Noch einmal Filmen im öffentlichen Raum erlaubt oder nicht?

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meremortals
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Noch einmal Filmen im öffentlichen Raum erlaubt oder nicht?

Beitrag von meremortals » 16.12.18, 00:51

Die heutigen Antworten auf den Dashcam Thread haben mich gleich heute morgen auf diese Idee gebracht bzw. sie kam mir unterwegs. Ich machte ich nach dem Lesen der Antworten auf den üblichen Weg von meiner Wonung zu meinem Büro. Das sind nur ungefähr 500 Meter, die macht man natürlich zu Fuss.

Auf diesem Weg gibt es eine Ampelkreuzung. Die Ampelschaltungen wurden 2015 geändert. Und dabei hat sich jemand was ganz besonders einfallen lassen. Das ist nun kein fiktiver Fall, sondern sehr konkret. Die Ampelschaltungen ändern sich dreimal, vielleicht sogar viermal täglich, das ist selbst nach 3 Jahren kaum durchschaubar, nicht einmal für Leute, die täglich die Kreuzung passieren.

Vielleicht ist es Deutschland derzeit verrückteste Ampelkreuzung. Fussgänger warten dort auf dreimal auf Grün. Ortsfremede, die zu Fuß unterwegs sind, das sind oft gerade aus dem benachbarten Krankenhaus entlassene Personne oder alte Leute, die Angehörige aus Nachbarstädten, die dort einen Besuch gemacnt haben, stehen ratlos an der Kreuzung: Wird nicht Grün, dann gehe ich bei Rot. Linksabbieger bremsen apruppt ab und povozieren Auffahrunfälle, weil Linksabbieger wartende Fussgänger erst spät sehen und meinen, die dürfen wie an den meisten Kreuzungen gleichzeitg gehen, wenn Linksabbieger fahren dürfen. Deshalb tagtäglich zu sehen, wie der erste Linksabbieger rast, in die Bremse steigt, der zweite Linskabbieger fast aufbrummt.

Das Higlight gibt es nur nachts nach 0 Uhr: Der von Süden kommende Schnellbus rast mit Vollgas über die Ampelkreuzung weil er noch Grün hat. Der nördlich der Ampelkreuzung passierende Fussgänger hat schon etwas länger grün und darf springen.

Es gab seit 2015 schon einige Beschwerden, die nicht weiter verfolgt wurden, weder von den Behörden, noch von den Beschwerdeführern.

Vielleicht ändert sich die Ampelschaltung ja nach dem nächsten tödlichen Unfall? Oh ja, ca. 2009 wurde an derselben Kreuzung die bisherige Ampelschaltung, die sich bewährte und sicher war, eingeführt. Damals wurde ein 8-jähriger Junge überfahren. Ursache war zwar nicht die Ampelschaltung, sondern das mit fast 90 überhöhte Tempo des Fahrers, wo 50 erlaubt ist.

Was wäre da nun, wenn sich da jemand hinstellt und den Ampelirrsin einmal dokumentiert? Wir der auch verklagt oderdaraf er das? Um erfolgreich gegen diiese abslut irrsinnige Ampleschaltung vorzugehen, müsste ja mal jemand dokumentieren, was da tagtäglich abgeht, wie verunsichert sich beinahe alle Verkehrsteilnehmer verhalten, da weder Leserbrife bei Zeitungen noch Eingaben der Bürrger an die Sadt eine Wirkung haben.

Dieter_Meisenkaiser
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Re: Noch einmal Filmen im öffentlichen Raum erlaubt oder nic

Beitrag von Dieter_Meisenkaiser » 16.12.18, 01:22

meremortals hat geschrieben:Was wäre da nun, wenn sich da jemand hinstellt und den Ampelirrsin einmal dokumentiert?
Warum wollen Sie etwas dokumentieren, das fortwährend in der Öffentlichkeit stattfindet und von jedermann auch live besichtigt werden kann?
meremortals hat geschrieben:Der von Süden kommende Schnellbus rast mit Vollgas über die Ampelkreuzung
Mit Vollgas, so so... Aber sonst geht es Ihnen gut?

Mueck
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Re: Noch einmal Filmen im öffentlichen Raum erlaubt oder nic

Beitrag von Mueck » 16.12.18, 12:55

Dieter_Meisenkaiser hat geschrieben: Warum wollen Sie etwas dokumentieren, das fortwährend in der Öffentlichkeit stattfindet und von jedermann auch live besichtigt werden kann?
Zum Behufe der kompetenten Diskussion mit Ortsun-, aber Fach- und Rechtskundigen von der jeweils heimischen Couch aus. Viel einfacher und bequemer als alle in der derzeitigen Kälte zusammentrommeln zu müssen. Das dabei nötige Auftauen mit Glühwein gefährdet eh nur unnötig den Führerschein ...
Mache ich desöfteren in einem anderen Portal zum Verkehr ...

FM
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Re: Noch einmal Filmen im öffentlichen Raum erlaubt oder nic

Beitrag von FM » 16.12.18, 16:45

Es ist ja nicht grundsätzlich verboten, sondern z.B. erlaubt wenn es:
"zur Wahrnehmung berechtigter Interessen für konkret festgelegte Zwecke erforderlich ist und keine Anhaltspunkte bestehen, dass schutzwürdige Interessen der Betroffenen überwiegen." (aus § 4 BDSG)
Ob diese Bedingung hier erfüllt ist, sei aber dahin gestellt.

Weiterhin zu beachten:
Der Umstand der Beobachtung und der Name und die Kontaktdaten des Verantwortlichen sind durch geeignete Maßnahmen zum frühestmöglichen Zeitpunkt erkennbar zu machen.
Also bei einer Kreuzung durch gut sichtbare (auch im Dunkeln) Schilder, die Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger und erwähnte Busfahrgäste aus allen Richtungen gut wahrnehmen können (bei letzteren schwierig). Das Aufstellen der Schilder ist im öffentlichen Raum Sondernutzung und es muss vorher eine Genehmigung beantragt und bezahlt werden.

Das nur mal zur Aufnahme selbst. Die Weitergabe der Videodatei
Zum Behufe der kompetenten Diskussion mit Ortsun-, aber Fach- und Rechtskundigen
erfordert weiteres zu beachten, die Veröffentlichung noch mehr. Aber das führt jetzt zu weit.

hambre
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Re: Noch einmal Filmen im öffentlichen Raum erlaubt oder nic

Beitrag von hambre » 16.12.18, 18:45

Wenn die Videoaufnahmen zur Dokumentation von derartigen Problemen sind nach meiner Auffassung erlaubt, wenn sie nicht veröffentlicht werden oder vor Veröffentlichung Personen und KfZ-Kennzeichen unkenntlich gemacht wurden.

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