darf ein Partner mit den Kindern einfach wegziehen?

Recht in der Ehe, eheliches Güterrecht, Adoptionsrecht, Kinderrechte, Sorgerecht, Unterhaltsrecht, Recht des Versorgungsausgleichs

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winterspaziergang
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Re: darf ein Partner mit den Kindern einfach wegziehen?

Beitrag von winterspaziergang » 13.02.19, 17:00

...Sowohl Väter als auch Mütter sind hier die Täter. Ihr Vergehen wird oftmals jedoch anders gewertet. So werden Männer eher kriminalisiert, während Frauen, die mit ihrem Kind wegziehen, von involvierten Ämtern oftmals toleriert oder unterstützt werden.
Sieht beim Thema Trennung und den Kontakt zu den Kindern sofort abbrechen oder Unterhalt nur unregelmäßig bis immer wieder gar nicht zahlen genau andersherum aus.

windalf
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Re: darf ein Partner mit den Kindern einfach wegziehen?

Beitrag von windalf » 13.02.19, 17:03

Sieht beim Thema Trennung und den Kontakt zu den Kindern sofort abbrechen oder Unterhalt nur unregelmäßig bis immer wieder gar nicht zahlen genau andersherum aus.
Also genau andersherum würde in etwa sowas bedeuten:

Beide dürfen den Kontakt nicht sofort abbrechen und dürfen nicht keinen Unterhalt zahlen aber nur der Mann "kann" das Zahlen von Unterhalt ungestraft unterlassen, weil ihm das keiner Übel nimmt. Nur die Frau wandert sofort in den Bau wenn die keinen Unterhalt zahlt?

=> Genau andersherum ist Blödsinn
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

winterspaziergang
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Re: darf ein Partner mit den Kindern einfach wegziehen?

Beitrag von winterspaziergang » 13.02.19, 19:02

=> Genau andersherum ist Blödsinn
wenn man es nicht versteht oder verstehen will, ist alles "Blödsinn".

windalf
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Re: darf ein Partner mit den Kindern einfach wegziehen?

Beitrag von windalf » 14.02.19, 08:35

winterspaziergang hat geschrieben:
=> Genau andersherum ist Blödsinn
wenn man es nicht versteht oder verstehen will, ist alles "Blödsinn".
Wie soll ich es denn sonst verstehen?

Wenn die Aussage sein soll, dass viele Männer (aber weniger Frauen) ihren Unterhalt nicht zahlen, dann mag das zwar an sich nicht falsch sein aber der Grund liegt alleine darin, dass mehr Frauen als Männer im Falle einer Trennung die Kinder betreuen. Betreut der Mann die Kinder ist eine "Nicht- oder Schlechtzahlerin" aber nicht weniger wahrscheinlich (vermutlich sogar eher wahrscheinlicher, weil Frauen ja tendenziell weniger verdienen).

In Sachen "Nichtzahlen" verfolgt der Staat das aber unabhängig vom Geschlecht gleich konsequent (oder nicht konsequent). Was nun genau soll denn nun bei den Unterhaltszahlunngen genau umgekehrt sein. An welcher Stelle werden da "Strafrechtlich" Männer anders behandelt als Frauen? Verstehen kann man diese Aussage wirklich nicht, eben weil die totaler Blödsinn ist...
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

SusanneBerlin
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Re: darf ein Partner mit den Kindern einfach wegziehen?

Beitrag von SusanneBerlin » 14.02.19, 10:22

Wie verhält es sich mit dem Unterhaltsvorschuss? Ist der wirklich an einen anderen Wohnsitz gebunden?
Ja sicher, den Unterhaltsvoschuss bekommen nur Alleinerziehende (und das ist nur eine Bedingung von mehreren), ansonsten wenn jeder mit 3-4 Kindern Unterhaltsvorschuss bekäme, hätte das Ehepaar doch auch vorher schon beantragen können als sie noch zusammenwohnten.

Und warum überhaupt Unterhaltsvorschuss?
Das wird doch trotzdem hinten und vorne nicht reichen, da kann sie doch gleich Hartz4 beantragen und hätte mehr davon (sofern sie nicht mehr als 1600 netto verdient).

Die Frage, die sich außerdem stellt ist: Wenn das Geld vor der Trennung gereicht hat und dem Ehemann durch das Wohnen bei seinen Eltern keine Unkosten entstehen, wieso wird dann überhaupt das Beantragen staatlicher Zuschüsse in Erwägung gezogen? Einerseits schreiben Sie, der Ehemann ging von einer "Trennung auf Zeit aus" und plante die Frau zurückzugewinnen. Andererseits meldet er sich aus der gemeinsamen Wohnung ab um den Unterhaltsvorschuss zu ermöglichen und über die Frage wer zukünftig die Miete und alle anderen Ausgaben, die für die Kinder anfallen bezahlt, scheint überhaupt nicht gesprochen worden zu sein, darüber verschwendet der Vater keinen Gedanken. Oder er glaubt, mit der Trennung vermehrt sich das zur Verfügung stehende Geld durch die Möglichkeit der Abschöpfung staatlicher Mittel, worüber er nicht unfroh ist denn dann kann er seinen Verdienst einfach für sich behalten und während seine Kinder vom Staat finanziert werden.
Grüße, Susanne

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