Pfändung nur nach Beschlußlage möglich ?!

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helmes63
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Pfändung nur nach Beschlußlage möglich ?!

Beitrag von helmes63 » 27.05.19, 10:36

Guten Tag,

... eine Zahlungsverweigerung zieht früher oder später zwangsläufig eine Pfändung nach sich.
Darauf möchte ich nachstehend ergänzend eingehen :

> ist es so, dass bei der ersten Vorsprache für eine Pfändung noch eine Zutrittsverweigerung erfolgen kann insofern der Schuldner überhaupt zu Hause ist
> beim 2. Versuch ist dann der Schlüsseldienst dabei

so wird das meines Wissens jedenfalls vermittelt vom praktischen Ablauf her !!!

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Meine Fragen bezogen auf diesen Sachverhalt sind folgende :
a) kann der Schuldner eine Sachpfändung durch Geldzahlung wieder auslösen und wird er informiert welche Gegenstände gepfändet wurden
b) wie erfolgt die Wertermittlung des beschlagnahmten Gegenstandes
c) hat der Schuldner überhaupt eine Chance eine drohende Pfändung außer durch Zahlungstilgung zu vermeiden ?!

Es sind somit die Konsequenzen für mich wissenswert, welche sich unmittelbar aus der Pfändung ergeben !!!

SusanneBerlin
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Re: Pfändung nur nach Beschlußlage möglich ?!

Beitrag von SusanneBerlin » 27.05.19, 10:53

Sie nun immer mit Ihrer Sachpfändung. Eine Sachpfändung wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit NICHT geben.

Es kommt nämlich darauf an, welchen Auftrag der Gerichtsvollzieher vom Gläubiger erhalten hat.

Der Gläubiger legt fest, ob Geld- oder Sachpfändung.

An einer Sachpfändung sind die wenigsten Gläubiger interessiert!

Dem Gläubiger geht es um Geld!
Der Gerichtsvollzieher wird also den Auftrag haben, entweder Geld vom Schuldner einzuziehen, mit oder ohne Ratenzahlung (auch das gibt der Gläubiger vor: ob er eine Ratenzahlung erlaubt)

oder eine Vermögensauskunft vom Schuldner einzuholen.

In die Vermögensauskunft muss der Schuldner reinschreiben, welches Vermögen er hat und welche Einkünfte er hat.
Gläubiger kann alsdann direkt an der Quelle pfänden: Vom Bankkonto, Lohn vom Arbeitgeber, eine Immobilie pfänden.

Sobald der Gerichtsvollzieher also die Vermögensauskunft abgenommen hat, wird es keine Besuche vom Gerichtsvollzieher mehr geben.
Der Gläubiger pfändet dann direkt vom Bankkonto des Schuldners!
helmes63 hat geschrieben:c) hat der Schuldner überhaupt eine Chance eine drohende Pfändung außer durch Zahlungstilgung zu vermeiden ?!
Ja Herrgott, die Zwangsvollstreckung endet (erst dann), wenn die Schulden getilgt sind! Die "drohende Pfändung" bei Vorliegen eines Titels gegen den Schuldner lässt sich durch Zahlen abwenden und durch sonst nichts! Ist dann denn so unbegreiflich!


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Falls Sie nicht in der Lage sind die obenstehende Antwort zu verstehen und nur ein paar sinnlose Wörter und Slogans benötigen um Sie in Ihrem nächsten Beitrag zu verwenden, bittesehr:
Ober-, Unter-. Mittelgerichtsvollzieher, Strenge, Milde, Räumung, Grundrecht, "Die Wohnung ist unverletzbar", Existenzminimum, etc.
Zuletzt geändert von SusanneBerlin am 27.05.19, 10:59, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße, Susanne

Tastenspitz
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Re: Pfändung nur nach Beschlußlage möglich ?!

