Beeindigung einer Zusammenarbeit

Recht der Unternehmen und Einzelfirmen, Handelsvertreterrecht, Provisionsrecht, Franchiserecht

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Nußberg
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Beeindigung einer Zusammenarbeit

Beitrag von Nußberg » 25.10.17, 22:57

Hallo, ich weiß nicht, ob ich hier mit meinem Anliegen richtig bin.
Ich versuche es mal !

Person A hat einen Handwerksbetrieb mit 3 Mitarbeitern.
Person A erzielt 20% seines Umsatzes mit Handwerksleistungen in einem größeren Industrieunternehmen (ca. 50 Beschäftigte)

Einige Tage vor den Bundestagswahlen ist Person A politisch unterwegs und hängt Parteiplakate auf.
Dabei erwischt Person A Person B dabei, wie sie Plakate abreißt.
Es kommt zu einem Wortgefecht mit anschließendem Polizeieinsatz.
Person A und Person B zeigen sich gegenseitig an.
Person A Person B wegen einer politisch motivierten Straftat und Person B Person A wegen leichter Körperverletzung.
Gegen beide Personen ermittelt nun der Staatsschutz.

Wenige Tage nach dem Vorfall sieht sich der Vater von Person B genötigt bei Social-Network-Portal [Name geändert] über den Fall zu berichten.
Einige Mitarbeiter des Industrieunternehmens nehmen es zum Anlass, diesen Vorfall an die Geschäftsleitung weiterzutragen.
Die Geschäftsleitung reagiert promt.

Person A mit seinem Handwerksbetrieb wird zum Gespräch gebeten.
Es wird ihm mitgeteilt, dass er unter diesen Umständen, bis zur Klärung der Schuldfrage nicht mehr für das Industrieunternehmen tätig sein kann.
Person A wird persönlich zum Ausgang gebracht und es wird ihm Hausverbot erteilt.
Person A erhält einen Tag später eine Schriftliche Stellungnahme.

Die Ermittlungen ziehen sich, so dass Person A seit einigen Wochen einen starken Umsatzrückrang zu verzeichnen hat.
Mittlerweile ist auch durchgesickert, dass es völlig egal sei, ob Person A schuldig oder unschuldig ist.
Person A ist in der falschen Partei und wird unter keinen Umständen mehr in dem Industrieunternehmen tätig sein.
Laut Geschäftsleitung würde das Image unter Person A leiden, würde man sie weiter beschäftigen.
Dazu gibt es verständlicherweise keine offizielle Stellungnahme.

Person A ist seit 34 Jahre für das Unternehmen tätig.
Person A ist dort nicht angestellt.
Person A erhält telefonische Aufträge und schreibt nach seinen Arbeiten reguläre Rechnungen.
Der Jahresumsatz mit dem Unternehmen beträgt im Schnitt 40.000€

Kann Person A Schadensersatzansprüche gegenüber dem Industrieunternehmen geltend machen ?
Schließlich dauern die Ermittlungen noch an.
Der Staatsschutz geht davon aus, dass die Ermittlungen eingestellt werden, zumal Person A einen Zeugen hat.
Aus Sicht von Person A sind ihm zu unrecht die Aufträge entzogen worden !

Das mögen hinsichtlich der Parteizugehörigkeit einige natürlich anders sehen, aber darum geht es hier nicht.
Es geht um die rein rechtliche Seite !

Auf zahlreiche Antworten würde ich mich sehr freuen !
Zuletzt geändert von Nußberg am 25.10.17, 23:44, insgesamt 1-mal geändert.

SusanneBerlin
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Re: Beeindigung einer Zusammenarbeit

Beitrag von SusanneBerlin » 25.10.17, 23:14

Bitte keine Doppeltreads! Freds im falschen Bereich kõnnen notfalls verschoben werden, Doppelpostings sind nicht erwünscht.

Mit etwas Überlegung hätten Sie auch herausbekommen, welcher Bereich der richtige ist. Steht Person A, der selbständige Handwerker, in einem Arbeitsverhältnis bei dem Industrieunternehmen? Nein? Dann sind Sie im Arbeitsrecht falsch.
Grüße, Susanne

Dummerchen
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Re: Beeindigung einer Zusammenarbeit

