eSport Plattform

Domainrecht, Software-Lizenzrecht, Internetauktionshaus [Name geändert], Internetauktionsrecht....

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ratlos33
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eSport Plattform

Beitrag von ratlos33 » 18.10.18, 11:57

Hallo Zusammen,

ich möchte eine Webseite zum Thema eSport betreiben, mit folgenden Eigenschaften:

- Nutzer können sich mit Nickname und eMail anmelden.
- Nutzer haben "virtuelles" Konto
- Nutzer können via Internet-Zahlungs-Methode/Portal [Name geändert] Geld auf das virtuelle Konto einzahlen (Transaktiongebühren werden erhoben)
- Nutzer können sich für Spiele mit anderen Nutzern anmelden. (Spieler müssen Eintrittspreis bezahlen)
- Nach dem Spiel werden die Eintrittgelder auf das virtuelle Konto des Gewinners übertragen. (ein kleiner Prozentsatz wird als Gebühr einbehalten.)
- Der Seitenbetreiber überprüft die Spielergebnisse. (Dienstleistung?)
- Nutzer können vom virtuellen Konto auf Internet-Zahlungs-Methode/Portal [Name geändert] Konto auszahlen lassen.

- Daten welche Erhoben werden: Transaktionsdaten (ohne vollständige Namen), Nickname, eMail, Herkunft, Anzahl der Spiele, Guthaben virtuelles Konto.

- Genutze Drittanbieterplugins: Google Adsense, Googly Analytics, diverse Social Media
_______________________________________________________________________________________

Mit dem technischen Teil komme ich gut zurecht. Die rechtlichen Aspekte lassen mich allerdings verzweifeln.
Weiss ich bisher weiss:

-Impressumpflicht (hier ist mir der Aufbau klar)
-Gewerbeanmeldung (Kleinunternehmer Regelung inklusive gewinn/verlust-rechnung)
-Nutzer auf Cookies hinweisen (halbwegs klar)
-Datenschutzerklärung (problem! sind muster gültig? was muss rein?)
-AGBs (Problem! was muss rein?)
-Gestaltung Kaufvorgang (muss ein "warenkorb" zwingend implementiert werden? ein button mit aufschrift "kostenpflicht kaufen" mit weiterleitung an Internet-Zahlungs-Methode/Portal [Name geändert] nicht aussreichend?)

Gibt es weitere Fallstricke auf dem Weg zu einer legalen, abmahnsicheren Seite?
Ist es überhaupt möglich sich in einer angemessen Zeit in diese Themengebiete einzuarbeiten und als Laie alles selbst zu formulieren?
Was nehmen Anwaltskanzleien für die Beauftragung einer solchen Erstellung fürgewöhnlich?

Das ganze soll nur doch ein kleines Hobbyprojekt werden. :/

Danke für jegliche Hilfe!

Mit freundlichen Grüßen
ratlos33

ktown
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Re: eSport Plattform

Beitrag von ktown » 18.10.18, 12:02

Liebes FDR-Mitglied,

wie Sie sicher in unserer Juriquette (=Forenregeln) gelesen haben, darf hier keine individuelle Rechtsberatung in einem konkreten Fall erfolgen. Sie helfen dem Forum und erleichtern dem Moderatoren-Team die Arbeit, wenn Sie eine Fragestellung zur allgemeinen Rechtslage herausarbeiten, die für Sie von Relevanz ist.

Weitere Konkretisierungen zur unseren Forenregeln finden sich neben der Juriquette in der Moderationsleitline oder in dem Beitrag "Was ist erlaubt"?

Fragen dazu können Sie jederzeit im Forum für Mitgliederinformation u. Support stellen.

Wenn sie eine individuelle Beratung wünschen, dann hilft ihnen diese Seite.

SusanneBerlin
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Re: eSport Plattform

Beitrag von SusanneBerlin » 18.10.18, 12:32

Hallo,
-AGBs (Problem! was muss rein?)
Es besteht keine Pflicht, AGB zu haben. Wenn man sich dafür entscheidet, AGB zu benutzen, bestehen keine gesetzlichen Pflichtinhalte. Wenn man keine AGB benötigt, dann hat man eben keine.
Ist es überhaupt möglich sich in einer angemessen Zeit in diese Themengebiete einzuarbeiten und als Laie alles selbst zu formulieren?
Kommt darauf an, was Sie unter einer "angemessenen Zeit" verstehen und wie schnell der Laie sich neues Wissen erarbeiten kann (Lernfähigkeit, Auffassungsgabe, Vorkenntnisse). Grundsätzlich sollte man jedoch von einem rechtlichen Laien erstellte rechtlich relevante Texte zumindest von einem "Profi" überprüfen lassen um rechtlich abgesichert zu sein.
Zuletzt geändert von SusanneBerlin am 18.10.18, 12:37, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße, Susanne

ExDevil67
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Re: eSport Plattform

Beitrag von ExDevil67 » 18.10.18, 12:34

ratlos33 hat geschrieben: Was nehmen Anwaltskanzleien für die Beauftragung einer solchen Erstellung fürgewöhnlich?
Ich tippe mal den regulären Stundensatz der Kanzlei. Der dürfte sich irgendwo zwischen dem oberen zweistelligen Bereich bis mittleren dreistelligem Bereich befinden. Je nach Name der Kanzlei und Position des verantwortlichen Anwalts.
Wobei ab einem gewissen Niveau man wohl nur noch "Namenszuschläge" bezahlt ohne echten Mehrwert.
ratlos33 hat geschrieben: Das ganze soll nur doch ein kleines Hobbyprojekt werden. :/
Dafür wollen Sie an ganz schön vielen Stellen die Hand aufhalten.

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