Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

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Nordland
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Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von Nordland » 11.08.18, 10:45

Frage: Wem spreche ich eigentlich in irgendeiner Weise sein Recht darauf ab, an Gott, Mohammed, den Spaghettimenschen oder sonstigen Religionsinhalt zu glauben, wenn ich das Schächten kritisiere? Die Wertung "islamfeindlich", die offenbar einen Bezug zur Religionsfreiheit in Art. 4 GG herstellen soll, sehe ich daher weniger berührt als vielmehr Art. 20a GG (Tierschutz).

Anders gefragt: Wenn jeder seinen persönlichen Glauben schon rein faktisch auch dann behalten und ausüben kann, ohne dass Tiere darunter leiden müssen, warum muss man überhaupt den Schutzbereich der Religionsfreiheit so weit ausdehnen, dass bestimmte, nicht mehr dem Tierwohl entsprechende Schlachtmethoden auch darunter fallen? Die aus meiner Sicht zu unterstützende Aktion MähToo zeigt diesen Widerspruch einmal mehr auf.

Noch zwei Anmerkungen zur Klarstellung:

- Ja, ich bin auch gegen die Massentierhaltung. Doch bloß, weil sich diese Form der Fleischproduktion durchgesetzt hat, heißt das nicht, dass man nicht gegen andere Formen potenzieller Tierwohlgefährdung sein kann.
- Ja, das ganze hat auch eine Komponente der historischen Verantwortung. Man kann schlecht der einen Seite aus Rücksicht auf erlittenes Unrecht etwas erlauben, was man anderen verbietet. Darüber muss man sprechen, was aber nicht heißt, dass keine Kompromisse möglich sind.
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Etienne777
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von Etienne777 » 11.08.18, 15:36

Eine richtige Frage vermag ich nicht auszumachen. Mich juckt es herzlich wenig, ob Andere Kritik die ich äußere für islamfeindlich halten, ich äußere sie. Gewisse Religionen zeichnen sich ohnehin dadurch aus, sich durch Alles und Jedes beleidigt zu fühlen, um damit dann wüste Beleidigungen, Körperverletzungen, Mord und Kriege zu rechtfertigen. Ob die Väter unseres Grundgesetzes auch nur ansatzweise für möglich gehalten haben, daß unserem Land Millionen Menschen fremder Kulturen und Religionen zuwandern und welche Probleme daraus erwachsen, das wage ich zu bezweifeln. Aber so weit kommt es noch, daß wir uns vorschreiben lassen was wir zu meinen haben.
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FelixSt
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von FelixSt » 11.08.18, 16:24

Ganz ähnlich ist es doch beim Thema "Beschneidung von Säuglingen".
Ich empfehle jedem, selbst zu denken und es sich nicht von unseren Forengutmenschen wie z.B. lottchen abnehmen zu lassen.

Nordland
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von Nordland » 11.08.18, 16:44

@ Etienne, Felix: Genau so ist es. Ähnlich wie beim Thema Beschneidung macht man eine Abwägung zwischen Religionsfreiheit und Körperlicher Unversehrtheit des Sohnes, respektive Tierwohl. Meine Frage, der man sich womöglich auch eher de lege ferenda nähern muss, ist: Warum eigentlich diese Abwägung? Könnte man nicht argumentieren, dass der Schutzbereich der Religionsfreiheit gar nicht berührt wird, wenn man nicht schächtet und beschneidet? Wird dadurch das persönliche Glaubensbekenntnis eingeschränkt?
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karli
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von karli » 11.08.18, 18:53

Selbst wenn man das Schächten als Schlachtart aus religiösen Gründen für akzeptabel hält, könnte man trefflich darüber diskutieren, ob mit dieser Art der der Fleischgewinnung verantwortungsvoll umgegangen wird.

Mit der Erlaubnis Tiere aus religiösen Gründen zu Schächten geht meiner Ansicht nach auch die Pflicht einher, das so gewonnene Fleisch auch nur an Menschen abzugeben die der entsprechenden Glaubensrichtung angehören.

Pustekuchen!

