Hund beißt Haushälterin

Recht rund ums Tier

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Ashley7
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Hund beißt Haushälterin

Beitrag von Ashley7 » 27.02.14, 09:03

Hallo,

meine Mutter hat momentan auf Grund einer Operation eine Haushaltshilfe.
Als die Haushaltshilfe gerade aus dem Haus (Einfamilienhaus) raus wollte, ist sie im Flur an unserem Hund vorbei, der an einem Knochen kaute.
Er ist wohl hochgefahren und hat die Haushaltshilfe gebissen. Nicht fest und er hat sofort wieder losgelassen, aber es war wohl eine Abschüfung an der Hand, die geblutet hat.

Meine Mutter ist gleich mit der Dame ins Krankenhaus gefahren und hat sie versorgen lassen. Sie hat die Frau auch gefragt, ob sie die Polizei holen soll, was verneint wurde.

Für die Haushaltshilfe ist es ein Arbeitsunfall. D. h., da werden wohl Schadensersatzansprüche des Arbeitgebers auf uns zukommen, die die Hundehaftpflicht übernimmt.

Aber wie sieht es rechtlich aus?

Die Haushaltshilfe wollte keine Anzeige erstatten. Ist das Krankenhaus verpflichtet, so etwas an die Polizei zu melden? Kann dann trotzdem noch was von der Polizei kommen?

Der Hund (sieben Jahre alt) ist ein sogenannter Listenhund. Er hat den Wesenstest und die Begleithundeprüfung mit "sehr gut" bestanden und so etwas ist bis jetzt noch nicht passiert.
Da keiner von uns dabei war, wissen wir auch nicht, was genau passiert ist und wie es dazu kam.
Wir wissen aber auch, dass es nicht hätte passieren dürfen.

Was für rechtliche Konsequenzen könnten da jetzt im schlimmsten Fall auch uns zu kommen?

Ach ja, falls es eine Rolle spielt: Der Vorfall ereignete sich im Bundesland Bayern.
Danke
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Rechtspfleger
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Re: Hund beißt Haushälterin

Beitrag von Rechtspfleger » 28.02.14, 11:31

Hi,

was soll die Polizei damit zu tun haben?
Ich sehe hier keine Straftat, für die sich die Polizei interessieren könnte.

Wenn die Dame beim putzen von der Leiter gefallen wäre, wäre die Situation m.E. dieselbe.
Nemo me impune lacessit

Waschbärin
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Re: Hund beißt Haushälterin

Beitrag von Waschbärin » 28.02.14, 12:29

Das kommt alles auch ein bissel darauf an wie im betreffenden Bundesland in Bezug auf Hundebisse verfahren wird. Hier bei uns z.B. gibt es eine Vorgabe vom Innenministerium, dass alle in Kliniken behandelten Hundebisse an eine zentrale Stelle gemeldet werden müssen. Auch wenn der Hund seinen eigenen Halter verletzt hat. Und je nach Vorfall kann ein Hund dann z.B. auch einen Wesenstest ablegen müssen.

Wenn die Haushaltshilfe Angestellte in einer Firma ö.ä. ist, dann kann es auch möglich sein dass der Arbeitgeber den Vorfall der zuständigen Ordnungsbehörde meldet. Vor allem wenn eine Krankmeldung die Folge des Hundebisses ist. Dass ist hier bei uns so wenn z.B. ein Brief-/Paketzusteller der Post von einem Hund verletzt wird. Da kann es schon ausreichen dass der Chef sieht dass ein Angestellter ein Pflaster am Finger trägt und nachfragt wie das passiert ist.

Ansonsten könnte es noch passieren dass die Versicherung nach der Schadensregulierung den Vertrag kündigt.

Roni
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Re: Hund beißt Haushälterin

Beitrag von Roni » 28.02.14, 15:24

was soll die Polizei damit zu tun haben?
je nach Art und Stärke der Verletzung doch schon.

