Holocaustleugnung/Meinungsfreiheit

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Dipl.-Sozialarbeiter
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Re: Holocaustleugnung/Meinungsfreiheit

Beitrag von Dipl.-Sozialarbeiter » 17.08.13, 10:14

rabenthaus hat geschrieben:...
Ich weiß nicht mehr von wem das Zitat stammt (wer es weiß bitte melden). Wer seine Geschichte vergißt ist dazu verurteilt sie zu wiederholen.
und
www.lb-oldenburg.de hat geschrieben:„Wer die Vergangenheit vergisst, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen“ (George Santayana, Philosoph)
Mehr dazu auf Wikipedia.
Wiki hat geschrieben:In The Life of Reason erscheint auch die bekannte Warnung Santayanas: „Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen“ (“Those who cannot remember the past are condemned to repeat it”).[3] Dieses Zitat wird heute meist in einem historisch-moralischen Sinn verwendet. Im originalen Zusammenhang argumentiert Santayana damit jedoch gegen einen naiven Fortschrittsglauben und gleichzeitig gegen den Perfektionismus und Idealismus des Christentums.
[3] The Life of Reason: Reason in Common Sense, Scribner 1905, S. 284.

Siehe auch The Life of Reason by George Santayana

Dipl.-Sozialarbeiter
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Re: Holocaustleugnung/Meinungsfreiheit

Beitrag von Dipl.-Sozialarbeiter » 17.08.13, 11:35

fool1 hat geschrieben:...
Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.
Richard von Weizsäcker
...
Wenn ich dieses Zitat lese, dann denke ich unweigerlich an die Rede des Alt-Bundespräsidenten am 8. Mai 1985 vor dem deutschen Bundestag.

Persönlich fand ich (als Kind der Nachkriegszeit und Zeuge des kalten Krieges) folgenden Satz wichtig:
"Die Jungen sind nicht verantwortlich für das, was damals geschah. Aber sie sind verantwortlich für das, was in der Geschichte daraus wird."
Die Verantwortung werden auch die nachfolgenden Generationen haben.

MKT
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Re: Holocaustleugnung/Meinungsfreiheit

Beitrag von MKT » 17.08.13, 13:17

Dipl.-Sozialarbeiter hat alles hervorragend zusammengefasst.

Jedem Mensch obliegt die Veraentwortung, seinen Teil dazu beizutragen, das solche Gräueltaten nie wieder vorkommen.

Nationen, in deren Vergangenheit solch schreckliche Verbrechen begangen wurden, trifft dabei die Verantwortung, die Erinnerung daran wach zu erhalten und ganz besonders auf Sensibilisierung und ein verantwortungsvolles Handeln hinzuwirken.

Ich hoffe sehr, dass irgendwann auch z.B. die Kriegsverbrechen in Vietnam, die Verbrechen gegen die afrikanischen und lateinamerikanischen Völker, die Schandtaten der Kirche, usw. in unser aller Bewusstsein treten und eine Mahnung für die Gegenwart und Zukunft sind.

Dass es immer noch Menschen gibt, die den Holocaust leugnen, finde ich peinlich, jämmerlich und dumm.

Hirni92
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Re: Holocaustleugnung/Meinungsfreiheit

Beitrag von Hirni92 » 17.08.13, 13:43

Wir wissen was geschehen ist und wir können uns leicht ausmalen was uns allen bevorsteht wenn wir nicht gegen die Versuche der Rechten aufstehen und unsere Demokratie, mit all ihren Fehlern verteidigen.
Vorurteile gegen Rechte?
Nicht alle "Rechte" sind Nazis, ja es gibt sogar Ausländer, die mehr rechts eingesellt sind. Antisemitismus wird nur durch Vorurteile mit Rechte in Verbindung gebracht. Man muss zwischen Mitte-Rechts, Rechts-Radikal und Extremisten unterscheiden, sowie bei den Linken auch...
in dem jeder seine Meinung äußern darf, egal ob es den anderen gefällt oder nicht wird es nicht mehr geben wenn wir unsere und die Rechte unserer Mitbürger nicht gegen die Rechten verteidigen.
Welche Meinungsfreiheit? Umgekehrt, man wird sofort als Nazi beschimpft, wenn man das sagt, was aber ohnehin die herrschende Meinung ist, was z.B. Strafrechtsreformen betrifft!