Jeder Einzelhändler, verkauft sein geschächtetes Fleisch an jeden der in den Laden kommt.
Es wird niemand aufgefordert nachzuweisen, ob er einer entsprechenden Glaubensgemeinschaft angehört, es wird noch nicht einmal danach gefragt.
Man wird als Ungläubiger auch nicht darauf hingewiesen, daß es sich um geschächtetes Fleisch handelt.
Selbst in Landesweit präsenten Handelsketten wird Halal Fleisch+Wurst wie selbstverständlich verkauft.
An Alle!

Auch der Dönermann an dessen Eingangstür ein riesengroßer Halal Aufkleber prangt hat nur eine Sorte Fleisch auf dem Spieß und das verkauft er an Jeden.

Interessant wird's auch bei Fleisch das geschächtet wurde um als Koscher den jüdischen Speisenvorschriften gerecht zu werden.

Wenn der Schlachter sich verschnitten hat,
wenn das Schlachttier Einblutungen, Hämatome etc. hat,
wenn Magen und/oder Darminhalt ausgetreten ist,
wenn innere Organe Verwachsungen, Verklebungen oder Narben aufweisen,

dann kann das gut sein, daß ein geschächtetes Tier plötzlich nicht mehr Koscher ist und als nicht Koscher verkauft wird und letztendlich auf unserem Teller landet.
Deklaration? Fehlanzeige!

Damit das Hinterteil eines Rindes Koscher wird muß es sehr aufwändig von unerwünschtem Gewebe und Blutadern befreit werden. Um den Aufwand zu vermeiden wird es lieber als, nicht Koscher, verkauft und landet wiederum auf unserem Teller.
Und weil es im Ausland viel unkomplizierter ist Schlachtvieh zu Schächten, kauft man das geschächtete Fleisch eh lieber dort.

Und wenn im Ausland mal zuviel produziert wurde und da auch noch ein paar Tonnen nicht ganz Koschere Hinterteile übrig sind, macht nix, geht nach Deutschland!
Merkt doch keiner! 8)
Wenn du kritisiert wirst, dann mußt du irgend etwas richtig machen, denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat. (Bruce Lee)
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von Biggi0001 » 11.08.18, 20:18

Merkt doch keiner!
Wenn der Schlachter sich verschnitten hat,
wenn das Schlachttier Einblutungen, Hämatome etc. hat,
wenn Magen und/oder Darminhalt ausgetreten ist,
wenn innere Organe Verwachsungen, Verklebungen oder Narben aufweisen, dann kann das gut sein, daß ein geschächtetes Tier plötzlich nicht mehr Koscher ist und als nicht Koscher verkauft wird
Glauben Sie das wirklich? Dann wird geputzt, gesäubert, die "schlechten Stellen" weggeschnitten und dann wirds als koscher verkauft. Merkt doch keiner, wie gesagt.

Ich glaube - wenn man mal die ganzen Fleischskandale der Vergangenheit anschaut - ehrlich nicht, daß sich ein Metzger durch solche Kleinigkeiten das Geschäft versauen lässt.
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karli
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von karli » 11.08.18, 20:33

Biggi0001 hat geschrieben:Glauben Sie das wirklich?
Ja!
Eine rituelle Schächtung, die zur Gewinnung koscheren Fleisches dient, wird meist von einem Rabbi durchgeführt und auch der weitere Schlachtvorgang wird überwacht, um die Einhaltung der jüdischen Speisenvorschriften sicherzustellen.
Und diese Leute vertreten nicht die Interessen des Metzgers.
Biggi0001 hat geschrieben:Dann wird geputzt, gesäubert, die "schlechten Stellen" weggeschnitten und dann wirds als koscher verkauft.
Nee, dann wird's als unrein an uns verkauft. :wink:

Wobei, es wäre ja in meinem Sinn, wenn das Tier das aus Glaubensgründen geschächtet wurde auch von Angehörigen des jeweiligen Glaubens gegessen würde!

