Nachträgliche Rechnung trotz Einigung

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UrseleJoshi
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Nachträgliche Rechnung trotz Einigung

Beitrag von UrseleJoshi »

Hallo!

eine Firma A werkelt für den Besteller B.
Es gibt Streit über die Rechnung, welche nur handschriftlich und ohne Angaben von Arbeitsstunden oder Material ist.

Im Rahmen eines Vergleiches einigen sich A und B darauf, dass für diese Forderung und noch andere streitige Dinge ein Gesamtbetrag von X€ gezahlt werden soll.

X€ ist niedriger als der ursprüngliche Rechnungsbetrag von oben.

B will nun eine ordentliche Rechnung haben - auf welchen Betrag muss diese lauten? Für die Steuer wärs für ihn ja schön, wenn er die urspüngliche in ordentlicher Form bekommt......

Kann er dies von A fordern?

Kormoran
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Beitrag von Kormoran »

UrseleJoshi hat geschrieben:B will nun eine ordentliche Rechnung haben - auf welchen Betrag muss diese lauten?
Vielleicht auf den gezahlten?
UrseleJoshi hat geschrieben:Für die Steuer wärs für ihn ja schön, wenn er die urspüngliche in ordentlicher Form bekommt
Dürfen es auch noch ein paar € mehr sein – das wäre für die Steuer noch schöner?
UrseleJoshi hat geschrieben:Kann er dies von A fordern?
Kann er – vielleicht teilt A dies Ansinnen ja gleich mal dem Finanzamt und der Staatsanwaltschaft mit.

Vormundschaftsrichter
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Beitrag von Vormundschaftsrichter »

Kormoran hat geschrieben:vielleicht teilt A dies Ansinnen ja gleich mal dem Finanzamt und der Staatsanwaltschaft mit.
Geht nicht - die einzigen beiden deutschen Wörter, die A kennt, sind "Brauchsu Rechnung?"
Gruß
Vormundschaftsrichter


der stellvertretende nimmt seine nightstick und beginnt das Schlagen der daylights aus der Anwalt

UrseleJoshi
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Beitrag von UrseleJoshi »

Oje...ihr beide habt jetzt ein ganz falsches Bild vom B...so sollte es wirklich nicht gemeint sein!

Variante:

der B möchte nun wissen, ob er den B verpflichten kann, ihm eine Rechnung (Material etc) auszustellen, die der tatsächlich geleistetem Betrag entspricht.
Da nämlich ein Paketpreis auch für andere Forderungen vereinbart wurde, ists nicht ganz klar, wieviel letztlich auf DIESE Leistung entfallen ist...

Kormoran
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Beitrag von Kormoran »

Vormundschaftsrichter hat geschrieben:Geht nicht - die einzigen beiden deutschen Wörter, die A kennt, sind "Brauchsu Rechnung?"
Das kann natürlich sein. Aber dann besteht des As Motivation für diesen Zweiwortsatz in dem Wunsch, gar keine Rechnung auszustellen - auch der A findet das schöner - wegen der Steuer.
Damit steht des As Ansinnen dem des B, eine möglichst hohe (Papier)Rechnung zu haben, allerdings entgegen. Das ist einer Einigung nicht zuträglich. :shock:
UrseleJoshi hat geschrieben:ihr beide habt jetzt ein ganz falsches Bild vom B
Das ist möglich.
UrseleJoshi hat geschrieben:Variante:
der B möchte nun wissen, ob er den B verpflichten kann, ihm eine Rechnung (Material etc) auszustellen…
Wozu soll das gut sein? :devil:
UrseleJoshi hat geschrieben:…die der tatsächlich geleistetem Betrag entspricht.
Eine Rechnung, die dem tatsächlichen Betrag entspricht, kann der B sicher verlangen, sinnvoller Weise aber vom A. :wink:
UrseleJoshi hat geschrieben:Da nämlich ein Paketpreis auch für andere Forderungen vereinbart wurde, ists nicht ganz klar, wieviel letztlich auf DIESE Leistung entfallen ist...
Das ist bei einem Pauschal- oder Paketpreis im Grunde doch logisch. Deshalb müsste hier m. E. eine Rechnung ausgestellt werden, die den Pauschalpreis umfasst und evtl. die darin enthaltenen Arbeiten und Materialien auflistet. Die geforderte Einzelpreisangabe widerspricht meiner Ansicht nach geradezu einem Paket-/Pauschalpreis:
Der Nachweis des konkreten Leistungsumfanges ist grundsätzlich nur beim Einheitspreisvertrag, nicht aber beim Pauschalpreisvertrag erforderlich; hier genügen die Angabe des vertraglich vereinbarten Pauschalpreises sowie etwaiger Änderungen bzw. Zusatzleistungen.
Quelle: http://www.gesetz-dem-fall.de/800/rspezial/schlusr.html

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