Inklusioin

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juliasusi
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Inklusioin

Beitrag von juliasusi » 30.05.18, 22:26

Hallo, ich betreue in der stat. Jugendhilfe einen diagnostizierten frühkindlichen Autisten. Seine Schullaufbahn begann recht holprig. Momentan lernt er in einer Förderschule, Schwerpunk Lernen. Für die erfolgreiche Beschulung steht ein Schulbegleiter mit päd. Abschluß zur Verfügung. Als ersichtlich war das das Kind äußerst intelligent ist, sprach ich die Schule in Hilfeplangesprächen immer wieder den Besuch einer Regelschule zu unterstützen. Die Schule argumentierte, das eine Beschulung aus org. Gründen nicht möglich wäre. Da immer öfter Diskrepanzen mit Lehren auftraten, stellte der Vater einen Antrag auf inklusive Beschulung bei der zuständigen Bildungsagentur, bei der jetzigen Schule und bei der gewünschten Realschule. Im Vorfeld erfolgte ein Gespräch mit dem Schulleiter der Realschule, der eine Aufnahme positiv signalisierte. Die Antragstellung erfolgte Mitte März. Auf Nachfrage des Vaters erhielt er ein Schreiben, in dem mitgeteilt wird das der Antrag in Bearbeitung wäre und sich die Schulen untereinander verständigen würden.
Bei einem Telefonat mit der Bildungsagentur erfuhr ich nebenbei, dass eine Lehrkraft zur "Begutachtung" an die derzeitige Schule geht und, sollte sich die " Begutachtung" ( so ein blödes Wort in diesem Zusammenhang, das Kind geht doch nicht in den Zoo) positiv gestalten, im neuem Schuljahr eine Probebeschulung stattfindet, allerdings nicht in der gewünschten Schule und Klassenstufe. Auf meine Nachfrage, ob die Probeschule dann auch die Schule ist die den Jungen weiterbeschult, antwortete die Dame, zu 99,9% wäre dies so. Auf mein Drängen findet Zeitnah ein Gespräch mit allen Beteiligten statt. Da der Junge nicht dumm ist, sondern Schwierigkeiten in der soz. Integration hat und manchmal etwas speziell auf seine Umwelt reagiert, wollten wir ihn mit Schuljahresbeginn in die 5 Klasse integrieren, um ihn und auch den zukünftigen Mitschüler ein Zusammenwachsen des Klassengefüges zu erleichtern. Auserdem hat die vom Erziehungsberechtigte Wunschschule mit Erfolg Autisten beschult. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, das er meist ca. 3 Monate nach den Ferien benötigt ,um sich wieder an den Schulalltag zu gewöhnen.
Es folgt noch ein Gespräch mit der behandelnten Psychologin die das Ansinnen der inklusiven Beschulung nq( nach meinem Bauchgefühl) unterstützen wird. Die Beschulung findet im Bundesland Sachsen statt und es besteht weiterhin ( Aufgrund der Diagnose) Förderbedarf
Wie ist die Rechtslage bei folgenden Fragen. Inwieweit werden die Wünsche der Eltern berücksichtigt über a (Standort)Wahl der weiterführenden Schule und B die Klassenstufe (es erfolgte ja keine durchgehende Beschulung)
Wird eine minuten- bzw stundenweise Beschulung ohne die Erteilung eines Zeugnisses als vollwertige Beschulung gewertet? Wenn nein kann man mit dem Recht einer 9ährigen PflichtBeschulung argumentieren?
Muss die Bildungsagentur den Beschluss über eine inklusive Beschulung dem Antragsteller schriftlich mitteilen, um so den Anspruch auf Wiederspruch zu ermöglichen.
Ist unter dem Aspekt einer inklusiven Beschulung, eine Probebeschulung rechtens und wann endet diese ( der Junge ist kein Ausserirdischer, er hängt nicht an einem Beatmungsgerät oder dergleichen).
Kann die beratende und unterstützende Funktion der Förderschule aufgrund des Förderkindstatus auch von einer anderen, in der Nähe der Wunschschule liegenden Förderschule übernommen werden?
Es tut mir leid das der Text so lang geworden ist, ich habs nicht kürzer hinbekommen.

Kurt Knitz
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Re: Inklusioin

Beitrag von Kurt Knitz » 31.05.18, 07:18

Hallo juliasusi,

ich betreue in der stat. Jugendhilfe einen diagnostizierten frühkindlichen Autisten
Der Schüler lebt in einem Heim? Warum kann er nicht bei seinen Eltern leben?

