Retoure und Schadensersatzforderung

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winterspaziergang
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Re: Retoure und Schadensersatzforderung

Beitrag von winterspaziergang »

freezebo hat geschrieben:
14.07.19, 08:18
Hallo,

mittlerweile habe ich über einen dubiosen Anwalt (im Internet für sowas bekannt) ein schreiben mit einer Mahnung bekommen. Aus 50 Euro sind nun 126 Euro geworden :-)

Eigentlich würde ich der Rechnung weiterhin Widersprechen, diesmal per Einschreiben mit Rückschein oder wäre es besser Zähneknirschend zu bezahlen.
Die Entscheidung dem Schrieb eines als dubios gekennzeichneten Anwalt zu vertrauen bzw. sich einschüchtern zu lassen und zu zahlen oder nicht, kann niemand einem abnehmen.
Ich habe zwar eine Rechtschutz mit Selbstbeteiligung aber ob man als Sieger vom Feld zieht ist ja auch nicht sicher.
Man hat eine Uhr bestellt, ungetragen zurückgeschickt, der Händler verstrickte sich in Widersprüche, was die Beschädigung der Uhr angeht, das hat man alles vorliegen. Er konnte die angeblichen Beschädigungen nicht darlegen, aber man ist sich nicht sicher, ob man als Sieger vom Feld zieht und zieht es vor, das Geld an den als dubios gekennzeichneten Anwalt zu zahlen, statt einen eigenen zu beauftragen.
Auch hier, eigene Entscheidung.
Wie sollte man in der Sache weiter Handeln?
:arrow: am 31.05. von @ktown
....dass die Uhr auf Beschädigungen untersucht wird und ein Polish kann ein Experte erkennen.

ktown
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Re: Retoure und Schadensersatzforderung

Beitrag von ktown »

Wenn sie eine individuelle Beratung wünschen, dann hilft ihnen diese Seite.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

freezebo
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Re: Retoure und Schadensersatzforderung

Beitrag von freezebo »

Hallo,

ich wollte auch keine verbindliche Antwort. Mir ist klar das das hier keine Rechtsberatung in dem Sinn ist.

Mich würde halt interessieren was ihr machen würdet. Wenn ich dem Anwalt mit Einschreiben und Rückschein Widerspreche kommt es ja zum Mahnbescheid vielleicht was weitere kosten verursacht. Dem würde ich auch Widersprechen. Wie wahrscheinlich ist es das sowas dann vor Gericht geht für im Prinzip ja ursprünglich 50 Euro.

Am Ende wäre ja 50 Euro zahlen günstiger gewesen allerdings lasse ich mich auch nicht gerne abzocken, da ich sicher bin keinen Schaden verursacht zu haben. Dazu hätte man mein Antwort abwarten müssen wegen der Aufbereitung.

SusanneBerlin
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Re: Retoure und Schadensersatzforderung

Beitrag von SusanneBerlin »

Wie wahrscheinlich ist es das sowas dann vor Gericht geht für im Prinzip ja ursprünglich 50 Euro.
Es gibt keine Statistik darüber, wieviele Gerichtsverfahren wegen unter 50 € geführt werden und selbst wenn, kann Ihnen niemand sagen wie wahrscheinlich es ist, ob dieser Händler wegen 50 € und magerer Anspruchsgrundlage ein Gerichtsverfahren anstrengt.

Bislang gibt es noch nicht einmal einen gerichtlichen Mahnbescheid, also entspannen Sie sich mal. :wink:

Auf Anwaltsbriefe mit unberechtigten Forderungen reagiert man am besten gar nicht. Damit zeigt man dem Gegner am ehesten was man von seinen Forderungen hält: nämlich nichts.

Wenn man auf jeden Brief reagiert zeigt man dem Gegner nur, dass man nervös ist und sich einschüchtern lässt.

Der Gegner respektive sein Anwalt werden sowieso nicht schreiben "Na gut, Sie haben recht und wir haben unrecht, wir nehmen die Forderung zurück."
Grüße, Susanne

winterspaziergang
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Re: Retoure und Schadensersatzforderung

Beitrag von winterspaziergang »

freezebo hat geschrieben:
14.07.19, 16:00

...Wie wahrscheinlich ist es das sowas dann vor Gericht geht für im Prinzip ja ursprünglich 50 Euro.
Geht es um die 50 Euro oder darum:

Man hat eine Uhr bestellt, ungetragen zurückgeschickt, der Händler verstrickte sich in Widersprüche, was die Beschädigung der Uhr angeht, das hat man alles vorliegen. Er konnte die angeblichen Beschädigungen nicht darlegen. Nun hat er einen als dubios gekennzeichneten Anwalt beauftragt.
Am Ende wäre ja 50 Euro zahlen günstiger gewesen allerdings lasse ich mich auch nicht gerne abzocken, da ich sicher bin keinen Schaden verursacht zu haben. Dazu hätte man mein Antwort abwarten müssen wegen der Aufbereitung.
wenn man weiß, dass man die Uhr aus der Packung genommen, angelegt und wieder in die Packung zurück und zurückgeschickt hat und sich nicht abzocken lassen will, wozu dann die Absicherung Fremder, was diese in dem Fall tun würden :?:

Wieso ruft man nicht seine RSV an? Die haben meist Anwälte, die im Rahmen der Versicherung vorab kurz beraten.

freezebo
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Re: Retoure und Schadensersatzforderung

Beitrag von freezebo »

Naja, bin 48 und habe noch nie mit sowas zu tun gehabt. Da ist man dann doch etwas verunsichert was man macht.

Also einfach alles ignorieren bis es einen Mahnbescheid gibt ist vielleicht ja wirklich die beste Idee oder würde es irgendeinen Vorteil geben wenn ich jetzt schon Widerspreche?

