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Re: Autokäufer meldet Fahrzeug nicht um

Verfasst: 23.04.19, 21:55
von FM
Die andere Seite ist eben, dass das Auto mit den alten Kennzeichen ja noch jahrelang tatsächlich weiter verwendet werden kann und somit die Begründung für Versicherungs- und Steuerkosten aufrecht erhalten bleibt. Und der bisherige Besitzer hat eben verhindert, dass man sich an den neuen wenden kann, indem er verschuldet die Personalien einschließlich Anschrift nicht mitteilt.

Re: Autokäufer meldet Fahrzeug nicht um

Verfasst: 24.04.19, 07:01
von heckmair
FM hat geschrieben:Die andere Seite ist eben, dass das Auto mit den alten Kennzeichen ja noch jahrelang tatsächlich weiter verwendet werden kann und somit die Begründung für Versicherungs- und Steuerkosten aufrecht erhalten bleibt. Und der bisherige Besitzer hat eben verhindert, dass man sich an den neuen wenden kann, indem er verschuldet die Personalien einschließlich Anschrift nicht mitteilt.
Eben nicht schuldhaft, da dem TE die Adresse nicht bekannt ist.

Re: Autokäufer meldet Fahrzeug nicht um

Verfasst: 24.04.19, 07:49
von FM
heckmair hat geschrieben: Eben nicht schuldhaft, da dem TE die Adresse nicht bekannt ist.
Doch, da er sie erfragen hätte müssen. Das ergibt sich automatisch aus der Pflicht, sie der Zulassungsstelle mitzuteilen.

"Nicht schuldhaft" wäre es z.B. bei einem Diebstahl, wenn keine Möglichkeit besteht den Dieb zu fragen.

Re: Autokäufer meldet Fahrzeug nicht um

Verfasst: 24.04.19, 11:01
von Zafilutsche
Das wirklich doofe ist ja, selbst wenn das Fahrzeug in eine einfache Verkehrskontrolle käme, ist ja (da Versicherung und Steuern bezahlt sind) scheinbar alles OK. :roll:
Wenn man folgende Überlegung anstellen würde:
normanescio hat geschrieben:Jemand verkauft sein Auto, der Käufer verspricht, es unmittelbar um- bzw. abzumelden.
Aus dem nicht eingelösten Versprechen entwickelt sich ein wirtschaftlicher Schaden für den Verkäufer. Dieser muß diese Kosten (Prämie, Steuern) nach Fahrzeugübergabe tragen.

Der Käufer hat seinen Nutzen. (Spart sich die Aufwendungen das Fahrzeug auf einen Trailer zu verladen (Mietkosten für Trailer, Zugmaschine oder alternativ die Wegekosten zur Zulassungsstelle, Kennzeichen Ab-Ummelde Gebühren uvm.)
Kurz: Entreicherung des Verkäufers, Bereicherung des Käufers. Schlecht ist, dass kein Fixtermin vereinbart worden ist, bis wann spätestens die Ab- oder Ummeldung erfolgt sein muß. Daher steht nur die mündliche Zusage einer unmittelbaren Um- Abmeldung im Raum.
So käme sicherlich der Satz, dass der Käufer es schlicht vergessen hätte :ostern:
Vielleicht könnte man das ganze in Richtung "Unterschlagung oder Betrug" laufen lassen, insbesondere wenn
die bisherigen Kontaktverbindungsmöglichkeiten wie E-Mail/Telefonnummer keine Kontaktaufnahme erlauben :oops:

Re: Autokäufer meldet Fahrzeug nicht um

Verfasst: 24.04.19, 15:01
von ktown
Was sagt den die Versicherung dazu? Eigentlich müsste man doch mit dem Kaufvertrag diese stilllegen können und somit käme es unweigerlich zwangsstilllegung durch die Zulassungsstelle.

Re: Autokäufer meldet Fahrzeug nicht um

Verfasst: 24.04.19, 19:29
von normanescio
Zafilutsche hat geschrieben:Daher steht nur die mündliche Zusage einer unmittelbaren Um- Abmeldung im Raum.
So käme sicherlich der Satz, dass der Käufer es schlicht vergessen hätte :ostern:
Vielleicht könnte man das ganze in Richtung "Unterschlagung oder Betrug" laufen lassen, insbesondere wenn
die bisherigen Kontaktverbindungsmöglichkeiten wie E-Mail/Telefonnummer keine Kontaktaufnahme erlauben :oops:
Das mit dem Vergessen kann nicht vorgebracht werden. Einen Tag nach dem vereinbarten Ummeldungstermin habe ich eine Email geschickt, ob es denn umgemeldet wurde.
Das wurde in der Antwortmail bejaht. Darin sehe ich persönlich eine arglistige Täuschung. Erst auf meine Rückfrage etliche Tage später (war zwischendurch auf Dienstreise) bei der Zulassungsstelle ergab sich, dass der Wagen noch auf meinen Namen läuft.

