Bei Initiativbewerbung Abmahnung?

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NBG
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Bei Initiativbewerbung Abmahnung?

Beitrag von NBG » 28.08.09, 12:57

Angenommen A ist Empfänger der Regelaltersrente und will sich noch was hinzuverdienen. A hat deshalb unaufgefordert per Email Initiativbewerbungen mit Kurzbiographie an Firmen versandt. Jetzt erhält A von Anwaltkanzlei B eine Abmahnung mit Vollmacht von Fa. C. - nebst Unterlassungserklärung und Zahlungsaufforderung, innert 6 Tagen das Honorar für einen Streitwert von 4.000,--€ zu bezahlen. Was wäre A zu raten? Welche Quellen gibt es. Danke für Antworten.

nordlicht02
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Beitrag von nordlicht02 » 28.08.09, 13:09

Bliebe nur noch zu klären, wer Fa. C ist und auf was sich die Unterlassungserklärung bezieht.
Es wird ja sicher nicht gefordert es zu unterlassen sich zu bewerben.
„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“ (Hanns Joachim Friedrichs)

flipmow

Beitrag von flipmow » 28.08.09, 13:25

Sieht diese "Bewerbung" so aus, dass man seine Dienste anbietet, aber selbstständig tätig sein möchte? Also dort nicht als Arbeitnehmer beschäftigt werden will, sondern sozusagen sein eigener kleiner Unternehmer ist?

Dann wären "Initiativbewerbungen mit Kurzbiographie" nur eine nette Umschreibung für unaufgeforderte Werbung, auch genannt Spam.

lg

NBG
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Beitrag von NBG » 28.08.09, 14:13

"Bewerbung" so aus, dass man seine Dienste anbietet, aber selbstständig tätig sein möchte? Also dort nicht als Arbeitnehmer beschäftigt werden will,

Angenommen in dieser Bewerbung wird die Beschäftigung auf Stundenbasis gewünscht und HGB §§ 84 ff ausdrücklich ausgeschlossen.

Bliebe nur noch zu klären, wer Fa. C ist und auf was sich die Unterlassungserklärung bezieht
Angenommen C wäre eine Unternehmensberatung, die auch dem Bewerbungsprofil des Rentners entspräche und die Unterlassungserklärung bezöge sich auf " Zusendung unberechtigter Emailwerbung v...."

Phönix3
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Beitrag von Phönix3 » 31.08.09, 03:48

NBG hat geschrieben:Angenommen C wäre eine Unternehmensberatung, die auch dem Bewerbungsprofil des Rentners entspräche und die Unterlassungserklärung bezöge sich auf " Zusendung unberechtigter Emailwerbung v...."
Ich persönlich halte das für Geldschneiderei. Wer weiß, ob das nicht so ein unseriöser Haus- und Hofanwalt ist, der so was abmahnt. Den Streitwert halte ich ebenfalls für übertrieben hoch. Da kommt bei mir der Verdcaht auf, daß man sich das Anwaltshonorar teilt.
(Ist böse gedacht, doch es gibt solche Leute)

Kurz am Rande: Vor einigen Jahren habe ich eine Initiativbewerbung an eine Firma geschickt mit einem Anhang als PDF.
Daraufhin kam eine Rechnung von der Firma über 100 Euro "Schadensersatz" wegen stundenlangem Download. Ich konnte nur den Kopf schütteln über soviel Dummheit und Dreistigkeit. Ich rief dort an, worauf mir die Chefin erklärte, daß sie nur mit Modem arbeitet und lange Ladezeiten hat und ausserdem braucht sie keinen Mitarbeiter.
Nachdem zweifelsfrei schon aus dem Betreff meiner Email hervorging, daß sich da ein Anhang befindet und daß das hier eine Bewerbeung sei.....fragte ich die gute Dame,
wenn sie doch niemand braucht, warum sie dann die Mail nicht löscht und warum sie den Anhang geöffnet hat und ob sie vom Rechnungen schreiben lebt und wenn sie die Rechnung nicht sofort vernichtet, Sie eine Strafanzeige von mir bekommen würde.
Da war dann Ruhe. Habe nichts mehr gehört. Manchen Unternehmen geht es wohl so schlecht, daß sie solche "Einnahmequellen" wohl nötig haben. :twisted:

Man probiert's halt...
Frage:
Kam denn der Brief per einfachem Einwurfeinschreiben oder per Einschreiben mit Rückschein ? Und wurde das Einschreiben angenommen ?

Wenn ja, würde ich mich mit einem Anwalt in Verbindung setzen. Es könnte für den Gegenanwalt ziemlich unangenehm werden und für "C".
Gruß
Phö-nixe

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