SChweigepficht

Moderator: FDR-Team

chremus
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Versicherung zahlt nicht

Beitrag von chremus »

Was passiert wenn die Rechtschutzversicherung nicht zahlt, weil
1. die Gebührenberechnung des Anwaltes nicht anerkannt wird
2. der Anwalt eigenmächtig handelt.

Mein ehemaliger Anwalt hat mit 2 Vollmachten 8 verschiedene Verfahren eröffnet und ich soll nun mind. 8 *150€ Selbstbeteiligung zahlen.
Das war zu keiner Zeit vereinbart. Auch die Versicherung will nicht zahlen.

Der Anwalt hat mich auch über nichts informiert, keine Abschriften oder einen aktuellen Stand. Nach nunmehr über 3 Jahren, ich hatte schon alles verdrängt, sendete er mir 8 Rechnungen über eine Gesamtsumme von 6.000€ ein.
Wer haftet nun?

Bitte keine Antwort von Anwaltslobbyisten. bitte auch insbesondere von Ihnen keine Anwort Herr Nordlicht14

Elyss
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Re: Versicherung zahlt nicht

Beitrag von Elyss »

Die Antwort wird hier nicht anders ausfallen als im anderen Thread: letzlich wird der Anwalt vermutlich versuchen, das Geld beim Auftraggeber einzuklagen und dann wird ein Richter zu entscheiden haben.

Dann kann je nach Ausgang des Verfahrens der Versicherungsnehmer versuchen, seine RS-Versicherung auf Übernahme der Kosten zu verklagen
Grüßle

Elyss

nordlicht02
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Re: Versicherung zahlt nicht

Beitrag von nordlicht02 »

chremus hat geschrieben: Bitte keine Antwort von Anwaltslobbyisten. bitte auch insbesondere von Ihnen keine Anwort Herr Nordlicht14
Oder kurz gesagt: Nur Wunschantworten, die der TE hören möchte. :roll:
„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“ (Hanns Joachim Friedrichs)

chremus
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Re: SChweigepficht

Beitrag von chremus »

Meine größte Sorge ist einzig und allein, dass mein derzeitiger Arbeitgeber davon erfährt, dass ich einen Arbeitsgerichtsprozess geführt habe und hierüber Information durch meinen Ex-Anwalt oder durch das Gericht erfährt.

webelch
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Re: Versicherung zahlt nicht

Beitrag von webelch »

Warum ein neuer Thread?

@admin: Können wir das mit dem Thread hier http://www.recht.de/phpbb/viewtopic.php?f=4&t=258169 zusammenführen?

Nordlicht14
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Re: SChweigepficht

Beitrag von Nordlicht14 »

Auch, wenn Sie dies nun das vierte Mal ins Forum einstellen, verändert sich die Rechtslage nicht.

Wenn Ihr Anwalt Sie verklagt - was er durch Mahnbescheid wohl schon getan hat - auf Zahlung, können Sie entweder den Betrag und die Prozesskosten für das Mahnverfahren bezahlen, oder aber es auf die Entscheidung durch das Gericht ankommen lassen. Der Richter wird entscheiden, ob Ihr Anwalt einen Anspruch auf die geltend gemachten Forderungen hat, anhand Ihrer Einwendungen und anhand der Darlegung des Anwalts zu seinen Forderungen nach Grund und Höhe, und je nachdem geht das Urteil aus.
Sollten Sie zur Zahlung verurteilt werden und die Forderungen berechtigt sein, würde Ihr Anwalt diese Urteilsforderung nebst sämtlichen Prozesskosten vollstrecken. Welche Art der Vollstreckung er wählt, ist ihm überlassen. Selbstverständlich kann er in Ihr laufendes Gehalt pfänden bis zur Höhe der Pfändungsfreigrenze.
Wenn Sie durch Urteil zur Zahlung verpflichtet werden, können Sie dies Ihrer RSV nochmals zur Prüfung vorlegen, ob sie davon einen Teil übernimmt. Falls nicht, prüfen Sie gründlich die Versicherungspolice, die Allgemeinen Versicherungsbedingungen, die Ihrem Vertrag zugrunde liegen, ob dies versichert ist, und falls ja, können Sie eine Deckungsklage gegen Ihre Rechtsschutzversicherung erheben. Wenn der Forderungsbetrag nicht versichert ist, zahlen Sie dies - wie alle Mandanten - selbst.
Wenn das Urteil die Klage des Anwalts abweist, ist das für Sie erledigt, es sei denn, Ihr Anwalt legt Berufung ein. Diese müssen Sie dann durch einen - anderen - Anwalt führen lassen.