Aus Fehlern der Vergangenheit lernen ja, dauernd über sie reden: Bringt erst die Nazi-Ideen hervor. Wenn sie keiner kennt, wie sollen sie dann aufleben? Wie kamen die Menschen von 1933-1945 auf antisemitische Gedanken, es wurde ihnen dauernd eingebläut.. Heute: Was machen manche Kinder, wenn man ihnen sagt: Spiel damit nicht, Richtig. Sie tuns (Trotzphase) Jaja, es geht darum, dass es sich nicht widerholt...

Bitte beanworten Sie mir folgende Frage, dann sehen wir ja vielleicht, wer richtig liegt:

??WO WÄREN WIR HEUTE OHNE DEN HOLOCAUST??
Weiterhin in einer totalitären Welt oder in Utopia, etc.?

Dipl.-Sozialarbeiter
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Re: Holocaustleugnung/Meinungsfreiheit

Beitrag von Dipl.-Sozialarbeiter » 17.08.13, 14:15

Hirni92 hat geschrieben:...
Vorurteile gegen Rechte?
Nicht alle "Rechte" sind Nazis, ja es gibt sogar Ausländer, die mehr rechts eingesellt sind. Antisemitismus wird nur durch Vorurteile mit Rechte in Verbindung gebracht. Man muss zwischen Mitte-Rechts, Rechts-Radikal und Extremisten unterscheiden, sowie bei den Linken auch...
...
Wie braun eine Masse ist, die rechte Kanalratten hinterlassen, braucht m.E. nicht weiter unterschieden und vertieft zu werden. Der Gestank hängt m.E. nämlich nicht von dem Grad der Braunfärbung ab.

Hirni92
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Re: Holocaustleugnung/Meinungsfreiheit

Beitrag von Hirni92 » 17.08.13, 15:06

Wie braun eine Masse ist, die rechte Kanalratten hinterlassen, braucht m.E. nicht weiter unterschieden und vertieft zu werden. Der Gestank hängt m.E. nämlich nicht von dem Grad der Braunfärbung ab.
Das ist eine Beleidigung!
Sie beziehen sich hier auf die "NPD" mit "braun". Es gibt auch noch viele weitere Parteien. Und im Lager von SPD/CDU/CSU gibt es auch viele, die rechter sind als sie vorgeben.

Rechts bedeutet nicht per se Nazi oder ausländerfeindlich.
Demnach geht die politische Rechte von einer Verschiedenheit der Menschen aus und befürwortet oder akzeptiert daher eine gesellschaftliche Hierarchie.[2][3][4] Ungleichheit wird deshalb von der politischen Rechten als „unausweichlich“, „natürlich“, „normal“ und „wünschenswert“ betrachtet.[2] Hier ist zu unterscheiden zwischen der klassischen Rechten, welche die Ungleichheit durch Erbfolge und Familientradition gerechtfertigt sieht, und der liberalen Rechten, welche Ungleichheit nur dann für gerechtfertigt hält, wenn sie das Resultat eines fairen Wettbewerbs ist.[
Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Politische ... Politik%29

Sie haben somit auch alle kapitalistisch Denkenden als "Kanalratten" bezeichnet.

Das mit dem Links/Rechts kommt auch auf die Zeit an: Damals waren Monarchisten rechts im Parlament, Republikaner links. Heute würde man letztere eher rechts einstufen. Kommt also auf den Blickwinkel an, so viel zur Bildung!!!

Jemand, der nie SELBST in Kontakt mit Gewalt und Verbrechen gekommen ist, mag freilich die peinlich geringen Strafen für Sexualverbrechen/ Mord / Jugendverbrecher nicht zu kritisieren.
Im Gegenteil für Leute wie Sie Lieber Herr Diplom-Sozialarbeiter, ist man wahrscheinlich selbst schuld, wenn man Opfer einer Gewalttat wird.
Wenn eine Gruppe Türken einen Deutschen zusammenschlagen, was ist das dann für Sie? Wahrscheinlich ein Präzedenzfall???
Wenn ein Deutscher einen Türken mit "K+anacke" beschimpft, dann ist das eine "stinkende Kanalratte" für Sie, auch wenn er zuvor massiv provoziert und beleidigt wurde und eigentlich nichts von den Braunen hält?

