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recht.de • Thema anzeigen - Garagen Fremdvermietung nicht erlaubt?
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BeitragVerfasst: 18.01.18, 17:44 
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Die regelung in Bayern lautet:

Zitat:
Mehrfamilienhäuser und sonstige Gebäude mit Wohnungen
1 Stellplatz je Wohnung
hiervon in Vomhundertsätzen für Besucher: 10


Bei 6 Wohnungen reichen also 6 Stellplätze, die weiteren 6 fallen nicht darunter. Da stellt sich dann aber die Frage: wer von den 6 Eigentümern darf verkaufen? Jeder 1 Stellplatz? 3 jeweils beide Stellplätze und die anderen 3 dann keinen mehr? Geregelt ist nur die Zahl insgesamt, wenn auch berechnet anhand der Zahl der Wohnungen (aber nicht zwingend diesen einzeln zugeordnet).


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BeitragVerfasst: 18.01.18, 17:56 
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Dann stellt sich für mich die Frage: Wieso gibt es mehr bzw. wieso wurden mehr gefordert?

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BeitragVerfasst: 18.01.18, 18:05 
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ktown hat geschrieben:
Dies ist ein Zustand der jetzt so ist. Wer garantiert, dass dies in 5, 10 oder 15 Jahren immer noch so ist? Der Ansatz von ihnen ist genauso kurz gedacht wie die Dame im Film von gmmg. Das Bauordnungsrecht deckt nicht nur den Zustand jetzt ab, sondern muss den ganzen Lebenszyklus der Maßnahme betrachten.
Wenn in 5, 10 oder 15 Jahren ein Stellplatz benötigt wird, dann baut man den halt wenn er gebraucht wird und fertig. Die Bürger sind doch nicht das Versorgungswerk für Bauunternehmen und (wenn schon mal der Stellplatz da ist und bezahlt werden muss, fördert das die Bereitschaft zur Anschaffung) unserer mafiösen KFZ-Industrie.


ktown hat geschrieben:
3. Die Dame im Bericht ist nur Mieterin. Zieht sie aus, sieht es wieder anders aus.
Wir haben doch einen alles überwachenden Staat mit Meldebehörden, Zulassungsstellen etc. pp. Die Gemeinde bekommt doch mit, wer wo wohnt und welches KFZ hält. Dann muss man sich nur mal ein paar gescheite Prozesse einfallen lassen, um den Datenwust auch sinnvoll und bürgerfreundlich zu nutzen. Dann kann der Stellplatz eingefordert werden wenn er tatsächlich gebraucht wird.


ktown hat geschrieben:
5. Besuch bekommt die Mieterin nicht oder kommen die auch alle Mit Fahrrad oder zu Fuß?
Die nächste Forderung ist dann, für Besucher einer Wohnung auch noch Stellplätze bereit zu halten. Herr im Himmel, haben wir keine anderen Sorgen?! In meiner Stadt leben etwa 25 Tausend Menschen ohne eigne Wohnung, aber Behörden fordern Stellplätze und Garagen die dann leer stehen.


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BeitragVerfasst: 18.01.18, 22:17 
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FM hat geschrieben:
Die regelung in Bayern lautet:

Zitat:
Mehrfamilienhäuser und sonstige Gebäude mit Wohnungen
1 Stellplatz je Wohnung
hiervon in Vomhundertsätzen für Besucher: 10


Bei 6 Wohnungen reichen also 6 Stellplätze, die weiteren 6 fallen nicht darunter. Da stellt sich dann aber die Frage: wer von den 6 Eigentümern darf verkaufen? Jeder 1 Stellplatz? 3 jeweils beide Stellplätze und die anderen 3 dann keinen mehr? Geregelt ist nur die Zahl insgesamt, wenn auch berechnet anhand der Zahl der Wohnungen (aber nicht zwingend diesen einzeln zugeordnet).