Danke, für eure Hilfe

fodeure
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Re: Retoure und Schadensersatzforderung

Beitrag von fodeure »

freezebo hat geschrieben:
14.07.19, 16:24
Also einfach alles ignorieren bis es einen Mahnbescheid gibt ist vielleicht ja wirklich die beste Idee
Nicht nur vielleicht.
freezebo hat geschrieben:
14.07.19, 16:24
oder würde es irgendeinen Vorteil geben wenn ich jetzt schon Widerspreche?
Nicht einmal ansatzweise.

ktown
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Re: Retoure und Schadensersatzforderung

Beitrag von ktown »

freezebo hat geschrieben:
14.07.19, 16:24
Also einfach alles ignorieren bis es einen Mahnbescheid gibt ist vielleicht ja wirklich die beste Idee oder würde es irgendeinen Vorteil geben wenn ich jetzt schon Widerspreche?
Es wird sie hier keine an die Hand nehmen und sagen: Mach das so oder so. Dies macht für sie der Anwalt ihres Vertrauens.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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winterspaziergang
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Re: Retoure und Schadensersatzforderung

Beitrag von winterspaziergang »

freezebo hat geschrieben:
14.07.19, 16:24
Naja, bin 48 und habe noch nie mit sowas zu tun gehabt. Da ist man dann doch etwas verunsichert was man macht.
oder gerade anders herum.

Hilft aber hier sowieso nicht weiter. Und ob man bei Unsicherheit dem Rat von irgendwelchen Unbekannten folgen sollte, von denen man nicht mal das Gesicht kennt, kann woanders diskutiert werden (IMHO "nein").
Also einfach alles ignorieren bis es einen Mahnbescheid gibt ist vielleicht ja wirklich die beste Idee oder würde es irgendeinen Vorteil geben wenn ich jetzt schon Widerspreche?
gut, dann zum zweiten und nicht als Frage
Man kann seine RSV anrufen. Die haben meist Anwälte, die im Rahmen der Versicherung, ohne zusätzliche Kosten, vorab kurz beraten.

freezebo
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Re: Retoure und Schadensersatzforderung

Beitrag von freezebo »

Man kann seine RSV anrufen. Die haben meist Anwälte, die im Rahmen der Versicherung, ohne zusätzliche Kosten, vorab kurz beraten.
Ja, das weiß ich. Und ja ich weiß auch das mir hier keiner sagen wird was ich machen soll.

Aber man kann sich verschiedene Meinungen holen und dann besser entscheiden was man macht. Ich denke dafür ist ein Forum da. Wenn man einen Beitrag schreibt und die erste Antwort die ist die man auch kompromisslos annimmt ergibt ein 'Forum nicht so sinn. Ich denke das ist dafür da zu diskutieren.

Ich lese gerne mehrere Meinungen und versuche das mittelmaß für mich zu finden für meine Entscheidung.

Froggel
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Re: Retoure und Schadensersatzforderung

Beitrag von Froggel »

freezebo hat geschrieben:
14.07.19, 16:00
Mich würde halt interessieren was ihr machen würdet.
Ein Anwalt vertritt die Interessen seines Mandanten, auch wenn sie nicht gerechtfertigt sind. Es gibt keine Verpflichtung, auf ein Anwaltsschreiben zu reagieren, ebenso wie es keine Garantie gibt, dass das, was der Anwalt schreibt, die Realität darstellt.
Wenn ich also einen Artikel bestellt und wieder zurückgesendet hätte und mir sicher wäre, dass ich diesem Artikel keinen Schaden zugefügt habe, während er sich bei mir befunden hat, würde ich auf gar nichts reagieren, bis mir ein gerichtlicher Mahnbescheid zugestellt würde, weil erst dann eine Reaktion vonnöten wäre.
Das ist das, was ich machen würde. Ich bin weiblich, 53 Jahre und keine Juristin. Ob Sie das nun ebenfalls so handhaben, müssen Sie selbst entscheiden.
Ich bin kein Jurist.
- alle Angaben ohne Gewähr -

winterspaziergang
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Re: Retoure und Schadensersatzforderung

Beitrag von winterspaziergang »

freezebo hat geschrieben:
14.07.19, 23:15
Man kann seine RSV anrufen. Die haben meist Anwälte, die im Rahmen der Versicherung, ohne zusätzliche Kosten, vorab kurz beraten.
Ja, das weiß ich. Und ja ich weiß auch das mir hier keiner sagen wird was ich machen soll.

Aber man kann sich verschiedene Meinungen holen und dann besser entscheiden was man macht. Ich denke dafür ist ein Forum da. Wenn man einen Beitrag schreibt und die erste Antwort die ist die man auch kompromisslos annimmt ergibt ein 'Forum nicht so sinn. Ich denke das ist dafür da zu diskutieren.
kommt auf das Forum und dessen Ausrichtung an. Hier ist es die Rechtslage und die Diskussion derer. Das ist was anderes, als das Forum Lebenshilfe oder "was würdest Du tun".
freezebo hat geschrieben:
14.07.19, 23:15
Ich lese gerne mehrere Meinungen und versuche das mittelmaß für mich zu finden für meine Entscheidung.
@Froggel war ja so nett auszuhelfen und nochmals ganz genau zu sagen, was sie machen würde. Die vorherigen Antworten enthielten auch Hinweise, wenn auch etwas indirekter. Etwa die von Ihnen selbst zitierte, die nun hier zum 3. Mal hier steht
winterspaziergang hat geschrieben:
14.07.19, 21:28
gut, dann zum zweiten und nicht als Frage
Man kann seine RSV anrufen. Die haben meist Anwälte, die im Rahmen der Versicherung, ohne zusätzliche Kosten, vorab kurz beraten.
:liegestuhl:

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