Name des Kontoinhabers bzw Empfängername

Kundenrechte und –pflichten, Bankrechte und –pflichten, Verbraucherkreditrecht, Kreditabwicklung

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Zafilutsche
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Re: Name des Kontoinhabers bzw Empfängername

Beitrag von Zafilutsche » 24.08.17, 11:22

Passend zu meinem Problemen/Fragestellungen war gestern ein netter Beitrag im Fernsehen.
Nun habe auch ich keine Frage mehr offen :evil:

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Re: Name des Kontoinhabers bzw Empfängername

Beitrag von Zafilutsche » 28.08.17, 13:18

Falls es jemanden interessieren sollte, schiebe ich mal diese info hinter her!.
Da diverse Chat Formate nicht mehr erlaubt sind, sind diejenigen Bankkunden die bereits Geschädigt wurden aufgrund
fehlender Fachkompetenzen der verursachenden Banken (die das Wort "Sicher" anders definieren) wohl gekniffen. :twisted:

Zafilutsche
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Re: Name des Kontoinhabers bzw Empfängername

Beitrag von Zafilutsche » 16.10.17, 11:48

Da scheinbar regelmäßig (so alle 2 Jahre) irgendwelche Reporter Testweise "Syrische Pässe" im Internet einkaufen (um beispielsweise Deutsche Bankkonten zu eröffnen und unter Namen wie Erwin Müller bei Internetauktionen Fake Artikel zu offerieren, frage ich mich schon wie lange dieses Trauerspiel noch fortgeschrieben wird.
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gmmg
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Re: Name des Kontoinhabers bzw Empfängername

Beitrag von gmmg » 16.10.17, 14:11

100% Sicherheit gibt es nicht. Die Banken wurden zur Identifizierung verpflichtet, aber man kann die Hürden nicht unendlich hoch setzen. Dies sollte doch jedem klar sein.
Die Bank führt hier Aufträge aus, verantwortlich für den Inhalt ist der Auftraggeber = Shopkunde. Wenn dieser auf einen Fake-Shop hereingefallen ist und an einen Unbekannten via Überweisung zahlt, ist er einfach mal selbst schuld. Es gibt auch Zahlungsdienstleister, wo dieses Risiko gedeckt ist. Man muss sich eben informieren und ggf. die Kosten tragen wollen.

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Re: Name des Kontoinhabers bzw Empfängername

Beitrag von Zafilutsche » 16.10.17, 15:29

gmmg hat geschrieben:... Die Banken wurden zur Identifizierung verpflichtet, aber man kann die Hürden nicht unendlich hoch setzen.
Das mit dem Videochat kann man nicht ernsthaft als "Hürde" bezeichnen.
Mit so einem käuflichen Ausweis wird angefangen von Sozialbetrug bis zu ganzen Scheinfirmen alles möglich sein.
Und wenn jemand im Briefkasten einen täuschend echten Steuerbescheid z.B. für seinen PKW findet und als Empfänger z.B. der Zoll ist mit einer IBAN Nr DE.............., dann möchte ich mir nicht ausmalen wie viele Unterwegs sind, die "selbst schuld" sind und Geld überweisen. Durch die SEPA Umstellung kann als Empfänger auch "Witzfigur" o.ä. stehen. Ich finde die Problemstellung zur Zeit extrem dramatisch.

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Re: Name des Kontoinhabers bzw Empfängername

Beitrag von gmmg » 16.10.17, 15:50

Ich finde die Problemstellung zur Zeit extrem dramatisch.
Weil jemand auf geiz-ist-geil gesetzt und verloren hat. Nun, so spielt das Leben. Sollen wir für die Fehler einiger etwa die Freiheiten aller beschränken?

Ausweise könne per Video-Chat etwa genauso gut geprüft werden wie in der Filiale. Meinst du dort saßen früher Experten für Dokumentfälschungen?

