Seite 1 von 1

Folgekosten bei Haftpflichtschaden

Verfasst: 09.06.09, 22:44
von lumpidu
Wer kann helfen?

Ich habe mit dem Fahrzeug meiner ehemaligen Freundin einen Unfall verschuldet.

Die Reperaturkosten für ihr Fahrzeug habe ich übernommen, die Kosten für den anderen Unfallteilnehmer die Haftpflichtversicherung. Dadurch wurde meine Ex im nächsten Jahr nach oben gestuft.

Jetzt haben wír uns getrennt und Sie würde will mir die Mehrkosten in Rechnung stellen. Ein Rückkauf des Schadens bei der Versicherung ist auf Grund der 6 Monatsfrist nicht mehr möglich.

Ich biete ihr an die Mehrkosten durch die höhere Schadensfreiheitsklasse für 1 Jahr zu übernehmen.

Reicht das aus oder gibt es eine gesetzliche Regelung wie lang ich diese Kosten tragen muss, immerhin geht sie ja auch mit ein Risiko ein, wenn sie anderen das Fahrzeug zur Verfügung stellt.

Vielen Dank für Eure Antworten und Eure Hilfe

Re: Folgekosten bei Haftpflichtschaden

Verfasst: 15.06.09, 13:31
von Zafilutsche
Davon ausgehend, das es zu keiner weitgehendere Haftungsvereinbarung gekommen wäre, halte ich den nachfolgenden zitierten Satz:
lumpidu hat geschrieben:Ich biete ihr an die Mehrkosten durch die höhere Schadensfreiheitsklasse für 1 Jahr zu übernehmen.
Schon für kulant und fair. Das mal so als "laienhafte" Ansicht.

Verfasst: 25.06.09, 08:59
von Leon6
Ich denke, Ihnen kommt keine Schadenersatzpflicht mehr zu.

Sie waren als Verursacher des Schadens ersatzpflichtig. Auf Ersatz des über die Reparaturkosten hinausgehenden Schadens hatte Ihre Freundin aber vor mehr als 6 Monaten zumindest konkludent verzichtet. Diesen Verzicht hatte Sie offensichtlich auch nicht an Bedingungen gebunden, wie z.B. das Bestehen Ihrer Beziehung. Somit sehe ich keine Ersatzpflicht Ihrerseits.

Darüberhinaus hat Ihre Freundin als Geschädigte eine Schadenminderungspflicht. Durch das Verschulden Ihrer Freundin (verspätete Forderung) ist der schadenmindernde Rückkauf nicht mehr möglich. Dieser durch das schuldhafte Verhalten Ihrer Ex-Freundin verursachte Schaden kann ebenfalls nicht Ihnen auferlegt werden.


Insofern bräuchten Sie nicht einmal die von Ihnen angebotenen Mehrkosten für die niedrigere (teurere) Schadenfreiheitsklasse zu übernehmen.