Verboten? Erlaubt? Grauzone?

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zimtrecht
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Re: Verboten? Erlaubt? Grauzone?

Beitrag von zimtrecht » 12.06.19, 06:45

Dummerchen hat geschrieben:
11.06.19, 22:13
Ein Minijob ist eine Teilzeitstelle!
Nur wenn man den Mindestlohn als Grundvoraussetzung mit einbezieht - ansonsten definiert sich der Minijob durch die Begrenzung des Monatslohns, nicht der Arbeitszeit (das war mal....). Als Azubi, Volontär oder Praktikant kann man durchaus für 450 Euro Vollzeit arbeiten - oder auch für weniger als das ;-)

Dummerchen
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Re: Verboten? Erlaubt? Grauzone?

Beitrag von Dummerchen » 12.06.19, 15:24

zimtrecht, :roll:
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Gaia
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Re: Verboten? Erlaubt? Grauzone?

Beitrag von Gaia » 12.06.19, 20:39

Dummerchen hat geschrieben:
11.06.19, 22:13
Ein Minijob ist eine Teilzeitstelle!
Es mag Menschen geben, die einen bzw. ihren Minijob als 'Teilzeitstelle' bezeichnen. Bei Minijob denkt meiner Erfahung nach aber niemand an Vollzeitstelle (wobei sich Vollzeit ja auch auf eine recht breite Stundenzahl beziehen kann), sondern an 450-Euro-Job. Und für den gelten nun mal (bekanntermaßen?) im Bereich der Sozialversicherung andere Regeln als für reguläre Arbeitsverhältnisse.

Genau deshalb ist die vom TE angedachte Möglichkeit legal jedenfalls nicht umsetzbar.

Dummerchen
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Re: Verboten? Erlaubt? Grauzone?

Beitrag von Dummerchen » 13.06.19, 06:40

Gaia hat geschrieben:
12.06.19, 20:39
Und für den gelten nun mal (bekanntermaßen?) im Bereich der Sozialversicherung andere Regeln als für reguläre Arbeitsverhältnisse.
Es geht in diesem Thread aber nicht um Sozialversicherung.
Arbeitsrechtlich ist ein Minijob ein ganz gewöhnlicher Teilzeitjob, weil eben keine Vollzeit gearbeitet wird. Dass du das nicht verstehst, ist, glaube ich, mittlerweile jedem klar, der diesem Thread folgt.
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Gaia
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Re: Verboten? Erlaubt? Grauzone?

Beitrag von Gaia » 14.06.19, 19:25

Dummerchen hat geschrieben:
13.06.19, 06:40
Arbeitsrechtlich ist ein Minijob ein ganz gewöhnlicher Teilzeitjob, weil eben keine Vollzeit gearbeitet wird.
Da diese Frage überhaupt nicht behandelt wurde, hat wohl auch niemand etwas anderes behauptet.
Es geht in diesem Thread aber nicht um Sozialversicherung.
Wir sind hier in einem Forum für Rechtsfragen sind, deshalb hatte ich angenommen, daß in den Beiträgen auch auf rechtliche Konsequenzen hingewiesen werden darf, nach denen z.B. der TE nicht gefragt bzw. an die er nicht gedacht hatte. Falls ich mit meiner Annahme falsch liege, lasse ich mich von kompetenter Seite selbstverständlich gern belehren.

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Re: Verboten? Erlaubt? Grauzone?

Beitrag von Dummerchen » 14.06.19, 23:39

Gaia hat geschrieben:
14.06.19, 19:25
Dummerchen hat geschrieben:
13.06.19, 06:40
Arbeitsrechtlich ist ein Minijob ein ganz gewöhnlicher Teilzeitjob, weil eben keine Vollzeit gearbeitet wird.
Da diese Frage überhaupt nicht behandelt wurde, hat wohl auch niemand etwas anderes behauptet.
Doch - du!
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Re: Verboten? Erlaubt? Grauzone?

Beitrag von Gaia » 15.06.19, 07:47

Dummerchen hat geschrieben:
14.06.19, 23:39
Doch - du!
Das muß ich dann wohl übersehen haben.

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Re: Verboten? Erlaubt? Grauzone?

