Gemeinschaftskonto eröffnen oder lieber nicht?

Recht der Residenten, Doppelbesteuerungsabkommen, ausländisches Immobilien- und Steuerrecht

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xmenh
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Gemeinschaftskonto eröffnen oder lieber nicht?

Beitrag von xmenh » 15.04.09, 08:46

Hallo,

ich möchte mit meinem Vater ein Gemeinschaftskonto eröffnen, auf dem Mieteinnahmen verbucht werden sollen.

Da ich das Haus nebenbei verwalte, soll ich natürlich Zugriff daruf haben können.
Deswesweiteren soll das Geld irgendwann im Falle des Falles problemlos in meinen Besitz übergehen, ohne Erbschein und dergleichen.

Momentan bekomme ich nach dem Studium jedoch nur Hartz IV, und habe nun die Befürchtung, das das Amt von der Kontoeröffnung erfährt, und mir einen Strick aus den Einnahmen dort drehen wird und letztendlich mit Hartz IV streicht bzw. Rückforderungen stellen wird.

Was kann ich da nun tun...oder lieber das Konto erst eröffnen wenn die Sache mit Hartz IV beendet ist?

streulicht
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Beitrag von streulicht » 29.05.09, 03:44

Hallo xmenh!

Was das Bankkonto betrifft, so dürfte es unproblematisch sein, wenn Ihr Vater ein Konto eröffnet und sie als Bevollmächtigter fungieren. - In diesem Falle wäre das Geld aber ganz klar das Geld ihres Vaters und es würde im Todesfall auch ein Erbschein benötigt werden.

Ihr Vater könnte Ihnen als mithelfender Familienangehöriger jedoch monatlich einen Nebenverdienst zukommen lassen - ganz offiziell auf ihrem eigenen Bankkonto. Alles unter 165 € pro Monat wäre für den Bezug vom Arbeitslosengeld völlig unproblematisch. Auf jeden Fall muss jedoch die ARGE darüber informiert werden.
arbeitsagentur hat geschrieben:Während des Bezuges von Arbeitslosengeld dürfen Sie eine selbstständige oder unselbstständige Tätigkeit beziehungsweise Beschäftigung ausüben und ein Nebeneinkommen erzielen.

Die Nebenbeschäftigung darf allerdings einen zeitlichen Umfang von 15 Stunden wöchentlich nicht erreichen. Erreicht oder überschreitet die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit 15 Stunden, besteht wegen fehlender Arbeitslosigkeit kein Anspruch auf Arbeitslosengeld mehr. Gegebenenfalls ist eine erneute Arbeitslosmeldung erforderlich.

Sofern Sie eine Nebenbeschäftigung mit weniger als 15 Wochenstunden ausüben, wird Ihr Nebeneinkommen angerechnet. Dabei bleiben jedoch 165 Euro monatlich anrechnungsfrei.

Wichtig ist, dass Sie jede Nebenbeschäftigung der Agentur für Arbeit unverzüglich und ohne Aufforderung melden.
Weitere Info's und Links zur Broschüre:
http://www.arbeitsagentur.de/nn_25878/N ... n-Nav.html

Von einem Gemeinschaftskonto würde ich solange die Sache mit der ARGE läuft, absehen.


LG!
streulicht

kaufmann2006
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Beitrag von kaufmann2006 » 31.05.09, 08:29

Wo liegt das Problem?
Das mit dem Hartz IV wird nicht mehr so lange dauern, oder doch?

Bis dahin ist eine Vollmacht auf das Konto meiner Meinung nach ausreichend.

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