Beitrag von Dummerchen » 25.10.17, 23:24

Zum ersten ist das kein Arbeitsrecht.
Zum zweiten gilt das, was der Handwerker mit dem Industrieunternehmen vertraglich vereinbart hat. Wenn er keinen Rahmenvertrag hat, sondern für jeden Auftrag einen neuen Werkvertrag schliesst, hat er halt Pech und kriegt zukünftig keine Aufträge mehr. Sowas passiert in der freien Wirtschaft, dafür gibt es keinen Schadensersatz, denn das Unternehmen darf sich frei für seine Vertragspartner entscheiden.
Falls A einen Rahmenvertrag hat, muss er dort nachsehen, was er bezüglich Beendigung des Vertrags vereinbart hat. An solch einen Vertrag wäre auch das Unternehmen gebunden.
The nine most terrifying words in the English language are, 'I'm from the government and I'm here to help.'
Ronald Reagan
40th president of US (1911 - 2004)

SusanneBerlin
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Re: Beeindigung einer Zusammenarbeit

Beitrag von SusanneBerlin » 25.10.17, 23:37

Person A mit seinem Handwerksbetrieb wird zum Gespräch gebeten.
Es wird ihm mitgeteilt, dass er unter diesen Umständen, bis zur Klärung der Schuldfrage nicht mehr für das Industrieunternehmen tätig sein kann.
Person A wird persönlich zum Ausgang gebracht und es wird ihm Hausverbot erteilt.
Person A erhält einen Tag später eine Schriftliche Stellungnahme.
Laut Geschäftsleitung würde das Image unter Person A leiden, würde man sie weiter beschäftigen.
Dazu gibt es aber keine offizielle Stellungnahme.
Wieviel offizieller als ein Schreiben von der Geschäftsleitung wollen Sie es denn noch haben? Erwarten Sie, dass das Unternehmen eine Presseerklärung veröffentlicht, des Inhalts, dass das Unternehmen keine Aufträge mehr an Person A vergeben wird und was der Grund dafür ist? Hielten Sie das für vorteilhafter für Person A?
Zuletzt geändert von SusanneBerlin am 25.10.17, 23:55, insgesamt 3-mal geändert.
Grüße, Susanne

Nußberg
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Re: Beeindigung einer Zusammenarbeit

Beitrag von Nußberg » 25.10.17, 23:42

vielen Dank für die Antworten !
Wie kann ich denn diesen Beitrag löschen ?

SusanneBerlin
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Re: Beeindigung einer Zusammenarbeit

Beitrag von SusanneBerlin » 25.10.17, 23:47

Sie können Ihren Beitrag nicht mehr löschen, nachdem geantwortet wurde. Das macht ein Moderator für Sie.
Grüße, Susanne

winterspaziergang
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Re: Beeindigung einer Zusammenarbeit

Beitrag von winterspaziergang » 26.10.17, 11:58

Nußberg hat geschrieben:...
Mittlerweile ist auch durchgesickert, dass es völlig egal sei, ob Person A schuldig oder unschuldig ist.
Person A ist in der falschen Partei und wird unter keinen Umständen mehr in dem Industrieunternehmen tätig sein.
Laut Geschäftsleitung würde das Image unter Person A leiden, würde man sie weiter beschäftigen.
Dazu gibt es verständlicherweise keine offizielle Stellungnahme.....

Kann Person A Schadensersatzansprüche gegenüber dem Industrieunternehmen geltend machen ?
Nur wenn ein Vertrag vorzeitig aufgelöst wurde oder das Industrieunternehmen anderweitig vertragsbrüchig geworden ist
Schließlich dauern die Ermittlungen noch an.
...
Aus Sicht von Person A sind ihm zu unrecht die Aufträge entzogen worden !
Das spielt im Vertragsrecht- dass das Arbeitsrecht hier nicht richtig ist, wurde ja schon geklärt- keine Rolle.
Das Unternehmen kann auch feststellen, dass selbst der Verdacht nicht tragbar ist oder der neue Vorstand entscheidet, dass ihm A´s Nase nicht passt.
Das mögen hinsichtlich der Parteizugehörigkeit einige natürlich anders sehen, aber darum geht es hier nicht. Es geht um die rein rechtliche Seite !
Die rechtliche Seite ist, dass das Industrieunternehmen entscheiden kann, mit jemand, dessen Meinung offenkundig wurde und ihm nicht passt, keine Geschäfte mehr zu machen.

ktown
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Re: Beeindigung einer Zusammenarbeit

Beitrag von ktown » 27.10.17, 06:43

SusanneBerlin hat geschrieben:Sie können Ihren Beitrag nicht mehr löschen, nachdem geantwortet wurde. Das macht ein Moderator für Sie.
Wieso sollten wir? Der TE hat mit den Forenregeln zugestimmt, dass alle Beiträge dort verbleiben. :wink:
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