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Re: Name des Kontoinhabers bzw Empfängername

Beitrag von SusanneBerlin » 16.10.17, 15:56

Und wenn jemand im Briefkasten einen täuschend echten Steuerbescheid z.B. für seinen PKW findet und als Empfänger z.B. der Zoll ist mit einer IBAN Nr DE.............., dann möchte ich mir nicht ausmalen wie viele Unterwegs sind, die "selbst schuld" sind und Geld überweisen.
Kfz-Steuer geht doch seit Jahren bloß noch mit Lastschriftverfahren. Wer da eine Aufforderung erhält, selbst zu überweisen, müsste schon mal stutzig werden. Und selbst wenn einen das noch nicht wundert, dann der geforderte Betrag. Wenn ich irgendwelche Rechnungen erhalte, die jährlich fällig sind, hole ich erstmal den Ordner raus und vergleiche das mit der letzten Rechnung. Da müsste dann a) der Beitragszeitraum und b) der Betrag mit der letztjährigen Rechnung übereinstimmen, abgesehen davon, dass man auch die Kontonummern vergleichen könnte. Dazu kommt, dass bei der Kfz-Steuer bereits seit mehreren Jahren das Lastschriftverfahren verpflichtend ist, also ganz schlechtes Beispiel.
Grüße, Susanne

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Re: Name des Kontoinhabers bzw Empfängername

Beitrag von Zafilutsche » 17.10.17, 09:20

SusanneBerlin hat geschrieben:... also ganz schlechtes Beispiel.
Beispiele zeigt das wahre Leben zu genüge. Naja, aber wenn das alles Deppen sind, die alle selbst schuld sind dass die sich haben überlisten lassen. Ich persönlich sehe das anders. Ein Betrüger ist und bleibt ein Betrüger. Nur wenn's den Betrügern so einfach gemacht wird, ist es erst recht eine Einladung dazu immer weiter zu betrügen. Ja scheinbar wird auch beim Betrügen schon "rationalisiert" um immer schneller immer mehr Geld anzuhäufen. Vielleicht ist das ja die Chance dass die Betrüger genau hierdurch einen Fehler machen.

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Re: Name des Kontoinhabers bzw Empfängername

Beitrag von Zafilutsche » 17.10.17, 09:28

gmmg hat geschrieben:Meinst du dort saßen früher Experten für Dokumentfälschungen?
Wenn ich beispielsweise in ein Fastfood Restaurant gehe und einen Geldschein auf den Tresen lege, dann prüft die Angestellte mit einem Gerät, ob der Geldschein wichtige Prüfmerkmale besitzt.
Frage: Warum kann eine Bank, Postschalter u.ä. Organisationen nicht auch für einen Personalausweis ein Dokumentenprüfgerät benutzen? Es geht bei der Identität um viel Geld. Alleine schon aus gründen einer Terrorbekämpfung/Geldwäsche müsste es geboten sein. Ich verstehe die Verantwortlichen nicht.

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Re: Name des Kontoinhabers bzw Empfängername

Beitrag von SusanneBerlin » 17.10.17, 09:50

Zafilutsche hat geschrieben:Ja scheinbar wird auch beim Betrügen schon "rationalisiert" um immer schneller immer mehr Geld anzuhäufen.
Nicht nur scheinbar, es ist so! Sie haben vollkommen recht, das ist aber auch keine sensationelle neue Erkenntnis. Natürlich ist Betrug einerseits nicht erlaubt, andererseits ist es natürlich das Bestreben des Betrügers, mit möglichst wenig Aufwand zu möglichst viel Geld zu kommen und auch die Betrüger bedienen sich immer der "modernen" Mitteln der jeweiligen Zeit. Das sind keine neuen Erkenntnisse sondern Allgemeinplätze. Genauso auch, dass es zu jeder Zeit und unter jeder Staatsform schon immer Betrüger gab und immer geben wird.

Ob die Betrogenen Deppen sind, diese Meinung muss sich jeder selbst bilden. Natürlich kann man immer nur solange sagen "Mir wär das nicht passiert", solange es einem nicht selber passiert ist, dessen bin ich mir auch bewußt. Man wähnt sich vor einer bekannten Betrugsmasche sicher und fällt auf eine andere, noch unbekannte Betrugsmasche herein.

Möglichkeiten, die Wahrscheinlichkeit auf einen Betrug hereinzufallen zu verringern, hat man jedoch trotzdem. Und dazu gehört eben auch, dass man Zahlungsaufforderungen nicht "blind und blauäugig" ohne Kontrolle auf Plausibilität nachkommt, auch wenn sie vermeintlich von einer "offiziellen" Stelle kommen. Der unbare Zahlungsverkehr ist eben heutzutage der Standard, ein Betrüger der an der Tür klingelt und sich als Bediensteter der Stadtwerke ausgibt um ihren Zahlungsrückstand bei der Stromrechnung in Bar mitzunehmen, würde heute sehr schnell auffliegen und das weiß er auch, deshalb bedient sich der Betrüger von heute einer maschinell geschriebenen Zahlungsaufforderung per SEPA-Überweisung, das Prinzip ist jedoch das gleiche wie vor 100 Jahren.
Grüße, Susanne

