Rechte von Arbeitnehmern mit work and travel-Visum

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Gerd aus Berlin
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Rechte von Arbeitnehmern mit work and travel-Visum

Beitrag von Gerd aus Berlin » 28.02.17, 18:59

Ein Bürger, dessen Heimatland nicht der EU angehört und auch keine entsprechenden Abkommen mit der EU und mit Deutschland hat, arbeitet hier mit einem "work and travel"-Visum (ich kenne das nur aus Australien).

Die Visums-Bedingungen sollen vorsehen: Erlaubt sind maximal 450,- Einkommen im Monat oder (genauer weiß ich es nicht) erlaubt sind nur Minijobs.

Frage 1: Welche aufenthaltsrechtlichen Konsequenzen bzw. welche Visums-Konsequenzen hat es, wenn in einem solchen Job das Einkommen (etwa durch Überstunden) die Grenze von 450,- Euro übersteigt?

Frage 2: Welche aufenthaltsrechtlichen Konsequenzen bzw. welche Visums-Konsequenzen hat es, wenn der "Travelworker" in einem arbeitsrechtlichen Verfahren darauf pocht, den Mindestlohn zu erhalten, und dadurch diese Grenze überschreitet?

Frage 3. Welche aufenthaltsrechtlichen Konsequenzen bzw. welche Visums-Konsequenzen hat es, wenn - durch Fall 1 oder 2 oder sonstwie - durch die Abgeltung übriger Urlaubsansprüche diese Grenze überschritten wird?

Frage 4: Sind Fälle bekannt, in denen Arbeitgeber ihre "Work-and-Travel" (oder sonstige) Arbeitnehmer von der Durchsetzung ihrer Rechte abhalten mit Hinweisen auf die Visa-Bestimmungen?

Frage 5: Wie solle ein arbeitender Traveller auf Fall 4 rechtlich und erfahrungsgemäß am besten reagieren?

Gruß aus Berlin, Gerd
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