Beitrag von Tastenspitz » 27.05.19, 10:58

SusanneBerlin hat geschrieben:
27.05.19, 10:53
ein paar sinnlose Wörter und Slogans
Er zu nutzen sie wissen wird. Vergessen du hast den Winkel > voranzustellen. :mrgreen:
@helmchen: Zahlen sie ihre Schulden. Wenn Geld da ist um
helmes63 hat geschrieben:
27.05.19, 10:36
Sachpfändung durch Geldzahlung wieder auslösen
zahlt man damit doch gleich die Schulden. :roll:
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

FM
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Re: Pfändung nur nach Beschlußlage möglich ?!

Beitrag von FM » 27.05.19, 11:39

helmes63 hat geschrieben:
27.05.19, 10:36
Meine Fragen bezogen auf diesen Sachverhalt sind folgende :
a) kann der Schuldner eine Sachpfändung durch Geldzahlung wieder auslösen und wird er informiert welche Gegenstände gepfändet wurden
b) wie erfolgt die Wertermittlung des beschlagnahmten Gegenstandes
c) hat der Schuldner überhaupt eine Chance eine drohende Pfändung außer durch Zahlungstilgung zu vermeiden ?!
a) in dem er alle Schulden bezahlt. Es 4reicht also nicht 100 Euro für einen Gegenstand der vielleicht das wert ist zu zahlen, wenn dann noch ungedeckte Schulden offen sind.
a) 2. Teil (warum ist das nicht b?) die Dinger wo das Pfandsiegel darauf geklebt ist oder die der GV mitnahm
b) ergibt sich bei der Versteigerung
c) den Gläubiger davon überzeugen, dass keine Pfändung notwendig ist, am besten durch eine Sicherheit (z.B. eine Hypothek am Haus eintragen lassen, Bürgschaft einer zahlungskräftigen Person) oder ein Ratenangebot das realistisch ist (nicht 5 Euro monatlich) und hoffen dass der Gläubiger einverstanden ist

Wegen der zu erahnenden Überlegung zum Thema zwei Besuche des GV nötig sei angemerkt:
https://dejure.org/gesetze/StGB/283.html

helmes63
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Re: Pfändung nur nach Beschlußlage möglich ?!

Beitrag von helmes63 » 27.05.19, 13:29

c) den Gläubiger davon überzeugen, dass keine Pfändung notwendig ist, am besten durch eine Sicherheit (z.B. eine Hypothek am Haus eintragen lassen, Bürgschaft einer zahlungskräftigen Person) oder ein Ratenangebot das realistisch ist (nicht 5 Euro monatlich) und hoffen dass der Gläubiger einverstanden ist

> habe ich das wirklich richtig gelesen ?
Bisher war ich davon ausgegangen, dass man für eine Ratenzahlung zunächst den Gerichtsvollzieher überzeugen muss.
Das ist ja nicht das gleiche wie der auftraggebende Gläubiger ?!

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Zu der Aussage von "Susanne aus Berlin" ist folgendes zu sagen :

> klar ist eine Pfändung im direkten Zusammenhang mit einer NIchtzahlung zu sehen.
> es ist wohl so, dass eine nicht geleistete Ratenzahlung bereits die Motivation zur Pfändung auslöst.

> das wiederum ist natürlich eine fahrlässige Verhaltensweise des Schuldners, denn den Gerichtsvollzieher wird man sicherlich nicht los durch wegducken.

stichhaltige Beanstandungen zur Rechnungslegung hemmen die Vollstreckung nicht : weshalb eigentlich nicht ?!
> dennoch finde ich es doch merkwürdig, wenn eine Pfändung eingeleitet wird, wenn bspw. die Rechnung berechtigter Weise angefochten wird.
> bis hier dann ein Vollstreckungsschutz wirken kann vergehen viele wertvolle Tage.
Es ist so, dass auffälliger Weise bei Beanstandungen dieser Art (falsche Rechnungslegung) sich die Vollstreckungsgerichte viel Zeit lassen.
Dabei ist wohl schwer zu sagen ob das ein Ergebnis von Arbeitsüberlastung ist oder aber eine Strategie des Gerichts dahintersteckt.

lottchen
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Re: Pfändung nur nach Beschlußlage möglich ?!