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Re: Name des Kontoinhabers bzw Empfängername

Beitrag von Zafilutsche » 24.05.18, 12:02

Wenigsten reift die Erkenntnis, dass es Schwierigkeiten mit einer eindeutigen Identifizierung eines bestimmten Personenkreises zu geben (so aus den aktuellen Pressemitteilungen) zu entnehmen ist. Das ist schon mal sehr gut, wenn Probleme erkannt werden. Dann kann auch diesem "Identitätsfeststellungsproblem" beigekommen.
Ich will doch nur dem Verfügungsberechtigten Geldempfänger auffordern mein Geld zurück zu geben oder alternativ doch noch die Ware zu senden (sofern er darüber verfügt).

Mit der beantragten Akteneinsicht zieht sich das Thema schon extrem lange hin.
(Es gibt keinen Feedback!) Wahrscheinlich ist es der Überlastung der Behörde geschuldet. Für mich ein Indiz, für ein Fehler im System und weniger dem Thema -was für ein Depp, was überweist du auch Geld auf ein Bankkonto selber Schuld.

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Re: Name des Kontoinhabers bzw Empfängername

Beitrag von Zafilutsche » 04.06.18, 14:55

Die Aufforderung nach "Akteneinsicht" wird von dem Staatsanwalt kommentarlos ignoriert. :oops: (Gibt es da eigentlich ein Zeit Fenster für eine Reaktion/Statement/Zusendung der Unterlagen?
Ich will doch nur den Verfügungsberechtigten Kontoinhaber auffordern entweder die zugesagte Ware zu Liefern oder
alternativ mein überwiesenes Geld zurück zu überweisen.
Alternativ wenn das beauftragte Geldinstitut unautorisierte Zahlungen durchgeführt hatte, würde ich gerne die Zahlungen vom Geldinstitut zurückfordern.
Eigentlich einfach aber kosten & zeitaufwendig. Ich werde aber hartnäckig dran bleiben.

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Re: Name des Kontoinhabers bzw Empfängername

Beitrag von SusanneBerlin » 06.06.18, 10:13

Die Aufforderung nach "Akteneinsicht" wird von dem Staatsanwalt kommentarlos ignoriert. :oops: (Gibt es da eigentlich ein Zeit Fenster für eine Reaktion/Statement/Zusendung der Unterlagen?
Was genau haben Sie da gefordert? Dass Ihnen die Ermittlungsakte zugesandt wird, oder dass Ihnen ein Termin genannt wird, an dem Sie hinkommen und die Akte einsehen dürfen?
Grüße, Susanne

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Re: Name des Kontoinhabers bzw Empfängername

Beitrag von Zafilutsche » 06.06.18, 10:44

Der beauftragte Anwalt hat unter Nennung des Aktenzeichens um Einsicht gebeten. Das ist schon eine ganze Zeit her.
Jedenfalls kommt überhaupt keine Rückmeldung. Auch nicht der Art, dass die Anfrage eingegangen ist oder das es
warum auch immer dauern wird oder das es nicht möglich ist was dauern wird o.ä.
Von der Tat über die Anzeige bis zur Übermittlung an die Staatsanwaltschaft ist schon 1 Jahr um.
Ich will um jeden Preis verhindern, dass der Übeltäter nicht erst eine Privatinsolvenz anmelden kann oder die später einsetzende Verjährung
als Einrede nutzen kann.
Je mehr Zeit man der Person lässt, desto wahrscheinlicher ist das ergaunerte Geld weiter bzw abgeflossen. Wobei ich immer noch den
Hebel da ansetzen möchte, dass die ausführende Bank nicht berechtigt war das Geld "unbekannten dritten" auszuzahlen.
Ob das nun über Phishing oder Identitätsdiebstahl passiert ist wäre hierbei egal. Ich will erst einmal den Verfügungsberechtigten der Ausführenden Bank kennen, um diesem eine Zahlungsaufforderung zustellen zu können.
Daher meine Forderung zur Akteneinsicht über den RA.

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Re: Name des Kontoinhabers bzw Empfängername

Beitrag von SusanneBerlin » 06.06.18, 11:08

Ich will um jeden Preis verhindern, dass der Übeltäter nicht erst eine Privatinsolvenz anmelden kann oder die später einsetzende Verjährung
Forderungen aus unerlaubter Handlung (Straftaten) sind von der Restschuldbefreiung ausgenommen.
Die Verjährungsfrist startet erst, wenn der Betrogene den Namen des Betrügers erfährt.
Grüße, Susanne

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