Räumungsklage

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Etienne777
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Re: Räumungsklage

Beitrag von Etienne777 » 20.03.19, 00:03

Gabrielllle hat geschrieben:Die Mieten werden gezahlt , Die Mieten werden gezahlt !
Hoffentlich kommt es jetzt an.
Angekommen. Aber wie kann es dann zu Mietschulden kommen?
Aus technischen Gründen befindet sich die Signatur
auf der Rückseite dieses Beitrags.

Gabrielllle
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Re: Räumungsklage

Beitrag von Gabrielllle » 20.03.19, 11:13

Etienne777 » 20.03.19, 00:03
Angekommen. Aber wie kann es dann zu Mietschulden kommen?
-------------------------------------------
Ich habe viele Wege probiert, um eine neue Wohnung zu finden. Viele Vermieter möchten die 1. Miete und Kaution sofort haben und nicht auf Übernahme - Prozesse von Ämtern warten, weil sich die Wohnungssuche erschwert hat und die Mietlage immer schlimmer wird.
Damit man schnell auch eine Wohnung mieten kann, habe ich die beiden Mieten einbehalten und wollte damit eine neue Wohnung mieten und dann mit Darlehen diese Mietschulden begleichen.
Ich hatte nie schlimme Absichten und habe auch bis zum letzt nicht gedacht, dass es eine Klage geben wird. Es ist selbstverständlich, dass man die Miete zahlen muss. Das Geld der Mieten ist vorhanden, kompeltt und war zu jedem Zeitpunkt kompeltt vorhanden. Ich suche weiterhin nach Wohnung damit. Sollte der Weg scheitern, dann überweise ich das Geld.

ratlose mama
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Re: Räumungsklage

Beitrag von ratlose mama » 20.03.19, 11:59

Viel Spaß dabei.

Ich denke jeder potentielle Vermieter wird sich darüber freuen, wenn man ihm mitteilt, dass man, bei Umzugswillen, erstmal ein paar Monatsmieten nicht bezahlt, um den Umzug zu finanzieren.

Auch dürfte eine Räumungsklage nicht unbedingt als vertrauenswürdig in Bezug auf ein neues Mietverhältnis auswirken. Sollte der pot. neue Vermieter eine Bescheinigung des alten Vermieters haben wollen, dass keine Mietschulden bestehen, dann ist wohl auch da Ende der Fahnenstange.

Wie kommt man denn darauf, dass man sich so einfach für persönliche Wünsche ein zinsfreies Darlehen von seinem Vermieter nehmen kann, das evtl. vielleicht irgendwann mal abstottert, anstatt die Miete zu zahlen?

Etienne777
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Re: Räumungsklage

Beitrag von Etienne777 » 20.03.19, 13:07

Gabrielllle hat geschrieben:, habe ich die beiden Mieten einbehalten und wollte damit eine neue Wohnung mieten und dann mit Darlehen diese Mietschulden begleichen.
Also haben Sie doch Mietschulden und genau nicht die Miete immer gezahlt. Denn das - noch dazu unberechtigte - "Einbehalten" der Miete ist kein Bezahlen der Miete, sondern das genaue Gegenteil. Warum der Mieter die geschuldete Miete nicht zahlt, das ist ohne Belang. Es ist rechtlich nicht vorgesehen, geschuldete und hier wohl auch unstreitig bestehende Forderungen aus einem Vertragsverhältnis ohne Rechtsgrund einfach nicht zu zahlen.

Die Miete wurde nicht gezahlt, die Miete wurde nicht gezahlt!

Hoffentlich kommt es jetzt an.
Aus technischen Gründen befindet sich die Signatur
auf der Rückseite dieses Beitrags.

webmaster76
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Re: Räumungsklage