Beitrag von lottchen » 27.05.19, 13:39

Der Gerichtsvollzieher wird vom Gläubiger beauftragt. Der Gerichtsvollzieher kann einer Ratenzahlung nur zustimmen wenn der Gläubiger damit einverstanden ist. Also muss man nicht den Gerichtsvollzieher überzeugen (der kommt doch schon zum Schuldner mit dem Auftrag, auf so ein Ansinnen des Schuldners mit "ja, mindestens Rate X" oder "nein" zu antworten) sondern den Gläubiger.
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!

SusanneBerlin
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Re: Pfändung nur nach Beschlußlage möglich ?!

Beitrag von SusanneBerlin » 27.05.19, 14:06

helmes63 hat geschrieben:stichhaltige Beanstandungen zur Rechnungslegung hemmen die Vollstreckung nicht : weshalb eigentlich nicht ?!
> dennoch finde ich es doch merkwürdig, wenn eine Pfändung eingeleitet wird, wenn bspw. die Rechnung berechtigter Weise angefochten wird.
> bis hier dann ein Vollstreckungsschutz wirken kann vergehen viele wertvolle Tage.
Es ist so, dass auffälliger Weise bei Beanstandungen dieser Art (falsche Rechnungslegung) sich die Vollstreckungsgerichte viel Zeit lassen.
Dabei ist wohl schwer zu sagen ob das ein Ergebnis von Arbeitsüberlastung ist oder aber eine Strategie des Gerichts dahintersteckt.
Den Themenkoplex
>>>>>Was man machen kann wenn sich der Gerichtsvollzieher angekündigt hat und welcher "Vollstreckungsschutz" da noch greift
hatten Sie doch 2013-2015 schon mal durchgeackert (hier und in anderen Foren)

rechnerisch unrichtige Gesamforderungen : was tun (?!)
Zwangseintreibung : die verschiedenen Eskalationsstufen
Gerichtsvollzieher Abwendung : Alternativ zur Ratenzahlung
Gerichtsvollzieher: Ratenzahlungsvereinbarung 1. Priorität
Folgen weiterer Passivität (Zahlungsaufschub)

>>>>>>>Die Rechtslage hat sich in dieser Hinsicht NICHT geändert!!!!!!!!!!
>>>>>> Auch die neu vorgebrachte, wenngleich auch irrige Idee, der Schuldner könnte in diesem Stadium eine "Rechnung(aus)slegung" verlangen oder anfechten,
>>>>>>ändert an der Rechtslage nichts!!!!!!
Grüße, Susanne

helmes63
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Re: Pfändung nur nach Beschlußlage möglich ?!

Beitrag von helmes63 » 27.05.19, 15:20

rechnerisch unrichtige Gesamtforderungen : was tun (?!)

gut, dazu gab es bereits einmal einen Beitrag von mir :

> dort wurde aber behauptet, dass eine unkorrekte Forderungshöhe ebenfalls unanfechtbar ist.
> heute kenne ich jedoch die Vollstreckungsabwehrklage sowie den Vollstreckungsschutz gemäß § 765 ZPO
hierzu hatte ich seinerzeit aber objektiv nichts gehört.

> Daher ist die Aussage durchaus zulässig, dass die Qualität der Antworten seinerzeit unzureichend bzw. unbefriedigend geblieben waren.

********************************************************************************************************************************
Lottchens Aussage leuchtet mir nicht ein : der Gerichtsvollzieher hat doch eine Vertretungsvollmacht
und damit auch die Befugnis Ermessensentscheidungen zu treffen, so ob er sich auf eine Ratenzahlung
einläßt oder nicht.

Wenn aber die Zahlung einer Rate mal ausbleibt kommt es zu einer ernsthaften Vertrauensstörung zum GV.
Ich kann mir nicht vorstellen wie man das kitten kann, denn mit ("habe das vergessen") kann man dann nicht mehr kommen.