In der Gesellschaft gibt es übrigens viel mehr Rechte (ohne Nazi oder braunbehaftet zu sein), als Sie wahr haben wollen, die meisten trauen sich nur nicht, es zuzugeben. Aber für Leute wie Sie, sind das ja alles "Kanalratten". Ich hoffe, Sie überdenken nochmal Ihre Einstellung. Ja, Holocaust ist ein monströses Schlagwort der Vergangenheit, deswegen aber blind für die Gegenwart zu sein?

Ich selbst bin für ein Gleichgewicht des Systems (kein Extremismus in die ein oder andere Richtung), nur so können alle zufrieden zusammenleben! Und momentan sehe ich da noch einige Hürden,...
Zuletzt geändert von Hirni92 am 17.08.13, 16:43, insgesamt 1-mal geändert.

fool1
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Re: Holocaustleugnung/Meinungsfreiheit

Beitrag von fool1 » 17.08.13, 16:38

Hirni92 hat geschrieben:Das ist eine Beleidigung!
Liegt im Auge des Betrachters :wink:
Hirni92 hat geschrieben:Sie beziehen sich hier auf die "NPD" mit "braun".
Sie sind recht fix mit ihren Behauptungen, hatte da gestern 2 Fragen auf die sie noch nicht geantwortet haben. Und hab jetzt eine Dritte.
Worauf stützen sie diese Behauptung?
Hirni92 hat geschrieben:Welche Meinungsfreiheit? Umgekehrt, man wird sofort als Nazi beschimpft, wenn man das sagt, was aber ohnehin die herrschende Meinung ist, was z.B. Strafrechtsreformen betrifft!

Aus Fehlern der Vergangenheit lernen ja, dauernd über sie reden: Bringt erst die Nazi-Ideen hervor. Wenn sie keiner kennt, wie sollen sie dann aufleben? Wie kamen die Menschen von 1933-1945 auf antisemitische Gedanken, es wurde ihnen dauernd eingebläut.. Heute: Was machen manche Kinder, wenn man ihnen sagt: Spiel damit nicht, Richtig. Sie tuns (Trotzphase) Jaja, es geht darum, dass es sich nicht widerholt...
Trotzphase? :lachen: Sind sie ein Kleinkind? Bei mir hat das drüber Reden im Unterricht die Nazi Ideen erst verscheucht :wink: Und nicht durch einbläuen, sondern durch Argumentation.
Und gerade durch diese Aufkärung würde ich heute auf einen Hitler nicht mehr reinfallen.

Gruss fool1
Nichts ist engherziger als Chauvinismus oder Rassenhaß. Mir sind alle Menschen gleich, überall gibt's Schafsköpfe und für alle habe ich die gleiche Verachtung. Nur keine kleinlichen Vorurteile!
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Re: Holocaustleugnung/Meinungsfreiheit

Beitrag von Hirni92 » 17.08.13, 16:47

Dipl.-Sozialarbeiter hat geschrieben:
Hirni92 hat geschrieben:...
Vorurteile gegen Rechte?
Nicht alle "Rechte" sind Nazis, ja es gibt sogar Ausländer, die mehr rechts eingesellt sind. Antisemitismus wird nur durch Vorurteile mit Rechte in Verbindung gebracht. Man muss zwischen Mitte-Rechts, Rechts-Radikal und Extremisten unterscheiden, sowie bei den Linken auch...
...
Wie braun eine Masse ist, die rechte Kanalratten hinterlassen, braucht m.E. nicht weiter unterschieden und vertieft zu werden. Der Gestank hängt m.E. nämlich nicht von dem Grad der Braunfärbung ab.

fool1
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Re: Holocaustleugnung/Meinungsfreiheit

Beitrag von fool1 » 17.08.13, 16:53

Das überzeugt! :ironie:

Gruss fool1
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Re: Holocaustleugnung/Meinungsfreiheit

Beitrag von Dipl.-Sozialarbeiter » 17.08.13, 16:55

Hirni92 hat geschrieben:...
Das ist eine Beleidigung!
...
Nö, dies keine Beleidigung, sondern eine Meinungsäußerung (vertiefend BVerfGE 93, 266).