Beitrag von webmaster76 » 20.03.19, 13:21

Gabrielllle hat geschrieben:Ich habe viele Wege probiert, um eine neue Wohnung zu finden. Viele Vermieter möchten die 1. Miete und Kaution sofort haben und nicht auf Übernahme - Prozesse von Ämtern warten, weil sich die Wohnungssuche erschwert hat und die Mietlage immer schlimmer wird.
Damit man schnell auch eine Wohnung mieten kann, habe ich die beiden Mieten einbehalten und wollte damit eine neue Wohnung mieten und dann mit Darlehen diese Mietschulden begleichen.
Ich hatte nie schlimme Absichten und habe auch bis zum letzt nicht gedacht, dass es eine Klage geben wird. Es ist selbstverständlich, dass man die Miete zahlen muss. Das Geld der Mieten ist vorhanden, kompeltt und war zu jedem Zeitpunkt kompeltt vorhanden. Ich suche weiterhin nach Wohnung damit. Sollte der Weg scheitern, dann überweise ich das Geld.
Wenn die Miete nicht schleunigst bezahlt wird, um einen Räumungstitel zu vermeiden, wird die Mieterin ganz schnell auf der Straße sitzen. Und das benötigte Darlehen wird immer größer ausfallen, denn neben den Mietzinsen kommen nun auch noch Anwalts- und Gerichtskosten dazu. Bald noch die Kosten für das Pfändungsverfahren, den Gerichtsvollzieher usw.
Nebenbei, aus meiner eigenen Erfahrung (war vor kurzem selbst auf der Suche nach einer Wohnung): in den meisten Fällen darf der Mieter eine Selbstauskunft ausfüllen, in der i.d.R. nach Mietrückständen, anhängigen Verfahren, Pfändungen usw. gefragt wird. Wenn die Mieterin die Fragen korrekt beantwortet, kann sie sich das Ausfüllen direkt sparen und wenn nicht - wenn das am Ende herauskommt - ist sie wieder ganz schnell ohne Wohnung.

winterspaziergang
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Re: Räumungsklage

Beitrag von winterspaziergang » 20.03.19, 13:42

Gabrielllle hat geschrieben: Damit man schnell auch eine Wohnung mieten kann, habe ich die beiden Mieten einbehalten ...

Es ist selbstverständlich, dass man die Miete zahlen muss.
wenn man letzteres weiß, sollte einem klar sein, dass man erstgenanntes nicht tun darf
Das Geld der Mieten ist vorhanden, kompeltt und war zu jedem Zeitpunkt kompeltt vorhanden. Ich suche weiterhin nach Wohnung damit. Sollte der Weg scheitern, dann überweise ich das Geld.
D.h. man macht die Zahlung seiner Verpflichtungen von einem Umstand abhängig, den der Vermieter weder zu verantworten, noch zu interessieren hat.

Der Vermieter ist keine Bank für zudem zinslose Darlehen.

Der Mieter hat gepokert und verloren, die Räumungsklage ist da- statt jetzt einigermaßen vernünftig zu handeln, bietet er dem Vermieter den "Deal" an, seine selbst genannte Selbstverständlichkeit, die Miete zu zahlen.
:arrow: Ein Deal setzt immer einen Ausgleich der Interessen beider Parteien voraus: Was hat der Vermieter, dem immer noch mind. zwei Mieten fehlen, wenn der Mieter sie nun endlich ausgleicht?
Der Mieter sollte einsehen, dass er rechtswidrig gehandelt hat- die Motive spielen keine Rolle- und dass er nichts mehr zu fordern hat.
Er macht seine Lage mit der Weigerung, die Miete zu zahlen, nur schlimmer.

winterspaziergang
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Re: Räumungsklage

Beitrag von winterspaziergang » 20.03.19, 14:40

Gabrielllle hat geschrieben: Ich habe viele Wege probiert, um eine neue Wohnung zu finden. Viele Vermieter möchten die 1. Miete und Kaution sofort haben und nicht auf Übernahme - Prozesse von Ämtern warten, weil sich die Wohnungssuche erschwert hat und die Mietlage immer schlimmer wird.
Damit man schnell auch eine Wohnung mieten kann, habe ich die beiden Mieten einbehalten und wollte damit eine neue Wohnung mieten und dann mit Darlehen diese Mietschulden begleichen.
P.S. noch was zu dem Thema, dass der Mieter offenbar KDU vom Amt erhält, erst rechtsmissbräuchlich die Mietzahlung einbehält, um dann ein Darlehen- wohl vom "Amt"- zu erbitten, um die längst fällige Miete zu zahlen.