SusanneBerlin
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Re: Pfändung nur nach Beschlußlage möglich ?!

Beitrag von SusanneBerlin » 27.05.19, 15:47

helmes63 hat geschrieben:Lottchens Aussage leuchtet mir nicht ein : der Gerichtsvollzieher hat doch eine Vertretungsvollmacht
und damit auch die Befugnis Ermessensentscheidungen zu treffen, so ob er sich auf eine Ratenzahlung
einläßt oder nicht.
Der Gerichtsvollzieher hat die Vertretungsvollmacht die Vollstreckung so durchzuführen, wie vom Gläubiger beauftragt

Jedes Gericht hat ein Formular für die Beauftragung des Gerichtsvollziehers, hier für NRW:
https://www.justiz.nrw/BS/formulare/zwa ... /index.php

Laden Sie das erste pdf herunter "Vollstreckungsauftrag für Gerichtsvollzieher"
>>>> Das ist der Vollstreckungsauftrag für den Gerichtsvollzieher!!!!!!!

Dieses Formular muss der Gläubiger ausfüllen und dem Gerichtsvollzieher geben!
Der Gerichtsvollzieher wird nur tätig wenn er ein solches Formular bekommt!
Wenn der Gerichtsvollzieher kein ausgefülltes, vom Gläubiger unterschriebenes Formular bekommt, UND den vollstreckbaren Titel, dann macht der Gerichtsvollzieher nichts!!!!

Der Gläubiger muss das Formular vorher ausfüllen und unterschreibe, soweit klar oder gibt es noch Unklarheiten?
Es gibt auch kleine Kästchen wo der Gläubiger ein Kreuz machen kann.
Ein Kreuz, das ist sowas: X

Angekreuzt heißt -> das gilt. das ist beauftragt.
Nicht angekreuzt -> gilt nicht, ist nicht beauftragt.
Haben Sie das soweit verstanden???????

Dann geht es weiter:
Schauen Sie auf Seite 3 des Vollstreckungsauftrags. Seite 3 also die dritte Seite. Eins zwei, drei. Die dritte Seite von oben. Wo am rechten unteren Rand die Zahl 3 steht. Seite 3 gefunden????????????

Da kann der Gläubiger was ankreuzen.
Wenn der Gläubiger nichts ankreuzt, gibt es keinen Zahlungsaufschub, keine Teilbeträge, kein Ermessen des Gerichtsvollziehers.
Der Gläubiger kann sogar die Anwendung von § 802b ZPO ausschließen durch ein Kreuz in Feld F.
Dann gibt es keine Zahlungsvereinbarung, es gibt dann nur die 2 Möglichkeiten: den ganzen Betrag auf einmal zahlen oder Nichtzahlen.

>>>>>>>>>Das ist die allein Entscheidung des Gläubigers, NICHT des Gerichtsvollziehers.
Wenn aber die Zahlung einer Rate mal ausbleibt kommt es zu einer ernsthaften Vertrauensstörung zum GV.
Dem Gerichtsvollzieher ist das völlig egal. Der macht nur seine Arbeit. Der Gerichtsvollzieher HAT KEIN VERTRAUENSVERHÄLTNIS zu SEINEN "KUNDEN", weil es WEDER DAS GELD DES GERICHTSVOLLZIEHERS IST; NOCH SEINE ENTSCHEIDUNG. Der Gerichtsvollzieher teilt lediglich dem Gläubiger mit, dass der Schuldner die Zahlung eingestellt hat. Das ist dem Gerichtsvollzieher persönlich so egal wie ein Sack Reis der umfällt
Zuletzt geändert von SusanneBerlin am 27.05.19, 16:31, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße, Susanne

lottchen
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Re: Pfändung nur nach Beschlußlage möglich ?!

Beitrag von lottchen » 27.05.19, 16:29

Ach @SusanneBerlin - ob diese detaillierte Erklärung etwas hilft :idea: ?
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!

SusanneBerlin
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Re: Pfändung nur nach Beschlußlage möglich ?!

