Anwalt sendet keine Durchschriften

Moderator: FDR-Team

rabenthaus
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Re: Anwalt sendet keine Durchschriften

Beitrag von rabenthaus »

Hallo

@ Krolik

Ihre ganze Konstruktion ist unmöglich, unzulässig und unbegründet. Vor dem Landgericht können Sie selber gar keine Anträge stellen. Ihr Feststellungsnatrag ist schon mangels Rechtschutzbedürfnis unzulässig.

Sie sollten noch einmal auf Start zurück gehen und vielleicht Ihr dürftiges Wissen aufpolieren.
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Kobayashi Maru
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Re: Anwalt sendet keine Durchschriften

Beitrag von Kobayashi Maru »

Da kann ich mich webelch nur anschließen. 887 ZPO? Vollkommen abwegig. Gerade dieser Gedanke zeigt, dass Sie wirklich keine Ahnung haben. Ihr Beitrag ist vor Halb"wissen" strotzendes Geschwurbel. Anders kann man das leider nicht bezeichnen.
SusanneBerlin hat geschrieben:Im Forum darf jeder seine unqualifizierte Meinung oder Erfahrungswerte schreiben.
Krolik
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Re: Anwalt sendet keine Durchschriften

Beitrag von Krolik »

rabenthaus hat geschrieben:Ihre ganze Konstruktion ist unmöglich, unzulässig und unbegründet.
Nicht ausgeschlossen. Bisher hat man sie noch nicht hinreichend überzeugend widerlegt.
rabenthaus hat geschrieben:Vor dem Landgericht können Sie selber gar keine Anträge stellen.
... solange diese im einzelnen vom kumulativen SV > 5000 EUR sind.
rabenthaus hat geschrieben:Ihr Feststellungsantrag ist schon mangels Rechtsschutzbedürfnis unzulässig.
Dies hängt damit zusammen, was der Dienstvertrag zwischen Mandant und RA vorsieht. Wenn die zügige Zusendung der Durchschriften als Teil der anwaltlichen Dienstleistung gilt, dann aber vertragswidrig und ohne wichtigen Grund nicht geleistet wird, so liegt sowohl das Rechtsschutzbedürfnis als auch die gute Chance des Obsiegens vor.
rabenthaus
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Re: Anwalt sendet keine Durchschriften

Beitrag von rabenthaus »

Hallo

@ Krolik

Jetzt schreiben Sie aber nur noch Schwachsinn. Wenn ein Verfahren vor dem Landgericht geführt wird dann herrscht Anwaltszwang. Dann können Sie keine Anträge stellen.

Wenn Sie ein Verfahren gegen B führen dann können Sie keine Anträge gegen Ihren Anwalt stellen.

Wenn Sie der Meinung sind Sie hätten Geld von Ihrem Anwalt zu erhalten, dann müssen Sier diesen Anspruch beziffern und vor dem Amtsgericht, oder je nach Höhe vor dem Landgericht einklagen. In dem Verfahren gegen den B können Sie nicht wegen anderer Ansprüche weitere Beklagte einführen.

Sie sind absolut auf dem Holzweg. Mein/ nunser Fehler hier war dass wir gedacht haben Sie hätten wenigstens rudimentäre Kenntnisse, aber leider jetzt einsehen müssen dass Ihnen jegliches Grundverständnis für die Materie fehlt. Interessant ist dass Sie trotzdem so selbstbewusst über alles schwadronieren obwohl Ihnen doch eigentlich sogar selber bekannt sein dürfte, dass Sie keine Ahnung haben wovon Sie eigentlich sprechen.
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Krolik
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Re: Anwalt sendet keine Durchschriften

Beitrag von Krolik »

