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recht.de • Thema anzeigen - Beweisfoto verletzt Persönlichkeitsrecht
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BeitragVerfasst: 18.10.16, 15:52 
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Angenommen, die Person B beobachtet die Person P, wie dieser einen Angestellten
einer Gartenbaufirma mit Nachdruck anweist , 40 Meter Sträucher von B zu kappen,
obwohl die Person B nachdrücklich protestiert und diese drei Personen als Beweis
für die Grenzverletzung und Sachbeschädigung mit dem Handy fotografiert. Herr P steht auf dem Foto
unmittelbar neben der Person mit der Motorheckenschere beim Schneiden der Sträucher.

Kann die Person P von B die Herausgabe und Vernichtung des Fotos wegen Verletzung seiner
Pesönlichkeitsrechte verlangen und mit § 823 in Vb. mit 1004 BGB drohen?.

Die Person B benötigt das Beweisfoto aber, um nachzuweisen, daß P vorsätzlich die Arbeiter zu der Zerstörung aufgefordert hat und anwesend war.

Muß B auf sein Beweisfoto für eine strafbare Handlung verzichten und das Foto vernichten?


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BeitragVerfasst: 18.10.16, 16:13 
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Welches Persönlichkeitsrecht soll hier (Foto gemacht) verletzt sein ?


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BeitragVerfasst: 18.10.16, 16:25 
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Celestro hat geschrieben:
Welches Persönlichkeitsrecht soll hier (Foto gemacht) verletzt sein ?


Der Anwalt ( die Person P) hätte der Person B im Motorenlärm der laufenden Motorheckenschere angeblich zugebrüllt, das Fotografieren zu unterlassen
und beruft sich auf das Recht am eigenen Bild. B dürfe es nicht als Beweis verwenden und fordert Unterlassung und Vernichtung der Bilder und Dateien.


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BeitragVerfasst: 18.10.16, 16:38 
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Brüllen, meinen, glauben und verlangen kann man viel, wenn der Tag lang ist.


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BeitragVerfasst: 18.10.16, 20:54 
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Da würde ich mal primär den P fragen, welchen Schaden er nun erlitten hat :lachen: :lachen:

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"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe


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BeitragVerfasst: 19.10.16, 00:20 
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Die Staatsanwälte und Richter sind ganz wild auf Bürger, die mit Kameras und Handys ohne Erlaubnis Betroffenen diese fotografieren, um damit dem Gericht Beweise vorzulegen, wobei mir nicht klar ist, wie man aus Fotos erkennen kann, welche Anweisungen eine Person einer anderen Person erteil hat, es sei denn eine neue Technik, wo das Foto gleichzeitig noch als Aufnahmegerät funktioniert; sollte man sich patentieren lassen :ironie:

Da kann die Bestrafung nicht groß genug sein, denn sonst könnte es passieren, dass demnächst solche "Bürger" die Arbeit der Polizei abnehmen und dann noch Jagd auf Falschparker, Fahrradfahrer ohne Bremsen, Pinkeln eines Hundes an einer fremden Hauswand, Brüllen während der Mittagspause,...man, da hat man keine Langeweile mehr,... und der Staat wird entlastet :lachen: :lachen:


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BeitragVerfasst: 19.10.16, 07:21 
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Baden-57 hat geschrieben:
wobei mir nicht klar ist, wie man aus Fotos erkennen kann, welche Anweisungen eine Person einer anderen Person erteil hat, es sei denn eine neue Technik, wo das Foto gleichzeitig noch als Aufnahmegerät funktioniert; sollte man sich patentieren lassen :ironie:

Klar, steht kurz vor der Markteinführung, die Sprechblaseneinblendungs-App!


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BeitragVerfasst: 19.10.16, 15:42 
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BäckerHD hat geschrieben:
Baden-57 hat geschrieben:
wobei mir nicht klar ist, wie man aus Fotos erkennen kann, welche Anweisungen eine Person einer anderen Person erteil hat, es sei denn eine neue Technik, wo das Foto gleichzeitig noch als Aufnahmegerät funktioniert; sollte man sich patentieren lassen :ironie:

Klar, steht kurz vor der Markteinführung, die Sprechblaseneinblendungs-App!




Toll, aber diese Späße helfen der Person B echt nicht. Ein Foto von der Person beweist zB., daß er anwesend war und nicht später behaupten kann, die beiden Gartenhelfer hätten eigenmächtig gehandelt und das Bild könnte beweisen, daß er die strafbare Handlung vorsätzlich beauftragt bzw. gebilligt hat.

Andere Gelegenheiten werden auch akzeptiert, zB. öffentliche Video-Cameras an Plätzen. Geschwindigkeitssünder erleben Blitzfotos fast täglich. Und toll wäre die Situation, wenn ein Einbrecher vom Hausbesitzer beim Einbruch fotografiert wird und der Einbrecher später die Löschung verlangt - mit der Begründung : das Recht am eigenen Bild und es wäre gegen seinen Willen gemacht. Genau das verlangt der Nachbar P von der geschädigten Person B.
Also, was ist mit dem Beweisfoto.


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BeitragVerfasst: 19.10.16, 16:03 
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Etwas Lektüre und hier und hier usw.