Beitrag von SusanneBerlin » 27.05.19, 16:33

Weiß ich doch nicht. Mir war grad langweilig.
Grüße, Susanne

helmes63
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Re: Pfändung nur nach Beschlußlage möglich ?!

Beitrag von helmes63 » 27.05.19, 17:08

Dem Gerichtsvollzieher ist das völlig egal. Der macht nur seine Arbeit. Der Gerichtsvollzieher HAT KEIN VERTRAUENSVERHÄLTNIS zu SEINEN "KUNDEN", weil es WEDER DAS GELD DES GERICHTSVOLLZIEHERS IST; NOCH SEINE ENTSCHEIDUNG. Der Gerichtsvollzieher teilt lediglich dem Gläubiger mit, dass der Schuldner die Zahlung eingestellt hat. Das ist dem Gerichtsvollzieher persönlich so egal wie ein Sack Reis der umfällt

a) der Gerichtsvollzieher : Gestaltungsvollmacht ist wohl größer als hier angegeben
> genau das kann ich nicht glauben ! - warum ?!
> ganz einfach : die Wahl zur Vermögensauskunft ist doch ein Gestaltungsinstrument der Zwangsvollstreckung.
um dieses zu nutzen bedarf es bestimmt keiner Rücksprache mit dem Gläubiger.

übrigens :

b) Verzicht auf Vermögensauskunft *** Rechtsgrundlage § 900 ZPO
> ich bin erstaunt, dass bei Kleineren Forderungsbeträgen auch der § 900 ZPO angewandt werden kann.
> das geht aber nur dann, wenn der Gläubiger diesem Verzicht auch ausdrücklich zustimmt.

Vor diesem HIntergrund gibt es doch wohl noch eine Option um eine Pfändung zu vermeiden !!!
> oder habe ich das wieder nicht richtig verstanden ?!

SusanneBerlin
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Re: Pfändung nur nach Beschlußlage möglich ?!

Beitrag von SusanneBerlin » 27.05.19, 17:15

helmes hat geschrieben:> genau das kann ich nicht glauben ! - warum ?!
Sie WOLLEN es nicht kapieren oder Sie KÖNNEN es nicht kapieren.

Der Gläubiger größere Macht hat als der Gerichtsvollzieher.
helmes hat geschrieben:> ich bin erstaunt
helmes hat geschrieben:> habe ich das wirklich richtig gelesen ?
helmes hat geschrieben:um dieses zu nutzen bedarf es bestimmt keiner Rücksprache mit dem Gläubiger.
Sie glauben es doch eh nicht, wozu soll man dazu noch was schreiben.
> oder habe ich das wieder nicht richtig verstanden ?!
Wieso fragen Sie das überhaupt? Wenn Ihnen die Antwort nicht gefällt, kommt doch eh wieder ein
helmes hat geschrieben:> genau das kann ich nicht glauben ! - warum ?!
Zuletzt geändert von SusanneBerlin am 27.05.19, 18:12, insgesamt 2-mal geändert.
Grüße, Susanne

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Re: Pfändung nur nach Beschlußlage möglich ?!

Beitrag von FM » 27.05.19, 17:20

SusanneBerlin hat geschrieben:
27.05.19, 15:47
Der Gläubiger kann sogar die Anwendung von § 802b ZPO ausschließen durch ein Kreuz in Feld F.
Dann gibt es keine Zahlungsvereinbarung, es gibt dann nur die 2 Möglichkeiten: den ganzen Betrag auf einmal zahlen oder Nichtzahlen.
Na da gibt es schon noch mehr :)

Tastenspitz
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Re: Pfändung nur nach Beschlußlage möglich ?!

Beitrag von Tastenspitz » 28.05.19, 07:11

SusanneBerlin hat geschrieben:
27.05.19, 17:15
Der Gläubiger größere Macht hat als der Gerichtsvollzieher.
Gefallen er uns tut, der Satz... :mrgreen:
Die Macht ist stark im Gläubiger.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

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