Gewinn erhält Unternehmer mit 19% - Was bekommt Kleinuntern.

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KaffeeSucht
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Gewinn erhält Unternehmer mit 19% - Was bekommt Kleinuntern.

Beitrag von KaffeeSucht »

Hallo

Der Unternehmer (A) ist MwSt.-Pflichtig und bekommt eine Auszahlung mit 19% MwSt. Der Kleinunternehmer (B) bekommt die Hälfte der Auszahlung.

Wie viel der kompletten Auszahlung steht (B) zu?

Ist es das Netto der Summe abzüglich 22-25% wegen der Steuerlast von (A)?
Kann man diese Summe ausrechnen die (A) zusteht?

Tom998
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Re: Gewinn erhält Unternehmer mit 19% - Was bekommt Kleinunt

Beitrag von Tom998 »

Was A und B zusteht, dürfte sich schlicht und ergreifend aus den vertraglichen Vereinbarungen ergeben, die hier dummerweise niemand kennt.

KaffeeSucht
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Re: Gewinn erhält Unternehmer mit 19% - Was bekommt Kleinunt

Beitrag von KaffeeSucht »

Tom998 hat geschrieben:Was A und B zusteht, dürfte sich schlicht und ergreifend aus den vertraglichen Vereinbarungen ergeben, die hier dummerweise niemand kennt.
Es gibt keine Vertrag. (B) steht die Hälfte zu. Steht aber auch oben.

Um es nochmal zu erläutern: (A) bekommt die fiktive Auszahlung aus einem Auftrag von 1000€ + 190€ 19% MwSt. = 1190€ Brutto.
(B) bekommt da er Kleinunternehmer ist, 50% der Summe Netto. wären in diesem Bsp. 500€ Netto.

Das ist aber nicht fair da (A) auch die MwSt abführen muss und Steuerpflichtig ist oder?
für (A) wäre der Gewinn viel kleiner als für (B)?

Pirate
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Re: Gewinn erhält Unternehmer mit 19% - Was bekommt Kleinunt

Beitrag von Pirate »

In Mathe nicht aufgepasst? Bei A verbleiben 1190 - 500 = 690 - 190 USt = 500.

Tom998
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Re: Gewinn erhält Unternehmer mit 19% - Was bekommt Kleinunt

Beitrag von Tom998 »

Es gibt keine Vertrag. (B) steht die Hälfte zu. Steht aber auch oben.
Und das ist bei ihnen kein Vertrag? Irgendwas wird der Auftraggeber schließlich mit A und B einerseits und A und B untereinander vereinbart haben. Wenn A und B die Leistung gemeinschaftlich erbracht haben, haben sie ggf. als GbR gehandelt. Oder ist B Subunternehmer des A? Mir egal, wenn sie hier ein Quiz veranstalten wollen.

Jutta
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Re: Gewinn erhält Unternehmer mit 19% - Was bekommt Kleinunt

Beitrag von Jutta »

Irgendwas fehlt an der Schilderung.
Wenn einer Kleinunternehmer und einer Umsatzsteuerpflichtiger ist, können die doch nicht eine gemeinsame Rechnung schreiben.

Und wenn die Teilung einer Rechnung aufgrund einer anderen Vereinbarung erfolgt, sollte in dieser Vereinbarung auch die Art der Teilung drin stehen.

Wenn Freund A und Freund B jeder 1500 EUR Lohn brutto bekommen, ist dies netto auch unterschiedlich, wenn die Familien-Konstellation und/oder Werbungskosten verschieden sind. Das ist dann verschieden, aber aus rechtlicher Sicht nicht ungerecht.
Gruß
Jutta

KaffeeSucht
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Re: Gewinn erhält Unternehmer mit 19% - Was bekommt Kleinunt

Beitrag von KaffeeSucht »

Pirate hat geschrieben:In Mathe nicht aufgepasst? Bei A verbleiben 1190 - 500 = 690 - 190 USt = 500.
Bitte nochmal den ersten Post durchlesen und unqualitative Beiträge lassen - Das ist nicht zielführend.
Es geht nicht um eine einfache Rechnung sondern um die Steuerlastverteilung bei Kleinunternehmer / Unternehmer...

