Urlaub nach Kündigung

Moderator: FDR-Team

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K3ks
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Urlaub nach Kündigung

Beitrag von K3ks »

Hallo Freunde,

folgendes Problem:

Ich habe mein alten Job fristgerecht zum 31.12.19 gekündigt. Eine Bestätigung habe ich erhalten.
Ich hatte für das Jahr 2019 noch genau 15 Tage Urlaub, dementsprechend war am 09.12.2019 mein letzter Arbeitstag.
Leider bin ich am 13.12.2019 ins Krankenhaus gekommen, habe ein paar Tage dort verbracht und bis zum 31.12.2019 war ich Krank geschrieben. Insgesamt (wenn ich mich nicht täusche!) sind das 11 Tage.
Die Krankmeldung hat mein alten Arbeitgeber rechtzeitig erhalten.

Ich dachte das ganze geht Kommentarlos "über die Bühne" so dass ich diese 11 Tage ausbezahlt bekomme da ich Krank geschrieben war.
Anfang Januar kam meine letzte Lohnabrechnung für Dezember aber da war nur mein Gehalt drauf. Von den 11 Tage nix.

Habe mich dann etwas Schlau gemacht und mein alten AG ein Brief geschickt per Einschreiben geschickt und drauf aufmerksam gemacht dass in meine Abrechnung die Abgeltung für mein Resturlaub, den ich leider durch Krankheit nicht nehmen konnte, vergessen wurde und nochmal drauf aufmerksam gemacht dass nach § 7 Abs. 4 Bundesurlaubsgesetz, die Krankheitstage abgegolten werden müssen.
Habe in den Schreiben eine Frist von 7 Tage gesetzt und auch nochmal freundlich nach ein qualifiziertes Arbeitszeugnis gefragt.

Meine Kündigung wurde nicht wirklich gern gesehen. Nach dem alle Bescheid wussten, wurde nicht mehr mit mir gesprochen usw.

Mein Zeugnis habe ich schon erhalten. (Zusammengefaltet, mit Knicke, mit Schreibfehler(nicht das ich auch welche hätte, aber das ist ein wichtiges Dokument was ich mein Leben lang benutzen muss) Ich weiß dass wir sonst so ein Zeugnis nicht ausstellen. Sonst wird richtiges Firmenpapier benutzt, ohne Fehler und ganz anders geschrieben.

Über die Abgeltung für mein Urlaub habe ich noch nichts gehört, auch kein Geld bekommen oder sonstiges.

Was soll ich tun? Eine E-Mail schreiben (was ich eig. vermeiden wollte) Wie ist Rechtslage in diesem Fall?

Ich bedanke mich vorab für eure Antworten!

ExDevil67
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Re: Urlaub nach Kündigung

Beitrag von ExDevil67 »

Durch wen erfolgt die Erstellung der Lohnabrechnung? Eigene Mitarbeiter oder extern z.B. bei einem Steuerberater? Ggf könnte es nämlich sein das schlicht noch keiner dafür Zeit hatte und die Nachberechnung erst mit der regulären Abrechnung im Januar erfolgt. Bis dahin wäre ich noch bereit zu warten. Auf jeden Fall sollte man die Ausschlussfristen aus dem Arbeits-/Tarifvertrag im Auge behalten. Sollte der AG nicht von sich aus einlenken wird nur der Gang zum Arbeitsgericht bleiben.

K3ks
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Re: Urlaub nach Kündigung

Beitrag von K3ks »

Die Erstellung der Lohnabrechnungen erfolgt extern durch ein Steuerberater. Das habe ich mir auch gedacht, allerdings war ich 8 Jahre in der Firma beschäftigt und solche Angelegenheiten wurden immer sofort geklärt. Dadurch dass die Geschäftsleitung sich so wegen meine Kündigung geärgert hat, habe ich das Gefühl dass die mir das gar nicht auszahlen wollen.
Ich wollte nächsten Montag schon zum Arbeitsgericht, ich weiß allerdings auch nicht was ich wie machen soll oder was es kostet, usw. Hatte noch nie so ein Fall. Und ich weiß auch nicht ob es evtl. angebracht wäre, sie vorher anzuschreiben um zu fragen wie der Stand ist.
Ich möchte die Sachlage nicht verschlimmern, möchte das aber auch nicht auf mir sitzen lassen.

Celestro
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Re: Urlaub nach Kündigung

Beitrag von Celestro »

ExDevil67 hat geschrieben:
15.01.20, 13:59
Auf jeden Fall sollte man die Ausschlussfristen aus dem Arbeits-/Tarifvertrag im Auge behalten.
Wofür? Die Ausschlussfrist bezieht sich darauf, das man bis zu einem gewissen Zeitpunkt Ansprüche anmelden muss. Das ist hier aber bereits geschehen und somit sind jegliche Ausschlussfristen ab sofort irrelevant.

P.S. eine Frist von 7 Tagen finde ich aber auch ziemlich kurz.

P.P.S. Schriftlich klingen solche Dinge oftmals härter als sie gemeint sind. Ich würde zu einem Anruf raten.

