Dashcam Videos- was ist nun legal? Internetmusikbörse [Name geändert] videos, TV u.a.

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meremortals
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Dashcam Videos- was ist nun legal? Internetmusikbörse [Name geändert] videos, TV u.a.

Beitrag von meremortals » 15.12.18, 02:27

Hallo,

soweit ich sehe, gibt es zum Thema Dachcam Videos einige eindeutige Urteile: Wenn jemand ständig eine Kamera am Dashboard hat, laufen lässt, dann ist dass offenbar private Überwachung und illegal. So jedenfallse einige Urteile. So weit, so klar.

Und nun mal meine vielen Fragen zu dem Thema, über die es offenbar keine Klarheit gibt.

Erstens: Die Dashcam: in allen mir bekannten Urteilen über deren private Verwendung, ist die Rede von einer Dashcam, die z.B. auf einem Suction Pad an der Windschurtscheibe montiert ist. Was ist, wenn die Kamera nicht am Saugfuss klebt, sondern der Beifahrer sie in der Hand hält?

Zweitens: ist es nun generell verboten aus dem Auto zu filmen?

Nehmen wir mal an, da ist k´jemand, der auf Internetmusikbörse [Name geändert] ein Video einstellen will ud den Baufortschritt an einer Autobahn filmen und dokumentieren will, seit es für seine Firma, sei es für andere Zwecke. Er fährt den Bausbchnitt ab, filmt den Baufortschritt, dazu muss er die Kamera meistens nachrechts richten. Was sieht man da? Baustellen. Gelegentlicch schwenkt er nach links? Was sieht man da? Überwiegend auch Baustellen, dazu Gegenverkehr. Atotis und Nummernschilder im Gegenverkehr sind unberkennbar, so schnell wie die Bidler ablaufen, man keinen PKW, keinen Inssassen identifizieren, bestenfalls LKW und deren Speditionen identifizieren.

SusanneBerlin
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Re: Dashcam Videos- was ist nun legal? Internetmusikbörse [N

Beitrag von SusanneBerlin » 15.12.18, 09:54

Hallo,
meremortals hat geschrieben:Nehmen wir mal an, da ist k´jemand, der auf Internetmusikbörse [Name geändert] ein Video einstellen will ud den Baufortschritt an einer Autobahn filmen und dokumentieren will, seit es für seine Firma, sei es für andere Zwecke.
Was hat "seine Firma" mit der Autobahnbaustelle zu tun? Für welche Zwecke der Firma und/oder "andere Zwecke" ist es nötig, dass jeder Mensch auf der Erde (der einen Internetzugang hat) dieses Video betrachten kann?
Grüße, Susanne

FM
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Re: Dashcam Videos- was ist nun legal? Internetmusikbörse [N

Beitrag von FM » 15.12.18, 10:45

Es sei daran erinnert, dass auch die heimliche Videoüberwachung von Arbeitnehmern bei der Arbeit, also z.B. Bauarbeitern, nicht ohne weiteres erlaubt ist.
sei es für seine Firma, sei es für andere Zwecke
kann einen großen Unterschied machen.

SusanneBerlin
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Re: Dashcam Videos- was ist nun legal? Internetmusikbörse [N

Beitrag von SusanneBerlin » 15.12.18, 11:30

Wenn jemand offiziell dazu ermächtigt/beauftragt wäre, den Baufortschritt zu dokumentieren, müsste er doch nicht auf der Autobahn daran vorbeifahren und aus dem Fenster filmen. Er würde die Baustelle betreten können und Foto-/Kameraaufnahmen von allen relevanten Blickwinkeln machen. Ich würde also davon ausgehen, dass die Aufnahmen im Vorbeifahren und das Hochladen auf die Internetmusikbörse privat veranlasst sind, aus welchen Motiven bleibt dahingestellt.
Grüße, Susanne

hambre
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Re: Dashcam Videos- was ist nun legal? Internetmusikbörse [N

Beitrag von hambre » 15.12.18, 12:35

Zweitens: ist es nun generell verboten aus dem Auto zu filmen?
Nein, das ist nicht generell verboten.
Es sei daran erinnert, dass auch die heimliche Videoüberwachung von Arbeitnehmern bei der Arbeit, also z.B. Bauarbeitern, nicht ohne weiteres erlaubt ist.
Jedenfalls dann, wenn sich gar kein Bauarbeiter auf der Baustelle befindet, z.B. am Wochenende ist das Filmen des Baufortschritts aus dem Auto heraus zulässig.

windalf
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Re: Dashcam Videos- was ist nun legal? Internetmusikbörse [N

Beitrag von windalf » 15.12.18, 20:06

Es sei dazu angemerkt, dass mittlerweile für sowas Drohnen eingesetzt werden, so dass man den Baufortschritt mehr oder weniger zu fast jedem beliebigen Zeitpunkt ermitteln kann (der wird anhand der Bilder von den Drohnen am Rechner konstruiert)...

