Verzwickte Angelegenheit

Recht rund ums Tier

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Renee1986
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Verzwickte Angelegenheit

Beitrag von Renee1986 » 04.06.17, 12:28

Hallo ihr lieben,

Ich habe folgenden Fall:

Person C hat einen Hund, Mit Kaufvertrag, gekauft von Person B. Person B wiederum hat den Hund von Person A gekauft mit einer Ratenzahlungsvereinbarung, die diese jedoch nicht vollständig erfüllt hat, wie ich nun in Erfahrung gebracht habe. Der Kaufvertrag zwischen Personen A und B wurde nur mündlich geschlossen, da diese beiden Personen im Verwandtschaftsverhältnis stehen.

Jetzt behauptet jedoch Person A, den Hund, vier Monate lang (alter 7 Monate) ,nur dort in Pflege gehabt zu haben bis der vollständige Kaufpreis ab bezahlt ist.

Beim Erwerb des Hundes war Person C dies nicht bekannt, das kam erst weil Person C per Social-Network-Portal [Name geändert] von Person A angeschrieben wurde und mitgeteilt bekommen hat, den Hund sofort wieder abzugeben oder 950 € Kaufpreis zu bezahlen, da Person B Ihrer Meinung nach unberechtigt war den Hund weiter zu verkaufen, da er noch nicht fertig bezahlt war (oder nur in Pflege, da gibt es sehr viel wiedersprüche).

Person C hat zwischenzeitlich mit dem Züchter gesprochen, da Person A die Papiere noch nicht erhalten hat, da diese wiederum den Hund auch noch nicht bezahlt hat.

Den EU-Inpfpass Hat Person C im Besitz und den Hund mittlerweile auch schon seit drei Wochen.

Meine Frage hierzu, wie sieht es für Person C nun rechtlich aus? Muss sie den Hund Person A wieder zurückgeben? Welche rechtlichen Konsequenzen bestehen?

Vielen Dank schon mal im Voraus und ich hoffe, er versteht die Frage
Zuletzt geändert von Renee1986 am 04.06.17, 12:49, insgesamt 1-mal geändert.

SusanneBerlin
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Re: Verzwickte Angelegenheit

Beitrag von SusanneBerlin » 04.06.17, 12:38

Hallo,
Muss sie den Hund Personal wieder zurückgeben?
Person C muss den Hund nicht zurückgeben.

Welche rechtlichen Konsequenzen bestehen?
Für Person C keine. Person C hat den Hund rechmäßig gekauft.

Person C muss es nicht kümmern, ob Person C die Vereinbarung mit Person A eingehalten hat. Das ist ein Problem zwischen A und B.

Person C muss es auch nicht kümmern, ob Person A den Züchter bezahlt hat. Das ist ein Problem zwischen A und dem Züchter.
Person C hat einen Hund, Mit Kaufvertrag, gekauft von Person B.
Was sagt der Vertrag zur Aushändigung von Papieren?
Grüße, Susanne

Renee1986
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Re: Verzwickte Angelegenheit

Beitrag von Renee1986 » 04.06.17, 12:49

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Da Person C beim Kauf nicht bekannt war, dass Papiere bestehen, war nur der Impfpass aufgeführt.

Jetzt droht Person A die Polizei und das Veterinäramt einzuschalten, da diese ja als Eigentümer in den Papieren (eventuell Stammbaum) eingetragen sind, dass der Hund Ihnen gehöre. Oder eben Person C bezahlt nochmal Geld.
Zuletzt geändert von Renee1986 am 04.06.17, 13:01, insgesamt 2-mal geändert.

SusanneBerlin
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Re: Verzwickte Angelegenheit

Beitrag von SusanneBerlin » 04.06.17, 12:58

Da Person C beim Kauf nicht bekannt war, dass Papiere bestehen, war nur der Impfpass aufgeführt.
Wenn nicht vereinbart wurde, dass Person C außer dem Impfpass noch weitere Papiere erhält, hat A auch kein Recht darauf, irgendwelche weiteren Papiere zu erhalten.
Jetzt droht Person A die Polizei und das Veterinäramt einzuschalten, da diese ja als Eigentümer in den Papieren (eventuell Stammbaum) eingetragen sind, dass der Hund Ihnen gehöre. Oder eben Person C bezahlt nochmal Geld.
Weder die Polizei noch das Veterinäramt werden sich da einmischen. Es ist nicht deren Aufgabe zu entscheiden, wer Eigentümer des Hundes ist.
Grüße, Susanne

Renee1986
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Re: Verzwickte Angelegenheit

Beitrag von Renee1986 » 04.06.17, 13:01

Noch ein Problem hat sich aufgetan:

Die Schwester von Person C hat dieser gerade mitgeteilt, dass Person B nun sagen will der Vertrag sei nicht echt, und nur so aus Spaß, da sie nun rechtliche Konsequenzen fürchtet. Natürlich wurde er eigenhändig unterschrieben und das in doppelter Ausführung.

