Hartz IV Bezug und Vasektomie

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Tastenspitz
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Re: Hartz IV Bezug und Vasektomie

Beitrag von Tastenspitz » 28.07.18, 11:29

Mir ist jetzt zwar der medizinische Zusammenhang zwischen einem Tumor der Partnerin und einer eigenen Vasektomie nicht bekannt, aber die Krankenkasse bzw. der behandelnde Arzt wird hier sicher Rat wissen.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

SusanneBerlin
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Re: Hartz IV Bezug und Vasektomie

Beitrag von SusanneBerlin » 28.07.18, 11:37

Tastenspitz hat geschrieben:Mir ist jetzt zwar der medizinische Zusammenhang zwischen einem Tumor der Partnerin und einer eigenen Vasektomie nicht bekannt
Ich vermute, SIE darf die Antibabypille nicht nehmen, ER will keine Kondome nehmen und eine Schwangerschaft während der Krebsbehandlung soll 100% verhindert werden.
Grüße, Susanne

Tastenspitz
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Re: Hartz IV Bezug und Vasektomie

Beitrag von Tastenspitz » 28.07.18, 13:26

Dann allerdings dürfte eine Kostenübernahme wohl eher unwahrscheinlich sein.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

MichiFed
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Re: Hartz IV Bezug und Vasektomie

Beitrag von MichiFed » 28.07.18, 17:01

winterspaziergang hat geschrieben: Antwort 1 und 2 enthielten alle relevanten Info und keinerlei Gehöhne. Auch später nicht. Ob man die Witze gut finden kann oder nicht, ist Geschmacksache.
Ich kann auch auf Ironie verzichten und Google nutze ich seit Jahrzehnten.
An Antwort 2 habe ich absolut nichts auszusetzen.
Da die Erkrankung der Partnerin absolut nichts daran ändert, dass das Jobcenter Leistungen zum Thema Vasektomie übernimmt oder nicht, habe ich alle relevanten Infos zu meiner Frage gegeben. Und echt.... ich kann auch auf Spekulationen wer da keine Kinder will und wer kein Bock auf Kondome hat verzichten.
SusanneBerlin hat geschrieben:
MichiFed hat geschrieben:Krebskranke Partnerin mit hormonaktivem Tumor. Ich lache bei Gelegenheit mit. OK!?
Und da denkt man als erstes ans jobcenter? Ich hätte erstmal die Krankenkasse gefragt.
Echt!? Ich habe "nur" hier gefragt....
Krankenkasse? Damit die Partnerin neben OP, Chemo, noch einer OP und Bestrahlung dann NOCH einer OP unterziehen darf, nur weil der --Mann-- keinen Bock hat mit Hütchen zu verhüten? Oder die Vasektomie gerade nicht löhnen kann? Jau Frau ab unters Messer! Ich denke das die KK die Vasektomie des Kerls nicht übernimmt, es besteht ja keine Lebensgafahr für die Fau durch eine Sterilisation. Wie gesagt ich berichte.

Bumblebii hat geschrieben:Auch hier würde ich die wichtige Information der Krebserkrankung nicht unterschlagen sonst machen die vielleicht auch blöde Witzchen.
Den habe ich verstanden!!!!!!!!!!! Finde ich NICHT witzig! Eher das Gegenteil.
Wie gesagt die Erkrankung der Partnerin zwingt das Jobcenter ja zu keinerlei Zahlungen. Also war die Info irrelavant für meine Eingangsfrage.
SusanneBerlin hat geschrieben: Ich vermute, SIE darf die Antibabypille nicht nehmen, ER will keine Kondome nehmen und eine Schwangerschaft während der Krebsbehandlung soll 100% verhindert werden.
Ja, nein, ja.
Tastenspitz hat geschrieben:Dann allerdings dürfte eine Kostenübernahme wohl eher unwahrscheinlich sein.
Habe ich (verflixt) fast schon angesagt.

Danke!!!

FM
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Re: Hartz IV Bezug und Vasektomie

Beitrag von FM » 28.07.18, 20:21

Evariste hat geschrieben: Abtreibungen zahlt die Krankenkasse übrigens problemlos. :roll:
Das ist falsch, siehe § 24b Abs. 3 und 34 SGB V (bezieht sich auf Fristenlösung mit Beratungspflicht).