Mir ging es eher darum, aufzuzeigen, daß Tiere unnötigerweise geschächtet werden um sie dann auf üblichen Vertriebswegen an Menschen zu verkaufen, die dann unwissentlich und gegen ihren Willen geschächtetes Fleisch verzehren.
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von Etienne777 » 11.08.18, 23:30

Religionsfreiheit dürfte meinen, daß man als Muslim zu Allah beten und eine Moschee besuchen und an den Koran glauben darf. Es ließe sich unmißverständlicher auch mit Glaubensfreiheit umschreiben. Vom Anknüpfungspunkt der Glaubensfreiheit ausgehend wird erkennbar, daß gemeint ist, daß jeder an seinen Gott glauben darf, den er für richtig hält. Mit dem religiösen Glauben hat es aber nichts zu tun, Tiere auf eine bestimmte Weise töten zu dürfen, die nach hiesigem Recht mit dem Tierschutz nicht vereinbar ist.

Mit dem religiösen Glauben hat es auch nichts zu tun, "Ehrenmorde" begehen zu dürfen, oder nach den Regeln der Scharia richten und strafen zu dürfen. Und eine Beschneidung der Schamlippen von Mädchen oder die Beschneidung von Jungen sind keine Glaubensausübung, sondern nach hier geltendem Recht schlichtweg eine strafbare Körperverletzung.

Vor unseren Gesetzen ist jeder gleich und jedenfalls hängt die Geltung von Gesetzen und die Verfolgung von Straftaten nicht davon ab, welcher Religion man anhängt. Ziel des GG war es nicht, Extrawürste zu braten und die einheitliche Rechtsanwendung zu unterlaufen. Wem das nicht gefällt, der muß sich nicht gedrängt fühlen in Deutschland zu leben, so einfach ist das.
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von Biggi0001 » 12.08.18, 01:34

Oi, was die Beschneidung angeht, läuft in einem anderen Forum ein Thread zu diesem Thema, da wäre Ihre Meinung aber sowas von unpopulär :wink:. Etwas gegen die Beschneidung zu haben wird ja gleichgesetzt mit Antisemitismus... :|
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Etienne777
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von Etienne777 » 12.08.18, 11:51

Biggi0001 hat geschrieben:Oi, was die Beschneidung angeht, läuft in einem anderen Forum ein Thread zu diesem Thema, da wäre Ihre Meinung aber sowas von unpopulär :wink:.
Ich habe es nie als meine Aufgabe angesehen, populär zu sein. :mrgreen:
Biggi0001 hat geschrieben:Etwas gegen die Beschneidung zu haben wird ja gleichgesetzt mit Antisemitismus... :|
Wer die Akzeptanz der Religionsausübung und des Glaubens anhand des Kriteriums feststellen will, ob man jegliche Handlungen dieser Glaubensgruppe gutheißt, ist nicht gläubig, sondern verrückt. Mit Verrückten zu diskutieren verspricht selten Erfolg.

Die Religionsfreiheit konterkariert man am besten dadurch, daß man verlangt, daß Menschen die einer bestimmten dieser Religionen nicht zuneigen, alles zu billigen, mindestens aber schweigend hinzunehmen haben, was tatsächlich oder vermeintlich im Zusammenhang mit dieser Religion veranstaltet wird. Es war aber nicht der Normzweck des GG, durch die Freiheit der Religion die Unfreiheit der Meinung Anderer zu schaffen.
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fool1
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von fool1 » 12.08.18, 12:46

