Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

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karli
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von karli » 18.08.18, 12:04

ktown hat geschrieben:Sie können nicht den Vorgang des schächtens, der ja im übrigen per Gesetz erlaubt ist
Das ist nicht richtig.
Schächten ist aufgrund des Tierschutzgesetzes eben nicht erlaubt.
Um schächten zu dürfen, bedarf es einer Ausnahmegenehmigung, die an Bedingungen geknüpft sind.
Info am Beispiel BW
Wenn du kritisiert wirst, dann mußt du irgend etwas richtig machen, denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat. (Bruce Lee)
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ktown
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von ktown » 18.08.18, 12:31

karli hat geschrieben:
ktown hat geschrieben:Sie können nicht den Vorgang des schächtens, der ja im übrigen per Gesetz erlaubt ist
Das ist nicht richtig.
Schächten ist aufgrund des Tierschutzgesetzes eben nicht erlaubt.
Um schächten zu dürfen, bedarf es einer Ausnahmegenehmigung, die an Bedingungen geknüpft sind.
Info am Beispiel BW
und wo fehlt es dann an der Erlaubnis?
Das es einer Genehmigung bedarf ist ja schon erörtert worden und bedarf keiner Wiederholung.
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Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
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ktown
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von ktown » 18.08.18, 12:34

windalf hat geschrieben:
Sind die jetzt noch "Sie" oder schon "Wir"?
Ich würde das davon abhängig machen, ob er den Steuerzahler mehr kostet als er einspielt (einspielen wird)... :devil:
Also sind Harz IV Empfänger zu der Gruppe "Sie" zuzuordnen. :devil:
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Evariste
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von Evariste » 18.08.18, 13:35

Nordland hat geschrieben: Also, da sind die Leute, die sich mit Deutschland nicht identifizieren. Die auf das Schächten nicht verzichten wollen, hier Straftaten begehen oder - um mal ein aktuelles Beispiel aufzugreifen - lieber nach Mekka reisen und sich ihrer Religion widmen, als sich mit der Nationalmannschaft, in die sie berufen sind, zu identifizieren. Und die dann später bei Kritik sofort die Rassismuskeule schwingen, anstatt mal selbstkritisch zu sein. Und auf der anderen Seite haben wir Leute wie die von dir geschilderte Familie, bei der man über Anpassung kaum mehr reden braucht.

Was spricht dagegen, hier steuernd einzugreifen? Der Weg der einen führt in Richtung Deutschland, der Weg der anderen in Richtung Heimat.
Mit anderen Worten, für "Migranten" (auch wenn sie in Deutschland geboren sind und die deutsche Staatsbürgerschaft haben) sollte es Ihrer Meinung nach weder Meinungsfreiheit noch Religionsfreiheit geben. Darauf läuft es doch hinaus, das ist das Ziel der ganzen Richtung.

Die Frage, wer "Wir" ist, haben Sie übrigens nicht bearbeitet. "Wir", sind das nur die weißen, katholischen/evangelischen/atheistischen "Biodeutschen"? Was ist mit den Zeugen Jehovas - die identifizieren sich auch nicht mit Deutschland, weil das ihrem Glauben widersprechen würde. Was ist mit den Kindern von Deutschen, die nicht der "Norm" entsprechen, weil ein Elternteil aus dem Ausland stammt? Sollen die auch gleich ausgewiesen werden, wenn sie mal über Deutschland meckern?
Zuletzt geändert von Evariste am 18.08.18, 13:40, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von ktown » 18.08.18, 13:39

So mancher "Deutscher" würde sich wundern wo er wirklich abstammt. :lachen:
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Charon-
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von Charon- » 18.08.18, 13:41

karli hat geschrieben:Schächten ist aufgrund des Tierschutzgesetzes eben nicht erlaubt.
Und Autofahren ist nach der StVO nicht erlaubt, oder wie?

Gerade darum geht es doch: Es darf geschächtet werden, dass ist dem Gesetz nach zulässig (wenn die entsprechenden Bedingungen erfüllt sind). Die hier im Raum stehende Argumentation ist doch, dass diese Zulassung des Schächtens widerrufen werden müsste, wenn das Schächten nicht unter die Religionsfreiheit fallen würde, da das Schächten, anders als das Schlachten unter Betäubung, nicht durch die allg. Handlungsfreiheit fällt und deshalb der Tierschutz im GG höher wiegt.
ktown hat geschrieben:Also sind Harz IV Empfänger zu der Gruppe "Sie" zuzuordnen.