Ashley7
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Re: Hund beißt Haushälterin

Beitrag von Ashley7 » 28.02.14, 22:27

Das mit der Ordnungsbehörde kenne ich aus Hessen auch so, zumal es sich bei besagtem Hund um einen Listenhund handelt.
In Frankfurt wird jedem Beißvorfall nachgegangen, soweit er in irgendeiner Form bekannt wird.

Nun, wie schon gesagt, ich war selbst nicht anwesend, als es passiert ist. Ich weiß nicht, was genau passiert ist. Die Haushälterin hat eine etwa daumennagelgroße Fleischwunde an der Hand, jedoch keine Quetschungen. Also gehe ich mal stark davon aus, dass er nicht wirklich zugebissen hat, sondern erschrocken ist und beim Hochfahren zwar zuschnappen wollte aber es dann doch nicht wirklich getan hat. Er muß die Wunde wohl mit dem Fangzahn gerissen haben, als die Haushälterin die Hand weggezogen hat.

Mit dem Arbeitgeber der Haushälterin konnten wir noch nicht reden, da die Chefin erst nächste Woche wieder kommt.

Meine Mutter war heute mit dem Rüden erst mal beim Tierarzt und hat ihn chemisch wieder kastrieren lassen. Eigentlich sollte er dieses Frühjahr zum Decken eingesetzt werden, deswegen hatten wir letzes Jahr die Spritze nicht setzen lassen.

Laut Tierarzt müßte er jetzt wieder ein bisschen ruhiger werden.

Als Straftat könnte hier eine Körperverletzung evetuell in Betracht kommen. Aber ich hoffe immer noch, dass der Arbeitgeber der Haushälterin keine Strafanzeige erstattet und mit einer Schadensregulierung über die Versicherung alles auf sich beruhen lässt.

Meine Mutter war heute noch mal bei der Haushälterin und hat nach ihr gesehen. Die Wunde heilt glücklicherweise gut und hat sich nicht entzündet.
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FM
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Re: Hund beißt Haushälterin

Beitrag von FM » 01.03.14, 00:10

Ashley7 hat geschrieben:Die Haushälterin hat eine etwa daumennagelgroße Fleischwunde an der Hand, jedoch keine Quetschungen. Also gehe ich mal stark davon aus, dass er nicht wirklich zugebissen hat, sondern erschrocken ist und beim Hochfahren zwar zuschnappen wollte aber es dann doch nicht wirklich getan hat. Er muß die Wunde wohl mit dem Fangzahn gerissen haben, als die Haushälterin die Hand weggezogen hat.
Immer wieser lesenswert, mit welcher Kreativität Hundehalter es schaffen es so zu interpretieren, dass sich der Mensch eigentlich selbst gebissen hat, wenn auch mit den Zähnen des Hundes.

Strafrechtlich käme fahrlässige Körperverletzung in Betracht, die aber nur auf Antrag des Verletzten (also der Frau, nicht ihres Arbeitgebers) verfolgt wird. Die ausnahmsweise mögliche Verfolgung von Amts wegen ist hier unwahrscheinlich.

Wichtiger ist der Schadensersatz. Der Arbeitgeber (und auch der behandelnde Arzt) müssen der Berufsgenossenschaft als Unfallversicherungsträger den Vorfall mitteilen. Diese übernimmt die Behandlungskosten und - falls länger als 6 Wochen arbeitsunfähig - teilweise den Verdienstausfall. Für die ersten 6 Wochen trägt diesen der Arbeitgeber.

Sowohl der Arbeitgeber für die Entgeltfortzahlung als auch die Berufsgenossenschaft für sämtliche Kosten können dann Ersatz ihrer Aufwendungen vom Hundehalter fordern, dazu siehe
http://dejure.org/gesetze/BGB/833.html
Die Verletzte selbst könnte Schmerzensgeld einfordern, hier aber wohl eher zu vernachlässigen. Der Hundehalter wird, sofern er eine eine entsprechende Haftpflichtversicherung hat, diese auffordern für ihn den Schaden zu regulieren.

