Kann man jemanden eim Koma (auf Erfüllung) verklagen?

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myLord
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Kann man jemanden eim Koma (auf Erfüllung) verklagen?

Beitrag von myLord »

Hallo Leute,

nahmen wir an, dass A und B einen Vertrag haben. A hat jedoch einen Unfall und liegt nach dem Vertragsabschluss im Krankenhaus im Koma oder in irgendeinem anderen Zustand, in dem A nicht geschäftsfähig ist.

Nehmen wir mal an, dass B den A auf Erfüllung verklagt, wie würde es rechtlich aussehen?

B wird in der Klage ans AG schicken und dort ganz sicher nicht erwähnen, was Sache mit A ist.

Ich kenne es jetzt so, dass irgendwann vom AG ein Schreiben mit Zustellurkunde kommt, in der die Klage drin ist. Das AG fordert dann innerhalb von 14 Tagen dazu auf ihm mitzuteilen, ob man sich gegen die Klage verteidigen will.

Und wie ist es nun mit A? A kann sich ja nicht dagegen verteidigen. A kann nicht einmal einen RA beantragen - was eh gegen den Willen von A wäre. Bliebe nur noch die Möglichkeit mit einem Betreuer zu arbeiten oder GoA. Oder kassiert man dann einfach ein (Versäumnis-)Urteil und geht dagegen vor?

ExDevil67
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Re: Kann man jemanden eim Koma (auf Erfüllung) verklagen?

Beitrag von ExDevil67 »

Wenn absehbar ist das A längere Zeit im Koma liegen wird, werden die behandelnden Ärzte "dafür sorgen" das für A ein Betreuer bestellt wird. Allein schon für die nötigen Einwilligungen für die weitere Behandlung. Der Betreuer wird dann für alle Bereiche bestellt, sprich sobald der von der Klage erfährt wird er entsprechend handeln.

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