Einbürgerung

Moderator: FDR-Team

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Stars456
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Einbürgerung

Beitrag von Stars456 »

Hallo,

es geht um folgenden Sachverhalt:

Kosovarischer Staatsbürger, seit 4 Jahren mit einer deutschen Staatsbürgerin verheiratet, möchte einen Antrag auf Einbürgerung stellen. Als er 2015 mit der großen Flüchtlingswelle nach Deutschland kam hatte er falsche Papiere bei sich (Unerlaubter Aufenthalt in Tateinheit mit Urkundenfälschung) und wurde zu 120 Tagessätzen verurteilt welcher er sogleich bezahlte.

Seit dem hat er sich nichts mehr zu schulden kommen lassen, hat alle Kurse besucht und bestanden, arbeitet, bekommt kein Geld vom Staat. Die Frau ist eine unbescholtene Bürgerin und in Deutschland geboren. Wie stehen die Chancen für Ihn? Lohnt es sich überhaupt einen Antrag zu stellen oder ist es auf Grund der Verurteilung aussichtslos?

Vielen Dank.

Blaise
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Re: Einbürgerung

Beitrag von Blaise »

Vorstrafen bis zu 30 Tagessätzen sind unerheblich, 120 Tagessätzen sind dann erheblich. Solange die Vorstrafe im Führungszeugnis steht, ist eine Einbürgerung nach § 9 StAG (Ehegatten deutscher Staatsangehöriger) wohl nicht möglich. Dann geht es wohl schneller nach 8 Jahren rechtmäßigem Aufenthalt nach § 10 StAG.
Blaise

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Man muss die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen kann (Mark Twain)

lottchen
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Re: Einbürgerung

Beitrag von lottchen »

Ein Beratungsgespräch bei der zuständigen Einbürgerungsbehörde könnte weiterhelfen. Es macht keinen Sinn unter diesen Umständen einen Antrag zu stellen, der ggf. kostenpflichtig abgelehnt wird. Bei der Beratung wird man sagen können, wann eine Antragsstellung möglich ist. Muss man nur rausfinden, ob solche persönlichen Gespräche momentan überhaupt stattfinden oder ob es Alternativen gibt.
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle BäckerHD, FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!

Der Unbekannte
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Re: Einbürgerung

Beitrag von Der Unbekannte »

Eine Antragstellung zum jetzigen Zeitpunkt lohnt nicht. Vorstrafen über 90 Tagessätzen stehen einer Einbürgerung auf jeden Fall entgegen; die hier genannte von 120 Tagessätzen wird nach § 46 Abs. 1 Nr. 2 Bundeszentralregistergesetz auch erst nach 10 Jahren getilgt. Da bleibt derzeit jede Mühe umsonst.

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