Inwieweit werden die Wünsche der Eltern berücksichtigt über a (Standort)Wahl der weiterführenden Schule und B die Klassenstufe
Rechtsgrundlage ist die Schulintegrationsverordnung Sachsen. Dort steht im
§ 2 Absatz (2): Die Entscheidung trifft das Regionalschulamt nach Anhörung der Eltern.
Die Bildungsagentur muss die Eltern also anhören, aber nicht unbedingt erhören.

Wird eine minuten- bzw stundenweise Beschulung ohne die Erteilung eines Zeugnisses als vollwertige Beschulung gewertet? Wenn nein kann man mit dem Recht einer 9ährigen PflichtBeschulung argumentieren?
Diese Fragen verstehe ich nicht.
In welche Klassenstufe geht der Schüler jetzt in der Förderschule und in welche "gehört" er eigentlich nach seinem kalendarischen Alter?

Muss die Bildungsagentur den Beschluss über eine inklusive Beschulung dem Antragsteller schriftlich mitteilen, um so den Anspruch auf Widerspruch zu ermöglichen.
Ja, unbedingt. Widerspruchsverfahren dauern aber, also sollte man versuchen, möglichst im Vorfeld schon zu zufriedenstellenden Entscheidungen zu kommen.

Ist unter dem Aspekt einer inklusiven Beschulung, eine Probebeschulung rechtens und wann endet diese?
Dazu habe ich noch nichts gefunden.

Kann die beratende und unterstützende Funktion der Förderschule aufgrund des Förderkindstatus auch von einer anderen, in der Nähe der Wunschschule liegenden Förderschule übernommen werden?
Ja, auch darüber sollte die Bildungsagentur entscheiden.
Die Schule argumentierte, dass eine Beschulung aus org. Gründen nicht möglich wäre.
Die Förderschule argumentierte, der Schüler könne nicht an einer allgemeinbildenden Schule unterrichtet werden? Das weckt in mir den Verdacht, dass die Förderschule aus Gründen, die nicht im Interesse des Schülers liegen, versucht das vorgesehene Verfahren zu verhindern und zu verzögern. Sehr interessant der Zeitablaufplan auf Seite 7 in der Broschüre "Aufnahme von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Förderschwerpunkten Lernen und geistige Entwicklung an Oberschulen"

Schöne Grüße
Kurt
Die Schulgesetze der einzelnen Bundesländer und vieles mehr kann man finden über den Deutschen Bildungsserver:
https://www.bildungsserver.de/Schulrecht-72-de.html#Schulrecht_der_Laender

