Aberkennung des Beamtenstatus beim Wechsel des Bundeslandes?

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Hhgz44
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Aberkennung des Beamtenstatus beim Wechsel des Bundeslandes?

Beitrag von Hhgz44 » 08.03.19, 19:22

Hallo!
Wenn man seit 6 Jahren verbeamtet ist, kann einem bei einem Wechsel des Bundeslandes (z.b. NRW nach Berlin) der Beamtenstatus aberkannt werden?
Wenn ja, was sind die Bedingungen? Wo ist sowas geregelt (im Beamtenrecht?). Beim googlen findet man immer nur Hinweise aber keine Fakten.

Dankeschön

SusanneBerlin
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Re: Aberkennung des Beamtenstatus beim Wechsel des Bundeslan

Beitrag von SusanneBerlin » 08.03.19, 19:29

Handelt es sich um einen Beamten im Ruhestand oder im aktiven Dienst?
Grüße, Susanne

Hhgz44
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Re: Aberkennung des Beamtenstatus beim Wechsel des Bundeslan

Beitrag von Hhgz44 » 08.03.19, 19:51

Im aktiven Dienst.

SusanneBerlin
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Re: Aberkennung des Beamtenstatus beim Wechsel des Bundeslan

Beitrag von SusanneBerlin » 08.03.19, 20:03

Da werden Sie wohl den Sachverhalt noch ergänzen müssen, damit man das nachvollziehen kann.

Der Beamte wird ja wohl schwerlich wenn er nach Berlin umzieht, arbeitstäglich zum Dienst in NRW antreten können.

Wenn er dem Dienst fernbleibt, dann hat das sicherlich Konsequenzen, die letztendlich auch zur Entfernung aus dem Beamtenverhältnis führen können.
Grüße, Susanne

Deputy
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Re: Aberkennung des Beamtenstatus beim Wechsel des Bundeslan

Beitrag von Deputy » 08.03.19, 21:08

SusanneBerlin hat geschrieben:Der Beamte wird ja wohl schwerlich wenn er nach Berlin umzieht, arbeitstäglich zum Dienst in NRW antreten können.
Wieso nicht? Gerade im Schichtdienst sind da noch ganz andere Sachen möglich; da gibts Beamte, die haben eine Anfahrt von knapp 400 Km und wohnen im Ausland.

Unter der Voraussetzung, dass man nicht den Wohnort, sondern den Dienstherrn wechselt:

Bei einem Wechsel vom NRW nach Berlin wird einem der Beamtenstatus nicht aberkannt; man wird in NRW entlassen und in Berlin neu ernannt.

Wenn es in Berlin für einen bestimmten Aufgabenbereich keine Beamten gibt, dann wird man dort auch nicht als zum Beamten ernannt sondern als Angestellter eingestellt. Auch sonst sollte man die Sache mit Berlin abgesprochen haben; in NRW kündigen und in Berlin nach dem Motto auftauchen "Hallo, hier bin ich" kann schief gehen.

FM
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Re: Aberkennung des Beamtenstatus beim Wechsel des Bundeslan

Beitrag von FM » 08.03.19, 21:42

Deputy hat geschrieben: Bei einem Wechsel vom NRW nach Berlin wird einem der Beamtenstatus nicht aberkannt; man wird in NRW entlassen und in Berlin neu ernannt.
Ja, vielleicht. Wenn man allerdings für Berlin einen Arbeitsvertrag unterschrieben hat, ist man dort eben Arbeitnehmer, nicht Beamter. Aber das hat man dann ja bewußt so gemacht. Und ebenso bewußt beim Land NRW die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis beantragt.

Ich vermute mal, es geht um einen Lehrer (denn da wäre es bei diesen Ländern typisch). Der sollte sich dann bevor er irgendetwas unterschreibt von der GEW beraten lassen. Bei der Polizei gibt es speziell in Berlin auch viele Funktionen als Angestellter, dann eben von der GdP - wobei es aber ungewöhnlich wäre, wenn ein Polizeivollzugsbeamter aus NRW zum Zentralen Objektschutz in Berlin (früher Wachpolizei) wechseln will.

Tom Ate
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Re: Aberkennung des Beamtenstatus beim Wechsel des Bundeslan

Beitrag von Tom Ate » 10.03.19, 02:07

Verbeamteter Lehrer wechselt als angestellter Lehrer nach Berlin.
Dadurch verliert er seinen Beamtenstatus.

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