Baugenehmigung Sachsen // Bodenplatte // Mutterboden

Öffentliches und privates Baurecht, Bebauungsrecht, Nachbarrecht

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Frankiethu
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Baugenehmigung Sachsen // Bodenplatte // Mutterboden

Beitrag von Frankiethu » 08.03.18, 14:19

Hallo,

meine Frau und ich wollen in Sachsen ein Eigenheim bauen lassen. Der Planer drängt uns den Mutterboden schon aufschieben zu lassen und das Fundament schon zu gießen. Auch wenn wir nicht vom Fach sind haben wir abgelehnt und wollen auf die Baugenehmigung warten. Wie ist die Rechtslage? Hätten wir die Tätigkeit schon starten lassen können? Haben wir falsch gehandelt?

Besten Dank im Voraus.

Frank

ktown
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Re: Baugenehmigung Sachsen // Bodenplatte // Mutterboden

Beitrag von ktown » 08.03.18, 14:35

Gemäß § 71 Abs. 8 BauO LSA ist der Baubeginn anzumelden.
Gemäß § 73 BauO LSA kann auf schriftlichen Antrag eine Teilbaugenehmigung für die Baugrube sowie einzelne Bauteile genehmigt werden. Dies sollte natürlich vorher erfolgen. :wink:
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Re: Baugenehmigung Sachsen // Bodenplatte // Mutterboden

Beitrag von webelch » 08.03.18, 17:54

Ist denn die Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt auch im Freistaat Sachsen gültig?

ktown
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Re: Baugenehmigung Sachsen // Bodenplatte // Mutterboden

Beitrag von ktown » 09.03.18, 07:39

webelch hat geschrieben:Ist denn die Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt auch im Freistaat Sachsen gültig?
:shock: :shock: Natürlich nicht, man ersetze durch §72 Abs. 8 SächsBO und §74 SächsBO.
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ralph12345
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Re: Baugenehmigung Sachsen // Bodenplatte // Mutterboden

Beitrag von ralph12345 » 12.03.18, 14:50

Der Planer drängt?? Was für ein Planer? Der Architekt?
Und die Bauausführung macht wer? Kein Fachunternehmen? Keine Bauleitung?
Normalerweise sind doch Planung und Ausführung eng miteinander verzahnt, das sollte nicht vorkommen, dass man als unkundiger Laie da zum Erfüllungsgehilfen wird.

Das was Sie da schreiben ist eine typische Bauleitertätigkeit. Der Bauleiter ist vorgeschrieben, ebenso ist vorgeschrieben, dass der Mensch kundig sein muss.

ktown
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Re: Baugenehmigung Sachsen // Bodenplatte // Mutterboden

Beitrag von ktown » 12.03.18, 16:40

ralph12345 hat geschrieben:Das was Sie da schreiben ist eine typische Bauleitertätigkeit.
Jo.....wenn es schon eine Baustelle gäbe. Hier drängt aber der Planer (ich vermute ist dieser Angestellter des Bauträgers) darauf, dass der Bauherr auf die Bauordnungsbehörde einwirkt um eine Teilbaugenehmigung zu bekommen. Vermutlich kommen die Termine der Aufträge durcheinander, wenn hier nicht begonnen wird.
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Re: Baugenehmigung Sachsen // Bodenplatte // Mutterboden

Beitrag von lottchen » 12.03.18, 16:44

Warum drängt der Planer? Mit welcher Begründung? Gibt es einen unterschriebenen Bauzeitenplan, der jetzt schon ins Wanken gerät?
Man könnte denken, er will seine nächste Rechnung stellen, die mit Baubeginn fällig ist. Für ihn wäre es möglicherweise vorteilhaft wenn mit dem Bau begonnen wird :lachen: . Für den Bauherren wäre es sinnvoller, die Rechtslage zu beachten und die heißt nun mal, dass ohne Baugenehmigung und Baubeginnanzeige nicht gebaut werden kann. Stell Dir mal vor, in der Baugenehmigung wird noch irgendein Maß korrigiert (Höhe der Oberkante der Bodenplatte oder Abstandsfläche an irgendeiner Stelle...). Was machst Du dann, wenn die Bodenplatte bereits gegossen ist? Die wieder (teilweise) rausreißen?
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle BäckerHD, FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!

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Re: Baugenehmigung Sachsen // Bodenplatte // Mutterboden

Beitrag von ktown » 12.03.18, 16:55

lottchen hat geschrieben:Stell Dir mal vor, in der Baugenehmigung wird noch irgendein Maß korrigiert (Höhe der Oberkante der Bodenplatte oder Abstandsfläche an irgendeiner Stelle...). Was machst Du dann, wenn die Bodenplatte bereits gegossen ist? Die wieder (teilweise) rausreißen?
Deswegen gibt es ja den §74 SächsBO. :wink:
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ralph12345
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Re: Baugenehmigung Sachsen // Bodenplatte // Mutterboden

Beitrag von ralph12345 » 13.03.18, 09:24

Jo.....wenn es schon eine Baustelle gäbe. Hier drängt aber der Planer (ich vermute ist dieser Angestellter des Bauträgers) darauf, dass der Bauherr auf die Bauordnungsbehörde einwirkt um eine Teilbaugenehmigung zu bekommen. Vermutlich kommen die Termine der Aufträge durcheinander, wenn hier nicht begonnen wird.
Versteh ich nicht. Wie kommen Sie auf einen Bauträger? Beim Bauträger ist die Baufirma der Bauherr...

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