juliasusi
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Re: Inklusion

Beitrag von juliasusi » 04.06.18, 00:35

Hallo, erst einmal vielen Dank für deine Antwort.
Ja, der Junge lebt in einem Heim. Warum dies so ist spielt für die Standortwahl der Beschulung keine Rolle.
Warum Schulintegrationsverordnung? Der Vater hat einen Antrag auf Inklusion gestellt. Integration-der Schüler passt sich den Gegebenheiten der Beschulung an. Inklusion-die Gegebenheiten der Beschulung werden an den Schüler angepasst. In Sachsen existiert ein Aktions-und Maßnahmeplan. ......" Die Zielformulierungen der VN-BRK gehen über eine zielgleiche integrative Unterrichtung und Erziehung hinaus. Sie schließen lerndifferenzierten Unterricht ein, bei dem die Leistungsanforderungen sich an die individuellen Lern und Leistungsvoraussetzungen und Fähigkeiten der Kinder un Jugendlichen mit Behinderung orientieren.......alle Maßnahmen die Kinder mit Behinderung betreffen, das Kindeswohl ein Gesichtspunkt ist, der vorrangig zu Berücksichtigen ist........Menschen mit Behinderung eine gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe zu ermöglichen. Menschen mit Behinderung sollen gleiche und gleichberechtigte Wahlmöglichkeiten wie Menschen ohne Behinderung haben, d.h. weitgehend entscheiden können , wie und wo sie leben, lernen und arbeiten und welche Angebote an Teilhabe sie in Anspruch nehmen wollen..."
Eltern mit nichtbehinderten Kinder können die weiterführende Schule frei wählen. Die Kinder werden auch vorher nicht
"begutachtet". Schon die Begutachtung des Kindes, ohne vorher den Erziehungsberechtigten oder die Einrichtung in der er lebt zu informieren, empfinde ich diskriminierend und läßt den Gedanken aufkommen, "was mauscheln die da untereinander. Die Wahl des Schulstandortes und der Klassenstufe ist schon festgelegt ohne mit den Eltern oder Pädagogen der Einrichtung darüber zu sprechen und nach Beweggründen zu fragen, warum der Vater den Antrag so gestellt hat.
Der Junge besucht jetzt die sechste Klasse der Lernförderschule. Es ist altersmäßig die Klassenstufe in die er gehört. Allerdings hat er nur 3 Monate die erste Klasse besucht, danach 2x in der Woche nicht länger als 15 Minuten eine Inhousbeschulung erfahren und danach 1 Jahr in einer Förderschule für geistig Behinderte Kinder und Jugendlichen gelernt. Danach kam er in die 3 Klasse. Er hat z.B. nie den Schreiblernprozess durchlaufen und andere grundlegende Dinge die notwendig sind um erfolgreich lernen zu können. Aus diesem Grund meine Frage nach einer 9jährigen Pflichtbeschulung.
Mein Eindruck ist, dass weder die Bildungsagentur, noch die betreffenden Schulen eine Ahnung haben wie dieser Prozess der Inklusion ablaufen sollte. Der Antrag auf Inklusion wurde rechtzeitig gestellt, wir haben aber keine Möglichkeit der alleinigen Entscheidung der beteiligten Schule und der Bildungsagentur zu wiedersprechen, weil ja eigentlich noch nix entschieden ist.
Auch ich suche seit Wochen nichts anderes mehr im Net und finde ie getroffenen Entscheidungen er Instition Schule und Bildungsagentur mehr als fraglich. Das hat nix mit Gleichberechtigung und Orientierung am Kindeswohl zu tun (siehe oben). In diesem putzigen Maßnahmeplan steht unter Maßnahmen " weg von defizitorientierten Diagnosen, hin zum Analysieren von Stärken ...... und weiter unten" die Einbeziehung der Erfahrung der Erzieher in der Arbeit mit dem einzelnen Kind...... " und als zeitlicher Rahmen seit 2010-fortlaufend.
Der Plan ist das Papier nicht wert auf dem er geschrieben ist. Ich bezweifle das die Schule über Inhalt und Umsetzung diese Aktionsplans aufgeklärt ist.
Ich glaube dieser Zeitablaufplan ist nur für Kinder die regulär von der Förderschule in eine Weiterführende Schule wechseln, also von der 4 Lernförderklasse in die 5 Oberschulklasse wechseln und ja, dieses Gefühl der Verhinderung des Wechsels keimt in mir schon länger. Einige Zeit nach Stellung des Antrages durfte der Junge als einziger an der Schule das Ganztagsangebot nicht mehr nutzen. Auf einem roten Klebezettel stand, ..nimmt ab sofort nicht mehr an GTA teil. Auf mein Nachfragen begründete die Direktorin die Entscheidung mit der schon im Rentenalter befindlichen Lehrerin und deren angegriffenen Nerven und der wechselnden Schulbegleitungspersonen (die dafür eingestellte Kollegin ist krank).
Da kann man vom rechten Glauben weit, weit abfallen.
LG Susi

domarynk
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Re: Inklusioin

Beitrag von domarynk » 04.06.18, 05:39

Eine echte Hilfe wird es in diesem Forum vermutlich mangels Erfahrung nicht geben. Schon mal in der Untergruppe Autismus im Rehakids-Forum geschaut? Dort gibt es viele, die sich recht gut auskennen.

winterspaziergang
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Re: Inklusioin

Beitrag von winterspaziergang » 04.06.18, 06:51

juliasusi hat geschrieben: Bei einem Telefonat mit der Bildungsagentur erfuhr ich nebenbei, dass eine Lehrkraft zur "Begutachtung" an die derzeitige Schule geht und, sollte sich die " Begutachtung" ( so ein blödes Wort in diesem Zusammenhang, das Kind geht doch nicht in den Zoo)
Nur zwei Dinge am Rande und OT.

Man ist emotional beteiligt, klar, verständlich. Aber man sollte deswegen nicht alles missverstehen.
Ganz allgemein :arrow: "Ein Gutachten ist ein begründetes Urteil eines Sachverständigen über eine Zweifelsfrage. Es enthält Darstellungen von Erfahrungssätzen und die Ableitung von Schlussfolgerungen für die tatsächliche Beurteilung eines Geschehens oder Zustands durch einen oder mehrere Sachverständige."

Der/die Sachverständige kann eine Lehrkraft sein. Und wenn ein Gutachten erstellt werden soll, eine Aussage über eine bestimmte Frage, dann begutachtet der Sachverständige, in dem Fall vielleicht das allgemeine Verhalten des Schülers oder was auch immer zu diesem Gutachten dazu gehört.
juliasusi hat geschrieben:Es tut mir leid das der Text so lang geworden ist, ich habs nicht kürzer hinbekommen.
Lang ist kein Problem, aber für diejenigen, die hier lesen und helfen wollen, wäre es nett, ab und an einen Absatz einzubauen. Das und auch der nächste Beitrag sind sogenannte Textwände und eine Zumutung beim Lesen.