Damit dürfte Ihre Frage erschöpfend behandelt worden sein und benötigt es kein weiteres Mal, einen neuen Thread zu eröffnen.

Michael A. Schaffrath
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Re: SChweigepficht

Beitrag von Michael A. Schaffrath »

chremus hat geschrieben:Meine größte Sorge ist einzig und allein, dass mein derzeitiger Arbeitgeber davon erfährt, dass ich einen Arbeitsgerichtsprozess geführt habe und hierüber Information durch meinen Ex-Anwalt oder durch das Gericht erfährt.
Warum sollte Ihr aktueller AG über einen Prozeß gegen einen früheren AG informiert werden? Dazu gibt es weder seitens des Gerichtes noch seitens des Ex-Anwalts einen Grund. Der Ex-Anwalt hat darüber hinaus diesbezüglich eine Schweigepflicht. Die hindert ihn zwar nicht an der Betreibung von Honorarforderungen, aber ich sehe keine Konstellation, in der er berechtigt den aktuellen AG über Details des streitgegenständlichen Mandates informieren dürfte.
DefPimp: Mein Gott
Biber: Nö, war nur M.A.S. Aber hier im Forum ist das schon ziemlich dicht dran.

Chabos wissen, wer der M.A.S. ist.

Nordlicht14
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Re: SChweigepficht

Beitrag von Nordlicht14 »

Er wird dann mit einrm Titel, wenn Sie nicht bezahlen, Ihr Gehalt pfänden. Dort steht aber nichts von dem Arbritsgerichtsprozess. Es wird ein Titel sein eohl des Landgerichts oder Amtsgerichts, so dass der neue Arbritgeber nur sieht, dass Sie einen Anwalt nicht freiwillig bezahlten. Der Inhalt des Prozesses ist nicht erkennbar. Manche Arbeitgeber ziehen allerdings Konsequenzen, wenn Pfändungen herein kommen und sich ungeregelte finanzielle Verhältnisse offenbaren. Vielleicht pfändet er ja aber auch direkt in ihr Konto.

chremus
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Re: SChweigepficht

Beitrag von chremus »

Im April habe ich einen Termin vor dem Amtsgericht.
Nun legt der Anwalt eine Telefonnotiz vor, Inder seine Angestellte behauptet ich hätte gesagt, dass ich alle offene Forderungen bezahlten wolle.
Tatsächlich wollte ich lediglich eine Übersicht über alle offenen Forderungen.
Wie ist eine Telefonnotiz vor Gericht zu bewerten, der ich widerspreche?

FelixSt
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Re: SChweigepficht

Beitrag von FelixSt »

chremus hat geschrieben:Wie ist eine Telefonnotiz vor Gericht zu bewerten, der ich widerspreche?
Genauso wie andere, sich widersprechende Aussagen: Der Richter wird sich ein Urteil bilden, wem er glaubt.
Ich empfehle jedem, selbst zu denken und es sich nicht von unseren Forengutmenschen wie z.B. lottchen abnehmen zu lassen.

chremus
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Re: SChweigepficht

Beitrag von chremus »

Aber ist dies überhaupt eine Anerkenntnis einer Schuld?
Wenn ich sage ich würde gerne zahlen wenn ich könnte? Weil wer zahlt schon gerne?
Genauer soll ich folgendes gesagt haben, gemäß Notiz
"Ich wolle gerne bezahlen, wüsste aber nicht wie. Ich wöllte mit dem Anwalt sprechen, woher die ganzen Rechnungen kommen und warum nicht alles über seine Versicherung abgewickelt wurde. ich bäte um Rückruf, um die Angelegenheit zu besprechen."
Allerdings hat der Anwalt nicht zurückgerufen. Und eine Forderungsübersicht habe ich auch nicht erhalten.

Tatsächlich habe ich aber gesagt: " Wenn ich bezahlen müsse, wöllte ich gerne wissen wie viel."

Ergänzend, der Anwalt hat 8 Verfahren eröffnet. Unter anderem stellt er ein Schlichtungsgespräch in Rechnung, dass nicht stattgefunden hat.
Er hat nicht teilgenommen mit der Begründung, " er liese sich nicht unter Druck setzen."
Einen neuen Termin hat er aber auch nicht ausgemacht. Ich erhielt daraufhin eine fristlose Kündigung.
Als Beweis für diese Rechnung hat er eine nicht unterschriebene Vollmacht vorgelegt.