Zurück zum eigentlichen Thema: "Holocaustleugnung/Meinungsfreiheit"
§ 130 Abs. 4 StGB hat geschrieben:(4) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer öffentlich oder in einer Versammlung den öffentlichen Frieden in einer die Würde der Opfer verletzenden Weise dadurch stört, dass er die nationalsozialistische Gewalt- und Willkürherrschaft billigt, verherrlicht oder rechtfertigt.
und
BVerfGE 124, 300 hat geschrieben:
  1. § 130 Abs. 4 StGB ist auch als nichtallgemeines Gesetz mit Art. 5 Abs. 1 und 2 GG vereinbar. Angesichts des sich allgemeinen Kategorien entziehenden Unrechts und des Schreckens, die die nationalsozialistische Herrschaft über Europa und weite Teile der Welt gebracht hat, und der als Gegenentwurf hierzu verstandenen Entstehung der Bundesrepublik Deutschland ist Art. 5 Abs. 1 und 2 GG für Bestimmungen, die der propagandistischen Gutheißung der nationalsozialistischen Gewalt- und Willkürherrschaft Grenzen setzen, eine Ausnahme vom Verbot des Sonderrechts für meinungsbezogene Gesetze immanent.
  2. Die Offenheit des Art. 5 Abs. 1 und 2 GG für derartige Sonderbestimmungen nimmt den materiellen Gehalt der Meinungsfreiheit nicht zurück. Das Grundgesetz rechtfertigt kein allgemeines Verbot der Verbreitung rechtsradikalen oder auch nationalsozialistischen Gedankenguts schon in Bezug auf die geistige Wirkung seines Inhalts.
Das BVerfG hat sich u.a. mit der Auschwitzlüge beschäftigt.

Die Leugnung des Holocaust ist ein Straftatbestand, wenn diese Leugnung öffentlich geschieht. § 130 StGB stellt allgemein die Volksverhetzung unter Strafe. Abs. 4 wurde 2005 eingefügt.

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Re: Holocaustleugnung/Meinungsfreiheit

Beitrag von Hirni92 » 17.08.13, 17:00

Und gerade durch diese Aufkärung würde ich heute auf einen Hitler nicht mehr reinfallen.
Ja auf einen Hitler vielleicht nicht, aber auf jemanden, der aus seinen Fehlern gelernt und geschickter vorgeht...

Auch wenn mir keiner glaubt, ich wäre nicht auf Hitler reingefallen, außerdem wie kam er nochmal an die Macht? Da war doch was mit Wahlbetrug und Ausschluss von gegnerischen Abgeordneten... So viel zum Thema "Reinfallen"...

Außerdem will ich das Thema doch gar nicht aus dem Geschichtsunterricht verdammen, sondern nur, dass man "uns" gleich als Nazis bezeichnet, wenn man halt mal auf Migrationsprobleme aufmerksam machen will.. Woher ich das habe: Kritik von "Linken" zu Äußerungen gegen diverse Bücher von Sarazin oder Neu-Köln ist überall.
Wer gegen gesellschaftliche Hierarchie ist, hat bereits die Hoffnung aufgegeben, darin aufzusteigen und sich selbst zum Abtrünnigen verdammt

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Re: Holocaustleugnung/Meinungsfreiheit

Beitrag von fool1 » 17.08.13, 17:11

Hirni92 hat geschrieben:Ja auf einen Hitler vielleicht nicht, aber auf jemanden, der aus seinen Fehlern gelernt und geschickter vorgeht...
Und das wissen sie woher? omg, was ein schwätzer :twisted:

Hirni92 hat geschrieben:Auch wenn mir keiner glaubt, ich wäre nicht auf Hitler reingefallen, außerdem wie kam er nochmal an die Macht? Da war doch was mit Wahlbetrug und Ausschluss von gegnerischen Abgeordneten... So viel zum Thema "Reinfallen"...

