Ist der Betrieb einer privaten passiven Radaranlage erlaubt?

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Caesar
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Ist der Betrieb einer privaten passiven Radaranlage erlaubt?

Beitrag von Caesar » 27.11.10, 03:37

Darf man z.B. zur Luftraumüberwachung privat eine passive Radaranalge betreiben?

Und falls ja, ist dafür eine Genehmigung erforderlich?



Relevant dürfte hier für die Frage sein, daß sich ein passives Radar dadurch auszeichnet,
daß es selbst keine Radarstrahlung aussendet, sondern die Radarstrahlung von anderen Sendern,
deren Position und Entfernung bekannt sind, zur Ortung von Objekten ausnutzt.

PurpleRain
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Re: Ist der Betrieb einer privaten passiven Radaranlage erla

Beitrag von PurpleRain » 27.11.10, 09:03

Grundsätzlich ist der Betrieb einer Funkempfangsanlage im 1-bis-10-mm-Bereich (Radar) nicht erlaubnispflichtig oder verboten.

In Einzelfällen ist der Betrieb doch ordnungswidrig oder auch strafbar. Beispielsweise nach § 23 (1b) StVO oder § 89 TKG.

Soweit die Radaraussendung des Flugzeugs nur eine Kennung zu Identifizierung des Senders enthält, ist dies keine Nachricht im Sinne des TKG. Das Dekodieren einer solchen Kennung wäre auch nicht verboten.
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hws
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Re: Ist der Betrieb einer privaten passiven Radaranlage erla

Beitrag von hws » 27.11.10, 09:15

Caesar hat geschrieben:Darf man z.B. zur Luftraumüberwachung privat eine passive Radaranalge betreiben?
Meinen sie SOWAS ?
ADS-B Empfänger?

hws

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Re: Ist der Betrieb einer privaten passiven Radaranlage erla

Beitrag von PurpleRain » 27.11.10, 09:31

hws hat geschrieben:Meinen sie SOWAS ?
8) Es fliegen aber mehr Flugzeuge bei uns herum als dort angezeigt werden. :(

Ich glaube eher Traffic Alert and Collision Avoidance System (TCAS).
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Caesar
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Re: Ist der Betrieb einer privaten passiven Radaranlage erla

Beitrag von Caesar » 27.11.10, 10:19

PurpleRain hat geschrieben:Grundsätzlich ist der Betrieb einer Funkempfangsanlage im 1-bis-10-mm-Bereich (Radar) nicht erlaubnispflichtig oder verboten.

In Einzelfällen ist der Betrieb doch ordnungswidrig oder auch strafbar. Beispielsweise nach § 23 (1b) StVO oder § 89 TKG.

Soweit die Radaraussendung des Flugzeugs nur eine Kennung zu Identifizierung des Senders enthält, ist dies keine Nachricht im Sinne des TKG. Das Dekodieren einer solchen Kennung wäre auch nicht verboten.
Danke, das beantwortet eigentlich schon meine Frage.

hws hat geschrieben: Meinen sie SOWAS ?
ADS-B Empfänger?
hws
Nein, denn damit würde man ja nicht alle Flugzeuge (z.B. Kleinstflugzeuge, militärische Flugzeuge) orten können, sondern nur die, die mit so einem ADS Sender ausgestattet sind.
Dennoch finde ich den Link sehr interessant, danke für den Hinweis. :)

PurpleRain hat geschrieben: Ich glaube eher Traffic Alert and Collision Avoidance System (TCAS).
Nein, den hier ergibt sich ein ähnliches Problem wie oben. Das Luftfahrzeuge müßte mit TCAS ausgerüstet sein und selbst ein Signal aktiv senden.

Ich dachte eher an die Ortung eines von einem Flugzeug reflektierten Radarstrahls, während der Strahl selbst z.B. von einem Rundstrahler am Boden oder eben von einem gerichteten Sender, der periodisch in den gleichen Zeitabständen sendet, kommt.

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Re: Ist der Betrieb einer privaten passiven Radaranlage erla

Beitrag von ATCler » 30.11.10, 07:59

Ich dachte eher an die Ortung eines von einem Flugzeug reflektierten Radarstrahls, während der Strahl selbst z.B. von einem Rundstrahler am Boden oder eben von einem gerichteten Sender, der periodisch in den gleichen Zeitabständen sendet, kommt.
Wenn Sie einen reflektierten Strahl auswerten wollen, wie wollen Sie dann eine exakte Positionsbestimmung durchführen? In Deutschland betreibt die DFS etwa 12 Radaranlagen, die sich alle gegenseitig überdecken um damit eine genauere Betsimmung zu ermöglichen.
Die Frage stellt sich nun: Welche Reflektion kommt woher?
Grüße,
Thomas
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Man muss nicht alles wissen, aber zumindest wo´s steht!

Caesar
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Re: Ist der Betrieb einer privaten passiven Radaranlage erla

Beitrag von Caesar » 30.11.10, 11:20

ATCler hat geschrieben:
Ich dachte eher an die Ortung eines von einem Flugzeug reflektierten Radarstrahls, während der Strahl selbst z.B. von einem Rundstrahler am Boden oder eben von einem gerichteten Sender, der periodisch in den gleichen Zeitabständen sendet, kommt.
Wenn Sie einen reflektierten Strahl auswerten wollen, wie wollen Sie dann eine exakte Positionsbestimmung durchführen? In Deutschland betreibt die DFS etwa 12 Radaranlagen, die sich alle gegenseitig überdecken um damit eine genauere Betsimmung zu ermöglichen.
Die Frage stellt sich nun: Welche Reflektion kommt woher?
Die Positionen der Radaranlagen sind ja bekannt und welche Relfektion von welcher Radaranalge kommt, dürfte man an der Signalstärke erkennen können, denn das relekftierte Signal, daß von der nahen Radaranalge kam, dürfte stärker sein, als das Signal welches von der Radaranalge in großer Entfernung kommt.
Desweiteren kann man davon ausgehen, daß nicht jede Radaranalge zur gleichen Zeit sendet, sondern diese sich zeitlich unterscheiden. Zumal es sich auch um einen gepulsten Radarstrahl handelt. Es ist also kein Dauersignal.
Möglichkeiten gibt es da also schon.

PurpleRain
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Re: Ist der Betrieb einer privaten passiven Radaranlage erla

Beitrag von PurpleRain » 30.11.10, 12:37

Caesar hat geschrieben:Möglichkeiten gibt es da also schon.
Glaube ich auch. Das Hauptproblem wird wohl die Tatsache sein, dass eine omnidirektionale Antenne zum Empfang verwendet werden muss und damit der direkte Radarstrahl die Empfangsanlage soweit blendet, dass die Echos nicht mehr erfasst werden können. Aber da gäbe es noch weitere Tricks.
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Re: Ist der Betrieb einer privaten passiven Radaranlage erla

Beitrag von Gerd-FRA » 07.06.12, 16:22

Die Anbringung eines Radarsystems für private Zwecke ist erlaubt. Wieso auch nicht? ;)

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