SusanneBerlin
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Re: Inklusioin

Beitrag von SusanneBerlin » 04.06.18, 07:08

Bei einem Telefonat mit der Bildungsagentur erfuhr ich nebenbei, dass eine Lehrkraft zur "Begutachtung" an die derzeitige Schule geht und, sollte sich die " Begutachtung" ( so ein blödes Wort in diesem Zusammenhang, das Kind geht doch nicht in den Zoo)
Mir ist das mit dem "Zoo" auch aufgefallen. Wie soll man denn sonst eine Aussage darüber treffen, ob das Kind für die Regelschule geeignet ist, wenn nicht durch Beobachtung des Kindes? Ok man könnte das Kind seperat testen um Fertigkeiten und Wissen zu prüfen, dann weiß man aber nicht wie sich das Kind im Unterricht in der Klasse verhält.
Grüße, Susanne

winterspaziergang
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Re: Inklusioin

Beitrag von winterspaziergang » 04.06.18, 07:32

SusanneBerlin hat geschrieben:
Bei einem Telefonat mit der Bildungsagentur erfuhr ich nebenbei, dass eine Lehrkraft zur "Begutachtung" an die derzeitige Schule geht und, sollte sich die " Begutachtung" ( so ein blödes Wort in diesem Zusammenhang, das Kind geht doch nicht in den Zoo)
Mir ist das mit dem "Zoo" auch aufgefallen. Wie soll man denn sonst eine Aussage darüber treffen, ob das Kind für die Regelschule geeignet ist, wenn nicht durch Beobachtung des Kindes? Ok man könnte das Kind seperat testen um Fertigkeiten und Wissen zu prüfen, dann weiß man aber nicht wie sich das Kind im Unterricht in der Klasse verhält.
Genau das steht wohl in Frage, wozu das notwendig ist.
Der Beitrag ist auch deswegen lang, weil er nicht nur kurz die (fiktive) Sachlage vorträgt. Zu den offensichtlich empörten Aussagen vielleicht nur zwei Überlegungen.

Das hier beschriebene Kind hat
Schwierigkeiten in der soz. Integration hat und manchmal etwas speziell auf seine Umwelt reagiert,
und benötigt
meist ca. 3 Monate nach den Ferien benötigt ,um sich wieder an den Schulalltag zu gewöhnen.
gefragt wird
Warum Schulintegrationsverordnung? Der Vater hat einen Antrag auf Inklusion gestellt. Integration-der Schüler passt sich den Gegebenheiten der Beschulung an. Inklusion-die Gegebenheiten der Beschulung werden an den Schüler angepasst.

Eltern mit nichtbehinderten Kinder können die weiterführende Schule frei wählen. Die Kinder werden auch vorher nicht
"begutachtet".
Die nichtbehinderten Kinder benötigen i.A. auch keine 3 Monate, um sich an den Schulalltag zu gewöhnen und reagieren nicht "speziell" auf andere Kinder.

Sicher ist es richtig und wichtig, dass behinderte Kinder eine Schule wählen dürfen, vielleicht möchte die Schule nicht einfach die restlichen Schüler übergehen und diese als Teil der
Gegebenheiten der Beschuhlung (...) an den Schüler
anpassen

Kurt Knitz
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Re: Inklusioin

Beitrag von Kurt Knitz » 04.06.18, 13:31

juliasusi hat geschrieben:Ja, der Junge lebt in einem Heim. Warum dies so ist, spielt für die Standortwahl der Beschulung keine Rolle.
Wenn der Schüler deshalb im Heim ist, weil er in normalen sozialen Beziehungen unerträglich war, dann wird das die Entscheidung der Bildungsagentur beeinflussen, ob eine allgemeinbildende Schule überhaupt in Frage kommen kann.

Wenn er u.a. deshalb nicht bei seinen Eltern wohnen kann, weil diese (weit voneinander entfernt?) getrennt leben, dann wird das je nach Konstellation evtl. eine Rolle bei der Standortwahl spielen.

Da der Junge (...) Schwierigkeiten in der soz. Integration hat und manchmal etwas speziell auf seine Umwelt reagiert,

In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass er meist ca. 3 Monate nach den Ferien benötigt, um sich wieder an den Schulalltag zu gewöhnen.
Wenn "speziell reagieren" bedeutet, dass er leicht mal zuschlägt, dann ist das ein starkes Argument dagegen, den Sechstklässler mit jetzigen Viertklässlern gemeinsam zu beschulen. Auch Nichtbehinderte haben Rechte, z.B. auf körperliche Unversehrtheit.

Warum Schulintegrationsverordnung?
In dem von Ihnen erwähnten Aktions- und Maßnahmenplan Inklusion werden auf den Seiten 4 ff. weitere Rechtsgrundlagen aufgelistet.

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