Beitrag von Oktavia » 16.06.19, 07:41

Das ist ein durchaus spannendes Thema :shock: Also müsste auch der Urlaub beim Wechsel der "Sprünge" in der Steuerprogression abgerechnet werden? Wenn jemand für ein Jahr z.B. in der Elternzeit mit Minijob weiterarbeitet müssen Urlaub und Plusstunden abgerechnet oder eingefroren werden (für die Zeit nach der Elternzeit)? In meiner Kommunalverwaltung arbeiten einige wenige Rentner*innen nach Renteneintritt auf Minijobbasis weiter. Also muss vorher alles abgerechnet werden? Da muss ich doch unseren Personalchef mal fragen warum er das nicht macht.
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Re: Verboten? Erlaubt? Grauzone?

Beitrag von winterspaziergang » 16.06.19, 07:58

Gaia hat geschrieben:
10.06.19, 13:44
Die Ausgangsfrage war:
spydermonkey hat geschrieben:
07.06.19, 09:28
Besteht die Möglichkeit, dass der AN die geleisteten Überstunden 'mitnimmt' und b.a.W. nur 15-20 Stunden monatlich arbeitet, aber die vollen 450,- erhält?
Die korrekte Antwort ist doch wohl: ja, die Möglichkeit besteht, das wäre allerdings Betrug in den Bereichen Steuer und Sozialversicherung.
korrekt und aus dem Grund sagt der AG des TE
...dass eine solche Vereinbarung rechtswidrig und er deshalb verpflichtet sei, alle aufgelaufenen Überstunden zum Ende der Kündigungsfrist auf einen Schlag auszuzahlen

spydermonkey
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Re: Verboten? Erlaubt? Grauzone?

Beitrag von spydermonkey » 23.06.19, 13:09

Sorry, ich war ein Weilchen verhindert, deshalb erst die späte Rückmeldung.

Ich versuche mal, alle offenen Fragen in einem zu beantworten:

1. AN hatte bisher laut Vertrag auch schon eine TZ-Stelle, wurde aber in den letzten 21 Monaten praktisch VZ eingesetzt (wobei bereits 2018 mehr als 200 Überstunden ausbezahlt wurden). Einer der Gründe für die Kündigung ist, dass keinerlei Besserung in Aussicht steht.

2. Der AN hat sich von Anfang an - d.h. bereits vor der offizellen/schriftlichen Kündigung - dazu bereit erklärt, beim AG aufgrund der vorhandenen personellen Notlage im Rahmen von 15 bis maximal 20 Stunden monatlich auszuhelfen. Dass er eine TZ-Stelle bei einem anderen AG angenommen hat, setze ich mal als gegeben/bekannt voraus ;) und mehr als angebotenen Stunden zu arbeiten, hieße (weiterhin) gegen das Arbeitszeitgesetz, insbesondere die Ruhezeiten-Regelung zu verstoßen. Dazu ist der AN nicht (mehr) bereit.
Der AG steht allerdings auf dem Standpunkt ' entweder die vollen € 450,- (sprich: 30 Stunden) oder gar nicht'.
Daraus resultierte Punkt

3. Die Vertragsänderung wurde vom AN vorgeschlagen und vom AG abgelehnt. Grund dafür ist (nach Ansicht des AN), dass es erst vor einigen Monaten einen Betriebsübergang gab und er einen Altvertrag mit besseren Konditionen hatte.
Die Kündigung resp. der Antrag auf einen Aufhebungsvertrag erfolgte auf Wunsch des AG durch den AN.
Das Arbeitsverhältnis endet am 30.6., bis dahin werden es über 300 Überstunden (davon ca 40 aus dem laufenden Monat) sein sowie 6 Tage á 5,6 Stunden Resturlaub

nebst der Überlegung aus dem Eröffnungspost.
Als der AG das ablehnte, entschied sich der AN für 'dann gar nicht'.

Nun bietet der AG dem AN übrigens einen Vertrag auf Ehrenamtsbasis an, damit er zukünftig 15 Stunden/Monat aushilft... wie hoch die 'Aufwandsentschädigung' pro Arbeitsstunde sein soll, hat er darin wohl vergessen festzuhalten. Wundert es jemanden, dass der AN nicht unterschrieben hat?

Pünktchen
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Re: Verboten? Erlaubt? Grauzone?

Beitrag von Pünktchen » 26.06.19, 19:00

zimtrecht hat geschrieben:
12.06.19, 06:45
Als Azubi, Volontär oder Praktikant kann man durchaus für 450 Euro Vollzeit arbeiten - oder auch für weniger als das ;-)
Das sind aber trotzdem keine Minijobber.

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