Satz im Arbeitszeugnis negativ

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Bella17
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Satz im Arbeitszeugnis negativ

Beitrag von Bella17 » 04.08.16, 17:17

Hallo zusammen,

wie ist folgender Satz in einem Arbeitszeugnis zu werten?

Persönliche Belange stellte XXX bei Notwendigkeit stets zurück.


Vielen Dank!!!




Wie ist die Rechtslage?

FelixSt
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Re: Satz im Arbeitszeugnis negativ

Beitrag von FelixSt » 04.08.16, 17:22

Schauen Sie mal in die Überschrift des von Ihnen erstellten Threads; da steht die Antwort auf Ihre Frage, wie der Satz zu bewerten ist.
Ich empfehle jedem, selbst zu denken und es sich nicht von unseren Forengutmenschen wie z.B. lottchen abnehmen zu lassen.

Lemmy1983
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Re: Satz im Arbeitszeugnis negativ

Beitrag von Lemmy1983 » 04.08.16, 18:11

FelixSt hat geschrieben:Schauen Sie mal in die Überschrift des von Ihnen erstellten Threads; da steht die Antwort auf Ihre Frage, wie der Satz zu bewerten ist.

Das war jetzt eine sehr konstruktive Antwort und bringt den Themenersteller mit Sicherheit weiter. :shock: :ironie:

Ihr geht es wohl eher darum, wie dieser Satz auszulegen ist..

FelixSt
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Re: Satz im Arbeitszeugnis negativ

Beitrag von FelixSt » 04.08.16, 18:17

OK, gern. Der Satz ist folgendermaßen auszulegen:

XXX hat sich während ihrer Tätigkeit für unser Haus überwiegend mit sich selbst, privaten Kollegengesprächen, Klatsch, Tratsch, dem Internet und ihrem Mobiltelefon beschäftigt. Wenn es in besonderen Fällen dringend erforderlich war, stellte sie diese Betätigungen jedoch vorübergehend zurück und kam ausnahmsweise ihren arbeitsvertraglich geschuldeten Obliegenheiten nach.
Ich empfehle jedem, selbst zu denken und es sich nicht von unseren Forengutmenschen wie z.B. lottchen abnehmen zu lassen.

winterspaziergang
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Re: Satz im Arbeitszeugnis negativ

Beitrag von winterspaziergang » 04.08.16, 18:37

Bella17 hat geschrieben:Hallo zusammen,

wie ist folgender Satz in einem Arbeitszeugnis zu werten?

Persönliche Belange stellte XXX bei Notwendigkeit stets zurück.
Das kritische ist hervorgehoben.
Mögliche Interpretation: XXX waren die persönlichen Belange stets wichtiger als die Arbeit, er/sie war mehr mit privatem, denn beruflichem befasst. Nur nach endlosen Diskussionen liess er/sie sich dazu herab, Dinge außerhalb der Pflichten zu erledigen oder auch mal zu Gunsten der Arbeit auf seine/ihre eigenen Interessen zu verzichten.

Bella17
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Re: Satz im Arbeitszeugnis negativ

Beitrag von Bella17 » 04.08.16, 18:39

Danke für die Antworten.
Aber wie der Satz auszulegen ist dachte ich mir schon, negativ. Es wurde nur nach dringlichen Bitten mit Androhung der Peitsche gearbeitet, so verstehe ich den Satz. Aber was ich verstehe und was andere verstehen sind ja zwei paar Schuhe ;) Wenn man darin bestätigt wird ist das gut. oder auch nicht..... ;)

Elektrikör
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Re: Satz im Arbeitszeugnis negativ

Beitrag von Elektrikör » 04.08.16, 18:51

Hallo,

ich seh´s anders:
wenn der Rest des Zeugnisses positiv ist, könnte man hier herauslesen, daß X auch länger blieb (wenn notwendig), obwohl er privat was vorhatte


MfG
Alles hier von mir geschriebene stellt meine persönlichGanzFürMichAlleineMeinung dar
Falls in einer Antwort Fragen stehen, ist es ungemein hilfreich, wenn der Fragesteller diese auch beantwortet

SusanneBerlin
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Re: Satz im Arbeitszeugnis negativ

Beitrag von SusanneBerlin » 04.08.16, 18:55

Man muss das ganze Zeugnis kennen um eine Abschätzung machen zu können. Der Satz kann auch "gut gemeint, aber schlecht gemacht" sein. Es kommt auf den Kontext an, ob auch sonst nur höchstens durchschnittliche Keistungen bescheinigt und negative Formulierungen verwendet werden, oder ob das Zeugnis einen wohlwollenden, aber laienhaft formulierten Eindruck ergibt.

