Wohnwertvorteil oder nicht?

Recht in der Ehe, eheliches Güterrecht, Adoptionsrecht, Kinderrechte, Sorgerecht, Unterhaltsrecht, Recht des Versorgungsausgleichs

Moderator: FDR-Team

Antworten
Tapferer Toaster
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 107
Registriert: 22.08.11, 08:43

Wohnwertvorteil oder nicht?

Beitrag von Tapferer Toaster » 16.03.18, 14:25

Hallo

Nehmen wir an Frau A. 900 Euro netto Einkommen lässt sich von Herrn B. scheiden und verbleibt mit ihren gemeinsamen 2 Kindern
im gemeinsam finanzierten Haus. B. Ist ausgezogen.

Frau A. zahlt nunmehr über 7 Jahre lang die kompletten Kosten wie Kredit und Reparaturen an Heizung etc. allein.

Gerichtlich wurde bis auf die Scheidung nie etwas festgelegt,weder Ehegatten Unterhalt oder etwas das Haus betreffend.

B. möchte nunmehr das Haus verkaufen und es stellen sich folgende Fragen:

Kann A. die jahrelang geleisteten Zahlungen beim Verkauf des Hauses gegenüber B. aufrechnen oder greift
hier automatisch der Wohnwertvorteil obwohl nie festgelegt?

Dies betrifft vor allem die Kreditkosten von ca. 450 Euro monatlich,was ist mit weiteren angefallenen Kosten wie Reparatur Heizung etc.?

Vielen Dank und schönes Wochenende.

SusanneBerlin
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 15781
Registriert: 05.11.12, 13:35

Re: Wohnwertvorteil oder nicht?

Beitrag von SusanneBerlin » 16.03.18, 18:21

Hallo,

wer ist denn Eigentümer der Immobilie?

Wenn beide Eigentümer zu je 1/2 sind, müssen sie sich halt irgendwie einigen, automatisch greift da nichts, da der Verkauf nur mit der Unterschrift von beiden stattfinden kann.
Grüße, Susanne

winterspaziergang
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 6868
Registriert: 16.11.13, 14:23

Re: Wohnwertvorteil oder nicht?

Beitrag von winterspaziergang » 16.03.18, 19:14

Tapferer Toaster hat geschrieben: Nehmen wir an Frau A. 900 Euro netto Einkommen ...

Frau A. zahlt nunmehr über 7 Jahre lang die kompletten Kosten wie Kredit und Reparaturen an Heizung etc. allein.
...
Kann A. die jahrelang geleisteten Zahlungen beim Verkauf des Hauses gegenüber B. aufrechnen oder greift
hier automatisch der Wohnwertvorteil obwohl nie festgelegt?

Dies betrifft vor allem die Kreditkosten von ca. 450 Euro monatlich,was ist mit weiteren angefallenen Kosten wie Reparatur Heizung etc.?
nur am Rande: Es verbleiben max. 450 Euro netto für sich und die Kinder, bei anfallenden Reparaturen weniger. Hat sie davon gelebt?

Tapferer Toaster
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 107
Registriert: 22.08.11, 08:43

Re: Wohnwertvorteil oder nicht?

Beitrag von Tapferer Toaster » 16.03.18, 23:39

Kindergeld Kindesunterhalt zum Beispiel, nur mal so am Rande.

winterspaziergang
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 6868
Registriert: 16.11.13, 14:23

Re: Wohnwertvorteil oder nicht?

Beitrag von winterspaziergang » 17.03.18, 08:19

Tapferer Toaster hat geschrieben:Kindergeld Kindesunterhalt zum Beispiel, nur mal so am Rande.
Da hat man aber das "am Rande" gründlich missverstanden, wenn man so reagiert.

Die wohl nicht unberechtigte Frage ist, ob man die Unterhaltszahlungen des Ehegatten, die zur Lebensführung herangezogen werden mussten, nicht bei der Frage bzw. Berechnung heranziehen muss.
Wenn mit
Frau A. zahlt nunmehr über 7 Jahre lang die kompletten Kosten wie Kredit und Reparaturen an Heizung etc. allein.
gemeint ist, dass A und B seit 7 Jahren geschieden sind, klingt es ungewöhnlich, dass ein gemeinsames :?: Haus nicht Thema der gerichtlichen Klärung war.

Daher ist u.a.
wer ist denn Eigentümer der Immobilie?
die wichtigere Frage in dieser fiktiven Geschichte und das andere war "am Rande".

Tapferer Toaster
Topicstarter
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 107
Registriert: 22.08.11, 08:43

Re: Wohnwertvorteil oder nicht?

Beitrag von Tapferer Toaster » 20.03.18, 12:50

Das ist wieder mal typisch deutsch und vor allem deutsche Forenkultur.

Obwohl im Sachverhalt eigentlich alles drinsteht (gemeinsam finanziert) wird erstmal
irgendwas geschrieben, nur nicht wirklich geantwortet. Und vollkommen irrelevant von was A.lebt.!

Also gut, danke für die ergiebigen Antworten.

SusanneBerlin
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 15781
Registriert: 05.11.12, 13:35

Re: Wohnwertvorteil oder nicht?

Beitrag von SusanneBerlin » 20.03.18, 13:17

"Gemeinsam finanziert" beantwortet nicht die Frage, wer im Grundbuch eingetragen ist. Es ist möglich (und manche Menschen sind so blauäugig und machen es) für ein Darlehen mit zu unterschreiben, mit dem eine Immobilie finanziert wird die alleine auf den Partner/Ehegatten eingetragen ist.

Auch wenn für Sie der Sachverhalt klar ist (weil Sie alle Fakten kennen) für die Lesenden ist es eben nicht klar. Da kommen in einem Forum schon mal Nachfragen bevor sich eine Lösung skizziert.
Das ist wieder mal typisch deutsch und vor allem deutsche Forenkultur.
Wenn Ihnen die deutsche Forenkultur nicht so zusagt, dann fragen Sie halt einen Anwalt. (Nur bitte nicht wundern, wenn der dann auch Nachfragen hat).
Grüße, Susanne

winterspaziergang
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 6868
Registriert: 16.11.13, 14:23

Re: Wohnwertvorteil oder nicht?

Beitrag von winterspaziergang » 20.03.18, 13:50

Tapferer Toaster hat geschrieben:Das ist wieder mal typisch deutsch und vor allem deutsche Forenkultur.
wenn Sie damit Ihre Antwort meinen, ja, das ist typisch. Ob deutsch, keine Ahnung.

Typisch für Foren ist sicher: Eine Frage zu stellen, aber eigentlich eine Bestätigung haben zu wollen und unsachlich zu werden, weil die Wunschantwort nicht kommt.

Was fehlt ist nur, dass hier einer antwortet, der Ihnen Recht gibt, das ist dann der, der die Frage als einziger verstanden hat :engel:
Obwohl im Sachverhalt eigentlich alles drinsteht (gemeinsam finanziert)
das ist eben nicht alles
...wird erstmal
irgendwas geschrieben, nur nicht wirklich geantwortet. Und vollkommen irrelevant von was A.lebt.!
wenn Sie das so genau wissen, wozu fragen Sie dann hier?
Also gut, danke für die ergiebigen Antworten.
tja, verständlich, dass man verärgert ist, wenn man nicht mit minimalem Einsatz, Anrecht auf die ganze Bude erworben hat

Antworten