Zum einen muss ihm das JC dieses Darlehen nicht geben. Es hat die KDU bezahlt, wenn der Mieter sie nicht weiterleitet und statt dessen in die Miete und Kaution einer anderen Wohnung investiert, muss dies den Leistungserbringer nicht interessieren.
Wenn der Mieter nun umgezogen ist, zahlt der Leistungserbringer die neue Miete, vorausgesetzt, die liegt im Rahmen klar (anderes Thema).
Für die Zahlung der Schulden gibt es keinen Handlungsbedarf. In der alten Wohnung droht kein Wohnungsverlust, das Amt ist daher raus und hat keinen Anlas die Schulden, auch nicht per Darlehen, zu übernehmen.

Zum anderen:
Die Schwierigkeit, die der Mieter antrifft, wenn er jetzt auf Wohnungssuche geht, entsteht u.a. auch aufgrund genau so eines Verhaltens, das der Mieter zeigt, der die Miete schuldet, bzw. einbehält, weil er meint, sein Recht und Bedürfnis sei höher zu werten, als das des Vermieters.
Die meisten Vermieter dürften nach einer Räumungsklage mit einem Leistungsempfänger (sprich: sie bleiben auf den Kosten sitzen) vermutlich 3x oder eher gar nicht mehr überlegen, ob sie wieder einem mittellosen Mieter, der die Miete vom JC o.ä. erhält, vermieten und sich für jemand solventes, mit guter Schufa, festem Job etc. entscheiden.

Celestro
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Re: Räumungsklage

Beitrag von Celestro » 20.03.19, 15:09

Gabrielllle hat geschrieben:Damit man schnell auch eine Wohnung mieten kann, habe ich die beiden Mieten einbehalten und wollte damit eine neue Wohnung mieten und dann mit Darlehen diese Mietschulden begleichen.
Gibt es einen besonderen Grund, warum man es nicht umgekehrt gemacht hat. Sprich sich das Darlehen holen und DAMIT die Wohnung anmieten?
Gabrielllle hat geschrieben:Die Mieten werden gezahlt , Die Mieten werden gezahlt !
Hoffentlich kommt es jetzt an.
Es gibt nur ein Problem dabei:
Gabrielllle hat geschrieben:Das Geld der Mieten ist vorhanden, kompeltt und war zu jedem Zeitpunkt kompeltt vorhanden. Ich suche weiterhin nach Wohnung damit. Sollte der Weg scheitern, dann überweise ich das Geld.
denn scheinbar haben Sie noch immer nicht verstanden, daß Sie das Geld JETZT sofort und ohne weitere Verzögerung überweisen sollten.

Gabrielllle
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Re: Räumungsklage

Beitrag von Gabrielllle » 20.03.19, 16:04

Die Mieten sind komplett und ohne Rückstand überwiesen worden.

Gabrielllle
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Re: Räumungsklage

Beitrag von Gabrielllle » 20.03.19, 16:22

Danke für die teilweise wütenden Antworten. Das zeigt, dass ihr Freunde seid.
Auf dem 1. Blick würde man denken, dass das Forum vermieterfreundlich wäre, doch dem ist nicht.
Die Miete ist komplett überwiesen.

Celestro
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Re: Räumungsklage

Beitrag von Celestro » 20.03.19, 16:28

es gab vor einer Weile eine Werbung mit einem Zinssatz von "minus 10%". Man konnte sich damit 1000 Euro Darlehen aufnehmen und mußte nur 900 Euro zurückzahlen. Wenn man also Geld benötigt, um erste Miete und Kaution zu zahlen, sollte man sich solcher oder ähnlicher Angebote bedienen, statt die Miete einzubehalten.

Aber da die Miete jetzt komplett bezahlt wurde, sollte ja alles gut werden. :kopfstreichel:

Gabrielllle
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Re: Räumungsklage

Beitrag von Gabrielllle » 20.03.19, 16:32

Celestro hat geschrieben:es gab vor einer Weile eine Werbung mit einem Zinssatz von "minus 10%". Man konnte sich damit 1000 Euro Darlehen aufnehmen und mußte nur 900 Euro zurückzahlen. Wenn man also Geld benötigt, um erste Miete und Kaution zu zahlen, sollte man sich solcher oder ähnlicher Angebote bedienen, statt die Miete einzubehalten.

