Steuerrückerstattung beim Onlinekauf

Recht der Residenten, Doppelbesteuerungsabkommen, ausländisches Immobilien- und Steuerrecht

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Duckling
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Steuerrückerstattung beim Onlinekauf

Beitrag von Duckling » 09.05.18, 11:48

Hallo liebe Forengemeinde, ich möchte gerne einen Fall schildern.

Händler A versendet weltweit, Kunde B mit Lieferadresse Helgoland bestellt und bezahlt den angegebenen Kaufpreis, Zahlung erfolgt mit Internet-Zahlungs-Methode/Portal [Name geändert].

B erhält die Ware und sendet ein Teil zurück und erhält dafür den vollen Kaufpreis erstattet.

Ca. eine Woche später meldet sich B telefonisch und fordert eine Rückerstattung des Kaufpreises, da er dieses 2x beglichen hat. Angeblich hat er schon mehrere Mails geschrieben, angekommen ist jedoch keine.

A sucht die Zahlung, findet auch einen Zahlungseingang eines Betrags die nicht dem Kaufpreis entspricht und erstattet.

Ca. 3 Wochen später kommt ein Schreiben von Bs Anwalt, der eine Umsatzsteuererstattung fordert, da die Lieferung nach Helgoland ging.
A erstattet auf Anfrage immer die Umsatzsteuer, und erstattet auch dieses Mal.
Anschließend kommt die Rechnung vom Anwalt, die A begleichen soll.

A sucht Kontakt zu B, B sagt er hätte alles dokumentiert (mit Aktenzeichen) und A sei ein Betrüger.

Muss A für die Anwaltskosten aufkommen?

ktown
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Re: Steuerrückerstattung beim Onlinekauf

Beitrag von ktown » 09.05.18, 13:53

Händler A: Firmensitz Deutschland,EU- Ausland oder nicht EU Ausland?
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

Duckling
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Re: Steuerrückerstattung beim Onlinekauf

Beitrag von Duckling » 09.05.18, 14:13

ktown hat geschrieben:Händler A: Firmensitz Deutschland,EU- Ausland oder nicht EU Ausland?
Firmensitz in Deutschland.

hambre
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Re: Steuerrückerstattung beim Onlinekauf

Beitrag von hambre » 09.05.18, 15:33

Muss A für die Anwaltskosten aufkommen?
Nein

Wenn B nicht in der Lage ist, die Umsatzsteuererstattung selbst zu fordern, dann ist das alleine das Problem von B.
B sagt er hätte alles dokumentiert
Schön für ihn, aber was will er damit sagen?

Duckling
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Re: Steuerrückerstattung beim Onlinekauf

Beitrag von Duckling » 09.05.18, 16:01

hambre hat geschrieben:
Muss A für die Anwaltskosten aufkommen?
Nein

Wenn B nicht in der Lage ist, die Umsatzsteuererstattung selbst zu fordern, dann ist das alleine das Problem von B.
B sagt er hätte alles dokumentiert
Schön für ihn, aber was will er damit sagen?
Danke zunächst für die Antworten.
Er behauptet, er hätte A per Mail eine Frist gesetzt die Steuer zu erstatten. Telefonisch hat er dies aber nicht erwähnt und es wurde ihm ebenso telefonisch bereits mitgeteilt, dass die Mails nicht angekommen sind. B sagt, er hätte die "Quittung" für diese Mails.

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