Entschuldigt die Ausführungen, ich bin seid 3 Tagen sehr erschüttert und traurig über den Umstand.

Glg und vielen Dank.

SusanneBerlin
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Re: Verzwickte Angelegenheit

Beitrag von SusanneBerlin » 04.06.17, 13:08

Wenn Person B aus Spaß zur Schwester von Person C sagt, der Vertrag sei nicht echt dann hat das keine rechtlichen Konsequenzen für Person C.

Sind die Personen B und C volljährig?
Grüße, Susanne

Renee1986
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Re: Verzwickte Angelegenheit

Beitrag von Renee1986 » 04.06.17, 13:12

Person C sagte, der Vertrag sei nur so aus Spaß, also nicht echt. Ich verstehe die Aussage nicht so richtig. Ich denke Person B will damit sagen, es sein kein rechtliche handfester Vertrag. Person B hat Angst von Person A angezeigt zu werden.

Ja, alle Parteien sind über 21 und somit volljährig.

SusanneBerlin
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Re: Verzwickte Angelegenheit

Beitrag von SusanneBerlin » 04.06.17, 13:18

Person C sagte, der Vertrag sei nur so aus Spaß, also nicht echt.
Sie meinen Person B?

Volljährig ist man ab 18 und es gibt keinen Anlass, aus dem Person C angezeigt werden könnte. Person C hat nichts unrechtes getan und braucht sich nicht verunsichern zu lassen.

Person B wird nicht damit durchkommen, der Vertrag sei nicht handfest sondern nur Spaß. Man macht aus Spaß keine schriftlichen Verträge.
Grüße, Susanne

Renee1986
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Re: Verzwickte Angelegenheit

Beitrag von Renee1986 » 04.06.17, 13:24

SusanneBerlin hat geschrieben:
Person C sagte, der Vertrag sei nur so aus Spaß, also nicht echt.
Sie meinen Person B.
Oh, ja natürlich Person B. Entschuldigung.

Sie beruhigen mich gerade ungemein. Vielen lieben Dank!

winterspaziergang
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Re: Verzwickte Angelegenheit

Beitrag von winterspaziergang » 04.06.17, 14:26

SusanneBerlin hat geschrieben:
Person B wird nicht damit durchkommen, der Vertrag sei nicht handfest sondern nur Spaß. Man macht aus Spaß keine schriftlichen Verträge.
und man kann keine Verträge auflösen, indem man behauptet, einen Kaufvertrag nur aus Spaß erstellt zu haben

Renee1986 hat geschrieben:Ja, alle Parteien sind über 21 und somit volljährig.
damit zumindest rechtlich gesehen erwachsen und allgemein geschäftsfähig
Person C hat zwischenzeitlich mit dem Züchter gesprochen, da Person A die Papiere noch nicht erhalten hat, da diese wiederum den Hund auch noch nicht bezahlt hat.
also schuldet A dem Züchter das Geld, B dem A und C ist der einzige der den Hund komplett bezahlt hat
jetzt droht Person A die Polizei und das Veterinäramt einzuschalten, da diese ja als Eigentümer in den Papieren (eventuell Stammbaum) eingetragen sind, dass der Hund Ihnen gehöre.
die Papiere hat der Züchter und der wird vermutlich eben nicht den A eingetragen haben, da dieser mangels Zahlung der kompletten Kaufsumme noch nicht Eigentümer geworden ist

Oktavia
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Re: Verzwickte Angelegenheit

Beitrag von Oktavia » 04.06.17, 14:35

Ich wüsste jetzt nicht, dass die jeweiligen Halter in die Papiere des Hundes eingetragen werden. Im Stammbaum jedenfalls nicht. Wenn man später mit dem Hund züchten will, so er zuchttauglich wäre, wäre man vielleicht beim Zuchtverband als Züchter eingetragen.
Die "Papiere" für den Hund könnte man theoretisch auch beim Hundeverband nachbestellen. Macht aber keinen Sinn wenn man nicht auf Ausstellungen will und nach X Begutachtungen einen Zwinger gründen. :roll:
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George Bernard Shaw

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Renee1986
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Re: Verzwickte Angelegenheit

Beitrag von Renee1986 » 04.06.17, 15:04

winterspaziergang hat geschrieben:
SusanneBerlin hat geschrieben:
Person B wird nicht damit durchkommen, der Vertrag sei nicht handfest sondern nur Spaß. Man macht aus Spaß keine schriftlichen Verträge.
und man kann keine Verträge auflösen, indem man behauptet, einen Kaufvertrag nur aus Spaß erstellt zu haben
Das habe ich mir fast gedacht, aber man zweifelt dann halt doch irgendwann an seinem Verstad....