Die genannte Regelung "1 Stellplatz je Wohnung" gilt offensichtlich nicht für ganz Bayern.
Die Stadt Königsbrunn (bei Augsburg) fordert eben 2 Stellplätze je Wohnung. Ich denke, das hat vielleicht damit zu tun dass die Wohnungen mit über 100 qm recht groß sind. Ich meine gehört zu haben, dass bis zu einer Wohnungsgrösse von 70 qm lediglich 1 Stellplatz reichen würde. Es kommt dann noch ein Besucherstellplatz dazu, wobei dieser ebenfalls in der Tiefgarage untergebracht wird. Auch wenn Besucher gar keinen TG-Schlüssel haben. Auch ein Behindertenparkplatz ist in der Baugenehmigung gefordert. Nunja - er darf aber auch an einen Nichtbehinderten verkauft oder vermietet werden. Aber nur innerhalb der WEG.
MfG
Lucky

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BeitragVerfasst: 19.01.18, 12:59 
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Den Stellplatzbedarf kann jede Gemeinde / Stadt mit einer eigenen Satzung unterschiedlich regeln. Es sind auf dem Land (mit wenig ÖPNV) oft mehr PKW erforderlich als in Städten mit Bus, UBahn usw.)
Wer ein Fahrzeug hat, ist nicht immer für die "Gesamtheit der Behörden ersichtlich", für die Bauaufsichtsbehorde selbst noch viel weniger... geschweige denn es steht Personal da und dann laufend das zu überwachen. (Mietwagen, Firmenfahrzeug, das Auto das wegen der Versicherung auf den Opa zugelassen ist usw.... )
Und was wäre wenn, dann darf in München z. B. der Mieter, der nach langem Kampf eine brauchbare Wohnung gefunden hat, diese nicht mieten, da Sie nur für "Autolose" genehmigt ist? Er ist aber Außendienstler mit PKW???


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BeitragVerfasst: 19.01.18, 13:19 
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Zitat:
Wer ein Fahrzeug hat, ist nicht immer für die "Gesamtheit der Behörden ersichtlich", für die Bauaufsichtsbehorde selbst noch viel weniger... geschweige denn es steht Personal da und dann laufend das zu überwachen.
Dazu braucht es kaum Personal, das Zauberwort heißt IT.

Wenn man etwas regulieren will, setzt man doch am besten direkt an. Hier könnte das so aussehen, dass die Zulassung von KFZ vom Nachweis eines Stellplatzes abhänggig gemacht wird.


Aber zurück zum Ausgangsthema: da sind die Stellplätze ja vorhanden, aber sollen nicht vermietet werden dürfen. Es ist aber in Hinblick auf den Verbrauch von öffentlichen Verkehrsraum reichlich egal, wem die in der TG geparkte Karosse gehört. Und auf jedenfall besser, dass da eine parkt als dass der Stellplatz wegen Auflagen nicht genutzt werden kann.


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BeitragVerfasst: 19.01.18, 13:39 
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gmmg hat geschrieben:
Wenn man etwas regulieren will, setzt man doch am besten direkt an. Hier könnte das so aussehen, dass die Zulassung von KFZ vom Nachweis eines Stellplatzes abhänggig gemacht wird.


Dann dürfen aber viele Leute kein Auto mehr haben. Bei vielen Wohngrundstücken in Innenstädten ist es baulich unmöglich, Stellplätze zu schaffen. Außer man reißt das Haus komplett ab und baut ein neues mit Tiefgarage.


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BeitragVerfasst: 19.01.18, 13:44 
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FM hat geschrieben:
Dann dürfen aber viele Leute kein Auto mehr haben. Bei vielen Wohngrundstücken in Innenstädten ist es baulich unmöglich, Stellplätze zu schaffen. Außer man reißt das Haus komplett ab und baut ein neues mit Tiefgarage.
und da fängt das System an zu kranken. Diese Bauherrn müssen normalerweise an die Gemeinden eine Ablösung zahlen und diese müsste dieses Geld eigentlich für den öffentlichen Parkraum für die Herstellung zusätzlicher oder die Instandhaltung, die Instandsetzung oder die Modernisierung bestehender Parkeinrichtungen, sonstige Maßnahmen zur Entlastung der Straßen vom ruhenden Verkehr einschließlich investiver Maßnahmen des öffentlichen Personennahverkehrs einsetzen.


Tut sie aber fast nie. :evil: .

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BeitragVerfasst: 19.01.18, 14:56 
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gmmg hat geschrieben:
Wenn man etwas regulieren will, setzt man doch am besten direkt an. Hier könnte das so aussehen, dass die Zulassung von KFZ vom Nachweis eines Stellplatzes abhänggig gemacht wird.

