Zwei verschiedene Prüfung, 1 Kurs

Recht der Studenten, Hochschulprüfungsrecht, Recht der Hochschulmitarbeiter, soweit nicht Arbeits- oder Beamtenrecht

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kennerlein
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Zwei verschiedene Prüfung, 1 Kurs

Beitrag von kennerlein » 27.06.18, 22:12

Ich frage jetzt nur generell zur Rechtslage. Habe von Fällen gehört, wo die folgende Situation aufgetreten ist. Suche keine Rechtsberatung.

Kurz und knapp: Derselbe Kurs mit zwei verschiedenen Klausuren (schwer und leicht). Dabei sieht man im Endergebnis nicht, dass einige den Kurs leicht bestehen können und einige den Kurs schwer bestehen können. Wie ist die Rechtslage?

Zwei Gruppen* melden sich zu demselben Kurs an. Es sind keine zwei identischen Kurse, sondern derselbe Kurs. Beide Gruppen sitzen in denselben Vorlesungen und gehen auch beide gemeinsam zu den Übungen und Laboren. Und wenn die Prüfung bestanden ist, dann steht auch bei beiden Gruppen, dass sie den Kurs XYZ mit Note XYZ bestanden haben. Also alles dasselbe. Weder bei der Anmeldung zum Kurs oder bei dem Ergebnis oder bei der Vorbereitung gibt es irgendwelche Unterschiede. Auch später, wenn ein Arbeitgeber das "Zeugnis" sieht, kann man nicht erkennen, dass es irgendwelche Unterschiede gibt.

Der einzige Unterschied ist folgender: der Professor hat sich dazu entschieden, dass es zwei verschiedene Klausuren geben wird. Eine leichte Variante und eine schwere Variante. Zum Beispiel eine einfache Matheklausur I für Physiker (Multiple Choice) und eine schwere für Chemiker (Durchfallrate von 86%).

So etwas ist schon ziemlich ungerecht; schließlich war es derselbe Kurs und man kann nicht erkennen, dass eine Gruppe einen viel schwereren Test hatte. Außerdem würde der Kurs voll anerkannt werden, wenn man als Physiker schreibt und dann zu Chemie wechselt.

Wie ist die Rechtslage?

* zwei verschiedene Studiengänge; zum Beispiel Physik und Chemie

Dig
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Re: Zwei verschiedene Prüfung, 1 Kurs

Beitrag von Dig » 28.06.18, 05:50

Wer entscheidet was schwer und leicht ist? Sicher liegt das nur im Auge des Prüflings. An jedem Gymnasium, Uni, FH... werden unterschiedliche Prüfungen geschrieben. Jedes Jahr der gleiche Lehrstoff aber unterschiedliche Prüfungen.
Ich sehe da kein Problem drin...
Vielleicht haben es die Physiker auch besser verstanden als die Chemiker? :engel:
Viele Grüße Dig

ktown
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Re: Zwei verschiedene Prüfung, 1 Kurs

Beitrag von ktown » 28.06.18, 06:16

Also für mich sind sie nicht gleich, da die Wertung der Lehrinhalte den einzelnen Studienfachrichtungen geschuldet ist. Demnach können beide nicht den selben Test schreiben.

Für einen späteren Arbeitgeber ist es letztlich unerheblich, dass der Kurs für beide Gruppen Kurs XYZ hieß, weil er einmal einen Physiker und einmal einen Chemiker vor sich sitzen hat.
kennerlein hat geschrieben:Außerdem würde der Kurs voll anerkannt werden, wenn man als Physiker schreibt und dann zu Chemie wechselt.
Wenn dies ohne Einschränkung möglich wäre (was ich so nicht glaube), dann hat das System dort eine Lücke.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

winterspaziergang
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Re: Zwei verschiedene Prüfung, 1 Kurs

Beitrag von winterspaziergang » 28.06.18, 07:14

kennerlein hat geschrieben:I
Zwei Gruppen* melden sich zu demselben Kurs an. Es sind keine zwei identischen Kurse, sondern derselbe Kurs. Beide Gruppen sitzen in denselben Vorlesungen und gehen auch beide gemeinsam zu den Übungen und Laboren. Und wenn die Prüfung bestanden ist, dann steht auch bei beiden Gruppen, dass sie den Kurs XYZ mit Note XYZ bestanden haben. Also alles dasselbe. Weder bei der Anmeldung zum Kurs oder bei dem Ergebnis oder bei der Vorbereitung gibt es irgendwelche Unterschiede. Auch später, wenn ein Arbeitgeber das "Zeugnis" sieht, kann man nicht erkennen, dass es irgendwelche Unterschiede gibt.
offenbar doch. Die eine Gruppe hat einen Abschluss in Chemie, die andere in Physik. Und solche Unterschiede gibt es öfter.
Der einzige Unterschied ist folgender: der Professor hat sich dazu entschieden, dass es zwei verschiedene Klausuren geben wird. Eine leichte Variante und eine schwere Variante. Zum Beispiel eine einfache Matheklausur I für Physiker (Multiple Choice) und eine schwere für Chemiker (Durchfallrate von 86%).
gibt es Gründe, die das Abrufen des Gelernten bei Chemikern auf diese Weise nachvollziehbar machen?
So etwas ist schon ziemlich ungerecht; schließlich war es derselbe Kurs und man kann nicht erkennen, dass eine Gruppe einen viel schwereren Test hatte. Außerdem würde der Kurs voll anerkannt werden, wenn man als Physiker schreibt und dann zu Chemie wechselt.

Wie ist die Rechtslage?
wenn man das weiß, kann man sich in Physik einschreiben, die Prüfung schreiben und dann zu Chemie wechseln.
Ansonsten ist das Prüfungsamt in der Regel ein guter Ansprechpartner.

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