Nicht zu vergessen Rentner, erwerbsunfähige Menschen mit Behinderung, schwerkranke Kinder und zusätzlich evtl. auch Studenten bestimmter Fachrichtungen. :roll:

Wie sieht das eigentlich mit Eheleuten in Scheidung aus, bei denen der eine Partner Unterhalt und evtl. eine Sozialleistung wie Wohngeld bekommt, ist der Partner, welcher Wohngeld bekommt, dann auch ein "Sie", solange das Wohngeld höher ist als seine Steuerzahlungen aus dem Unterhalt?
Um der allgemeinen Sprachverwirrung des Siezens entgegenzuwirken, biete ich jedem Nutzer das dänische Umgangsduzen an.

fool1
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von fool1 » 18.08.18, 18:02

Moin!
Nordland hat geschrieben:@fool: Da hast du nicht ganz unrecht. Möglich ist auch die Umwandlung in ein Positivrecht (Deutschland kann politisch Verfolgten Asyl gewähren). Wir können das gerne in einem separaten Thread debattieren, falls du Interesse hast.
Sehr gnädig von dir :lachen: Laß mich raten, Schwarze und Muslime schaffen es nicht auf die Liste, auch wenn die aus ihrem Land fliehen müssen?
Nordland hat geschrieben:Aber 'ne andere Frage: Du schreibst
fool1 hat geschrieben:Obwohl, laut deiner Aussage, "in Frankreich und Belgien die Juden schon wieder fliehen müssen"? :(
Das ist nicht nur meine Aussage, sondern bittere Realität. Oder hast du wieder andere Wahrheiten parat?
Ich weiß nicht was du von mir willst. Mich wundert nur, da du eine Gefahr erkennst und dir das Wohl der Juden immer sehr am Herzen liegt, dass man dich darauf hinweisen muß.
Nordland hat geschrieben:Bei uns wird der Tierschutz eigentlich sehr hoch gehängt, wenngleich bei der industriellen Landwirtschaft noch Defizite vorherrschen. Doch bei den Migranten ist es plötzlich alles anders. Da zieht man sich dann bequem auf "Religionsfreiheit" zurück und wirft seine eigenen Prinzipien über Bord.
Und dies zeigt doch deine überhebliche Denkweise. Ca. 700.000 Tiere werden pro Jahr hier zu Lande in der industriellen Fleischerzeugung nicht ordentlich betäubt, oder leiden bei der Betäubung.
Du nennst es ein Defizit.
In dem Link deiner Ansprache wird von durchschnittlich nicht ganz 250 Tieren im Jahr gesprochen, für die eine Ausnahmegenehmigung zum Schächten erteilt wird.
Das diese Ausnahmegenehmigung auch für Menschen mit jüdischem Glauben erteilt werden, bis hierhin nirgendwo ein Wort darüber.
Nordland hat geschrieben:Soweit ich jetzt mal die jüdische Bevölkerung außen vor lasse, sind Muslime hier zu Gast.
Warum solltest du? Schächten ist doch Schächten?


Der von dir gewählte Arbeitstitel ist: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?
Um den Tierschutz geht es dir nicht.

Evariste hat geschrieben:Mit anderen Worten, für "Migranten" (auch wenn sie in Deutschland geboren sind und die deutsche Staatsbürgerschaft haben) sollte es Ihrer Meinung nach weder Meinungsfreiheit noch Religionsfreiheit geben. Darauf läuft es doch hinaus, das ist das Ziel der ganzen Richtung.
Und dies immer und immer wieder :wink: Wie schrieb er über Navid Kermani:
Nordland hat geschrieben:Ich sehe im persönlichen Lebenslauf dieses Mannes kein Problem. Er hat sich als Gast aber nicht dazu zu äußern
Evariste hat geschrieben:Die Frage, wer "Wir" ist, haben Sie übrigens nicht bearbeitet.
Auch diese Frage wurde Nordi schon mehrmals gestellt. Warte auch noch auf eine Antwort :wink:


Gruss fool1
Nichts ist engherziger als Chauvinismus oder Rassenhaß. Mir sind alle Menschen gleich, überall gibt's Schafsköpfe und für alle habe ich die gleiche Verachtung. Nur keine kleinlichen Vorurteile!
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von windalf » 18.08.18, 20:12

ktown hat geschrieben:
windalf hat geschrieben:
Sind die jetzt noch "Sie" oder schon "Wir"?
Ich würde das davon abhängig machen, ob er den Steuerzahler mehr kostet als er einspielt (einspielen wird)... :devil:
Also sind Harz IV Empfänger zu der Gruppe "Sie" zuzuordnen. :devil:
Nö pauschal nicht. Es bringt ja nur etwas diese zuzuordnen, die man auch loswerden kann (und will). Wer die deutsche Staatsangehörigkeit hat, der wird wohl hier bleiben. Es leuchtet aber nicht ein, warum man den alimentiert, der die deutsche Staatsangehöhrigkeit nicht hat. Warum sollten wir Weltsozialamt spielen. Es reicht doch wenn wir Sozialleistungen unter den deutschen Staatsbürgern verteilen...
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von Tastenspitz » 19.08.18, 05:52