In Japan ist das so.
In Japan ist es nicht möglich ein reguläres Auto zuzulassen ohne einen Parkplatz nachzuweisen. Nur für Kleinstwagen in ländlichen Gebieten entfällt manchmal die Nachweispflicht. Für die Parkplatzgenehmigung benötigt es neben dem Antrag auch die noch folgenden zwei Papiere.
Japanisch: Jidosha hokan basho shomei shinsei-sho
"Automobil-Unterbringungsort-Zertifikats-Antrags-Formular"
Lageplan und Zeichnung des Parkplatzes
Japanisch: Hokan basho no shozaichi haichi-zu
"Lage und Ansicht des Unterbringungsorts"

Davon sind wir zum Glück noch weit entfernt.
MfG
Lucky

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BeitragVerfasst: 19.01.18, 15:03 
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und wenn man umzieht und keinen Stellplatz mehr findet, wird einem das Fahrzeug entzogen.....ich stell mir hier in Deutschland, wo das KFZ noch immer ein Statussymbol ist, den Aufschrei vor, wenn diese Praxis eingeführt werden würde. :lachen:

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BeitragVerfasst: 19.01.18, 17:47 
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Lucky hat geschrieben:
Davon sind wir zum Glück noch weit entfernt.
Zu wessen Glück fragt sich? Bestimmt nicht zur Freude derer, die keine KFZ haben und trotzdem ggf. leerstehende Stellplätze finanzieren. Hier sollte das Verursacherprinzip gelten.

ktown hat geschrieben:
und wenn man umzieht und keinen Stellplatz mehr findet, wird einem das Fahrzeug entzogen.....ich stell mir hier in Deutschland, wo das KFZ noch immer ein Statussymbol ist, den Aufschrei vor, wenn diese Praxis eingeführt werden würde.
Naja, in manchen Kreisen mag es ein Statussymbol sein. Für moderne, aufgeklärte menschen ist es das Gegenteil.
Wenn unsere Politik nicht die Hure der Autoindustrie wäre, dann würde sich auch mal was bewegen.


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BeitragVerfasst: 22.01.18, 11:00 
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Nicht jedes Gesetz ist mit dem gesunden Menschenverstand vereinbar..

Zu bauende notwendige Stellplätze sollen die Straßen von ruhendem Verkehr entlasten. Wie das funktionieren soll, wenn lieber ein TG-Stellplatz leer bleibt statt ihn an jemanden zu vermieten, weiß der Geier. Und selbst wenn der Eigentümer auf der Straße parkt und der Mieter dann in der TG ist der Zweck immer noch umgesetzt.


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BeitragVerfasst: 22.01.18, 11:40 
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ralph12345 hat geschrieben:
Und selbst wenn der Eigentümer auf der Straße parkt und der Mieter dann in der TG ist der Zweck immer noch umgesetzt.
Dann haben wir vielfach Abends und nachts in den Straßen Anwohner die Parkplätze suchen und die Stellplätze zu den Wohnungen stehen leer, da diese in den meisten Fällen durch Pendler angemietet werden, die nur tagsüber und nur dann wenn sie Vorort sind, genutzt werden.

Wenn sie eine Regelung finden, die jeglich ungleiche Verteilung der Stellplätze regelt, dann können sie sicherlich gut Kohle verdienen.
Solange aber, und diese Themen hatten wir hier auch schon. Investoren Immobilien bauen um danach gleich Wohnung und Stellplatz getrennt zu verkaufen bzw. zu vermieten, dann ist dieser nun eingeführte Zwang definitiv ein guter Weg.

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BeitragVerfasst: 22.01.18, 12:50 
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ktown hat geschrieben:
und die Stellplätze zu den Wohnungen stehen leer, da diese in den meisten Fällen durch Pendler angemietet werden, die nur tagsüber und nur dann wenn sie Vorort sind, genutzt werden.
Warum sollte ein Pendler einen Stellplatz in einem Wohngebiet anmieten? Damit er die letzten 3-10 km zur Arbeit dann mit dem Bus fährt?

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Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 22.01.18, 12:51 
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In einem Wohngebiet vermietete Stellplätze werden doch maximal von Mietern der Wohnungen genutzt. Pendler, die zum Arbeitsplatz pendeln parken doch nicht in Wohngebieten??


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