rabenthaus hat geschrieben: Wenn Sie ein Verfahren gegen B führen dann können Sie keine Anträge gegen Ihren Anwalt stellen.
Warum? Es geht ja um dieselbe Angelegenheit. Wenn mir mein RA in dem Verfahren gegen B unbrauchbar mangelhafte Dienstleistungen verkauft, so hilft er B mittelbar, gegen meine Klage abzuwehren und den Streit zu gewinnen. Damit wird mein RA in gewissem Sinne zum Teil der Beklagtenpartei. Das LG kann eines Tages solche Ausführungen als wohl logisch einstufen.
rabenthaus hat geschrieben: Wenn Sie der Meinung sind Sie hätten Geld von Ihrem Anwalt zu erhalten, dann müssen Sie diesen Anspruch beziffern und vor dem Amtsgericht, oder je nach Höhe vor dem Landgericht einklagen.
Ich muss aber etwas anderes... Ich möchte, dass zunächst gerichtlich festgestellt wird, dass mein RA in einem oder anderen Aspekt seiner Arbeit im Verfahren gegen B unbrauchbar schlecht geleistet hat. Erst wenn der RA gegen die entsprechende Minderung seines Honorars meckert, gehe ich in die Widerklage (und das möglichst in einem Amtsgericht, um vom weiteren Anwaltszwang frei zu bleiben).
Dabei erlaubt sich eine Analogie mit dem Arzthaftungsverfahren. Der Medizingeschädigte klagt gegen den Arzt oder die Klinik nicht gleich. Er beantragt zunächst ein innengerichtliches Gutachten. Erst wenn dieses Gutachten ausreichend informativ ausfällt, fängt der Patient mit einer Klage an (wenn der Arzt hartnäckig ist). Kein Privatgutachten der Welt kann ein innengerichtliches Gutachten ersetzen!
Kobayashi Maru
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Re: Anwalt sendet keine Durchschriften

Beitrag von Kobayashi Maru »

:shock: :shock: :shock:
Haben wir es hier mit einem Helmes 63-Ableger zu tun??
SusanneBerlin hat geschrieben:Im Forum darf jeder seine unqualifizierte Meinung oder Erfahrungswerte schreiben.
rabenthaus
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Re: Anwalt sendet keine Durchschriften

Beitrag von rabenthaus »

Krolik hat geschrieben:
rabenthaus hat geschrieben: Wenn Sie ein Verfahren gegen B führen dann können Sie keine Anträge gegen Ihren Anwalt stellen.
Warum? Es geht ja um dieselbe Angelegenheit. Wenn mir mein RA in dem Verfahren gegen B unbrauchbar mangelhafte Dienstleistungen verkauft, so hilft er B mittelbar, gegen meine Klage abzuwehren und den Streit zu gewinnen. Damit wird mein RA in gewissem Sinne zum Teil der Beklagtenpartei. Das LG kann eines Tages solche Ausführungen als wohl logisch einstufen.
rabenthaus hat geschrieben: Wenn Sie der Meinung sind Sie hätten Geld von Ihrem Anwalt zu erhalten, dann müssen Sie diesen Anspruch beziffern und vor dem Amtsgericht, oder je nach Höhe vor dem Landgericht einklagen.
Ich muss aber etwas anderes... Ich möchte, dass zunächst gerichtlich festgestellt wird, dass mein RA in einem oder anderen Aspekt seiner Arbeit im Verfahren gegen B unbrauchbar schlecht geleistet hat. Erst wenn der RA gegen die entsprechende Minderung seines Honorars meckert, gehe ich in die Widerklage (und das möglichst in einem Amtsgericht, um vom weiteren Anwaltszwang frei zu bleiben).
Dabei erlaubt sich eine Analogie mit dem Arzthaftungsverfahren. Der Medizingeschädigte klagt gegen den Arzt oder die Klinik nicht gleich. Er beantragt zunächst ein innengerichtliches Gutachten. Erst wenn dieses Gutachten ausreichend informativ ausfällt, fängt der Patient mit einer Klage an (wenn der Arzt hartnäckig ist). Kein Privatgutachten der Welt kann ein innengerichtliches Gutachten ersetzen!
Hallo

@ Krolik

1. Nein der Anwalt wird dadruch nicht zum Teil der Beklagtenpartei. Der Antrag ist schon unzulässig. Entweder er ist Ihr Anwalt, oder er ist Beklagter. Er kann aber nicht beides gleichzeitig sein. Außerdem haben die Sachverhalte auch nichts miteinader zu tun. In dem Verfahren gegen den B wollen Sie etwas ganz anderes als in dem Verfahren gegen den Anwalt. Auch in einem Verfahren gegen den Anwalt wäre Ihr Feststellungsantrag unzulässig, da Sie selbst wenn Sie gewinnen immer noch kein Geld hätten und mit der Feststellung auch keine Grundlage für eine Aufrechnung geschaffen wäre, da der Betrag ja nicht beziffert ist.

2. Ihr Vergleich mit der Arzthaftung gibt Sie endgültig der Lächerlichkeit preis. Ein geriochtliches Gutachten gibt es grundsätzlich nur in einem gerichtlichen Verfahren. Also muss die Klage gegen den Arzt schon laufen da ansonsten kein Gericht ein Gutachten in Auftrag geben kann.