Es wäre aber wahrscheinlich besser, diesen Satz zu oder wenigstens das "bei Notwendigkeit" streichen zu lassen.
Grüße, Susanne

Bella17
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Re: Satz im Arbeitszeugnis negativ

Beitrag von Bella17 » 04.08.16, 18:55

Elektrikör hat geschrieben:Hallo,

ich seh´s anders:
wenn der Rest des Zeugnisses positiv ist, könnte man hier herauslesen, daß X auch länger blieb (wenn notwendig), obwohl er privat was vorhatte


MfG

Würde das nicht eher unter Einsatzbereitschaft geführt werden??

Bella17
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Re: Satz im Arbeitszeugnis negativ

Beitrag von Bella17 » 04.08.16, 18:59

SusanneBerlin hat geschrieben:Man muss das ganze Zeugnis kennen um eine Abschätzung machen zu können. Der Satz kann auch "gut gemeint, aber schlecht gemacht" sein. Es kommt auf den Kontext an, ob auch sonst nur höchstens durchschnittliche Keistungen bescheinigt und negative Formulierungen verwendet werden, oder ob das Zeugnis einen wohlwollenden, aber laienhaft formulierten Eindruck ergibt.

Es wäre aber wahrscheinlich besser, diesen Satz zu oder wenigstens das "bei Notwendigkeit" streichen zu lassen.
Das könnte sogar zutreffen, gut gemeint, schlecht gemacht. Das ganze Zeugnis liest sich schlecht, nicht inhaltlich, vom Aufbau. Aber das würde den Satz nicht besser machen, in meinen Augen fällt er neben dem generell schlechte geschrieben Zeugnis sehr negativ auf.

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Re: Satz im Arbeitszeugnis negativ

Beitrag von Tastenspitz » 05.08.16, 04:44

Man könnte auch den AG fragen, was er damit ausdrücken will, weil man es selber negativ interpretiert. Wenn dieser dann eigentlich etwas positives
Elektrikör hat geschrieben: daß X auch länger blieb (wenn notwendig), obwohl er privat was vorhatte
damit zum Ausdruck bringen wollte, dürfte es ein leichtes sein, dass dann umzuformulieren.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

Pünktchen
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Re: Satz im Arbeitszeugnis negativ

Beitrag von Pünktchen » 06.08.16, 12:26

Tastenspitz hat geschrieben:Man könnte auch den AG fragen, was er damit ausdrücken will, weil man es selber negativ interpretiert.
Und was willst du mit dem Wissen anfangen? Viel Interessanter wäre es, wie den Satz AG, bei denen man sich bewirbt interpretieren. Oder willst du in die Bewerbung schreiben: "Den folgenden Satz im Arbeitszeugnis hat der AG positiv gemeint...".

Ich würde mich eher auf die anderen Sätze konzentrieren.

Evariste
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Re: Satz im Arbeitszeugnis negativ

Beitrag von Evariste » 06.08.16, 16:50

Pünktchen hat geschrieben:
Tastenspitz hat geschrieben:Man könnte auch den AG fragen, was er damit ausdrücken will, weil man es selber negativ interpretiert.
Und was willst du mit dem Wissen anfangen?
Hat er doch geschrieben...
Tastenspitz hat geschrieben:Wenn dieser dann eigentlich etwas positives damit zum Ausdruck bringen wollte, dürfte es ein leichtes sein, dass dann umzuformulieren.

Grown
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Re: Satz im Arbeitszeugnis negativ

Beitrag von Grown » 08.08.16, 14:00

Ich würde dazu raten etwas Geld in einen Anwalt zu investieren und das gesamte Zeugnis prüfen lassen.
ggf. kann der Anwalt dann auch gleich entsprechende Passagen verbessern und man gibt das Zeugnis mit den Änderungswünschen zurück.
"Ich habe Dir also die Wahrheit erzählt, von einem gewissen Standpunkt aus." - Obi Wan Kenobi

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