Re: Autokäufer meldet Fahrzeug nicht um

Verfasst: 24.04.19, 19:32
von normanescio
ktown hat geschrieben:Was sagt den die Versicherung dazu? Eigentlich müsste man doch mit dem Kaufvertrag diese stilllegen können und somit käme es unweigerlich zwangsstilllegung durch die Zulassungsstelle.
Die Versicherung konnte ich kündigen, damit wird jetzt die Zwangsstilllegung eingeleitet. Damit ist ein Teil des Problems gelöst. Leider wird die Zulassungsstelle mir dann wohl die Rechnung schicken...

Re: Autokäufer meldet Fahrzeug nicht um

Verfasst: 24.04.19, 20:41
von FM
ktown hat geschrieben:Was sagt den die Versicherung dazu? Eigentlich müsste man doch mit dem Kaufvertrag diese stilllegen können und somit käme es unweigerlich zwangsstilllegung durch die Zulassungsstelle.
Dazu sollte man sich sicher sein, dass der Kaufvertrag (mit einer nicht überprüfbaren Unterschrift) als Beweismittel für einen Halterwechsel ausreichend ist. Sonst hat man die Gefährdungshaftung für ein nicht versichertes Fahrzeug am Hals.

Re: Autokäufer meldet Fahrzeug nicht um

Verfasst: 24.04.19, 20:55
von ktown
FM hat geschrieben:Dazu sollte man sich sicher sein, dass der Kaufvertrag (mit einer nicht überprüfbaren Unterschrift) als Beweismittel für einen Halterwechsel ausreichend ist.
Dies zu beurteilen sollte man doch der Versicherung überlassen. Selbst weiß man ja, dass der Wagen nicht mehr sein Eigentum ist. Da die Gefährdungshaftung nur Schäden erfassen soll, die sich aus dem eigentümlichen Risiko der gefährlichen Handlung beziehungsweise Einrichtung ergeben, kann, meines Erachtens, der Verkäufer hier ein kalkulierbares Risiko eingehen.

Re: Autokäufer meldet Fahrzeug nicht um

Verfasst: 24.04.19, 21:09
von SusanneBerlin
Das Risiko des Zusammenstoß mit einem anderen Fahrzeug oder ergibt sich aus der Handlung Autofahren, ist also ein ganz typisches Beispiel für die Gefährderhaftung. Dafür hat man normalerweise die Haftpflichtversicherung. Nach der Kündigung der Versicherung ist das Auto nicht mehr versichert. Das nennen Sie ein kalkulierbares Risiko?

Re: Autokäufer meldet Fahrzeug nicht um

Verfasst: 24.04.19, 22:09
von fodeure
SusanneBerlin hat geschrieben:Das nennen Sie ein kalkulierbares Risiko?
Ich sehe hier überhaupt kein Risiko. Durch den Verkauf ist der Verkäufer komplett raus aus der Haftung. Es gibt auch keinen plausiblen Grund, warum die Wirksamkeit des Kaufvertrags angezweifelt werden sollte, nur weil der Aufenhaltsort des Käufers nicht bekannt ist.

Re: Autokäufer meldet Fahrzeug nicht um

Verfasst: 25.04.19, 11:39
von Tastenspitz
fodeure hat geschrieben:nur weil der Aufenhaltsort des Käufers nicht bekannt ist.
Soweit ich es verstehe, hat er gar nichts. Auch keinen Namen. Nur eine Mailanschrift.

Re: Autokäufer meldet Fahrzeug nicht um

Verfasst: 25.04.19, 11:44
von Hanomag
Tastenspitz hat geschrieben:
fodeure hat geschrieben:nur weil der Aufenhaltsort des Käufers nicht bekannt ist.
Soweit ich es verstehe, hat er gar nichts. Auch keinen Namen. Nur eine Mailanschrift.
Er hat neben der Mailanschrift die Unterschrift des Käufers auf dem Vertrag.

Re: Autokäufer meldet Fahrzeug nicht um

Verfasst: 25.04.19, 13:10
von ktown
Hanomag hat geschrieben:
Tastenspitz hat geschrieben:
fodeure hat geschrieben:nur weil der Aufenhaltsort des Käufers nicht bekannt ist.
Soweit ich es verstehe, hat er gar nichts. Auch keinen Namen. Nur eine Mailanschrift.
Er hat neben der Mailanschrift die Unterschrift des Käufers auf dem Vertrag.
und den Kaufpreis (vermutlich in Bar).

Re: Autokäufer meldet Fahrzeug nicht um

Verfasst: 25.04.19, 13:13
von Tastenspitz
...oder als Verrechnungsscheck ohne Namen und Bankverbindung. :lachen: :lachen:

Sorry... :oops: