Kostentragung für Kopien der Klageschrift mit 500 Seiten

Moderator: FDR-Team

Antworten
FOC
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 908
Registriert: 12.06.05, 19:45

Kostentragung für Kopien der Klageschrift mit 500 Seiten

Beitrag von FOC »

Wie sieht es aus mit der Geltendmachung von Kopierkosten für die Erstellung der 3 Exemplare der Klage, die bei Gericht eingereicht werden, wenn der Kläger gewinnt und die Klageschrift 500 Seiten hatte (muss der Unterlegene die zahlen?)? Darf man da (ohne Anwalt) was ansetzen, wenn ja, wonach und wie viel - oder teilt man dem Gericht einfach mit, dass man 1500 Seiten vom Kläger erstattet haben möchte und überlässt dem Gericht nach GKG o.ä., dafür erstattungsfähige Kosten zu ermitteln (z.B. 1500 x 0,5 Euro/Seite = 750 Euro)?

Vielen Dank im Voraus!
Herzliche Grüße
FOC

Alle gemachten Angaben ohne Gewähr u.ä..
Ratschläge sind allgemeiner Art (auch wenn sie sich mal anders anhören sollten) und nicht als Rechtsberatung misszuverstehen.

lottchen
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 2765
Registriert: 04.07.12, 14:01

Re: Kostentragung für Kopien der Klageschrift mit 500 Seiten

Beitrag von lottchen »

viewtopic.php?f=66&t=278583

Das Thema könnte weiterhelfen (auch wenn es hier um den Beklagten geht).
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle BäckerHD, FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!

FOC
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 908
Registriert: 12.06.05, 19:45

Re: Kostentragung für Kopien der Klageschrift mit 500 Seiten

Beitrag von FOC »

Danke, Lottchen.

Im Fall hier hätte man aber deutlich höhere Kosten als die Pauschale von 20 Euro. Kann man die höheren Kopierkosten dann über die Seitenzahl mit einem Standardkopienpreis multiplizieren? Oder geht das dann auch nur über Kostenfestsetzungsbeschluss?

Die Frage, die mir nach Lesen des anderen Beitrags kommt:
Kann der Kläger, wenn er gewonnen hat (und keinen Anwalt hatte), Kostenersatz für einen Festangestellten verlangen, wenn dieser attestiert x Stunden für den Fall gearbeitet zu haben und für den Kläger alles gemacht hat (inkl. vor Gericht vertreten)? Motto: eine Stunde kostet im "Einkauf" 25 Euro; 20h daran gearbeitet, macht 500 Euro) - und die Summe kleiner ist als nach dem RAVG?
Herzliche Grüße
FOC

Alle gemachten Angaben ohne Gewähr u.ä..
Ratschläge sind allgemeiner Art (auch wenn sie sich mal anders anhören sollten) und nicht als Rechtsberatung misszuverstehen.

freemont
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 8317
Registriert: 21.08.14, 16:57

Re: Kostentragung für Kopien der Klageschrift mit 500 Seiten

Beitrag von freemont »

FOC hat geschrieben:Danke, Lottchen.

Im Fall hier hätte man aber deutlich höhere Kosten als die Pauschale von 20 Euro.
...

?
§ 91 I 2 ZPO i.V.m. § 7 II JVEG:
(2) 1Für die Anfertigung von Kopien und Ausdrucken werden ersetzt
1. bis zu einer Größe von DIN A3 0,50 Euro je Seite für die ersten 50 Seiten und 0,15 Euro für jede weitere Seite,
2. in einer Größe von mehr als DIN A3 3 Euro je Seite und
3. für Farbkopien und -ausdrucke jeweils das Doppelte der Beträge nach Nummer 1 oder Nummer 2.

2Die Höhe der Pauschalen ist in derselben Angelegenheit einheitlich zu berechnen. 3Die Pauschale wird nur für Kopien und Ausdrucke aus Behörden- und Gerichtsakten gewährt, soweit deren Herstellung zur sachgemäßen Vorbereitung oder Bearbeitung der Angelegenheit geboten war, sowie für Kopien und zusätzliche Ausdrucke, die nach Aufforderung durch die heranziehende Stelle angefertigt worden sind. 4Werden Kopien oder Ausdrucke in einer Größe von mehr als DIN A3 gegen Entgelt von einem Dritten angefertigt, kann der Berechtigte anstelle der Pauschale die baren Auslagen ersetzt verlangen.
Nur Anwaltskosten sind ggf. erstattungsfähig. Für den eigenen Arbeitswaufwand können ebensowenig Kosten angesetzt werden, wie für irgendwelche Angestellten der Partei.

FOC
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 908
Registriert: 12.06.05, 19:45

Re: Kostentragung für Kopien der Klageschrift mit 500 Seiten

Beitrag von FOC »

Super, vielen Dank. Das hilft mir!!
Herzliche Grüße
FOC

Alle gemachten Angaben ohne Gewähr u.ä..
Ratschläge sind allgemeiner Art (auch wenn sie sich mal anders anhören sollten) und nicht als Rechtsberatung misszuverstehen.

Antworten