Ashley7
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Re: Hund beißt Haushälterin

Beitrag von Ashley7 » 01.03.14, 07:54

FM hat geschrieben: Immer wieser lesenswert, mit welcher Kreativität Hundehalter es schaffen es so zu interpretieren, dass sich der Mensch eigentlich selbst gebissen hat, wenn auch mit den Zähnen des Hundes.
Lieber FM,
darum geht es gar nicht, was passiert ist, hätte nicht passieren dürfen, das ist mir klar, aber für mich und meine Famile ist es im weiteren Umgang mit dem Hund wichtig zu wissen, wie es genau passiert ist.
Für uns ist es wichtig, das zu wissen, um in der Zukunft darauf zu achten oder zu wissen, was für Massnahmen wir dagegen steuern können. Und für uns ist es wichtig zu wissen, ob der Hund die Haushälterin eigentlich nur verscheuchen wollte oder ob er sie ernsthaft verletzen wollte. (Wobei ich nicht von Letzterem ausgehe, denn dann wäre es mit Sicherheit nicht bei einer relativ kleinen Wunde geblieben).

Die Haushälterin trifft natürlich keine Schuld, wenn, dann ist meine Mutter schuld, weil sie nicht darauf geachtet hat, dass der Hund sich irgendwo seinen Knochen ausgebuddelt hatte und sich damit in den Weg gelegt hat.

Es ist und bleibt ein mehr oder minder unberechenbares Tier, das ist uns bekannt und bewußt. Und dass ein 50 Kg Hund, egal ob Listenhund oder keiner, immer ein Gefahrenpotential bietet, wissen wir auch. Wir gehören auch nicht zu den Menschen, die ihre Hunde unangeleint herumlaufen lassen und schreien "Der macht nichts!". Bei Spaziergängen in Gebieten, wo andere Menschen sind, sind die Hunde immer angeleint. Obwohl beide aufgrund ihrer guten Ausbildung und des erfolgreich bestandenen Wesenstests von der Leinenpflicht befreit sind.

Und diese Rassen (wir haben zwei verschiedene Hunde, beides Listenhunde der Kat. II), haben wir bereits seit Jahrzehnten, bevor sie auf irgendeiner Liste standen. Und wir haben sie, weil es hervorragende Familienhunde sind und weil sie dennoch einen großen Beschützerinstinkt haben. Meine Mutter lebt abgeschieden, inzwischen alleine auf ihrem Grundstück, drei Kilometer vom nächsten Ort entfernt. Und ich bin froh, dass sie diese Hunde hat. Aber die Tatsache, dass es eigentlich zwei Kampfschmuser sind und sie in den letzten Jahren kein Aggressionpotential gezeigt haben, hat uns dann doch ein wenig unachtsam werden lassen. Das ist aber nicht Fehler des Hundes, sondern unserer.

Für mich war lediglich die Frage, ob es strafrechtlich Konsequenzen hat, auch wenn die Haushälterin keine Strafanzeige erstatten wollte, ob das Krankenhaus verpflichtet ist, Hundebisse zu melden (soweit ich gelesen habe, gibt es diese Meldepflicht in einigen Bundesländern) oder ob der Arbeitgeber hier eine Strafanzeige erstatten kann oder ob von Amts wegen Strafanzeige erstattet wird.
Wir wollen uns nicht vor den Konsequenzen drücken, ich wollte lediglich wissen, was auf uns zukommen kann. Meine Mutter hatte die Haushälterin sogar gefragt, ob sie die Polizei dazurufen soll.

Die zivilrechtlichen Angelegenheiten wie Schadensersatz der Haushälterin und deren Arbeitgegeber gegenüber, sowie Schmerzensgeld klären wir über die Versicherung. Und was die Versicherung nicht übernehmen sollte, werden wir aus eigenes Tasche bezahlen. Das ist überhaupt keine Frage und steht nicht zur Debatte.
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Mogli
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Re: Hund beißt Haushälterin

Beitrag von Mogli » 01.03.14, 08:55

Ashley7 hat geschrieben: Die zivilrechtlichen Angelegenheiten wie (...) Schmerzensgeld klären wir über die Versicherung. Und was die Versicherung nicht übernehmen sollte, werden wir aus eigenes Tasche bezahlen. Das ist überhaupt keine Frage und steht nicht zur Debatte.
:shock:
Oha. Das ist eine gewagte Behauptung.