Hintergrund ist das letzte große §-219-Urteil des BVerfG aus den 90er Jahren. Soweit ich mich erinnere: Fristenlösung ist straffrei, aber rechtswidrig. Eine rechtswidrige Maßnahme darf eine gesetzliche Krankenkasse aber nicht bezahlen, weil dies aus Beitragsgeldern geschehen würde, die anderen Menschen - auch überzeugten Abtreibungsgegnern - zwangsweise abgenommen wurden. Etwas schwer verständlich war damals jedoch, dass notfalls das Sozialamt die Kosten tragen muss, obwohl das ja auch zwangsweise eingetriebene Gelder (Steuern) sind.

Wie gesagt, aus der Einnerung, nachgelesen hab es jetzt nicht. Sicherlich findet man das Urteil auch im Internet.

windalf
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Re: Hartz IV Bezug und Vasektomie

Beitrag von windalf » 28.07.18, 20:32

Ich vermute, SIE darf die Antibabypille nicht nehmen, ER will keine Kondome nehmen und eine Schwangerschaft während der Krebsbehandlung soll 100% verhindert werden.
Ja, nein, ja.
Dann wäre ganz sicher zu beantworten, warum aus welchen anderen Gründen Kondome nicht in Frage kommen, um überhaupt die Chance auf eine Kostenübernahme erhalten zu können...
Mit der Antwort wird sich eine GKV wohl eher nicht überzeugen lassen...
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

MichiFed
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Re: Hartz IV Bezug und Vasektomie

Beitrag von MichiFed » 28.07.18, 21:30

windalf hat geschrieben:
Mit der Antwort wird sich eine GKV wohl eher nicht überzeugen lassen...

Das Kondom:

Die Versagerrate beträgt bei perfekter Anwendung 2 Prozent, bei typischer Anwendung 6 bis 18 Prozent.

Die Pille ist zu gut 99,9 Prozent sicher - sofern sie richtig angewendet wird.

Noch einer eine Frage dazu? Wie verträgt eigentlich ein Ungeborenes Chemo und Bestrahlung? :mrgreen: Scheißwitz.....

Celestro
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Re: Hartz IV Bezug und Vasektomie

Beitrag von Celestro » 28.07.18, 21:39

MichiFed hat geschrieben:
Das Kondom:

Die Versagerrate beträgt bei perfekter Anwendung 2 Prozent, bei typischer Anwendung 6 bis 18 Prozent.
Würden diese Zahlen auch nur entfernt stimmen, hätten wir in Deutschland kein Problem mit der Geburtenrate .... :roll:

Hr. Freitag
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Re: Hartz IV Bezug und Vasektomie

Beitrag von Hr. Freitag » 28.07.18, 21:43

MichiFed, haben Sie sich jetzt intensiv genug als Vorzeigegutmensch inszeniert, oder kommen noch ein paar Nachträge?
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Evariste
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Re: Hartz IV Bezug und Vasektomie

Beitrag von Evariste » 28.07.18, 22:26

Celestro hat geschrieben:
MichiFed hat geschrieben:
Das Kondom:

Die Versagerrate beträgt bei perfekter Anwendung 2 Prozent, bei typischer Anwendung 6 bis 18 Prozent.
Würden diese Zahlen auch nur entfernt stimmen, hätten wir in Deutschland kein Problem mit der Geburtenrate .... :roll:
Naja, das entspricht aber den Zahlen, die bei Wikipedia stehen: https://de.wikipedia.org/wiki/Pearl-Index

Etienne777
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Re: Hartz IV Bezug und Vasektomie

Beitrag von Etienne777 » 28.07.18, 22:51

Der hier in Rede stehende Bezieher von Hartz IV selbst hat offenbar keine (eigene) medizinische Indikation für eine Vasektomie. Somit ist es schon grundsätzlich keine Leistung der GKV. Die anscheinend vermutete 100%-Lösung in Sachen Verhütung bietet eine Vasektomie übrigens auch nicht, das nur mal am Rande. Ich schätze es so ein, daß ein Kondom sogar die sicherere Lösung ist und wem an hoher Sicherheit liegt, der hat es hier im Wortsinne selbst in der Hand, die Kondome "perfekt" anzulegen, sprich dabei besondere Sorgfalt walten zu lassen und Risiken zu minimieren.