Spricht man entsprechende Marktführer in diesem Bereich auf Datenschutz an verstummen die ganz schnell. Personen werden da nach offizieller Verkündigung immer "rausgerechnet"... Wenn ich aber mehr oder weniger sehen kann wie eine Mauer Stein auf Stein gebaut wird, dann weiß ich am Ende aber natürlich auch, was der Handwerker geleistet hat, der gerade an der Mauer baut...
...fleißig wie zwei Weißbrote
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

meremortals
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Nochmals Baustellenfortschritt aus dem Auto filmen

Beitrag von meremortals » 16.12.18, 00:18

Äh, vorab eine anderen Bemerkung, die von mir dummerweise genannte Videoplattform wurde vom einem Mod zu einer "Musikbörse" geändert. Sehr witzug, da es keine ist. Weniger witzig: wie weit geht in Deutschland schon die Selbstzensur? Mir fällt gerade weder das Zitat genau noch sein Autor ein, dass ich hier gerne dazu posten würde, das Zitat lautet ungefähr, dass es um ein land sehr schlecht bestellt sein muss, in dem man Dinge nicht bei seinem Namen nennen kann / darf / soll.

Zurück zur Aotobahnbaustelle.

Das Beispiel fiel mir gerade ein, als ich die Fragen zur Dashcam stellte, weil es nicht ganz fiktiv ist. Darauf gab es bisher die meisten Antworten, die ich leider nicht serh befriedigend finde.

Konkretisieren wir das einmal. Die Baustelle gibt es wirklich in meiner Nähe. Wenn jemand die Baufortschritte dokumentieren möchte, dann würde er logischerweise den Abschnitt vielleicht alle 4 bis 8 Wochen abfahren und nicht wie jemand, wenn ich mich irre, implizit unterstellte, da täglich mehrmals lang fahren.

Nach Meinung eines User würden Baufirmen z.B. auf der Baustelle filmen, und wenn ich es richtig verstehe wird jedem, der nicht auf die Baustelle geht, gleich unterstellt, da könne ja nur eine vielleicht "böse" oder unberechtigte Absicht hinter Filmaufnahmen stecken.

Wer immer da wirklich Baufortschritt dokumentieren will, ob für eine Firma, Verkehrsbehörde, der kann es nicht, wenn er nur auf den Baustellen filmt. Auf einem bauschnitt von derzeit ca. 5 km Länge ändert sich an vielen vereinzelten Stellen so viel, dass man einen Gesamteindruck nur bekommt, wenn man den Bauabschnitt abfährt. Z.B. 2015 noch mit allen alten Brücken, 2017 mit einigen abgerissenen und bereis neu gebauten usw.

Nun kommen wir mal zu den Leuten, die ein Interesse an Filmaufnahmen aus dem Auto haben könnten, eben über eine gewisse Zeit lang im Abstand von Wochen. Gehen wir einmal davon aus, dass man den Baufortschritt sieht, wenn die Kamera nach rechts auf die Baustelle gerichtet ist und das Auto, aus dem gefilmt wird bleibt in der rechten Spur. Schon ist ein Problem gelöst: Herr Müller und Frau Meier, die in einem Auto gleichzeitig unterwegs aber nicht verheiratet sind und deshalb nicht zusammen gesehen werden wollen, sind so wenig wie alle anderen Verkehrsteilnehmer im Bild.

Und wer könnte sowas filmen wollen, wenn es nicht eine der Baufirmen ist?

Zum Beispiel der Heimatverein, der schon viele Videos zum Thema "Unser Stadt im Wandel" machte und schonganz scharf darauf ist, zu zeigen, dass eine Autobahn, die man vor 50 Jahren bereits mit sechs Spuren bauen konnte, endlich zwei weitere Fahrbahnen bekommt. Ein anderer Interessent, der so was unbedingt dokumentieren will, könnten der örtliche Verein für den Schutz der Umwelt sein: Guckt mal Leute, vorher war die Autobahn so schmal, jetzt frisst sie die Landschaft auf.

Wie auch immer: in den USA wäre so ein Video aus dem Auto gefilmt "educationel". so weit ich informiert bin, In Deutschland ist es natürlich ein Problem und eine Rechtsfrage.

Dieter_Meisenkaiser
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Re: Nochmals Baustellenfortschritt aus dem Auto filmen

Beitrag von Dieter_Meisenkaiser » 16.12.18, 01:28

meremortals hat geschrieben:Äh, vorab eine anderen Bemerkung, die von mir dummerweise genannte Videoplattform wurde vom einem Mod zu einer "Musikbörse" geändert. Sehr witzug, da es keine ist. Weniger witzig: wie weit geht in Deutschland schon die Selbstzensur? Mir fällt gerade weder das Zitat genau noch sein Autor ein, dass ich hier gerne dazu posten würde, das Zitat lautet ungefähr, dass es um ein land sehr schlecht bestellt sein muss, in dem man Dinge nicht bei seinem Namen nennen kann / darf / soll.
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