vor dem Eingang zum Supermarkt ausgerutscht - wer kommt für den Schaden auf?

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neutrino
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Re: vor dem Eingang zum Supermarkt ausgerutscht - wer kommt für den Schaden auf?

Beitrag von neutrino »

A hätte 3 Tage nach dem Ausrutscher eine routinemäßige Post-OP-Kontrolle beim Arzt gehabt. Er hat natürlich kurz nach dem Vorfall direkt beim Arzt angerufen, den Vorfall geschildert und nach einem früheren Termin gefragt. A hat den nächsten Termin genommen, den er kriegen konnte. Das war 2 Tage nach dem Vorfall weil der Arzt vorher nicht verfügbar war.
Den Anruf beim Arzt kann er natürlich nachweisen.

Die 5 Tage ist nicht die Zeitspanne zwischen Vorfall und Arztbesuch, sondern die Zeitspanne zwischen 2 Arztbesuchen.

ktown
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Re: vor dem Eingang zum Supermarkt ausgerutscht - wer kommt für den Schaden auf?

Beitrag von ktown »

Dies ändert trotzdem nichts an dem Sachverhalt.
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Flowjob
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Re: vor dem Eingang zum Supermarkt ausgerutscht - wer kommt für den Schaden auf?

Beitrag von Flowjob »

War das jetzt eigentlich ernst gemeint, dass man dem Supermarkt eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht vorwerfen möchte, weil die MA bei Ladenöffnung ein Plastikteil in der Grösse A2 übersehen haben sollen, obwohl der Kunde es, da er ja erst nach Ladenöffnung in den Laden konnte, gleich 2x übersehen haben muss?

FM
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Re: vor dem Eingang zum Supermarkt ausgerutscht - wer kommt für den Schaden auf?

Beitrag von FM »

Wohl eher, dass es überhaupt da herum lag. Es scheint sich ja von einer Reklameanlage gelöst zu haben, war also nicht ausreichend befestigt.

karli
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Re: vor dem Eingang zum Supermarkt ausgerutscht - wer kommt für den Schaden auf?

Beitrag von karli »

FM hat geschrieben:
29.12.19, 13:13
Es scheint sich ja von einer Reklameanlage gelöst zu haben, war also nicht ausreichend befestigt.
Das wäre dann Eine von unzähigen möglichen Ursachen.
Wenn du kritisiert wirst, dann mußt du irgend etwas richtig machen, denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat. (Bruce Lee)
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Tastenspitz
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Re: vor dem Eingang zum Supermarkt ausgerutscht - wer kommt für den Schaden auf?

Beitrag von Tastenspitz »

Die Werbeanlage war vermutlich ein Kundenstopper und das Teil auf dem Boden die Schutzfolie. Diese Folien lösen sich nicht mal eben so aus dem Rahmen. Entweder das Ding ist kaputt oder jemand hat die Folie nicht korrekt eingebaut. Ich würde drauf tippen, dass die Klapprahmen nicht zu waren.
Vom Grundsatz her ist der Betreiber in der Haftung. Problem ist hier der Nachweis.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

winterspaziergang
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Re: vor dem Eingang zum Supermarkt ausgerutscht - wer kommt für den Schaden auf?

Beitrag von winterspaziergang »

Vom Grundsatz her ist der Betreiber in der Haftung. Problem ist hier der Nachweis.
und
Ob er haftet, weil jemand nur aufgrund einer nicht ausgeheilten Verletzung durch eine zum normalen Leben gehörende Bewegung einen "Schaden" erleidet.

Celestro
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Re: vor dem Eingang zum Supermarkt ausgerutscht - wer kommt für den Schaden auf?

Beitrag von Celestro »

winterspaziergang hat geschrieben:
27.12.19, 10:04
Die rechtliche Frage ist, wie weit die Verkerhrssicherungspflicht des Betreibers geh.Ob er haftet, weil jemand nur aufgrund einer nicht ausgeheilten Verletzung durch eine zum normalen Leben gehörende Bewegung einen "Schaden" erleidet.
Hier liegt kein Unfallgeschehen vor.
Wieso sollte der beschriebene Sachverhalt eine "zum normalen Leben gehörende Bewegung" darstellen? Und wer sagt, dass sich ein gesunder Mensch hier nicht auch hätte verletzen können? Ein Riss eines Muskels oder ein Auskugeln der Schulter etc. passiert ja nicht nur bei bereits vorgeschädigten Personen.

ktown
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Re: vor dem Eingang zum Supermarkt ausgerutscht - wer kommt für den Schaden auf?

Beitrag von ktown »

Celestro hat geschrieben:
30.12.19, 10:28
winterspaziergang hat geschrieben:
27.12.19, 10:04
Die rechtliche Frage ist, wie weit die Verkerhrssicherungspflicht des Betreibers geh.Ob er haftet, weil jemand nur aufgrund einer nicht ausgeheilten Verletzung durch eine zum normalen Leben gehörende Bewegung einen "Schaden" erleidet.
Hier liegt kein Unfallgeschehen vor.
Wieso sollte der beschriebene Sachverhalt eine "zum normalen Leben gehörende Bewegung" darstellen? Und wer sagt, dass sich ein gesunder Mensch hier nicht auch hätte verletzen können? Ein Riss eines Muskels oder ein Auskugeln der Schulter etc. passiert ja nicht nur bei bereits vorgeschädigten Personen.
das stimmt. Aber diese würden sicherlich dies direkt im Markt melden und nicht
weshalb A den Vorfall nicht direkt im Markt gemeldet hat
Man kann es drehen und wenden wie man will. Der Geschädigte hat mit seinem Handeln sich selbst in Beweisnot gebracht.
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Celestro
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Re: vor dem Eingang zum Supermarkt ausgerutscht - wer kommt für den Schaden auf?

