reagiert und als Laie kann ich natürlich schwer bewerten wie sowas im Worst Case, also falls es doch vor Gericht landet, gehandhabt wird.

Wie schätzen Sie /schätzt ihr die Situation ein?

Danke :)

FM
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Re: Auktionshaus - Kundin unzufrieden mit Produkt und Retour, droht nun mit Anzeige wegen Betrugs

Beitrag von FM »

Wenn wirklich nur wirkungslos, war das Glück. Wenn auch ein Schaden entstanden ist (etwa am Zahnschmelz, oder nun unterschiedliche Farben weil einige wirkten und andere nicht), kommt da noch mehr. Produkte dieser Art sollte man nur anbieten, wenn man sehr viel davon versteht oder absolut sichere Nachweise über die Qualität hat.

ExDevil67
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Re: Auktionshaus - Kundin unzufrieden mit Produkt und Retour, droht nun mit Anzeige wegen Betrugs

Beitrag von ExDevil67 »

FM hat geschrieben:
23.11.20, 23:55
Produkte dieser Art sollte man nur anbieten, wenn man sehr viel davon versteht oder absolut sichere Nachweise über die Qualität hat.
Was heißt davon verstehen oder Nachweise über die Qualität haben. So wie ich das verstehe hat fragender die selber fertig eingekauft, festgestellt das ich nix für ihn und nun die Reste weiterverkauft. Da würde ich mich bezüglich Qualität dann doch voll auf den original Hersteller verlassen.

ktown
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Re: Auktionshaus - Kundin unzufrieden mit Produkt und Retour, droht nun mit Anzeige wegen Betrugs

Beitrag von ktown »

ExDevil67 hat geschrieben:
24.11.20, 08:11
Was heißt davon verstehen oder Nachweise über die Qualität haben.
Na jeden einzelnen Streifen antesten. :ironie:
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Re: Auktionshaus - Kundin unzufrieden mit Produkt und Retour, droht nun mit Anzeige wegen Betrugs

Beitrag von winterspaziergang »

fragender20202020 hat geschrieben:
23.11.20, 23:32
....
Also ja, ich habe hier wohl eine Teillieferung schlechter Streifen rausgeschickt, hier gibt's nicht schönzureden.

Inzwischen habe ich der Dame nochmal geschrieben, die Situation geschildert, mich entschuldigt und natürlich unverzügliche Erstattung versprochen.

Um ehrlich zu sein, ich hoffe, dass sich das Thema damit erledigt hat und ich hier nichts weiter zu befürchten habe. Aber ich weiß natürlich nicht wie die Dame nun reagiert und als Laie kann ich natürlich schwer bewerten wie sowas im Worst Case, also falls es doch vor Gericht landet, gehandhabt wird.

Wie schätzen Sie /schätzt ihr die Situation ein?
Einschätzen hier ist eine persönliche Meinung und Spekulation. Das nur vorweg. Das ist keine rechtliche Aussage.

Wenn man vorher noch nie in der Richtung auffällig geworden ist, dürfte es strafrechtlich wohl kein öffentliches Interesse an der Verfolgung geben, solange es nur um wirkungslos aufgrund überschrittener Haltbarkeit geht.

Dass die Dame bei Rückzahlung noch tätig wird, dürfte im Allgemeinen auch eher auszuschließen sein. Wozu auch, ein gewisses Kostenrisiko bleibt auch für sie und das für 20 Euro, die man zurück bekommt ...

Natürlich kann man solche Produkte weiterverkaufen und sich allein auf das Werbeversprechen verlassen, allerdings gehören solche Produkte nicht zu denen, die man verkaufen sollte, wenn man sie erst nach Jahren irgendwo auf dem Dachboden gefunden hat (man überspitzt ausgedrückt).
Soviel Sorgfalt kann man vom Verkäufer erwarten, auch wenn er privat ist, dass er sich Gedanken macht, was er wann gekauft hat und was er da weiterverkauft.

Dumbledore
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Re: Auktionshaus - Kundin unzufrieden mit Produkt und Retour, droht nun mit Anzeige wegen Betrugs

Beitrag von Dumbledore »

Mal abgesehen von der juristischen Lage finde ich solche Streitereien auch seelisch belastend.
Je mehr du dich damit beschäftigst, jemehr machen sich negative Gedanken in dir breit.
Darum einfach einen Schlussstrich ziehen: Geld zurückzahlen und diese Person auf die schwarze Liste setzen.
Ja, es gibt solche Menschen die total negativ drauf sind. Eigentlich sind sie zu bedauern.
Am besten ist es, solche Leute zu meiden, um sich nicht mit runter ziehen zu lassen.

Evariste
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Re: Auktionshaus - Kundin unzufrieden mit Produkt und Retour, droht nun mit Anzeige wegen Betrugs

Beitrag von Evariste »

winterspaziergang hat geschrieben:
24.11.20, 08:23
Wenn man vorher noch nie in der Richtung auffällig geworden ist, dürfte es strafrechtlich wohl kein öffentliches Interesse an der Verfolgung geben, solange es nur um wirkungslos aufgrund überschrittener Haltbarkeit geht.
Das klingt allerdings so, als ob SIe hier doch eine Straftat sehen, woraus schließen SIe das? Ich sehe hier keine Straftat.

Übrigens, zivilrechtlich hat die Kundin hier genaugenommen gar keinen Anspruch, wenn genau das geliefert wurde, was angeboten wurde und die Gewährleistung wirksam ausgeschlossen wurde. Das ist doch gerade der Sinn des Gewährleistungsausschlusses, dass man als Verkäufer nicht für versteckte Mängel haftet.