KaffeeSucht
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Re: Gewinn erhält Unternehmer mit 19% - Was bekommt Kleinunt

Beitrag von KaffeeSucht »

Tom998 hat geschrieben:
Es gibt keine Vertrag. (B) steht die Hälfte zu. Steht aber auch oben.
Und das ist bei ihnen kein Vertrag? Irgendwas wird der Auftraggeber schließlich mit A und B einerseits und A und B untereinander vereinbart haben. Wenn A und B die Leistung gemeinschaftlich erbracht haben, haben sie ggf. als GbR gehandelt. Oder ist B Subunternehmer des A? Mir egal, wenn sie hier ein Quiz veranstalten wollen.
Welches Quiz? Das waren Fragen :D :D :D
Bitte nicht weiter antworten - Das bringt uns hier nichts. Danke :)

KaffeeSucht
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Re: Gewinn erhält Unternehmer mit 19% - Was bekommt Kleinunt

Beitrag von KaffeeSucht »

Jutta hat geschrieben:Irgendwas fehlt an der Schilderung.
Wenn einer Kleinunternehmer und einer Umsatzsteuerpflichtiger ist, können die doch nicht eine gemeinsame Rechnung schreiben.

Und wenn die Teilung einer Rechnung aufgrund einer anderen Vereinbarung erfolgt, sollte in dieser Vereinbarung auch die Art der Teilung drin stehen.

Wenn Freund A und Freund B jeder 1500 EUR Lohn brutto bekommen, ist dies netto auch unterschiedlich, wenn die Familien-Konstellation und/oder Werbungskosten verschieden sind. Das ist dann verschieden, aber aus rechtlicher Sicht nicht ungerecht.
Meine Frage bezieht sich auf die Steuerlastverteilung ( wenn es so etwas gibt ). Ein Unternehmensberater (C) sagte das hier 22-25% vom reinen Netto nochmal abgezogen werden müssen da (A) Unternehmer mit MwSt. Pflicht ist und (B) nur ein Kleinunternehmer.
Deswegen müsste (A) mehr bekommen da er mehr Steuern zahlt.

bavarian tax collector
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Re: Gewinn erhält Unternehmer mit 19% - Was bekommt Kleinunt

Beitrag von bavarian tax collector »

KaffeeSucht hat geschrieben:
Meine Frage bezieht sich auf die Steuerlastverteilung ( wenn es so etwas gibt ). Ein Unternehmensberater (C) sagte das hier 22-25% vom reinen Netto nochmal abgezogen werden müssen da (A) Unternehmer mit MwSt. Pflicht ist und (B) nur ein Kleinunternehmer.
Deswegen müsste (A) mehr bekommen da er mehr Steuern zahlt.
A bekommt doch auch "mehr"! Wo ist das Problem?

A erhält 690 Euro, B 500 Euro. Da A davon 190 Euro Ust abführen muss, erhält er genauso viel wie B netto!

taxpert
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questionable content
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Re: Gewinn erhält Unternehmer mit 19% - Was bekommt Kleinunt

Beitrag von questionable content »

Da 190 Euro Umsatzsteuer in einer Rechnung ausgewiesen wurden und vom Empfänger gezahlt wurden, muss das Geld an den Fiskus abgeführt werden.

Dafür ist völlig egal, wer die Rechnung gestellt hat. Wenn ein Kleinunternehmer optiert, dann darf er keine USt ausweisen. Macht er es doch, dann muss der die USt melden und zahlen.

Damit blieben hier 2 Alternativen, die mir evtl. noch vorstellbar wären auf Basis des dürftigen Sachverhalts und der wirren Darstellung im Übrigen:

1. Unternehmer A stellt allein die Rechnung an den Auftraggeber. Damit erhält er 1190 Euro und muss die Umsatzsteuer voll abführen.
Den Rest muss er ggf. mit Kleinunternehmer B teilen. In welchem Verhältnis intern aufgeteilt wird, darüber sagt die Steuerlast nichts aus. Falls sich Beide einig sind darüber, dass die Erträge nach Steuern hälftig verteilt werden, ist man bei 50-50. Ansonsten müssen sich die beiden erst einmal einig darüber werden, ob sie einig über die Bedingungen sind unter welchen A den B am Umsatz oder Gewinn beteiligt.

2. A und B sind von Anfang an gemeinsam aufgetreten, die Rechnung wurde im Namen beider Unternehmen gestellt. Dann müssen A und B insgesamt 190 Euro USt melden und abführen. Falls sie sich einig sein sollten, dass sie sich auf 50-50 geeinigt haben, dann evtl. jeder EUR 95,- (außer sie wären dergestalt aufgetreten, dass man auf eine Gesamtschuldnerschaft gehen müsste).
Few people are capable of expressing with equanimity opinions which differ from the prejudices of their social environment. Most people are even incapable of forming such opinions.