Moin!
Nordland hat geschrieben:Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?
Dann schauen wir doch mal.
Nordland hat geschrieben:Die aus meiner Sicht zu unterstützende Aktion MähToo zeigt diesen Widerspruch einmal mehr auf.
Wenn es einem jetzt nur um den Tierschutz ginge, müßte man nicht alle Gemeinschaften und alle Mißstände anprangern?
Für wieviele Tiere wird solch eine Ausnahmegenehmigung für ein Schlachten ohne Betäubung (Schächten) eigentlicht erteilt? :P
Steht in deinem Link, du kannst die Zahl nennen.
Nordland hat geschrieben:Doch bloß, weil sich diese Form der Fleischproduktion durchgesetzt hat, heißt das nicht, dass man nicht gegen andere Formen potenzieller Tierwohlgefährdung sein kann.
Und wenn es einem jetzt nur um den Tierschutz ginge, müßte man nicht anprangern das in Deutschland rund 500.000 Schweine und 200.000 Rinder pro Jahr nicht ordentlich betäubt werden, so dass sie bei Bewusstsein verbrüht oder zerteilt werden?
"Auf deutschen Schlachthöfen müssen die Tiere häufig unnötig leiden. Die Fehlerquote beim Schlachten von Rindern liegt teils bei über neun Prozent, bei Schweinen sogar bei bis zu 12,5 Prozent."
https://www.n-tv.de/politik/In-fuenf-Se ... 50096.html

Oder die Betäubung selbst zur Folter wird?
"Bevor die Tiere bewusstlos sind, erleiden sie große Erstickungsängste. Die Tiere versuchen panisch, aus den Gondeln zu fliehen und schnappen voller Angst nach Luft. Die Verweildauer oder die Gaskonzentration in den Kammern ist zudem manchmal zu kurz bzw. zu gering, sodass die Tiere beim Stich durch die Kehle nicht ausreichend betäubt sind und manche Schweine sogar noch bei Bewusstsein ins kochend heiße Brühbad gelangen."
https://www.peta.de/im-schlachthof

Ich denke es ist klar worum es dir geht.

Hast du eigentlich jemals selbstständig für dein Fleisch gesorgt?

Gruss fool1
Nichts ist engherziger als Chauvinismus oder Rassenhaß. Mir sind alle Menschen gleich, überall gibt's Schafsköpfe und für alle habe ich die gleiche Verachtung. Nur keine kleinlichen Vorurteile!
Karl Kraus (1874 - 1936)

Für Dieter und Felix

Tastenspitz
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von Tastenspitz » 12.08.18, 17:03

Ich denke es ist klar worum es dir geht.
Na dann gehört das doch sicher ins Tierrecht verschoben..... :wink:
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

Roni
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von Roni » 12.08.18, 17:22

Und wenn es einem jetzt nur um den Tierschutz ginge, müßte man nicht anprangern das in Deutschland rund 500.000 Schweine und 200.000 Rinder pro Jahr nicht ordentlich betäubt werden, so dass sie bei Bewusstsein verbrüht oder zerteilt werden?
"Auf deutschen Schlachthöfen müssen die Tiere häufig unnötig leiden. Die Fehlerquote beim Schlachten von Rindern liegt teils bei über neun Prozent, bei Schweinen sogar bei bis zu 12,5 Prozent."
traurig aber ungewollt dass das passiert.

Aber beim Schächten ist das gewollt, das ist der große Unterschied.

Evariste
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von Evariste » 12.08.18, 18:07

karli hat geschrieben: Jeder Einzelhändler, verkauft sein geschächtetes Fleisch an jeden der in den Laden kommt.
Es wird niemand aufgefordert nachzuweisen, ob er einer entsprechenden Glaubensgemeinschaft angehört, es wird noch nicht einmal danach gefragt.
Merkwürdig, in einem entsprechenden Merkblatt des zuständigen Ministeriums in Baden-Württemberg lese ich:
Das durch Schächten gewonnene Fleisch darf nur an Angehörige der in der Genehmigung genannten Religionsgemeinschaft abgegeben werden. Im Antrag sind ggf. Angaben des Antragstellers über Vertriebswege erforderlich, über die geschächtetes Fleisch vermarktet werden soll. Bei Verstößen ist die Ausnahmegenehmigung unbeschadet einer Prüfung im Einzelfall zu widerrufen.
Es geht also wohl eher um Fleisch aus Schlachtungen in Ausland. Dafür gelten aber die dortigen Gesetze und nicht das deutsche Grundgesetz.

ktown
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von ktown » 12.08.18, 18:48

Da es dem TE ja um die Art der Tierschlachtung, also um den Tierschutz geht, habe ich das ganze mal ins Tierrecht verschoben.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

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