ExDevil67
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Re: Auktionshaus - Kundin unzufrieden mit Produkt und Retour, droht nun mit Anzeige wegen Betrugs

Beitrag von ExDevil67 »

Evariste hat geschrieben:
24.11.20, 09:05
winterspaziergang hat geschrieben:
24.11.20, 08:23
Wenn man vorher noch nie in der Richtung auffällig geworden ist, dürfte es strafrechtlich wohl kein öffentliches Interesse an der Verfolgung geben, solange es nur um wirkungslos aufgrund überschrittener Haltbarkeit geht.
Das klingt allerdings so, als ob SIe hier doch eine Straftat sehen, woraus schließen SIe das? Ich sehe hier keine Straftat.
Das Problem dürfte sein das sich Staatsanwaltschaft und Polizei alles andere als langweilen. Nachgucken ob der Verkäufer schon mal wegen sowas aufgefallen ist dürfte deutlich schneller gehen als nachzuprüfen ob an den Vorwürfen was dran sein könnte. Von daher dürfte eine Einstellung mangels öffentlichen Interesses die wahrscheinlichere Lösung sein als eine mangels Tatverdacht.

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Re: Auktionshaus - Kundin unzufrieden mit Produkt und Retour, droht nun mit Anzeige wegen Betrugs

Beitrag von Evariste »

ExDevil67 hat geschrieben:
24.11.20, 09:10
Das Problem dürfte sein das sich Staatsanwaltschaft und Polizei alles andere als langweilen. Nachgucken ob der Verkäufer schon mal wegen sowas aufgefallen ist dürfte deutlich schneller gehen als nachzuprüfen ob an den Vorwürfen was dran sein könnte. Von daher dürfte eine Einstellung mangels öffentlichen Interesses die wahrscheinlichere Lösung sein als eine mangels Tatverdacht.
Ich hoffe nicht, dass das wirklich so läuft. Ich persönlich würde als Betroffener in so einem Fall, wo es keine(!) Anhaltspunkte für eine Straftat gibt, mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde reagieren. Rechtsmittel hat man ja leider nicht. :(

winterspaziergang
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Re: Auktionshaus - Kundin unzufrieden mit Produkt und Retour, droht nun mit Anzeige wegen Betrugs

Beitrag von winterspaziergang »

Evariste hat geschrieben:
24.11.20, 09:05
winterspaziergang hat geschrieben:
24.11.20, 08:23
Wenn man vorher noch nie in der Richtung auffällig geworden ist, dürfte es strafrechtlich wohl kein öffentliches Interesse an der Verfolgung geben, solange es nur um wirkungslos aufgrund überschrittener Haltbarkeit geht.
Das klingt allerdings so, als ob SIe hier doch eine Straftat sehen, woraus schließen SIe das? Ich sehe hier keine Straftat.
das steht nirgends und klingt auch nicht danach, also ergibt sich von selbst, dass ich das nicht sehe.
Im Eingangsbeitrag will die fiktive Kundin den Verkäufer wegen Betrugs anzeigen und m.W. ist das Strafrecht oder sehen Sie das anders?
Evariste hat geschrieben:
24.11.20, 09:05
Übrigens, zivilrechtlich hat die Kundin hier genaugenommen gar keinen Anspruch, wenn genau das geliefert wurde, was angeboten wurde und die Gewährleistung wirksam ausgeschlossen wurde. Das ist doch gerade der Sinn des Gewährleistungsausschlusses, dass man als Verkäufer nicht für versteckte Mängel haftet.
Sinn des Gewährleistungsausschlusses ist aber nicht, seinen Müll zu verhökern und sich rauszureden, man habe ja vorher alles ausgeschlossen. Offensichtliche Sachmängel oder solche, die "versteckt" sind, weil der Verkäufer sie mangels Sorgfalt nicht sieht, gehören wohl kaum dazu.

Evariste
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Re: Auktionshaus - Kundin unzufrieden mit Produkt und Retour, droht nun mit Anzeige wegen Betrugs

Beitrag von Evariste »

winterspaziergang hat geschrieben:
24.11.20, 13:57
Offensichtliche Sachmängel oder solche, die "versteckt" sind, weil der Verkäufer sie mangels Sorgfalt nicht sieht, gehören wohl kaum dazu.
Das ist richtig, jedenfalls wenn hinter der "mangelnden Sorgfalt" in Wirklikchkeit Absicht steckt. Das war aber laut Sachverhalt nicht der Fall.

Generell sind m. W. zwei Arten von Sachmängeln nicht vom Gewährleistungsaussschluss erfasst:
a) das Fehlen einer zugesicherten EIgenschaft
b) ein vom Verkäufer arglistig verschwiegener Mangel.

Zu a) Es wäre zu prüfen, ob die Wirkung des Produktes zugesichert wurde. Da müsste man den Wortlaut des Angebots kennen.
Zu b) Arglistiges Verschweigen setzt voraus, dass der Verkäufer den Mangel kannte oder ihn zumindest für möglich hielt. Trifft hier wohl nicht zu. Mangelnde Sorgfalt (*) allein konstituiert noch keine arglistige Täuschung.

(*) Wobei man über die "mangelnde Sorgfalt" auch noch diskutieren kann. Der Verkäufer ist offensichtlich Laie und hat die Ware "nach bestem Wissen und Gewissen" geprüft. Kann man mehr erwarten?

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