Nach meiner Kenntnis ist das Jobcenter nicht dafür zuständig medizinische Eingriffe zu finanzieren, die die Krankenkasse nicht zahlt. Denn daß die Krankenkasse nicht zahlt, das hat in aller Regel einen Grund.
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Re: Hartz IV Bezug und Vasektomie

Beitrag von MichiFed » 28.07.18, 23:10

Celestro hat geschrieben:
Würden diese Zahlen auch nur entfernt stimmen, hätten wir in Deutschland kein Problem mit der Geburtenrate .... :roll:
Auch Medizin kennt Präzision und Statistik. Da kann man klar und deutlich seine Meinung zu sagen dat wär nisch so.
Hr. Freitag hat geschrieben:MichiFed, haben Sie sich jetzt intensiv genug als Vorzeigegutmensch inszeniert, oder kommen noch ein paar Nachträge?
Nachtrag: Die Vasektomie ist die zuverlässigste Verhütungsmethode für den Mann. Die Versagerrate bei perfekter Anwendung beträgt 0,1 Prozent, bei typischer Anwendung 0,15 Prozent.
Etienne777 hat geschrieben:Die anscheinend vermutete 100%-Lösung in Sachen Verhütung...
Ich habe die Zahlen, die von den Medizinern als Allgemeingut angegeben werden angegeben.

Etienne777
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Re: Hartz IV Bezug und Vasektomie

Beitrag von Etienne777 » 28.07.18, 23:54

MichiFed hat geschrieben:Ich habe die Zahlen, die von den Medizinern als Allgemeingut angegeben werden angegeben.
Das ist Statistik. Der erste Schuß verfehlte die Ente um einen Meter nach links. Der zweite Schuß verfehlte die Ente um einen Meter nach rechts. Statistisch betrachtet ist die Ente tot.

Ich kann nur aus ärztlicher Praxis versichern, daß die Vasektomie eben keine 100%ige Sicherheit bietet. Bis zu 5% dieser Operationen führen schon ex tunc nicht zum gewünschten Erfolg. Unter Umständen sind Sie Ihr Geld los und haben dann die Wahl zwischen dem Ursprungszustand oder erneuter wiederum zu zahlender OP. Die Wirkung - selbst wenn alles erfolgreich verlief - setzt erst nach mehreren Monaten ein, spontane Rekanalisierungen sind möglich. Rekanalisierung heißt, der operativ durchtrennte Samenleiter wächst ungewollt im Zuge der Selbstheilungs- und Reparaturprozesse des menschlichen Organismus wieder zusammen und die Sterilisation ist damit wieder aufgehoben. Man kann es nicht prognostizieren, bei wem das passiert und bei wem nicht. Sie würden es jedenfalls nicht spüren, wenn Sie auf diese Weise wieder fruchtbar würden. Sicherheit ist was Anderes.

Die Unversehrtheit und korrekte Anlage eines Kondoms können Sie bei entsprechender Sorgfalt gut überprüfen, das geht bei der Vasektomie nicht. Selbst wenn nach einigen Monaten postoperativ keine Spermien im Ejakulat mehr nachweisbar sind, ist nicht garantiert, daß sich das nicht mehr ändert. Der Eingriff ist eine IGEL, die Krankenkasse, egal ob gesetzlich oder privat, zahlt ihn nicht. Die Erfolgsaussichten oder der Sinn von IGEL allgemein wird nach meiner Erfahrung von den Kollegen die daran verdienen möchten regelmäßig deutlich günstiger beurteilt, als von der übrigen Ärzteschaft. Das ist ja auch irgendwie nachvollziehbar. Und so wird man Ihnen möglicherweise auch nicht unter die Nase gerieben haben, daß bei einem Teil der Patienten postoperativ dauerhaft Hodenschmerzen resultieren, die dann dazu veranlassen, (wiederum kostenpflichtig) eine Vaso-Vasostomie (chirurgische Wiederherstellung der Fruchtbarkeit) vorzunehmen. Dieser Eingriff ist sogar noch teurer.
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MichiFed
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Re: Hartz IV Bezug und Vasektomie

Beitrag von MichiFed » 29.07.18, 08:19

Etienne777 hat geschrieben: Das ist Statistik.
Ja, ohne die würde Lotto nicht funktionieren und jeder seine Meinung für Gott gegeben halten.

Etienne777
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Re: Hartz IV Bezug und Vasektomie

Beitrag von Etienne777 » 29.07.18, 09:52

MichiFed hat geschrieben:Ja, ohne die würde Lotto nicht funktionieren und jeder seine Meinung für Gott gegeben halten.
Na dann halten Sie sich mal weiter an Ihr Weltbild und das Spermienlotto, mehr als Ihnen die medizinischen Fakten so verständlich zu erläutern, kann ich da nicht tun.
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