ExDevil67
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Re: Urlaub nach Kündigung

Beitrag von ExDevil67 »

Zumindest was die Formalien der Klage angeht dürfen einem auch die Mitarbeiter beim Arbeitsgericht helfen. Einfach mit den nötigen Unterlagen hingehen und denen erklären was man will.

K3ks
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Re: Urlaub nach Kündigung

Beitrag von K3ks »

Celestro hat geschrieben:
15.01.20, 14:17

P.S. eine Frist von 7 Tagen finde ich aber auch ziemlich kurz.
Naja, meine Krankmeldung ist am 9.12.2019 eingegangen. Mein Schreiben Anfang Januar. Die hatten dafür mehr als den halben Dezember und 7 Tage +- vom Januar.
Dachte das wäre ausreichend!
Dadurch dass mein Arbeitszeugnis auch so "lieblos" war, und die sich mit der Zahlung Kommentarlos Zeit lassen, denke ich halt dass es absichtlich gemacht wird.

ktown
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Re: Urlaub nach Kündigung

Beitrag von ktown »

Man könnte aber auch mal die Kirche im Dorf lassen und, wenn man 8 Jahre in dem Betrieb tätig war, den entsprechenden Mitarbeiter anrufen.
Emotionen sind sehr häufig bei Kündigungen dabei. Es ist aber sicherlich nicht vorteilhaft mit diesen Entscheidungen zu treffen. :wink:

Weder das Steuerbüro noch die entsprechenden Ex-Kollegen bzw. Kolleginnen machen für solch einen Sachverhalt einen zusätzlichen Vorgang auf. Es wird vermutlich, wie von ExDevil67 schon gesagt, im nächsten Abrechnungslauf korrigiert.
K3ks hat geschrieben:
15.01.20, 14:15
Das habe ich mir auch gedacht, allerdings war ich 8 Jahre in der Firma beschäftigt und solche Angelegenheiten wurden immer sofort geklärt.
Na wenn sie in der Lohnabrechnung tätig waren, dann kennen sie ja die Vorgänge.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

blackylein
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Re: Urlaub nach Kündigung

Beitrag von blackylein »

K3ks hat geschrieben:
15.01.20, 14:28

Naja, meine Krankmeldung ist am 9.12.2019 eingegangen. Mein Schreiben Anfang Januar. Die hatten dafür mehr als den halben Dezember und 7 Tage +- vom Januar.
Dachte das wäre ausreichend!
Dadurch dass mein Arbeitszeugnis auch so "lieblos" war, und die sich mit der Zahlung Kommentarlos Zeit lassen, denke ich halt dass es absichtlich gemacht wird.
War der AN nun vom 9.12. oder vom 13.12. an krank?
Wenn ab dem 13. Krank, dann war die AU frühestens am 16.12. beim AG, und dann ging die Meldung zum Steuerberater wahrscheinlich am 18.. Da dürften die meisten Abrechnungen vom Dezember fertig gewesen sein.

Jedoch sollte der alte AG sich zwischenzeitlich beim ehemaligen AN mal gemeldet haben.

K3ks
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Re: Urlaub nach Kündigung

Beitrag von K3ks »

blackylein hat geschrieben:
15.01.20, 20:22

War der AN nun vom 9.12. oder vom 13.12. an krank?
Wenn ab dem 13. Krank, dann war die AU frühestens am 16.12. beim AG, und dann ging die Meldung zum Steuerberater wahrscheinlich am 18.. Da dürften die meisten Abrechnungen vom Dezember fertig gewesen sein.

Jedoch sollte der alte AG sich zwischenzeitlich beim ehemaligen AN mal gemeldet haben.
Ich bin da durcheinander gekommen, 09.12. war der letzte Arbeitstag. 13.12. Krankmeldung.. so rum!

Bis jetzt noch meine Meldung gehabt. Ich überlege ob ich eine nette Email schreiben soll oder das ganze kommentarlos absitze bis ende des Monats und dann erst handle falls nix passiert oder wie oder was..
Das nervt! Ich wollte mit dem Thema längst abgeschlossen haben..

ktown
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Re: Urlaub nach Kündigung

Beitrag von ktown »

K3ks hat geschrieben:
15.01.20, 22:24
Ich überlege ob ich eine nette Email schreiben soll
Na das wäre doch mal ein Anfang um deeskalierend zu wirken. Wenn die Mail nun auch noch an die richtige Person gerichtet wird und nicht gleich an den obersten Chef, dann könnte man eventuell sogar auf Zuspruch stoßen und bekommt entsprechende Infos.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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K3ks
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Re: Urlaub nach Kündigung

Beitrag von K3ks »

ktown hat geschrieben:
15.01.20, 22:33
Na das wäre doch mal ein Anfang um deeskalierend zu wirken. Wenn die Mail nun auch noch an die richtige Person gerichtet wird und nicht gleich an den obersten Chef, dann könnte man eventuell sogar auf Zuspruch stoßen und bekommt entsprechende Infos.
Ne leider nicht. Da muss ich zum obersten da er sich um das ganze kümmert (kleine Firma) und so wie ich se kenne, wird das ganze eher eskalierend... Aber na gut. Ich hab ja das Recht auf meine Seite..

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