Jutta
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Re: Gewinn erhält Unternehmer mit 19% - Was bekommt Kleinunt

Beitrag von Jutta »

... und wenn hier auf die Einkommensteuer abgezielt wird: die kann ja keiner wissen.

Evtl. hat der Unternehmer gerade größer investiert und daher eine geringe Einkommensteuerlast und der Kleinunternehmer ist ja normalerweise jemand, der das Gewerbe im Nebenerwerb betreibt. D.h. er versteuert den Gewinn mit seinem persönlichen Einkommensteuersatz, der auch entsprechend hoch sein kann, wenn er einen guten Hauptjob hat.

Und da das alles total verschieden sein kann, auch von Jahr zu Jahr, muss man den genannten Netto-Rechnungsbetrag 500 EUR zu 500 EUR teilen, wenn 50:50 ausgemacht war.
Gruß
Jutta

KaffeeSucht
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Re: Gewinn erhält Unternehmer mit 19% - Was bekommt Kleinunt

Beitrag von KaffeeSucht »

Jutta hat geschrieben:... und wenn hier auf die Einkommensteuer abgezielt wird: die kann ja keiner wissen.

Evtl. hat der Unternehmer gerade größer investiert und daher eine geringe Einkommensteuerlast und der Kleinunternehmer ist ja normalerweise jemand, der das Gewerbe im Nebenerwerb betreibt. D.h. er versteuert den Gewinn mit seinem persönlichen Einkommensteuersatz, der auch entsprechend hoch sein kann, wenn er einen guten Hauptjob hat.

Und da das alles total verschieden sein kann, auch von Jahr zu Jahr, muss man den genannten Netto-Rechnungsbetrag 500 EUR zu 500 EUR teilen, wenn 50:50 ausgemacht war.
Danke für Deine Antwort. Mich machte das ganze nur stutzig da ich von einem Unternehmensberater gehört habe, dass man dem Kleinunternehmer etwa 22-25% vom Netto nochmal abziehen muss da die Steuerlast des anderen MwSt. pflichtigen Unternehmers größer ist und es dann somit eine ungerechte verteilung wäre.

SusanneBerlin
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Re: Gewinn erhält Unternehmer mit 19% - Was bekommt Kleinunt

Beitrag von SusanneBerlin »

Mich machte das ganze nur stutzig da ich von einem Unternehmensberater gehört habe, dass man dem Kleinunternehmer etwa 22-25% vom Netto nochmal abziehen muss da die Steuerlast des anderen MwSt. pflichtigen Unternehmers größer ist und es dann somit eine ungerechte verteilung wäre.
Der Berater hat ja vielleicht recht mit seinem Hinweis, dass man in der Kalkulation so verfahren müsste, um ein gerechtes Ergebnis zu erzielen und es für das Unternehmen von Vorteil wäre, eine Vereinbarung entsprechend zu gestalten.

Das hat jedoch hinterher keinen Einfluss mehr, wenn die Vereinbarung bereits mit 50:50 feststeht, dann muss sie eingehalten werden. Da kann man nicht mehr argumentieren, "das ist aber ungerecht, ich müsste mehr bekommen", denn Vertrag ist Vertrag.
Grüße, Susanne

KaffeeSucht
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Re: Gewinn erhält Unternehmer mit 19% - Was bekommt Kleinunt

Beitrag von KaffeeSucht »

SusanneBerlin hat geschrieben:
Mich machte das ganze nur stutzig da ich von einem Unternehmensberater gehört habe, dass man dem Kleinunternehmer etwa 22-25% vom Netto nochmal abziehen muss da die Steuerlast des anderen MwSt. pflichtigen Unternehmers größer ist und es dann somit eine ungerechte verteilung wäre.
Der Berater hat ja vielleicht recht mit seinem Hinweis, dass man in der Kalkulation so verfahren müsste, um ein gerechtes Ergebnis zu erzielen und es für das Unternehmen von Vorteil wäre, eine Vereinbarung entsprechend zu gestalten.

Das hat jedoch hinterher keinen Einfluss mehr, wenn die Vereinbarung bereits mit 50:50 feststeht, dann muss sie eingehalten werden. Da kann man nicht mehr argumentieren, "das ist aber ungerecht, ich müsste mehr bekommen", denn Vertrag ist Vertrag.

Diese Änderung wurde seitens (B) vorgeschlagen :) dem Kleinunternehmer.... Jetzt muss (A) ihm sagen er will sein Geld nicht :D :D :D

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