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BeitragVerfasst: 19.10.16, 20:38 
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Beiträge: 1266
Töpfer hat geschrieben:
Kann die Person P von B die Herausgabe und Vernichtung des Fotos wegen Verletzung seiner
Pesönlichkeitsrechte verlangen und mit § 823 in Vb. mit 1004 BGB drohen?.

nein
Töpfer hat geschrieben:
Muß B auf sein Beweisfoto für eine strafbare Handlung verzichten und das Foto vernichten?

nein
Baden-57 hat geschrieben:
Die Staatsanwälte und Richter sind ganz wild auf Bürger, die mit Kameras und Handys ohne Erlaubnis Betroffenen diese fotografieren, um damit dem Gericht Beweise vorzulegen,[...]

Mir ist noch kein Staatsanwalt und Richter begegnet, der "ganz wild" auf Bürger war, die Bilder zum Beweis einer Straftat vorgelegt hatten. Aber im Gegensatz zu Ihnen kenne ich auch nicht alle persönlich.

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BeitragVerfasst: 20.10.16, 00:18 
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Töpfer hat geschrieben:

Toll, aber diese Späße helfen der Person B echt nicht.


verständlich, dass Sie das nicht witzig finden. Aber sehen Sie es doch mal so: Vielleicht drückt der Betreffende damit aus, dass man das Ansinnen des Nachbarn nicht ernst nehmen kann.

Zitat:
Genau das verlangt der Nachbar P von der geschädigten Person B.
Also, was ist mit dem Beweisfoto.


ja- und? verlangen und fordern kann man den ganzen Tag. Man sollte auch darüber nachdenken, dass der Nachbar sich nicht deswegen so aufbaut, weil er weiß, dass er bezüglich Foto Recht hat, sondern befürchtet durch das Foto rechtlich belangt zu werden.

Um Ihr Beispiel mit dem Dieb aufzugreifen: Der wird nicht auf seine Persönlichkeitsrechte bestehen, der wird Ihnen schlicht mit Gewalt drohen. Er darf das nicht und niemand würde ihm Recht geben, aber er macht es, in der Hoffnung, dass Sie ihm damit überlassen, was er wünscht.

Zitat:
Muß B auf sein Beweisfoto für eine strafbare Handlung verzichten und das Foto vernichten?


nein, ein Foto von seinem Garten zu machen, ist keine strafbare Handlung.


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BeitragVerfasst: 20.10.16, 14:17 
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winterspaziergang hat geschrieben:
Töpfer hat geschrieben:

Toll, aber diese Späße helfen der Person B echt nicht.


verständlich, dass Sie das nicht witzig finden. Aber sehen Sie es doch mal so: Vielleicht drückt der Betreffende damit aus, dass man das Ansinnen des Nachbarn nicht ernst nehmen kann.

Zitat:
Genau das verlangt der Nachbar P von der geschädigten Person B.
Also, was ist mit dem Beweisfoto.


ja- und? verlangen und fordern kann man den ganzen Tag. Man sollte auch darüber nachdenken, dass der Nachbar sich nicht deswegen so aufbaut, weil er weiß, dass er bezüglich Foto Recht hat, sondern befürchtet durch das Foto rechtlich belangt zu werden.

Um Ihr Beispiel mit dem Dieb aufzugreifen: Der wird nicht auf seine Persönlichkeitsrechte bestehen, der wird Ihnen schlicht mit Gewalt drohen. Er darf das nicht und niemand würde ihm Recht geben, aber er macht es, in der Hoffnung, dass Sie ihm damit überlassen, was er wünscht.

Zitat:
Muß B auf sein Beweisfoto für eine strafbare Handlung verzichten und das Foto vernichten?


nein, ein Foto von seinem Garten zu machen, ist keine strafbare Handlung.


Hallo, vielen Dank für die Anteilnahme. Ein Anwalt hat B gegenüber darauf hingewiesen: "Das „Recht am eigenen Bild“ regelt nur das
„Verbreiten und öffentliches Zurschaustellen“ von Personenbildnissen, nicht das Fotografieren an sich. Und er zitierte aus einer
Urteilsbegründung".....So habe der Geschädigte in Anbetracht der konkreten Situation keineswegs rechtswidrig gehandelt. Vielmehr können
Eingriffe in das Persönlichkeitsrecht des Täters gerechtfertigt sein, wenn es um die Wahrnehmung schutzwürdiger Interessen des Geschädigten
geht....“. Also Beweisfoto für einen Verfahren wg. Sachbeschädigung und Grenzverletzung.
B.


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BeitragVerfasst: 20.10.16, 15:49 
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Stand alles so in meiner verlinkten Lektüre. :wink:

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BeitragVerfasst: 20.10.16, 17:30 
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Zitat:
Der Anwalt ( die Person P) hätte der Person B im Motorenlärm der laufenden Motorheckenschere angeblich zugebrüllt, das Fotografieren zu unterlassen und beruft sich auf das Recht am eigenen Bild.


Wenn man immer alles was ein Anwalt laut herumbrüllt immer so ernst nehmen wollte, wären die Strafgerichte mit angeklagten Anwälten völlig ausgelastet.

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Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)


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