Person C hat zwischenzeitlich mit dem Züchter gesprochen, da Person A die Papiere noch nicht erhalten hat, da diese wiederum den Hund auch noch nicht bezahlt hat.
also schuldet A dem Züchter das Geld, B dem A und C ist der einzige der den Hund komplett bezahlt hat
So sieht es aus. Nach meinem Wissenstand auf jeden Fall.
jetzt droht Person A die Polizei und das Veterinäramt einzuschalten, da diese ja als Eigentümer in den Papieren (eventuell Stammbaum) eingetragen sind, dass der Hund Ihnen gehöre.
die Papiere hat der Züchter und der wird vermutlich eben nicht den A eingetragen haben, da dieser mangels Zahlung der kompletten Kaufsumme noch nicht Eigentümer geworden ist
Sollte A jetzt aber die fehlenden 100€ ( so wurde es mir vom Züchter mitgeteilt) bezahlen, wird er vermutlich diese Papiere aushändigen. Allerdings ging der Hund ja in den Eigentum von C, und A hat somit Papiere zu einem bereits verkauften "Gegenstand", verstehe ich das richtig?

Renee1986
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Re: Verzwickte Angelegenheit

Beitrag von Renee1986 » 04.06.17, 15:07

Oktavia hat geschrieben:Ich wüsste jetzt nicht, dass die jeweiligen Halter in die Papiere des Hundes eingetragen werden. Im Stammbaum jedenfalls nicht. Wenn man später mit dem Hund züchten will, so er zuchttauglich wäre, wäre man vielleicht beim Zuchtverband als Züchter eingetragen.
Die "Papiere" für den Hund könnte man theoretisch auch beim Hundeverband nachbestellen. Macht aber keinen Sinn wenn man nicht auf Ausstellungen will und nach X Begutachtungen einen Zwinger gründen. :roll:
Das weiß ich leider auch nicht, damit kenne ich mich nicht aus. Ich denke nur das A jetzt jede Menge erzählt, um aus dem Hund noch den Maximalen Profit zu schlagen und damit C den Hund wieder an A abgibt.

Ok, das ist nicht angedacht. C hat eben nur Angst gehabt, aufgrund fehlender Papiere, doch nicht Besitzer bzw. Eigentümer geworden zu sein.


Vielen Dank für euere Auskünfte

deerhunter
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Re: Verzwickte Angelegenheit

Beitrag von deerhunter » 05.06.17, 09:17

Oktavia hat geschrieben:Ich wüsste jetzt nicht, dass die jeweiligen Halter in die Papiere des Hundes eingetragen werden. Im Stammbaum jedenfalls nicht. Wenn man später mit dem Hund züchten will, so er zuchttauglich wäre, wäre man vielleicht beim Zuchtverband als Züchter eingetragen.
Die "Papiere" für den Hund könnte man theoretisch auch beim Hundeverband nachbestellen. Macht aber keinen Sinn wenn man nicht auf Ausstellungen will und nach X Begutachtungen einen Zwinger gründen. :roll:
Beim Deutschen Schäferhund, Deutsch Langhaar / Kurzhaar wird der jeweilige Eigentümer in die Ahnentafel eingetragen! Die Ahnentafel gehört zum Hund und muss dem Eigentümer ausgehändigt werden, ist wie ein KFZ Brief!
Die Papiere "nachbestellen" geht eigentlich nur über den Züchter oder mit entsprechenden Eigentumsnachweisen!

Wenn nicht vereinbart wurde, dass Person C außer dem Impfpass noch weitere Papiere erhält, hat A auch kein Recht darauf, irgendwelche weiteren Papiere zu erhalten.
Das ist falsch! Ist es ein im VDH gezüchteter Rassehund hat der Eigentümer das Recht alle zum Hund gehörenden Papiere zu bekommen! Ist wie ein KFZ Brief
Gruß

Adam

Renee1986
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Re: Verzwickte Angelegenheit

Beitrag von Renee1986 » 05.06.17, 10:41

Hallo,
hier handelt es sich um einen Chihuahua, aber ich denke, da wird es ähnlich aussehen wie beim Schäferhund.

Das würde heißen, der Züchter oder Person A müssten Person C die Papiere aushändigen? Oder ist Person A doch der Eigentümer?

Lg

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