Oce
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Re: Gebührenschinderei durch Anwalt

Beitrag von Oce »

chremus hat geschrieben:Ich erhielt meine Kündigung Anfang 2011 durch meinen AG. Gegen diese Kündigung bin ich vorgegangen und habe ein Anwaltsbüro bauftragt. Der Anwalt hat mir zahlreiche Fragen gestellt, z.B. ob Ansprüche aus Überstunden, Reisekosten, urlaubstage usw. bestünden. Ich beantworte diese mit JA.
Dann habe ich ne Vollmacht unterschrieben. Den Schriftverkehr mit meinem EX AG durch den Anwaltkenne ich nicht.
Keine Inormation über das war er tut
Ich wurde dann misstrauisch meine Vers. drohte mit Kündigung, wegen den überhohten Rg. des Anwaltest, die ich alle nicht kenne. Daraufhin habe ich auf einen Vergleich mit dem AG gedrängt, der dann im Frühjahr 2011 erfolgte. Danach erklärte ich dem Anwalt, dass er seine SR machen sollte, damit war der Vorgang für mich abgeschlossen.
Seit Frühjahr 2014 stellt der Anwalt mir Rechnungen die mir unerklärlich sind
unteranderem wegen

Urlaubsanspruch,
Reisekosten
Überstunden
Betriebsrat und und
Der Anwalt hat mir versichert ich hätte nichts zu befürchten und ich müsse nur einmal die Selbstbeteilung bezahlen.

Die erste Instanz ist vor einen Arbeitsgericht sogar kostenlos und würde da eh noch keinen Anwalt einschalten, da es ohnehin in der Regel auf einen Vergleich hinausläuft, aber dieses sollte man so formulieren, dass feste Beträge genannt werden für den Fall das man es einklagen muß.

Ich habe auch schon einmal vor das Arbeitsgericht ziehen müssen, habe aber keine Beträge im Vergleich mit aufgenommen aus Unwissenheit, aber mein Ex-Arbeitgeber zahlte anstandslos, da hatte ich Glück, ist wohl nicht immer so.

Nordlicht14
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Re: SChweigepficht

Beitrag von Nordlicht14 »

Den Sachverhalt kann hier niemand ohne Studium der Mandatsakten beurteilen und prüfen.

Sie werden im April dann sehen, wie das Urteil ausgehen wird.

chremus
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Re: SChweigepficht

Beitrag von chremus »

Morgen wäre Terminladung vor dem Amtsgericht gewesen. Dieser Termin wurde nun zum dritten mal vom Anwalt verschoben.
Diesmal allerdings sehr kurzfristig. Habe also extra Urlaub genommen.
Kann ich verhindern das der Anwalt sich ständig drückt und das Gericht auffordern einer Verschiebung nicht mehr zuzustimmen?

Der Anwalt beruft sich bei seiner Gebührenschinderei auf ein Gutachten der Anwaltskammer. Ich bezweifle, dass es dieses Gutachten gibt. Aber wenn, hätte mich die Anwaltskammer bei deren angebliches Gutachten nicht anhören müssen. Vollmachten für seine zahlreichen REchnungen (Überstunden, Schlichtung, Urlaubanspruch, Reisekosten) hat er nicht. Es lag ja auch kein Auftrag vor.

chremus
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Re: SChweigepficht

Beitrag von chremus »

Hallo,

vergangene Woche war nun Termin vor dem Amtsgericht. An dem ich erschienen bin, aber der Kläger nicht. Er hat sich kurzfristig krank gemeldet. Zuvor hat er das Gericht angeschrieben den Termin und Prozess aufzuheben. Der Prozess wurde bereits mehrmals wegen dem Kläger verschoben.

Der Kläger( mein ehemaliger Anwalt) legte aber zuvor eine nicht unterschriebene Vollmacht vor und erklärte das unterschriebene Original zum Prozess mitzubringen. Er ist ja nicht erschienen und bisher wurde sie aber nicht vorgelegt.
Das Neuste ist. dass es mich anzeigen wird wegen Prozessbetrug?
Was muss ich nun tun?

Trotz Rechtsschutzversicherung möchte der Anwalt mittlerweile 5.500€. die Versicherung erkennt weiterhin einen GEbührenschwindel und will nicht zahlen.

mfg

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