3. Bei Dienstleistungen gibt es keine Schlechtleistung die zu einer Minderung des Entgeltes führen kann. Selbst wenn irgendein Gericht feststellen sollte, was wir ja nicht wissen, dass Sie keine Durchschriften erhalten haben, können Sie deshalb nicht legal das Honorar drücken. Im Übrigen, wie nutzt es dem B, wenn Sie die Durchschriften nicht erhalten? Sie beschäftigen sich doch sowieso nicht mit dem eigentlichen Fall, sondern nur damit wie Sie Ihrem Anwalt am Zeug flicken können.
Wir sind dafür, dass wir dagegen sind.
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Re: Anwalt sendet keine Durchschriften

Beitrag von Krolik »

Danke für Ihre Geduld. :wink:
rabenthaus hat geschrieben:Ihr Vergleich mit der Arzthaftung gibt Sie endgültig der Lächerlichkeit preis. Ein gerichtliches Gutachten gibt es grundsätzlich nur in einem gerichtlichen Verfahren. Also muss die Klage gegen den Arzt schon laufen da ansonsten kein Gericht ein Gutachten in Auftrag geben kann.
Im deutschen Recht gibt es aber ein glänzendes Werkzeug: Selbständiges Beweisverfahren! Von diesem macht der Medizingeschädigte oft einen Gebrauch... Warum kann denn der "Anwaltsgeschädigte" nicht ähnlich verfahren?
rabenthaus hat geschrieben:Bei Dienstleistungen gibt es keine Schlechtleistung die zu einer Minderung des Entgeltes führen kann. Selbst wenn irgendein Gericht feststellen sollte, was wir ja nicht wissen, dass Sie keine Durchschriften erhalten haben, können Sie deshalb nicht legal das Honorar drücken.
Natürlich muss sowohl die haftungsbegründende als auch die haftungsausfüllende Kausalität nachgewiesen werden, was im Fall eines schlecht geleisteten RA genauso wenig problematisch sein sollte, wie im Fall eines ungeschickten Arztes.
rabenthaus
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Re: Anwalt sendet keine Durchschriften

Beitrag von rabenthaus »

Hallo

das selbständige Beweisverfahren ist aber auch ein gerichtliches Verfahren. Auch das können Sie nicht mit eine anderen Verfahren gegen eine Dritten einfach so verbinden.

Für Verfahren mit / gegen den Anwalt ist so etwas schlicht und ergreifend nicht vorgesehen Es würde auch nichts bringen, da in diesem verfahren nur die Tatsache festgestellt würde dass er Ihnen keine Abschriften geschickt hat. Für den möglichen Schadensersatzanspruch bedeutet das noch überhaupt nichts.
Wir sind dafür, dass wir dagegen sind.
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Re: Anwalt sendet keine Durchschriften

Beitrag von Krolik »

rabenthaus hat geschrieben:Das selbständige Beweisverfahren ist aber auch ein gerichtliches Verfahren.
Es kann aber vor der Klageerhebung gegen den Arzt (oder den Anwalt) eingeleitet und sogar abgeschlossen werden. :idea:
Reine Lächerlichkeit gibt es hier nicht...
rabenthaus hat geschrieben:Auch das können Sie nicht mit einem anderen Verfahren gegen eine Dritte einfach so verbinden. Für Verfahren gegen den Anwalt ist so etwas schlicht und ergreifend nicht vorgesehen.
Trotz dem soll irgendein robustes Werkzeug auch gegen unbrauchbare Dienstleistungen eines RA existieren! Mit RA besteht noch ein technisches Problem, dass die Gerichtsakten durch das LG (der Hauptsache) blockiert sind. Und ohne diese kann das jeweilige Gericht des Anwaltshaftungsverfahrens nicht agieren, schon nicht einmal frühzeitige Beweiserhebung einleiten. Daher auch der Gedanke mit einer Nebenklage im Hauptverfahren des LG selbst...
rabenthaus hat geschrieben:Es würde auch nichts bringen, da in diesem Verfahren nur die Tatsache festgestellt würde, dass er Ihnen keine Abschriften geschickt hat. Für den möglichen Schadensersatzanspruch bedeutet das noch überhaupt nichts.
Sie greifen nur einen der mehreren Aspekte des hypothetischen Feststellungsverfahrens auf, weil Sie den Anfang der Diskussion aus dem Gedächtnis gelassen haben. Man könnte aber den Feststellungsantrag tatsächlich als Stufenklage gestalten: Falls die Unterlassung der zügigen Zuleitung der Abschriften seitens des RA festgestellt wird, beantrage ich noch festzustellen, dass diese Unterlassung gegen den Dienstvertrag zwischen RA und mir (Mandant) verstoßen ist und eine unbrauchbar mangelhafte Dienstleistung (i.S.v. Hinweis auf die Präjudiz) darstellt.
Und, weiter nichts... warten.
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Re: Anwalt sendet keine Durchschriften