Beitrag von Celestro »

ktown hat geschrieben:
30.12.19, 11:16
das stimmt. Aber diese würden sicherlich dies direkt im Markt melden und nicht
Warum würde ein gesunder Mensch dies direkt im Markt melden? Zumal wir ja von der Situation reden: "ich merke erst einmal nichts".
ktown hat geschrieben:
30.12.19, 11:16
Man kann es drehen und wenden wie man will. Der Geschädigte hat mit seinem Handeln sich selbst in Beweisnot gebracht.
Mag sein ... aber für die rechtliche Bewertung "liegt eine Schuld des Supermarktes vor (oder nicht)" ist die Beweisbarkeit erst einmal völlig irrelevant.

ktown
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Re: vor dem Eingang zum Supermarkt ausgerutscht - wer kommt für den Schaden auf?

Beitrag von ktown »

Celestro hat geschrieben:
30.12.19, 11:56
Warum würde ein gesunder Mensch dies direkt im Markt melden?
Naja. Würden sie nicht wollen, dass zukünftige Kunden dort nicht hinfallen?
Celestro hat geschrieben:
30.12.19, 11:56
aber für die rechtliche Bewertung "liegt eine Schuld des Supermarktes vor (oder nicht)" ist die Beweisbarkeit erst einmal völlig irrelevant.
Ob Schuld oder nicht ist hier doch mal zweitrangig. Dem Geschädigten mangelt es schon am Beweis, dass dies die Ursache für den Erguss war. Oder sind sie der Ansicht, dass Versicherungen grundsätzlich das glauben, was ihnen Geschädigte alles so auftischen?
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Elektrikör
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Re: vor dem Eingang zum Supermarkt ausgerutscht - wer kommt für den Schaden auf?

Beitrag von Elektrikör »

Hallo,
ktown hat geschrieben:
30.12.19, 12:06
Celestro hat geschrieben:
30.12.19, 11:56
Warum würde ein gesunder Mensch dies direkt im Markt melden?
Naja. Würden sie nicht wollen, dass zukünftige Kunden dort nicht hinfallen?
Dazu würde es auch reichen, das besagte Teil sicher auf die Seite zu räumen, was der Fragesteller ja sicherlich getan hat. :mrgreen:

Ansonsten könnte man ja fragen, ob denn nun der Fragesteller dafür verantwortlich wäre, wenn NOCH JEMAND ausrutscht


MfG
Alles hier von mir geschriebene stellt meine persönlichGanzFürMichAlleineMeinung dar
Falls in einer Antwort Fragen stehen, ist es ungemein hilfreich, wenn der Fragesteller diese auch beantwortet

Celestro
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Re: vor dem Eingang zum Supermarkt ausgerutscht - wer kommt für den Schaden auf?

Beitrag von Celestro »

ktown hat geschrieben:
30.12.19, 12:06
Würden sie nicht wollen, dass zukünftige Kunden dort nicht hinfallen?


Natürlich, aber darum geht es ja gar nicht. Und außerdem weiß ich aus Erfahrung, dass die meisten Menschen sich nicht die Mühe machen, irgendetwas zu melden .... es reicht Ihnen, dass Ihnen selbst nichts mehr passieren kann.
ktown hat geschrieben:
30.12.19, 12:06
Ob Schuld oder nicht ist hier doch mal zweitrangig. Dem Geschädigten mangelt es schon am Beweis, dass dies die Ursache für den Erguss war. Oder sind sie der Ansicht, dass Versicherungen grundsätzlich das glauben, was ihnen Geschädigte alles so auftischen?
Schuld oder nicht Schuld ist erstrangig. Wenn den Supermarkt keine Schuld trifft, dann braucht sich ein ggf. Geschädigter keine Gedanken darum zu machen, ob ein Gericht, eine Versicherung oder seine Frau ihm die Sache glaubt oder nicht.

Warum kann man sich in so vielen Foren nicht einfach an die Fragestellung halten?
neutrino hat geschrieben:
25.12.19, 11:55
Es geht vor allem darum, die Schuldfrage zu klären, für den Fall, dass A sich nochmal operieren lassen müsste, falls durch den Unfall doch ein größerer Schaden entstanden wäre.
ist doch eigentlich eindeutig, oder etwa nicht? Selbstverständlich darf und sollte man darauf hinweisen, dass es ggf. schwierig wird, hier einen Beweis zu führen. Aber wenn jemand wissen will, ob in dem genannten Fall den Supermarkt eine Schuld trifft, ist es wohl absurd zu argumentieren "da brauchen wir nicht drüber nachdenken, weil selbst wenn ja, wird man es nicht beweisen können".

ktown
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Re: vor dem Eingang zum Supermarkt ausgerutscht - wer kommt für den Schaden auf?

Beitrag von ktown »

Über die Schuldfrage wurde schon ausreichend Stellung bezogen. Das sie eine andere Sichtweise haben steht ihnen zu.
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Celestro
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Re: vor dem Eingang zum Supermarkt ausgerutscht - wer kommt für den Schaden auf?

Beitrag von Celestro »

ktown hat geschrieben:
30.12.19, 14:23
Über die Schuldfrage wurde schon ausreichend Stellung bezogen.
Muahaha!

Getreu dem Motto: "was interessiert mich mein Geschwätz von vor etwa 2,5 Stunden":
ktown hat geschrieben:
30.12.19, 12:06
Ob Schuld oder nicht ist hier doch mal zweitrangig.
:lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

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