Nordland hat geschrieben: Also, da sind die Leute, die sich mit Deutschland nicht identifizieren. Die auf das Schächten nicht verzichten wollen, hier Straftaten begehen oder - um mal ein aktuelles Beispiel aufzugreifen - lieber nach Mekka reisen und sich ihrer Religion widmen, als sich mit der Nationalmannschaft, in die sie berufen sind, zu identifizieren. Und die dann später bei Kritik sofort die Rassismuskeule schwingen, anstatt mal selbstkritisch zu sein. Und auf der anderen Seite haben wir Leute wie die von dir geschilderte Familie, bei der man über Anpassung kaum mehr reden braucht.

Was spricht dagegen, hier steuernd einzugreifen? Der Weg der einen führt in Richtung Deutschland, der Weg der anderen in Richtung Heimat.
Diese Leute sind die Ausnahme. Blöderweise ist es wie bei allen Themen. Der Normalfall schaftt es nicht in die Nachrichten. Und ja. Es ist nicht in Ordnung die Rassismuskeule zu schwingen. Menschen sind Menschen egal woher sie kommen. Gut erkannt!
Ansonsten:
Steuernd eingreifen? Nennt sich umfassen gesagt "Asylverfahren" und richtet sich nach Gesetzen und Internationalen Verträgen. Das das für machen Brownie nicht genug ist, ist mir klar. Mir ist auch klar, dass das manchmal unerträglich lange zu dauern scheint. Das liegt aber selten an den Antragstellern sondern meist an den Verwaltungen.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

windalf
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von windalf » 19.08.18, 10:29

Das liegt aber selten an den Antragstellern sondern meist an den Verwaltungen.
Da wundert es dann fast, dass die Asylbewerberheime brennen und nicht die Verwaltungen. Vielleicht muss das den Rechten mal einer erklären, damit die an der richtigen Stelle Druck machen :devil:
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von uli.1957 » 27.08.18, 14:01

Über was redet Ihr eigentlich hier:Über das schächten oder das betäubungslose Schächten?
Ich empfehle dazu
Deutsche Tierschutzbund
https://www.tierschutzbund.de/informati ... chaechten/
EUGH
https://www.tierschutzpartei.de/europae ... chaechten/
BVG
https://www.bundesverfassungsgericht.de ... 78399.html


Und ich bin generell gegen schlachten /schächten allgemein egal wer es macht ,weswegen ich auch kein Tier esse ..

zimtrecht
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von zimtrecht » 27.08.18, 15:15

FelixSt hat geschrieben:Ganz ähnlich ist es doch beim Thema "Beschneidung von Säuglingen".
Oder ganz simpel schon beim Thema "Kindstaufe" - denn aus der kath. Kirche kann der einmal getaufte Mensch laut "Vereinssatzung" nicht mehr austreten. Von den Eltern aufgezwungene Zwangsmitgliedschaft sozusagen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenau ... che_Kirche

Klarer Verstoß gegen das Selbstbestimmungsrecht meiner Meinung nach....

Charon-
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von Charon- » 27.08.18, 16:28

uli1957 hat geschrieben:Über was redet Ihr eigentlich hier:Über das schächten oder das betäubungslose Schächten?
Über das Schlachten ohne Betäubung bzw. das Schächten ohne Betäubung.
Um der allgemeinen Sprachverwirrung des Siezens entgegenzuwirken, biete ich jedem Nutzer das dänische Umgangsduzen an.

ktown
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von ktown » 28.08.18, 06:23

Intererssant finde ich im Link zum deutschen Tierschutzbund steht drin, dass es Möglichkeiten gibt den religiösen Vorgaben zu entsprechen und trotzdem den Tierschutz einzuhalten. Erstaunlich ist, dass dies von vielen Religionsverbänden so auch akzeptiert wird.

Es passt aber auch ins Bild der braunen Suppe, dass dieser Sachverhalt in ihren plakativen Statements einfach mal außen vor gelassen wird.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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uli.1957
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Re: Tierschutz oder Islamfeindlichkeit?

Beitrag von uli.1957 » 28.08.18, 10:06

Ich finde hier im mittleren Bereich die Aussage von Prof. Tamer Dodurka interessant:
https://www.swr.de/report/ist-schaechte ... .de%20like

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