Beitrag von Hafish »

Krolik hat geschrieben:Im deutschen Recht gibt es aber ein glänzendes Werkzeug: Selbständiges Beweisverfahren! Von diesem macht der Medizingeschädigte oft einen Gebrauch... Warum kann denn der "Anwaltsgeschädigte" nicht ähnlich verfahren?
Weil im Gesetz ausdrücklich steht, dass es nicht geht? :idea:

Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung. Lesen wir also gemeinsam § 485 ZPO. Diese mit "Zulässigkeit" (des selbständigen Beweisverfahrens) überschriebene Norm regelt, man glaubt es kaum, wann das selbständige Beweisverfahren zulässig ist und wann nicht. Wie man dem Absatz 2 entnehmen kann, ist das selbständige Beweisverfahren außerhalb eines bereits anhängigen Rechtsstreits nur möglich bezüglich der Feststellung
1. des Zustandes einer Person oder des Zustandes oder Wertes einer Sache,
2. der Ursache eines Personenschadens, Sachschadens oder Sachmangels, oder
3. des Aufwandes für die Beseitigung eines Personenschadens, Sachschadens oder Sachmangels.

Die Frage, ob ein Anwalt eine schlechte Leistung erbracht hat, ist was? Genau, nichts von alledem. Und damit war es das für ihre "tolle" Idee.

Wenn Sie meinen, der Anwalt habe keinen Honoraranspruch, dann haben Sie genau drei Möglichkeiten. Erstens, Sie klagen direkt (im Hauptverfahren) auf Feststellung, dass er keine Ansprüche gegen Sie habe (natürlich brauchen Sie dann ein entsprechendes Feststellungsinteresse). Möglichkeit zwei ist: Sie lassen ihn klagen und wenden gegen diesen Klageanspruch ein, dass der Anspruch nicht bestehe. Möglichkeit drei wäre die Kombination davon; sie lassen ihn klagen und erheben dann Feststellungswiderklage, dass der Anwalt auch keinen weiteren Honoraranspruch (oder sonstwas) aus dem Anwaltsvertrag hat - auch hier sollten sie allerdings ein Feststellungsinteresse vorweisen können.
Kritik kann subjektiv als verletzend empfunden werden und ist daher generell zu unterlassen. - jaeckel
;)
rabenthaus
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Re: Anwalt sendet keine Durchschriften

Beitrag von rabenthaus »

Hallo

@ Krolik

und schon wieder : Auch die Stufenklage ist ein gerichtliches Klageverfahren. Also müssen Sie auch da wieder eine Klage einreichen. In dem anderen Verfahren, dem vor dem Landgericht können Sie die Stufenklage gegen den Anwalt nicht unterbringen.

Eine Stufenklage sieht im Übrigen auch so aus, dass erst eine Auskunft und danach eine Leistung basierend auf dem Ergebnis der Auskunft gefordert wird. Ein Antrag das Festgestellt werden soll, dass der Anwalt verpflichtet ist Ihnen Unterlagen zu schicken oder das er pflichtwidrig vergessen hat Ihnen diese zu senden ist unzulässig. Eghal welche Tricks und Schliche Sie auch noch finden, Sie werden die begehrte Feststellung von keinem deutschen Gericht jemals erhalten. Und schon garnihct während Ihr Anwalt Sie noch gegen einen anderen Beklagten vertritt. Schlagen Sie sich doch einfach diesen bodenlosen Schwachsinn aus dem Kopf.

Wenn Sie mit dem Anwalt nicht zufrieden sind dann kündigen Sie ihm das Mandat und holen einen anderen an Bord. Alles andere ist Kindergartebn und führt nirgendwo hin.
Wir sind dafür, dass wir dagegen sind.
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