Aber da die Miete jetzt komplett bezahlt wurde, sollte ja alles gut werden. :kopfstreichel:
Danke .

SusanneBerlin
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Re: Räumungsklage

Beitrag von SusanneBerlin » 20.03.19, 17:23

Gabrielllle hat geschrieben:Danke für die teilweise wütenden Antworten. Das zeigt, dass ihr Freunde seid.
Auf dem 1. Blick würde man denken, dass das Forum vermieterfreundlich wäre, doch dem ist nicht.
Die Miete ist komplett überwiesen.
Dass diejenigen die hier geantwortet haben, alle der gleichen Meinung sind, hat nichts damit zu tun, dass wir alle Freunde sind oder alle auf der Seite der Vermieter sind.

Sondern das liegt daran, dass alle die empfahlen die Miete zu bezahlen, etwas lebenserfahrerer sind als du es anscheinend bist.


Die geantwortet haben, wussten dass es keine gute Idee ist mit der Miete im Rückstand zu sein. Kurzfristig hat man mehr Geld auf dem Konto, aber wenn man länger hinausdenkt als über die nächsten 8 Wochen, ist es nachteiliger keine Wohnung zu haben als der Vorteil1000€ mehr auf dem Konto zu haben.

Wenn man eine Idee hat die noch niemand hatte und die völlig konträr zur landläufigen Meinung ist, kann es sein dass man schlauer ist als alle anderen, es kann aber auch genau das Gegenteil der Fall sein.

Man kann es auch in jedem Schuldner- , Insolvenzforum und bei der Schuldenberatung erfahren: Wenn das Geld nicht reicht alle Rechnungen zu bezahlen, IMMER als erstes die Miete bezahlen, NIE Mietschulden entstehen lassen. Andere Gläubiger können zwar nach dem Gerichtsverfahren das Geld kassieren indem sie das Konto pfänden, aber der Vermieter kassiert direkt die Wohnung, er muss es nicht mitmachen, dass man seine (und damit ist gemeint: dem Vermieter seine) Wohnung bewohnt und nicht zahlt. Und eine Wohnung ist nun mal existentiell, die riskiert man nicht.
Und nun auch von mir ein :kopfstreichel:
Zuletzt geändert von SusanneBerlin am 20.03.19, 17:51, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße, Susanne

Gabrielllle
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Re: Räumungsklage

Beitrag von Gabrielllle » 20.03.19, 17:45

SusanneBerlin hat geschrieben:
Gabrielllle hat geschrieben:Danke für die teilweise wütenden Antworten. Das zeigt, dass ihr Freunde seid.
Auf dem 1. Blick würde man denken, dass das Forum vermieterfreundlich wäre, doch dem ist nicht.
Die Miete ist komplett überwiesen.
Dass diejenigen die hier geantwortet haben, alle der gleichen Meinung sind, hat nichts damit zu tun, dass wir alle Freunde sind oder alle auf der Seite der Vermieter sind.

Sondern das liegt daran, dass alle die empfahlen die Miete zu bezahlen, etwas lebenserfahrerer sind als du es anscheinend bist.


Die geantwortet haben, wussten dass es keine gute Idee ist mit der Miete im Rückstand zu sein. Kurzfristig hat man mehr Geld auf dem Konto, aber wenn man länger hinausdenkt als über die nächsten 8 Wochen, ist es nachteiliger keine Wohnung zu haben als der Vorteil1000€ mehr auf dem Konto zu haben.

Das kann man auch in jedem Schuldner- , Insolvenzforum und bei der Schuldenberatung erfahren: Wenn das Geld nicht reicht alle Rechnungen zu bezahlen, IMMER als erstes die Miete bezahlen, NIE Mietschulden entstehen lassen. Andere Gläubiger können zwar nach dem Gerichtsverfahren das Geld kassieren indem sie das Konto pfänden, aber der Vermieter kassiert direkt die Wohnung, er muss es nicht mitmachen, dass man seine (und damit ist gemeint: dem Vermieter seine) Wohnung bewohnt und nicht zahlt. Und eine Wohnung ist nun mal existentiell, die riskiert man nicht.
Und nun auch von mir ein :kopfstreichel:
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