Nur mal angenommen: Versicherer bietet einen Schmerzensgeldbetrag von 500 Euronen an. Die Verletzte sagt, nee, mit solchen Peanuts will ich mich nicht abspeisen lassen, das ist eine Unverschämtheit, ich will mindestens 5.000.

Und nun?
Grüße, Mogli
********************
Diese Auskunft ist kostenlos, aber hoffentlich nicht umsonst.

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Re: Hund beißt Haushälterin

Beitrag von Ashley7 » 01.03.14, 09:10

Es geht hier um berechtigte Forderungen, nicht um Fantasieforderungen.

Da hier auf dem platten Land das soziale Miteinander noch funktioniert und man das auch nicht zerstören möchte, wird es nicht zu solchen Fantasieforderungen kommen.

Die Haushälterin ist eine nette Person und hegt auch meines Wissens nach keinerlei Groll gegen meine Mutter.
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Pirate
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Re: Hund beißt Haushälterin

Beitrag von Pirate » 01.03.14, 14:16

Ashley7 hat geschrieben:Meine Mutter war heute mit dem Rüden erst mal beim Tierarzt und hat ihn chemisch wieder kastrieren lassen.
Laut Tierarzt müßte er jetzt wieder ein bisschen ruhiger werden.
Irgendwie klingt das so, als ob das nicht das erste Vorkommnis war.

Roni
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Re: Hund beißt Haushälterin

Beitrag von Roni » 01.03.14, 14:20

Pirate hat geschrieben:
Ashley7 hat geschrieben:Meine Mutter war heute mit dem Rüden erst mal beim Tierarzt und hat ihn chemisch wieder kastrieren lassen.
Laut Tierarzt müßte er jetzt wieder ein bisschen ruhiger werden.
Irgendwie klingt das so, als ob das nicht das erste Vorkommnis war.
wäre zu überlegen den nicht nur chemisch zu kastrieren :!:

Roni
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Re: Hund beißt Haushälterin

Beitrag von Roni » 01.03.14, 14:24

Ashley7 hat geschrieben:Es geht hier um berechtigte Forderungen, nicht um Fantasieforderungen.

Da hier auf dem platten Land das soziale Miteinander noch funktioniert und man das auch nicht zerstören möchte, wird es nicht zu solchen Fantasieforderungen kommen.

Die Haushälterin ist eine nette Person und hegt auch meines Wissens nach keinerlei Groll gegen meine Mutter.
die Frau war im Krankenhaus und fällt für ihren AG wie lange aus ??

da könnte schon was zusammen kommen.

FM
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Re: Hund beißt Haushälterin

Beitrag von FM » 01.03.14, 15:15

Ashley7 hat geschrieben: Die Haushälterin trifft natürlich keine Schuld, wenn, dann ist meine Mutter schuld, weil sie nicht darauf geachtet hat, dass der Hund sich irgendwo seinen Knochen ausgebuddelt hatte und sich damit in den Weg gelegt hat.
Die Schuldfrage spielt hier nur bei der Frage der Strafbarkeit (fahrl. KV) eine Rolle. Aber wenn die Haushälterin keinen Strafantrag stellt, wird diese Frage nie geprüft werden, sie spielt keine Rolle.

In Bezug auf die zivilrechtliche Haftung ist der Tierhalter unabhängig von seinem Verschulden verantwortlich, eben weil er - wie Du ja auch schreibst - ein Gefahrenpotential verursacht.

Bei den ordnungsrechtlichen Landesvorschriften für Kampfhunde dürfte das Verschulden auch ohne Bedeutung sein. Denn es geht nicht darum, den Halter zu bestrafen, sondern Gefahren zu vermeiden.

