Bank laesst Gehalt zurückgehen wg. falschen Namen

Kundenrechte und –pflichten, Bankrechte und –pflichten, Verbraucherkreditrecht, Kreditabwicklung

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sibbentrup
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Bank laesst Gehalt zurückgehen wg. falschen Namen

Beitrag von sibbentrup »

A-mann heirat B-Frau und nimmt den Nachnamen seiner B-Frau an. Sein Bankkonto bei der X-Bank läuft seit der Heirat 2015 immer noch auf den alten Namen A-Mann. In 2020 stellt die Bank fest, dass der Name des Geldempfängers B-Frau nicht mit dem Namen des Kontoinhabers (unverändert A-Mann) übereinstimmt. Auch die Lastschriften werden zurückgewiesen, obwohl 4 Jahre lang dieses Problem niemand bei der Bank gestört hat. A-Mann entstehen erhebliche Kosten wegen der Nicht-Einlösung der Banklast-schriften, unabhängig davon gibt das auch evtl. Probleme bei künftigen Krediten. Kann AMann von der X-Bank die Kosten für die Banklastschriften zurückfordern? Hätte X-Bank nach Treu und Glauben A-Mann vor der Rückweisung der Banklastschriften kontaktieren müssen, wenn sie 4 Jahre lang das Konto auf den Geburtsnamen statt des Namens nach der Heirat ohne Beanstandung geführt hat?

Froggel
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Re: Bank laesst Gehalt zurückgehen wg. falschen Namen

Beitrag von Froggel »

sibbentrup hat geschrieben:
17.01.20, 16:57
Kann AMann von der X-Bank die Kosten für die Banklastschriften zurückfordern?
Kaum, da der Kunde einen gravierenden Fehler gemacht hat, als er gegen die AGB der Bank verstoßen hat, die so oder ähnlich in den meisten Fällen lautet:
11.Mitwirkungspflichten des Kunden(1)Mitteilung von Änderungen
Zur ordnungsgemäßen Abwicklung des Geschäftsverkehrs ist es erforderlich, dass der Kunde der Bank Änderungen seines Namens und seiner Anschrift sowie das Erlöschen oder die Änderung einer gegenüber der Bank erteilten Vertretungsmacht (insbesondere einer Vollmacht) unverzüglich mitteilt. Diese Mitteilungspflicht besteht auch dann, wenn die Vertretungsmacht in ein öffentliches Register (zum Beispiel in das Handelsregister) eingetragen ist und ihr Erlöschen oder ihre Änderung in dieses Register eingetragen wird. Darüber hinaus können sich weitergehende gesetzliche Mitteilungspflichten, insbesondere aus dem Geldwäschegesetz, ergeben.
Obwohl die Bank das jahrelang nicht beanstandet hat, ist es einzig das Problem des Kunden, da dieser vier Jahre lang nicht seiner Verpflichtung nachgekommen ist.
Ich bin kein Jurist.
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