Außerdem will ich das Thema doch gar nicht aus dem Geschichtsunterricht verdammen, sondern nur, dass man "uns" gleich als Nazis bezeichnet, wenn man halt mal auf Migrationsprobleme aufmerksam machen will.. Woher ich das habe: Kritik von "Linken" zu Äußerungen gegen diverse Bücher von Sarazin oder Neu-Köln ist überall.
Wieviel Punkte in Geschichte? Und was war das Maximum? :lachen:
"Bei allen historischen Belastungen der Weimarer Republik gab es keine Zwangsläufigkeit der deutschen Geschichtsentwicklung zum „Dritten Reich“ hin. Jederzeit – auch in der Spätphase der Weimarer Republik – waren andere Entscheidungen möglich, die Hitler verhindert beziehungsweise seinen Aufstieg behindert hätten."
http://de.wikipedia.org/wiki/Machtergreifung

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Re: Holocaustleugnung/Meinungsfreiheit

Beitrag von Hirni92 » 17.08.13, 17:15

Nö, dies keine Beleidigung, sondern eine Meinungsäußerung
Sie kennen sich offenbar nicht mit der Juristerei aus! Auch eine Meinungsäußerung kann den Tatbestand des § 185 StGB erfüllen, wenn sie in ehrverletzender Weise geäußert wird. Vorliegend kommt eine Beleidigung unter einer Kollektivbezeichnung in Betracht, das hab ich alles von nem Bekannten, der Jura studiert hat.

Und wie gesagt, Sie haben weite Teile unserer Gesellschaft als "Kanalratten" bezeichnet, genau genommen auch alle mit rechts-liberaler Gesinnung. Das mag ja Ihre Ansicht sein, aber solche Äußerungen sind halt auf "Stammtisch-Niveau".

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Re: Holocaustleugnung/Meinungsfreiheit

Beitrag von Dipl.-Sozialarbeiter » 17.08.13, 17:21

Hirni92 hat geschrieben:...
Auch wenn mir keiner glaubt, ich wäre nicht auf Hitler reingefallen, außerdem wie kam er nochmal an die Macht? Da war doch was mit Wahlbetrug und Ausschluss von gegnerischen Abgeordneten... So viel zum Thema "Reinfallen"...
...
Wohl nicht so richtig im Geschichtsunterricht aufgepasst, oder?

Wiki dürfte hier als Quelle für Sie reichen.
Wikipedia hat geschrieben:Die Nationalsozialisten feierten am 30. Januar den Tag der nationalen Erhebung als Beginn ihrer Machtübernahme. An diesem Tag im Jahre 1933 wurde Adolf Hitler von Reichspräsident Paul von Hindenburg als Reichskanzler vereidigt und mit der Bildung einer Koalitionsregierung des Nationalen Zusammenschlusses, in welcher die Nationalsozialisten in der Minderzahl waren, beauftragt.
Es war Reichspräsident Paul von Hindenburg, der Hitler den Steigbügel gehalten hat. Auf den Reichstagsbrand und die Folgen gehe ich jetzt mal nicht weiter ein.

Hirni92
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Re: Holocaustleugnung/Meinungsfreiheit

Beitrag von Hirni92 » 17.08.13, 17:24

"Bei allen historischen Belastungen der Weimarer Republik gab es keine Zwangsläufigkeit der deutschen Geschichtsentwicklung zum „Dritten Reich“ hin. Jederzeit – auch in der Spätphase der Weimarer Republik – waren andere Entscheidungen möglich, die Hitler verhindert beziehungsweise seinen Aufstieg behindert hätten
Zur Geschichte, ersten war mein Schwerpunkt "Nahost-Konflikt", zweitens bedeuten sind 15 Punkte das Maximum in der gymnasialen Oberstufe. (15-13 ist sehr gut)

Zweitens wurden Versuche unternommen, Hitler zu stoppen z.B. Staufenberg-Attentat. Leider war für die meisten zu spät erkennbar, was er wirklich vorhatte. Die Leute waren parktisch wie "Zombies", geblendet von den Unruhen ihrer Zeit und viele berichten, den Juden Unterschlupf gewährt zu haben, etc... Nur weil die Allgemeinhei möglicherweiße dumm war, heißt es nicht, dass es einige Ausnahmen gab.

Und ja, dass sich so etwas wiederholt sehe ich trotz Aufklärung als unvermeidbar an: Nur wird es das nächste mal vielleicht kein Hitler sein, sondern vielleicht ein Anarchist, der Recht und Ordnung abschafft und Bürgerkriege entfacht oder die Herausbildung von Ghettos wie Neu-Köln...

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