Lastschrifteinzug

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Bumblebii
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Lastschrifteinzug

Beitrag von Bumblebii » 05.07.18, 09:28

Hallo,

ich habe allgemeine Fragen zum Lastschriftseinzugsverfahren.

Fall: Ein Verein zieht eine strittige Forderung (Arbeitsstunden) nach Kündigung ein.
Beim Eintritt 2013 hat A einen Zettel zum Lastschrifteinzugsverfahren ausgefüllt und unterschrieben. Da der Verein sehr unregelmäßig die monatlichen Beiträge eingezogen hat, hat A dem Einzugsverfahren mündlich widersprochen und einen Dauerauftrag zum 1. einen jeden Monats eingerichtet.

Meine Fragen sind:
Ist eine mündliche Kündigung wirksam?
Wenn nein, darf der Verein auch nach der Kündigung vom Konto abbuchen?
Bedarf es bei der Umstellung auf das SEPA Lastschriftverfahren keiner neuen Zustimmung/Unterschrift?

ExDevil67
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Re: Lastschrifteinzug

Beitrag von ExDevil67 » 05.07.18, 10:28

Was wurde mündlich gekündigt? Die Mitgliedschaft oder wurde die Lastschrifterlaubnis widerrufen?

Problem dabei wie immer. Mündlich ist schwer nachweisbar.

freemont
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Re: Lastschrifteinzug

Beitrag von freemont » 05.07.18, 10:56

Bumblebii hat geschrieben:...
Meine Fragen sind:
Ist eine mündliche Kündigung wirksam?
Wenn nein, darf der Verein auch nach der Kündigung vom Konto abbuchen?
Bedarf es bei der Umstellung auf das SEPA Lastschriftverfahren keiner neuen Zustimmung/Unterschrift?

Die Frage ist doch: Besteht die Forderng materiell für welche die Lastschrift eingezogen wurde.

Die Lastschrift kann doch widerrufen werden, technisch betrachtet muss dann der Verein klagen, wenn er das Geld haben will. Wird die Lastschrift nicht widerrufen, müsste das Mitglied klagen.

Die Beweislast was den Bestand der Forderung angeht ändert sich aber durch den Wechsel der Gläubigerstellung nicht.

Tastenspitz
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Re: Lastschrifteinzug

Beitrag von Tastenspitz » 05.07.18, 15:50

Strittig ist doch die Forderung an sich.
Variante 1: Wenn man dem Einzug nicht widerspricht ist das nicht grade von Vorteil für den weiteren (möglichen) Rechtsstreit, weil man dann um Rückerstattung kämpfen muss.
Variante 2: Nach Widerruf der SEPA Buchung ist der Verein am Zug und wird ggf. die Forderung nachweisen müssen.
Ist zwar unterm Strich dieselbe Beweislast, aber bei Variante 2 hat man das Geld noch.
Bumblebii hat geschrieben:Bedarf es bei der Umstellung auf das SEPA Lastschriftverfahren keiner neuen Zustimmung/Unterschrift?
Ist schon ein Weilchen her, aber wenn ich mich recht entsinne war für das SEPA Basis Lastschriftverfahren nur eine Mitteilung an den Kontoinhaber nötig. Also keinen neue Unterschrift.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

Bumblebii
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Re: Lastschrifteinzug

Beitrag von Bumblebii » 05.07.18, 16:40

Vielen Dank für die Antworten.

A hat den Betrag sofort bei der Bank zurückgehen lassen.
Die Forderung ist nicht richtig. Das Mirglied hat die Arbeitsstunden abgeleistet und darüber auch eine Quittung von Verein.

Mündlich wurde dem Lastschriftverfahren widersprochen und danach fast 4 Jahre, bis zur Kündigung der Mitgliedschaft per Dauerauftrag bezahlt.
Bei der SEPA Umstellung hat A schon lange nicht mehr durch Lastschriftverfahren bezahlt.

Ich kenne von unseren Lastschriftverfahren (Strom und Telefon) das für die SEPA Lastschrift ein Formular ausgefüllt werden musste.
A hat keine Post von Verein bekommen.

Der Verein möchte die Forderung plus 16€ Gebühren für die Rücklastschrift einklagen.
A sieht der Hauptforderung entspannt entgegen. Er weiß nur nicht ob es in Ordnubg war die Lastschrift einfach zurückgehen zu lassen. A ist der Meinung das keine Ermächtigung zum Einzug besteht.

derblacky
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Re: Lastschrifteinzug

Beitrag von derblacky » 08.07.18, 18:19

Bumblebii hat geschrieben: Er weiß nur nicht ob es in Ordnubg war die Lastschrift einfach zurückgehen zu lassen. A ist der Meinung das keine Ermächtigung zum Einzug besteht.
Aktuell kann nur ein SEPA-Mandat Gültigkeit haben.
Der Verein müsste eine (alte) Einzugsermächtigung sowie ein Informationsschreiben zur SEPA-Umstellung als Nachweis eines möglicherweise gültigen Einzugs vorlegen können, um ein möglicherweise gültiges Mandat nachzuweisen.
Allerdings, auch das Mandat erlischt bei Nichtnutzung nach 36 Monaten. Da seit 1.2.2014 nur noch das SEPA-Verfahren funktioniert, gibt es kein gültiges Mandat, falls seitdem nicht ein einziges Mal Beträge eingezogen wurden, gibt es keine Rechtsgrundlage für den Einzug.

Tschau
Majo

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