Keine Vornamen in der Verwaltung

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Kannichtklagen
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Keine Vornamen in der Verwaltung

Beitrag von Kannichtklagen » 12.03.19, 09:36

Hallo Zusammen,

ich habe mal eine Frage zu den Namensangaben in Bescheiden von Sachbearbeitern. Oft lese ich was von "Schmidt" oder "Müller". Kein Vorname, kein Geschlecht. Blöd, wenn man Kontakt aufnehmen möchte und man nicht weiß wie man die Leute anreden soll.

In diesem Falle hier werde ich vom bösen Wolf betreut: :o

https://gupe-picup.de/getimage.php?geti ... 468117.png

Gibt es einen speziellen Grund für dieses fragwürdige Verhalten?

SusanneBerlin
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Re: Keine Vornamen in der Verwaltung

Beitrag von SusanneBerlin » 12.03.19, 09:52

Manchmal erkennt man es an der Stimme wenn sich der Gesprächspartner am Telefon meldet, ob man mit eine Frau oder einem Mann am Telefon hat.

Ansonsten, wenn ich den Namen des Gesprächspartners akustisch nicht verstanden habe, habe ich auch kein Problem damit zu fragen "Spreche ich mit Herrn oder Frau Wolf?"
bzw. "Könnten Sie mich bitte mit Herrn oder Frau Wolf verbinden?" oder "Ich hätte gerne mit Herrn oder Frau Wolf gesprochen". Die Behördenmitarbeiter wissen es ja selber, dass aus den Schreiben nicht hervorgeht welchen Geschlechts der Sachbearbeiter ist und man wird nicht der erste sein, der anruft.
Grüße, Susanne

Kannichtklagen
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Re: Keine Vornamen in der Verwaltung

Beitrag von Kannichtklagen » 12.03.19, 11:08

Hallo Susanne,
vielen Dank für Deine wertvollen Tipps.

a) Beantwortet das leider nicht meine Frage
b) Formuliere ich Widersprüche in der Regel schriftlich und nicht telefonisch

SusanneBerlin
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Re: Keine Vornamen in der Verwaltung

Beitrag von SusanneBerlin » 12.03.19, 11:19

a) tut mir leid.
b) ging aus deinem Beitrag nicht hervor.
kannichtklagen hat geschrieben:und man nicht weiß wie man die Leute anreden soll.
Grüße, Susanne

FelixSt
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Re: Keine Vornamen in der Verwaltung

Beitrag von FelixSt » 12.03.19, 11:50

Meine Güte. Ist es denn in diesem konkreten Fall wirklich so fernliegend, ein Schreiben mit

Sehr geehrte/r Frau/Herr Wolf

zu beginnen?! :roll:
Ich empfehle jedem, selbst zu denken und es sich nicht von unseren Forengutmenschen wie z.B. lottchen abnehmen zu lassen.

webelch
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Re: Keine Vornamen in der Verwaltung

Beitrag von webelch » 12.03.19, 12:44

Den Widerspruch richtet man doch an die Verwaltung und nicht den einzelnen Sachbearbeitenden. Ein „Sehr geehrte Damen und Herren“ dürfte dann passen.

Tastenspitz
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Re: Keine Vornamen in der Verwaltung

Beitrag von Tastenspitz » 12.03.19, 12:48

Kannichtklagen hat geschrieben:Gibt es einen speziellen Grund für dieses fragwürdige Verhalten?
Nein.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

svffb
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Re: Keine Vornamen in der Verwaltung

Beitrag von svffb » 12.03.19, 13:17

Hallo, wir haben die Vornamen entfernt um die Identifizierung ins private Umfeld zu vermeiden. Gerade im Hinblick auf Staatsbürger oder als gefährlich eingestufte Personen haben wir eine Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern. Aus unserer Sicht reicht für eine Kommunikation mit Kunden die Anrede und der Nachname.

Blaise
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Re: Keine Vornamen in der Verwaltung

Beitrag von Blaise » 12.03.19, 15:32

svffb hat geschrieben:"... im Hinblick auf Staatsbürger oder als gefährlich eingestufte Personen"
Diese oder doch eher die vom Reich? :shock:
Blaise

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Man muss die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen kann (Mark Twain)

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Re: Keine Vornamen in der Verwaltung

Beitrag von webelch » 12.03.19, 15:53

Was ist eigentlich der Hintergrund der Frage des TE? Wozu muss man für die Formulierung eines Widerspruches den Vornamen des Sachbearbeiters kennen?

Tastenspitz
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Re: Keine Vornamen in der Verwaltung

Beitrag von Tastenspitz » 12.03.19, 16:05

webelch hat geschrieben:Was ist eigentlich der Hintergrund der Frage des TE?
Er will vielleicht nicht ins Genderfettnäpfchen treten. Und "Sehr geehrte Diverser Wolf" als Anrede kommt jetzt auch nicht so gut..... :engel:
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
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FelixSt
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Re: Keine Vornamen in der Verwaltung

Beitrag von FelixSt » 12.03.19, 17:02

Oder er hat sich sich der naiven Hoffnung hingegeben, irgend jemand von uns hier würde einen vergessenen Paragraphen aus dem Hut zaubern, laut dem das Weglassen von "Vornamen in der Verwaltung" mit schlümmen strafrechtlichen Konsequenzen zu ahnden sei...
Ich empfehle jedem, selbst zu denken und es sich nicht von unseren Forengutmenschen wie z.B. lottchen abnehmen zu lassen.

Etienne777
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Re: Keine Vornamen in der Verwaltung

Beitrag von Etienne777 » 12.03.19, 17:04

Sehr geehrte Person Wolf. :mrgreen:
Aus technischen Gründen befindet sich die Signatur
auf der Rückseite dieses Beitrags.

FM
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Re: Keine Vornamen in der Verwaltung

Beitrag von FM » 12.03.19, 17:57

Aus: Anlage 2 Erläuterungen zum Briefblatt zur Allgemeinen Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaates Bayern (AGO) Vom 12. Dezember 2000:
4. Dem Namen der sachbearbeitenden bzw. auskunftsberechtigten Person soll die Bezeichnung „Frau“ bzw. „Herr“ oder der Vorname vorangestellt werden.
http://www.gesetze-bayern.de/Content/Do ... ayAGO/true
Andere Länder, die Bundesverwaltung, Kommunen und sonstige Behörden dürften ähnliche Vorgaben haben, also bei der jeweils zutreffenden nachsehen.

svffb
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Re: Keine Vornamen in der Verwaltung

Beitrag von svffb » 13.03.19, 08:36

Blaise hat geschrieben:
svffb hat geschrieben:"... im Hinblick auf Staatsbürger oder als gefährlich eingestufte Personen"
Diese oder doch eher die vom Reich? :shock:
Ups, natürlich "Reichsbürger"

Unabhängig von der Rechtslage finde ich es schlechten Stil wenn man dem Gegenüber nicht zumindest mitteilt ob man männlich oder weiblich ist. Bringt einen ja in Verlegenheit. Auf diesen konkreten Fall bezogen könnte es sich aber einfach auch nur ein Versehen gehandelt haben?

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