Auch in Bezug auf den Hund, soweit man da von "Schuld" sprechen will: ob er Menschen verletzt weil er sich verteidigen will, aus Jagdtrieb oder spielerisch, ist eigentlich egal. Es muss eben verhindert werden.

Hier wäre naheliegend: wenn Fremde, also z.B. die Haushälterin, in der Wohnung sind, bekommt er einen Maulkorb oder wird in ein anderes Zimmer eingesperrt.

Ashley7
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Re: Hund beißt Haushälterin

Beitrag von Ashley7 » 01.03.14, 17:43

Roni hat geschrieben:
Pirate hat geschrieben:
Ashley7 hat geschrieben:Meine Mutter war heute mit dem Rüden erst mal beim Tierarzt und hat ihn chemisch wieder kastrieren lassen.
Laut Tierarzt müßte er jetzt wieder ein bisschen ruhiger werden.
Irgendwie klingt das so, als ob das nicht das erste Vorkommnis war.
wäre zu überlegen den nicht nur chemisch zu kastrieren :!:
Er war bisher chemisch kastriert, da wir, wie schon oben erwähnt, noch eine Junges von ihm haben wollten. Und nein, so etwas ist noch nie passiert, die chemische Kastration ist erfolgt, weil wir keine Lust auf Stress hatten, wenn in der Umgebung läufige Hündinnen waren.
Und ja, die chemische Kastration bewirkt genauso, wie die totale, dass ein Hund ruhiger wird. Dadurch, dass wir im Herbst die Kastration nicht verlängert haben, ist uns schon aufgefallen, dass sich sein Verhalten ein wenig geändert hat. Er ist nicht aggressiv geworden, aber wilder und dominanter unserer Hündin gegenüber.

Und nein, die totale Kastration kommt zunächst nicht in Frage, wenn er mit der chemischen wieder ruhiger wird. Das hängt mit einem Versprechen zusammen, das meine Mutter meinem verstorbenen Vater gegeben hat.

@ Roni:
Die Frau ist lediglich zur Wundversorgung ins Krankenhaus gebracht worden. Sie ist nach der Versorgung sofort wieder nach Hause gefahren.
Als wir heute Morgen mit ihr telefoniert haben, meinte sie, dass sie ab dem 10.03. wieder arbeiten gehen will. Die Wunde verheilt gut und hat sich nicht entzündet (was bei Hundebissen ja leider häufig vorkommt)
Die Kosten für den Arbeitsausfall und die Behandlung werden von der Hundehaftpflicht übernommen.

@ FM:
Danke für Deine Antwort. Damit hast Du mich schon weiter gebracht.
Natürlich wird der Hund jetzt in seinen Zwinger gesteckt, wenn Fremde da sind. Bisher haben wir das nur gemacht, wenn fremde Kinder da waren, aber jetzt werden wir mit Sicherheit kein Risiko mehr eingehen.
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Waschbärin
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Re: Hund beißt Haushälterin

Beitrag von Waschbärin » 01.03.14, 22:47

Das ist jetzt zwar OT, aber da es angesprochen wurde hier auch "mein Senf" dazu: Wenn der Hund eine Ressource verteidigt hat (= seinen Knochen), dann ist es völlig schnuppe ob er kastriert wird oder nicht. In der selben Situation kann, wenn Mensch das selbe Verhalten wieder zeigt, genau der selbe Vorfall wieder passieren. Egal ob Eier dran oder nicht...

Ansonsten hängt in diesem Fall alles davon ab welche Vorgaben es in Bezug auf die Versorgung von Hundebissen in Bayern's Kliniken gibt, und auch der Verfahrensweise des Arbeitgebers der Gebissenen, ob dieser Vorfall der zuständigen Ordnungsbehörde gemeldet wird oder nicht. Die Hundehalterin kann jetzt einfach nur abwarten ob sich diesbezüglich in den nächsten Tagen/Wochen etwas tut. Normalerweise geht das relativ schnell.

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